Harry | Kampfzone | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 929 Seiten

Harry Kampfzone

Thriller - Ein Action-Thriller mit einem erschreckend realistischen Zukunftsszenario
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96655-705-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller - Ein Action-Thriller mit einem erschreckend realistischen Zukunftsszenario

E-Book, Deutsch, 929 Seiten

ISBN: 978-3-96655-705-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Schicksal der freien Welt scheint besiegelt: Der erschreckend realistische Militär-Thriller »Kampfzone« von Eric L. Harry als eBook bei dotbooks. Die Welt steht vor dem Abgrund: russische Anarchisten stürmen den Kreml, zeitgleich erschüttern terroristische Anschläge London, Paris und Washington. Unter den Opfern: der amerikanische Präsident. Mit blutverschmiertem Sakko leistet sein Stellvertreter Gordon Davis den Amtseid und muss die Welt davor bewahren, in den Abgrund zu stürzen. Denn während Russland im Chaos versinkt, nutzen Hardliner in Peking die Gunst der Stunde, um einen teuflischen Plan in Gang zu setzen: China marschiert in Sibirien ein und droht, ganz Asien zu unterjochen. Wird es dem amerikanischen Präsident gelingen, mit einer internationalen Allianz den Angriff auf die Freiheit der Welt zurückzuschlagen? Über 900 Seiten Action-Spannung: »Ein hervorragender Erzähler, ein unglaublicher Stoff!« New York Times Book Review Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der fesselnde Militär-Thriller »Kampfzone« von Eric L. Harry - packende Spannung für die Fans von Tom Clancy und Clive Cussler. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Eric L. Harry wurde 1958 in Ocean Springs, Mississippi, geboren. Harry ist Absolvent der Marine Military Academy, außerdem studierte er Russisch, VWL und Jura u.a. an der Vanderbilt University, Nashville sowie in Moskau und Leningrad. Neben seiner Tätigkeit für sein mitbegründetes Öl- und Gasunternehmen schreibt Harry Thriller. Er lebt mit seiner Frau und seinen Söhnen in Texas. Bei dotbooks veröffentlichte Eric L. Harry folgende Thriller: »Invasion«, »Gegenschlag«, »Kampfzone« sowie »Außer Kontrolle«
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Kapitel 1


Roter Platz, Moskau

15. August, 23:00 Uhr GMT (01:00 Ortszeit)

»Anarchie, Anarchie, Anarchie«, sagte Kate Dunn, die von dem grellen Scheinwerfer von Woodys Minicam geblendet wurde. Direkt hinter ihr hallte das anhaltende, dröhnende Geräusch von hunderttausend menschlichen Stimmen über den Roten Platz. Wegen des Lichts der Kamera war ihre Sicht beeinträchtigt, aber sie konnte trotzdem erkennen, dass die Demonstranten die Fäuste in die Luft reckten. Die Menschenmenge verstummte, während sie auf das nächste Stichwort des Redners wartete.

»Der Ton ist in Ordnung«, sagte Woody, der sein Auge an das Okular der Kamera presste. »Aber das Licht ist beschissen. Mehr als die ersten paar Leute in der Masse da unten kriegen wir nicht drauf.« Er stöpselte seinen Kopfhörer ein. »Noch ein Soundcheck«, befahl er.

»Hier spricht Kate Dunn, Moskau-Korrespondentin von NBC News«, sagte die Journalistin. »Wie war das?«

»Gut.« Woodys Finger spielten an den Reglern der Kamera herum. Es ging auch alles automatisch, aber aus irgendeinem Grund zog er eine manuelle Feinabstimmung den vorgegebenen Einstellungen des Computers immer vor. Kate ließ ihren Blick über die Menschenmenge gleiten. Die angespannte Atmosphäre ließ ihr Herz schneller schlagen. Von ihrem Beobachtungsposten auf einem verlassenen Polizeiwagen aus konnte sie in der Ferne den Anführer der aufgebrachten Menschenmenge sehen, der in das helle Licht der Rampenscheinwerfer vorn an der Rednerbühne getaucht war. Der wütende Mann stieß gerade einen weiteren Schwall von Beschimpfungen hervor. Die Boxen auf dem Lautsprecherwagen waren voll aufgedreht, und die Stimme des Demagogen klang verzerrt. Erneut begann die Masse zu brüllen. Geballte Fäuste richteten sich gegen die Mauern des Kremls, auf denen durch das flackernde Licht von Feuern und tausenden Kerzen die Schatten tanzten.

Kate spürte, wie sie eine Gänsehaut bekam. »Das ist Primetime-Material, Woody, ich spüre es.«

»Gut möglich«, antwortete der Kameramann, der an den Knöpfen auf seinem Stativ herumfummelte und noch immer förmlich am Okular der Minicam klebte. Die Szene um sie herum war Furcht erregend, aber Kate zwang sich, die Augen zu schließen, um noch einmal über ihren Bericht nachzudenken. Nicht über den Wortlaut, den kannte sie auswendig, sondern über die Stimmung, die Modulation ihrer Stimme, die Ruhe der erfahrenen Journalistin, die in wohl abgewogenen Worten über aufregende und dramatische Ereignisse berichtete. Ihr ganzes Leben lang hatte sie anderen Auslandsreportern dabei auf die Finger geguckt. Ihre Lippen bewegten sich, und sie nickte im Rhythmus der Slogans der Menschenmenge.

»Showtime!«, sagte Woody. Kate öffnete die Augen; sie war kein bisschen aufgeregt.

Mit den Fingern zählte Woody von fünf abwärts, aber als er bei null angekommen war und das Zeichen gab, wartete Kate noch auf den perfekten Augenblick. Ein donnerndes Gebrüll entströmte den Kehlen von hunderttausend wütenden Russen, von denen viele wild die schwarzen Fahnen der Anarchisten schwenkten. Nachdem das Geschrei abgeebbt und halbwegs Ruhe eingekehrt war, hielt die Korrespondentin den richtigen Zeitpunkt für gekommen.

»Anarchie«, begann Kate, während sie sich innerlich mahnte, langsam und ruhig zu sprechen. »Alle bisher gültigen Werte sind hinfällig. Kein heute bekanntes politisches System funktioniert. Das Leben, wie wir es bisher gelebt haben, ist sinnlos.«

Erneut schwoll das Gebrüll der Menge an, ebbte dann wieder ab. Kate hatte ihren Rhythmus genau auf sie abgestimmt. »Durch Zerstörung der gesamten bestehenden gesellschaftlichen Ordnung wollen diese russischen Anarchisten ihre ›spirituelle Verfassung‹ verbessern. ›Aus Zerstörung erwächst Schöpfung!‹ Das ist der Slogan einer neuen Generation.«

Lang anhaltender Beifall brandete auf, und Kate wandte sich halb um, um das Spektakel zu betrachten. Sie spürte es, dies war einer der Wendepunkte der Geschichte, dessen Schauplatz die Hauptstadt einer Großmacht war. Eine Umwälzung, deren Auswirkungen für die Menschheit die nächsten hundert Jahre bestimmen würden. Und sie war dabei und berichtete einer faszinierten Weltöffentlichkeit von den Ereignissen …

»Von allen Ideologien, denen weiterhin Bedeutung zugebilligt wird«, sagte Kate in die grellen Scheinwerfer der Kamera, »ist einzig beim Anarchismus noch nie versucht worden, ihn wirklich in die Praxis umzusetzen. Und es zeugt für seine intellektuelle Glaubwürdigkeit, dass er immer noch leidenschaftliche Anhänger findet, etwa diejenigen, die sich heute Abend hier versammelt haben. Die aufrichtige Faszination von der Idee individueller Freiheit und die Skepsis gegenüber der Regierung scheinen heute noch genauso lebendig zu sein wie im neunzehnten Jahrhundert. Und jetzt, hier in diesem Land großer sozialer Experimente, werden wir bald feststellen können, ob der Anarchismus einen Idealstaat oder nur einen weiteren Umweg durch die Hölle auf Erden verspricht.«

Als sie den Satz gerade beendet hatte, brach erneut das Gebrüll los. Das ist es!, dachte sie mitten in dem tumultartigen Lärm. Jetzt darfst du dir keinen Patzer leisten!

»Aber von was für einer Art Idee würde man erwarten, dass sie in einem Russland aufblühen könnte, das jegliche Hoffnung verloren hat?« Kate sprach weiter, während aus den fernen Lautsprechern aufpeitschende russische Worte an ihr Ohr drangen. »In einem Russland, das alles versucht hat und dabei gescheitert ist? Was für eine Ideologie könnte in den Köpfen von hundert Millionen verlorener Seelen Fuß fassen?«

»Anarchi-i-i-a-a!«, brüllte die Menge wie aus einem Mund. Fast wäre Kate von einer Welle von Emotionen überwältigt worden, als sie vor ihrem geistigen Auge die Szene aus der Perspektive des Kameramanns sah. Das nenne ich Perfektion, dachte sie, absolute Perfektion.

»Anarchie. Die Zurückweisung von allem, von jeglicher Ideologie. Zerstören, wenn man schon nichts schaffen kann! ›Denken heißt nein sagen!‹ Eine kompromisslose Idee, damit eine Nation des Stillstands ihre aufgestaute Energie und ihre Frustration abreagieren kann. Eine Idee, die von der Fantasie und den leeren Mägen eines schon lange leidenden Volkes Besitz ergreift. Schwarze Fahnen, hitzige Rhetorik und« – sie schwieg einen Augenblick – »Gewalt. Während sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Studentenproteste in Peking richtet, kam die Gewalt in Sibirien, die sich am heutigen Tag ereignet hat, völlig überraschend. Dort haben Saboteure in einer konzertierten Aktion Anschläge auf das System von Erdgas-Pipelines verübt, durch das ein Großteil von Westeuropas Energiebedarf gedeckt wird. Sprecher westlicher Ölunternehmen sagten später, wenn die Berichte zutreffend seien, könne wegen der abgelegenen Orte der Anschläge das gesamte Versorgungssystem zusammenbrechen.« Weil die Menge erneut zu brüllen begann, musste Kate ins Mikrofon schreien. »Weiter wiesen sie darauf hin, dass keine Reparaturteams geschickt werden würden, solange die russische Regierung nicht dafür garantieren könne, dass die Techniker vor terroristischen Anschlägen geschützt sind.«

Die Masse, die beständig zwischen Stille und Aufbrausen hin und her wechselte, beruhigte sich wieder. »Da der Gasdruck innerhalb des Systems permanent fällt, schießen die Preise auf den Energiemärkten weltweit in die Höhe. Die Preise für Nordseeöl und andere alternative Energiequellen für die europäische Versorgung waren am Ende des Handelstags über vierzig Prozent gestiegen, ohne dass es ein Anzeichen dafür gegeben hätte, dass …«

Einem plötzlichen grellen Blitz folgte ein ohrenbetäubendes Krachen, dessen Echo von den Fassaden der Gebäude am Roten Platz zurückgeworfen wurde. Instinktiv duckte sich Kate, und hunderttausend Menschen auf dem Platz zuckten gleichzeitig zusammen. »Da drüben!«, rief Kate, die Woody ein Zeichen gab, dass er die Kamera schwenken solle. Am Ende des Platzes, vor der Basilius-Kathedrale, wo Soldaten zusammengezogen worden waren, die aber müßig herumstanden, stieg Rauch in die Luft. Schnell gingen die Sprechchöre in schrille Schreie über.

Beim Knattern von Maschinengewehrfeuer geriet die Menschenmenge in Angst und Schrecken. Es war, als würden alle gleichzeitig von Panik gepackt.

»Sieht so aus, als hätte die Armee das Feuer eröffnet!«, brüllte Kate, um sich angesichts des Lärms verständlich zu machen. Direkt hinter ihrer Schulter versuchte Woody, die Szene zu filmen. An ihrer Wange spürte Kate die Wärme des grellen Scheinwerfers der Minicam. Überall um sie herum zischten Gegenstände durch die Luft. Woody schaltete das Licht aus und ließ die Kamera sinken.

»Was tust du?«, übertönte Kate den Lärm der Masse, die jetzt dem Maschinengewehrfeuer zu entkommen suchte. »Willst du das etwa nicht filmen?«

Plötzlich bemerkte Kate das zischende Geräusch von Kugeln, und als der Polizeiwagen unter ihren Füßen zu schwanken begann, wurde sie zum ersten Mal von Angst erfasst. Woody zog sie auf das flache Dach des Wagens hinab, während das jetzt tiefer klingende Geknatter schwerer Maschinengewehre einen tödlichen Rhythmus annahm. »Wir müssen abhauen, Kate!«, brüllte der Kameramann und stieß sie an den Rand des Wagendachs.

Kate stürzte in das dunkle Meer zusammengepresster Körper. In letzter Sekunde schaffte sie es, auf den Beinen zu landen. Entsetzt sah sie, dass der Polizeiwagen durch den Druck der Menschenmenge auf die Seite kippte. Mit der Kamera in der Hand sprang Woody mit den Füßen zuerst in die menschliche Flut.

Überall um sie herum schrien Menschen in Panik. Andere knurrten...



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