Henry | Zwischen zwei Welten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

Henry Zwischen zwei Welten

Meine Botschaften aus dem Jenseits
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-907210-63-5
Verlag: Giger Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Meine Botschaften aus dem Jenseits

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

ISBN: 978-3-907210-63-5
Verlag: Giger Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das jüngste Medium der Stars aus Hollywood »Der Tod ist nicht das Ende.« Er ist erst 20 Jahre alt und das jüngste Medium in Amerika, wo er mit seiner TV-Show Millionen Zuschauer erreicht. Tyler Henry ist das Hollywood-Medium der Stars, der in seiner erfolgreichen Fernsehserie Prominente aus Hollywood berät und Sitzungen gibt. Seine Kunden sind Kim Kardashian, Will Smith und viele andere Prominente. Bereits als Kind konnte er Verstorbene sehen und sagte den Tod seiner Großmutter voraus. Danach war sein Leben nicht mehr wie es vorher war, anfangs war es sehr schwer für ihn, sein Talent zu akzeptieren. Mittlerweile ist es seine Aufgabe, Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen, wie er selbst sagt. »Menschen zu fördern im Bewusstsein, dass der Tod nicht das Ende ist, und wie hilfreich es für die Hinterbliebenen sein kann zu wissen, dass die Verstorbenen immer bei uns sind«, ist die Kernaussage seines Buches.

Tyler Henry, geboren 1996 in Kalifornien. Schon mit zehn Jahren, als Tylers Großmutter starb, hat er zum ersten Mal bewusst realisiert, dass er übernatürliche Fähigkeiten hat. Tyler kann sich mit verstorbenen Menschen in Verbindung setzen, mit ihnen kommunizieren. Er bekommt visuelle Eingaben und Zeichen die über ihn an andere Personen gerichtet sind. »Es war ein langer Prozess bis zu diesem Punkt, an dem ich jetzt bin. Seit zehn Jahren weiß ich, dass ich diese Fähigkeit besitze. Ich musste lernen, die Eingaben und Zeichen, die ich bekomme, auch in Worte zu fassen, um sie meinem Gegenüber zu vermitteln.« Über Jahre hinweg hat er sich immer wieder mit verstorbenen Angehörigen von Freunden oder Verwandten verbunden. Seit Neustem gehören nun auch Promis zu seinen Klienten. Die neue Sendung auf E! Entertainment heißt nicht umsonst »Hollywood Medium«. Tyler Henry besucht in dem Format verschiedene Celebrities aus Hollywood und fungiert für sie als Medium. »Manchmal weiß ich gar nicht, wer da eigentlich gerade vor mir sitzt und das ist auch gut so. Viele Stars zeigen eine Seite, die man so nicht von ihnen erwarten würde. In diesem Moment sind sie einfach nur Menschen, die auch eine verletzliche und emotionale Seite zeigen.
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Mein hellseherisches
Coming-out

Das Zentrum von Hanford, Kalifornien, war eine verschlafene Zeile verlassener Ziegelbauten und Familiengeschäften, die im Wesentlichen alle dasselbe verkauften – Plunder, Antiquitäten und eine beeindruckende Vielzahl religiöser Reliquien. Ungefähr dreißig Meilen südlich von Fresno gelegen, war Hanford ein friedlicher Ort, in dem man in einer starken, konservativen Gemeinde aufwachsen konnte. Stell dir vor, wie fasziniert ich war, als eines Tages in einem der Ladenfenster ein neues Schild auftauchte, auf dem stand: Geschenke für die Seele. Aus dem Fenster lächelte mir eine große Buddhastatue glücklich entgegen. In meiner Gegend hatte so etwas noch niemand gesehen.

Ich werde nie vergessen, wie ich zum ersten Mal durch die Tür ging und vom Klang der Glöckchen und Windspiele und einem Geruch irgendwo zwischen Patschuli und Moder begrüßt wurde. Der Eingang war von Zen-Brunnen und staubigen Bambuspflanzen flankiert. Rechts stand ein Tisch mit farbenfrohen Wandteppichen, Schmucksteinen und Kristallen, alle ohne Preisschilder. Links war eine geschlossene Tür mit spiegelnder Lackierung. Niemand stand an der Ladentheke.

Ich ging herum und sah mir die Sachen an: Tarotkarten, Chakra-Poster, Statuen von Feen, Finken im Käfig und reihenweise Meditations-CDs. Später sollte ich herausfinden, dass in dem kleinen Zimmer im ersten Stock Bauchtanzkurse von der Tarotlehrerin des Hauses und eine Fülle alternativer Heilmethoden angeboten wurden. Es wirkte so, als sei für jeden etwas dabei. Alle möglichen Bücher über alternative Heilmethoden und Glaubenssysteme säumten die Regale. Es wirkte jedoch für mich, als würden die Bücher, egal wie oft ich in den Laden kam, niemals in den Regalen verrückt. Irgendwie stand unausgesprochen im Raum: In unserer provinziellen Kleinstadt bestand kein großes Interesse an »alternativen« Glaubenssystemen – oder Menschen.

Schließlich kam ein großer, schlacksiger Mann mit strähnigem Haar aus dem Hinterzimmer. Er stellte sich als Mark vor. Mark und ich sollten Freunde werden. Er war sehr redselig und teilte seinen Enthusiasmus gern mit jedem, der ihm zuzuhören bereit war. Er sagte mir, dass er und seine Frau den Laden eröffnet hätten, um einen Ort zu schaffen, wo die Leute »Heilquellen« finden könnten. Ich war nervös, unsicher, wie viel ich über mich selbst erzählen sollte, sodass ich lediglich sagte, dass ich zur Schule ging, Krankenpfleger werden wollte und mich in letzter Zeit sehr für Spiritualität interessierte.

Mark las mir ihren Rundbrief laut vor, auf dem bevorstehende Events des Ladens aufgelistet waren – größtenteils Treffen von Selbsthilfegruppen und Meditationsgruppen. Einen wöchentlich stattfindenden Kurs in der Entwicklung hellseherischer Fähigkeiten und etwas mit dem Titel »Medium 101« erwähnte er nur beiläufig. Mir war klar, dass er sich für diese speziellen Themengebiete nicht besonders interessierte, aber ich stellte die Ohren auf. Später wurde ich mutiger und begann, die Lage zu sondieren. Ich fragte ihn hin und wieder, wie er diese Dinge sah. Ich hörte zu, als er seine Gedanken zu allen möglichen Punkten – von Philosophie bis hin zum Leben nach dem Tod – erörterte. Irgendwann später mietete ich mir bei ihm ein Zimmer, das mein erster offizieller Sitzungsraum werden sollte.

Ich bin Mark und seinem Laden sehr dankbar. Es kam damals für mich einem spirituellen Zufluchtsort gleich. Trotzdem sah ich in der dortigen Kultur auch Aspekte, die für mich im Widerspruch dazu standen, wie sich authentisch spirituelle Menschen verhalten sollten. Eigentlich sollte es ein Laden für Leute aus allen Lebensbereichen sein, aber es gab auch dort immer noch die Gruppen derer, die ähnliche Interessen und Glaubenssätze hatten. Die paranormalen Forschungsgruppen taten sich zusammen und interagierten nie mit den Yoga-Mamas, die jede Woche Kundalini-Kurse im ersten Stock abhielten. Die Gruppen sahen aufeinander herab und schienen wenig miteinander zusammenzukommen. Die Ausnahme waren jene, die mediale Lesungen machten. Der Laden enthüllte mir etwas, was sich mit der Unterseite eines Blattes vergleichen lässt: die verborgenen, vitalen Netzwerke unserer Stadt. Und wie die blühten! Mit Dutzenden von Flyern und Visitenkarten, die auf der Theke lagen, konnte man Kontakt zu Hellsehern aufnehmen oder fast jeden Tag der Woche Selbsthilfegruppen besuchen. Ich traf die Leute und ging den unterschiedlichen Angeboten nach, binnen Kurzem schwirrte mir der Kopf. Auras? Chakren? Reiki? Ich versuchte, offen zu bleiben, aber all die neuen Eindrücke führten mich stets zurück zu einer Grundfrage: Was sollte ich glauben?

Diese Frage stellte ich mir regelmäßig, als eine Art Check-in, wenn ich mich neuen Glaubenssystemen gegenübersah. Teile so mancher Glaubenssysteme entsprachen mir, aber ich konnte mit Quellen und Leuten, die absolute Geltungsansprüche vertraten, nicht viel anfangen. Mir fielen einige Parallelen zwischen der Kultur im Laden und der Kirche auf, in die ich in letzter Zeit immer weniger ging. Ich konnte mit bestimmten Dingen dort nichts anfangen, ob es nun die intoleranten Bibelzitate waren oder das Gesetz der Anziehung. Wie jedes andere Glaubenssystem auch zog die New-Age-Bewegung ein ganzes Spektrum von Persönlichkeiten an, von denen es die meisten gut meinten und nach einem tieferen Verständnis ihrer Rolle im Universum suchten.

Der Laden wurde ein Zufluchtsort der Alternativen und in diese Kategorie gehörte ich ganz bestimmt. Ich verbrachte mehr und mehr Zeit dort. Ich studierte vor der Schule im Laden und ging in meiner Freizeit dorthin. Ich wusste, dass der Laden für den Großteil unserer Stadt ein verrückter Platz war, wo man vielleicht von außen hineinstarrte, aber nie hineinging. Für mich fühlte es sich wie eine Heimat an.

Auch wenn ich nicht darauf brannte, Mark von meinem Interesse am Thema Medialität zu erzählen, hatte ich keine Schwierigkeiten, andere zu finden, die tonnenweise Meinungen dazu hatten. Es gab sogar ein paar Leute, die sagten, sie könnten ebenfalls intuitiv Informationen empfangen. Ich war völlig fasziniert von den einzigartigen Prozessen, die alle diese Leute benutzten. Obwohl sie behaupteten, sich mit derselben Quelle zu verbinden, waren ihre Techniken, die Verbindung herzustellen, so individuell wie die Leute selbst. Natürlich waren sie unterschiedlich glaubwürdig. Das frustrierte mich zutiefst, aber ich lernte schnell, herauszufinden, wann jemand nicht ehrlich war.

Meine Suche nach Führung in meiner Gabe wurde zu einer Suche danach, verstanden zu werden, und das war keine leichte Aufgabe. Mit der Zeit lernte ich Leute mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennen, die das zweite Gesicht besaßen – manche ihr ganzes Leben lang, andere hatten es so wie ich bei einem einschneidenden Erlebnis entdeckt, beispielsweise bei dem Verlust eines lieben Menschen oder bei einer Nahtoderfahrung. Ob sie nun an einer neonbeleuchteten Ladentheke arbeiteten oder internationalen Ruhm genossen, fand ich doch alle diese Medien unglaublich faszinierend. Jedes hatte eine absolut einzigartige Herangehensweise zum Empfangen derselben Information.

Diejenigen, die die Details und die Bestätigung vernachlässigten, zogen mich zwar an, aber ich konnte mich nicht mit ihnen identifizieren. Verblasene Zweideutigkeiten in Verbindung mit allgemeinen Aussagen sah man nicht selten, aber selbst diese fragwürdigen Medien waren insofern faszinierend, als sie mir zeigten, was ich selbst bei meinen medialen Lesungen vermeiden wollte.

Die meisten Medien schienen in zwei Kategorien zu fallen: sensitive, die sich auf das persönliche Leben der Leute konzentrierten (Zukunftsplanung, Beratung), und jene, die philosophische, »allgemeine« Predigten für ihre Klienten bereithielten. Die detaillierten Medien, die die Betonung auf die Bestätigung legten, entsprachen normalerweise eher meinen Vorlieben, aber ich sollte feststellen, dass auch die philosophisch orientierten Medien etwas Nützliches zu geben hatten. Diese beiden Typen dienten völlig unterschiedlichen Zwecken: der eine zur Entwicklung des persönlichen Lebens und für Vorhersagen, der andere für den breiteren, allgemeineren Ansatz. Es gab eine besonders eindrückliche Sitzung, die ich nie vergessen werde, da sie mich auf meiner Suche nach Führung in eine völlig neue Richtung schickte – Führung, die letzten Endes von innen kam.

Ich lernte ein Medium kennen, das Michelle hieß. Sie arbeitete in dem Zimmer hinter der Tür mit dem spiegelnden Lack neben dem Ladeneingang und ich bat sie um eine Sitzung. Noch bevor Michelle überhaupt anfing, konnte ich in ihren Augen sehen, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hatte. Sie sprach mit gütiger Stimme und ihre Art zu reden, wie sie sich Zeit ließ und ihre totale Aufrichtigkeit überzeugten mich, dass sie nicht nach Informationen fischte. Sie versuchte wirklich, etwas zu interpretieren.

Die Sitzung begann etwas vage. Sie erwähnte eine Vision von einem Stuhl und einem Ring. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits viele hellsichtige Menschen getroffen und wollte die...



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