E-Book, Deutsch, 289 Seiten
Hitzler / Gothe Ethnographische Erkundungen
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-658-07257-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Methodische Aspekte aktueller Forschungsprojekte
E-Book, Deutsch, 289 Seiten
Reihe: Humanities, Social Science (German Language)
ISBN: 978-3-658-07257-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
In diesem Band werden methodische Aspekte ethnographischer Arbeit fokussiert. Unbeschadet dessen erscheint die Reinheit der je eingesetzten Erkundungs- und Deutungstechniken prinzipiell als nachrangig gegenüber der Aufgabe, so Vieles und so Vielfältiges wie möglich über die Welt, in der man sich jeweils bewegt, in Erfahrung zu bringen. Dies gelingt in Ethnographien vorzugsweise dadurch, dass die forschende Person am Leben in ihrem jeweiligen Feld tatsächlich teilhat und dass sie zugleich im Feld so agiert, dass sie es möglichst wenig von äußeren Wertsetzungen her beeinflusst und verändert.Die besondere forscherische Kompetenz der Ethnographie treibenden Person besteht dementsprechend vor allem darin, dass sie in der Lage ist, erkenntnisoptimierend zwischen existenzieller Nähe und analytischer Distanz zu changieren – was insbesondere deshalb so bedeutsam ist, weil Datenerhebung, Datenauswertung und Theoriebildung eben nicht in einer vorweg festgelegten, linearen Abfolge stehen, sondern weil der explorativ-interpretative Forschungsprozess in einer spiralförmigen Bewegung stattfindet.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;Zur Einleitung Methodologisch-methodische Aspekteethnographischer Forschungsprojekte;9
2.1;Ethnographie(n);9
2.2;Teilnehmende Beobachtung und beobachtende Teilnahme;10
2.3;Die ethnographische Kompetenz;12
2.4;Unterwegs in mannigfaltigen Welten;13
2.5;Old School?;13
2.6;Kombination von Methoden;14
2.7;Spezielle Methoden;15
2.8;New School?;15
2.9;Literatur;16
3;Teil 1 Old School?;17
3.1;Bodybuilder, Brieftauben, Bayernfans ‚Kleine soziale Lebens-Welt‘, ‚Milieu‘ und ‚soziale Welten‘ im Konzeptbestand der hermeneutischen Wissenssoziologie;18
3.1.1;Einführung;18
3.1.2;Bodybuilding als kleine soziale Lebens-Welt und Sinnsystem;19
3.1.3;Das Milieu der Bergleute als Gemeinschaft;22
3.1.4;Sozialstruktur und Milieu aus phänomenologischer Perspektive;23
3.1.5;Fanmilieus in der sozialen Welt des Fußballs;25
3.1.6;Schlussbemerkungen;27
3.1.7;Literatur;28
3.2;Am Gelde hängt, zum Gelde drängtdoch alles?Probleme medienethnographischer Forschungam Beispiel einer Kulturanalyse des Pokerns;29
3.2.1;Online- und Offline-Forschung;29
3.2.2;Erkenntnisinteresse und prinzipielles Vorgehen bei der ethnographischen Erforschung des Poker-Booms;30
3.2.3;Forschungspraxis 1: Erkundungen in der Online-Welt;32
3.2.4;Forschungspraxis 2: Befragungen von Online-Spielern;33
3.2.5;Forschungspraxis 3: Mittun in der Offline-Welt;34
3.2.6;Forschungspraxis 4: Ein Blick in die Welt professioneller Pokerspieler;35
3.2.7;Forschungspraxis 5: Mediale Darstellungen und Selbstinszenierungen;37
3.2.8;Fazit;38
3.2.9;Literatur;40
3.3;Territorialverhalten in einem Pflegeheim Deutungen des Wohnerlebens von Menschen mit Demenz;41
3.3.1;Das Feld;41
3.3.2;Feldeinstieg und Vorgehen im Feld;43
3.3.3;Die Fokussierung der Beobachtungen;46
3.3.4;Die erste Kontrastierung;47
3.3.5;Die zweite Kontrastierung;49
3.3.6;Gemeinsamkeiten und Unterschiede;51
3.3.7;Die Entwicklung von Typen;53
3.3.8;Die Anwohnerin;53
3.3.9;Der Insasse;53
3.3.10;Resümee;54
3.3.11;Literatur;55
3.4;Forschungsfeld ‚Eventisierte Hochschule‘Vorüberlegungen zu einem Projekt;56
3.4.1;McUniversity USA;57
3.4.2;Hochschul-Eventisierung BRD;59
3.4.3;Feld und Methode;60
3.4.4;Literatur;64
4;Teil 2 Kombination von Methoden;66
4.1;Im StudioFelderkundungen zur alltäglichen Praxisdes Bodybuildings;67
4.1.1;Teilnahme und Beobachtung;68
4.1.2;Der ‚kleine‘ Hintergrund;70
4.1.3;Die ‚kleine‘ Umgebung;74
4.1.4;Exkurs: … vor den Spiegeln;75
4.1.5;Rekurs: … wieder im Übungsland;76
4.1.6;Die ‚kleinen‘ Beobachtungen;77
4.1.7;Institutionelle Passageriten / Initiation;77
4.1.8;Studio-Alltag I: Strukturen, Prozesse und Interaktionen;79
4.1.9;Literatur;82
4.2;Praktische DeutungenEine komplexe Ethnographie zum Umgang mitMenschen im Wachkoma;84
4.2.1;Erkenntnisinteresse I;85
4.2.2;Erkenntnisinteresse II;86
4.2.3;Erkenntnisinteresse III;87
4.2.4;Forschungsalltag I;88
4.2.5;Forschungsalltag II;89
4.2.6;Eine (zumindest) lokalidiosynkratische Begriffslücke;91
4.2.7;Explikation des Impliziten;92
4.2.8;Vorgehensweise und Verfahren;94
4.2.9;Literatur;95
4.3;Ethnographische Erkundungen zwischenSehen und Nicht-Sehen– im Kontext einer Studie zur Situation vonMenschen mit Sehverlust im Alter;98
4.3.1;Einleitung;98
4.3.2;Selbstbeobachtung als Instrument der Datengewinnung – phänomenologische Reflexionen;100
4.3.3;Möglichkeiten und Grenzen der Perspektivübernahme im Feld stationärer Altenhilfe;102
4.3.4;Kompensatorische Methoden der Datenerhebung: Exploratives Interview;105
4.3.5;Anpassung und Erweiterung des Explorativen Interviews durch die Methode des Go-Along;107
4.3.6;Gesprächsorientierung 1:Vertrauen erzeugen – Ein quasi normales Gespräch führen;108
4.3.7;Gesprächsorientierung 2:Biographische Erzählimpulse und Expertenbefragung in eigener Sache;110
4.3.8;Gesprächsorientierung 3:Exploriertes vertiefen;111
4.3.9;Schlussbemerkung;116
4.3.10;Literatur;117
5;Teil 3 Spezielle Methoden;119
5.1;Interkulturelle Gruppenarbeit iminternationalen StudienalltagAnsätze einer anwendungsorientiertenlebensweltanalytischen Ethnographie;120
5.1.1;Der ‚Fall‘ ICEUS;120
5.1.2;Geschichten im Fall;123
5.1.3;Fallgeschichte 1;124
5.1.4;Fallgeschichte 2;125
5.1.5;Fallgeschichte 3;127
5.1.6;Fallgeschichte 4;128
5.1.7;Lehren für die Lehre;131
5.1.8;Literatur;132
5.2;Log- und Tagebücher als Erhebungsmethodein ethnographischen Forschungsdesigns;134
5.2.1;Was heißt hier Ethnographie?;135
5.2.2;Theoretische Annäherungen an den Selbstreport;138
5.2.3;Praktischer Einsatz eines Selbstreport-Verfahrens;144
5.2.4;Datenerhebung mittels Selbstreport in der Ethnographie?;149
5.2.5;Literatur;151
5.3;Videodaten interpretieren– auf der Suche nach Merkmalen von Kreativität;155
5.3.1;Untersuchungskontext: Kreativitätsprüfungen im Maschinenbaustudium;155
5.3.2;Methodisches Vorgehen: Von der Exploration des Feldes zur ‚Workplace Study‘;158
5.3.3;Interpretieren;161
5.3.4;Methodologische Betrachtungen;162
5.3.5;Literatur;165
5.4;Ethnographie und BildhermeneutikVisuelle Daten im Rahmen lebensweltanalytischerForschung;168
5.4.1;Einleitung;168
5.4.2;Zur Relevanz von Bilddokumenten im Rahmen ethnographischer Forschung;168
5.4.3;Wissenssoziologische Bildhermeneutik;174
5.4.3.1;Schritt 1:Segmentierung des Bildmaterials;175
5.4.3.2;Schritt 2:Sequenziell vorgehende Entwicklung von Seharten;177
5.4.3.3;Schritt 3:Interpretation der Bildproduktion und der Bildverwendung im Feld;178
5.4.4;Fotomontage für den Blick in die Zukunft – Exemplarische Bildinterpretation;179
5.4.4.1;Schritt 1:Segmentierung des Bildmaterials;180
5.4.4.2;Schritt 2:Sequenziell vorgehende Entwicklung von Seharten;180
5.4.4.3;Schritt 3:Interpretation der Bildproduktion und der Bildverwendung im Feld;194
5.4.5;Fazit;195
5.4.6;Bilderverzeichnis;196
5.4.7;Tafel 3;196
5.4.8;Literatur;197
6;Teil 4 New School?;200
6.1;Zurück in den LehnstuhlLebensweltliche Ethnographie in interaktivenMedienumgebungen;201
6.1.1;Einleitung;201
6.1.2;Ethnographische Grundannahmen vor dem Hintergrund fortschreitender Mediatisierung;202
6.1.3;Die Erkundung kleiner sozialer Lebenswelten mittels „Lehnstuhl-Ethnographie“;204
6.1.4;Die Konstitution des Feldes und der Feldeinstieg;205
6.1.5;Lebensweltanalytisch-ethnographische Forschung;210
6.1.6;Methodenpluralismus in der lebensweltanalytischen Ethnographie;211
6.1.7;Lebensweltanalytisches Videographieren;213
6.1.8;Teilnehmen in delokalisierter Kopräsenz;215
6.1.9;Abschließende Reflexion;218
6.1.10;Literatur;219
6.2;Auf feindlichem TerrainGewissheiten und Irritationen infolgeexistenzieller Eingebundenheiten;221
6.2.1;Zur Radikalisierung des Engagements als Feldforscher;221
6.2.2;Annäherung an die Forschungsfelder;226
6.2.3;Konsequenzen des existenziellen Engagements: Innere Barrieren an den Beispielen der Kontexte Parteipolitik, Graffiti und Unterne;227
6.2.4;Der Umgang mit gefährlichem Wissen:Fremd- und Selbstrisiken in der Graffiti-Szene;232
6.2.5;Die Beziehungsarbeit im Forscher-Team:Beziehungs- und Loyalitätskonflikte zwischen den Forschern;236
6.2.6;‚Aushalten‘ oder ‚Bearbeiten‘: Anforderungen an den lebensweltorientierten Ethnographen;239
6.2.7;Literatur;241
6.3;Freundschaftliche Forschung?Annäherung und Distanzierung beim Betreibenvon Ethnographie;244
6.3.1;Vorbemerkung;244
6.3.2;Hintergrund;244
6.3.3;Annäherung und Distanzierung als Prämissen der Forschung;246
6.3.4;Annäherung und Distanzierung im Forschungsprozess;247
6.3.4.1;Rolle 1: Konzeptrekonstruierende Ethnographin;248
6.3.4.2;Rolle 2: Konzeptevaluierende Ethnographin;251
6.3.5;Rolle 1 und Rolle 2: Konzeptrekonstruierende und konzeptevaluierende Ethnographin;252
6.3.6;Erkenntnisgewinn und Dilemmata;253
6.3.7;Dilemmata der Nähe und Distanz beim ethnographischen Forschen;254
6.3.8;Umgang mit den Dilemmata;256
6.3.9;Ethnographisches Selbstverständnis;257
6.3.10;Literatur;258
6.4;Ethnographische GamenessRefl exionen zu extra-methodologischenAspekten der Feldarbeit im Rockermilieu;261
6.4.1;Wider die illusio? – Die methodologische Unter- und Vielbestimmtheit ethnographischen Forschens;261
6.4.2;Methodologie in Theorie und (Nahkampf-)Praxis;262
6.4.3;(Extra-)Methodologisches in Ethnographie;263
6.4.4;Zur Selbstkonstitution des Feldes: Die deutsche Rocker-Szene;265
6.4.5;Extra-methodologische Forscherdispositionen;268
6.4.6;Forscher-Sozialisation –Vom Nachwuchsrocker zum Rockerforscher;269
6.4.7;Unvollständige Handlungsanleitung und extramethodologischinformierte Improvisationen;272
6.4.8;(Un)Möglichkeiten des Impression Managementsunter Rockern?!;272
6.4.9;Die Extra-Methodologie des Zufalls in ethnographischer Forschung;275
6.4.10;Unglückliche Zufälle;275
6.4.11;Regelhaft glückliche Zufälle;276
6.4.12;Für die illusio – Ethnographische Gameness;278
6.4.13;Der ethnographische Nahkampf-Experte;279
6.4.14;Literatur;280
7;Angaben zu den Autorinnen und Autoren;283




