Howard | Dein Weg aus der Erschöpfung | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 270 Seiten

Howard Dein Weg aus der Erschöpfung

Der 12-Schritte-Plan, um deine Energie zu steigern, deinen Körper zu heilen und deine Ziele zu erreichen
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-949458-42-2
Verlag: FinanzBuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Der 12-Schritte-Plan, um deine Energie zu steigern, deinen Körper zu heilen und deine Ziele zu erreichen

E-Book, Deutsch, 270 Seiten

ISBN: 978-3-949458-42-2
Verlag: FinanzBuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Gehen Sie der Ursache Ihrer chronischen Erschöpfungsdiagnose auf den Grund und entdecken Sie einen klinisch erprobten 12-Schritte-Plan zur Heilung, Genesung und Transformation!

Das Leben mit Müdigkeit kann sich hoffnungslos und verwirrend anfühlen, da sich traditionelle medizinische Ansätze oft auf die Behandlung der Symptome konzentrieren, anstatt die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen und anzugehen. Aber Heilung ist möglich, wenn Sie lernen, Ihre Müdigkeit zu entschlüsseln und die richtigen Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge zur richtigen Zeit zu ergreifen.

Nachdem der renommierte Gesundheitsexperte Alex Howard sieben Jahre lang an chronischer Müdigkeit gelitten hatte, gründete er eine der weltweit führenden Kliniken, die sich auf Müdigkeit spezialisiert hat, und widmet sich seit über 20 Jahren der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet. Dieses Buch führt Sie durch eine klinisch erprobte Methodik, die Ihnen dabei hilft,

-die Ursachen von Müdigkeit zu verstehen,
-die wichtigsten Schritte zur nachhaltigen Steigerung Ihrer Energie zu entdecken,
-Ihren persönlichen Genesungsplan zu entwerfen.

Dieser revolutionäre 12-Schritte-Ansatz wird Ihnen nicht nur dabei helfen, Ihre Müdigkeit zu verstehen und zu überwinden, sondern er leitet Sie auch an, Ihren eigenen Weg zur Heilung und Transformation zu finden.

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2. Warum die Schulmedizin bei Erschöpfung ratlos ist
Es war ein eiskalter Februarmorgen; das erste Mal seit über einem Monat hatte ich es geschafft, zur Schule zu gehen. Zusammen mit meinen Mitschülern war ich nach den Weihnachtsferien zurückgekehrt, bereit für ein weiteres arbeitsreiches Schuljahr. Nur eine Woche später erlebte ich jedoch einen weiteren schweren Anfall von chronischer Erschöpfung. Selbst in einer meiner besseren Phasen konnte ich nur wenige Stunden am Tag zur Schule gehen. Eines Nachmittags wollte ich an einer zusätzlichen Unterrichtsstunde teilnehmen und hatte mich dabei ein bisschen zu sehr angestrengt; ich brauchte einen Monat, um mich zu erholen und wieder mein mickriges Ausgangsniveau zu erreichen. Als ich im Klassenzimmer saß und auf den Beginn der Ökonomie-Stunde wartete, stellte sich das übliche Gefühl der Einsamkeit ein. Ich hatte zuvor nie verstanden, wie man sich einsam fühlen kann, wenn man mit anderen zusammen ist, aber ich stellte fest, dass ich nichts mehr mit meinen Klassenkameraden gemein hatte. Ich konnte keinen Sport treiben, blieb nur selten zu den Mahlzeiten und konnte schon gar nicht an gemeinsamen Unternehmungen teilnehmen. Ich ließ mir nichts anmerken, aber oft war es schwierig, überhaupt etwas zu finden, worüber ich mich mit den anderen unterhalten konnte. Erschwerend kam hinzu, dass ich erst seit sechs Monaten auf dieser Schule war und kaum jemanden kannte, weil ich so viele Stunden wegen der Krankheit verpasst hatte. Eines Tages fragte mich ein Junge aus meiner Klasse, wo ich gewesen sei. Ich erklärte ihm, dass ich an einem chronischen Erschöpfungssyndrom litt; ich hätte einen Zusammenbruch gehabt und mich zu Hause im Bett ausgeruht. Ich kann seine Antwort heute noch so deutlich hören wie damals: »Du Glückspilz – klingt für mich himmlisch! Ich wünschte, ich könnte ein paar Wochen im Bett liegen und mich entspannen.« Mein Klassenkamerad wollte gewiss nicht unfreundlich sein; schlimmstenfalls war seine Bemerkung ein bissiger Scherz, aber sie hatte eine verheerende Wirkung auf mich. Es war ein weiterer Sargnagel für meinen Versuch, von anderen verstanden zu werden, und ich zog mich noch einen Schritt weiter in meine eigene innere Welt zurück. Royal-Free-Krankheit
In den fast zwei Jahrzehnten, seit ich mit Menschen arbeite, die unter den verschiedensten und komplexesten Formen von Erschöpfung leiden, habe ich gelernt, dass ich mit solchen Erfahrungen bei Weitem nicht allein dastand. Ich glaube, wenn man an Erschöpfung leidet, gehören die Urteile und die Schuldzuweisungen, die damit einherzugehen scheinen, zu den schwierigsten Herausforderungen. Erschöpfung und erschöpfungsbedingte Erkrankungen wie myalgische Enzephalomyelitis, chronisches Fatigue- bzw. Erschöpfungssyndrom und Fibromyalgie werden als »medizinisch ungeklärte Krankheiten« eingestuft. Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Erklärungen für diese Krankheiten gibt, sondern nur, dass die Schulmedizin nicht in der Lage ist, sie zu erklären.4,5 Vielleicht wäre die Bezeichnung »medizinisch ungeklärte Krankheiten aus Sicht der Schulmedizin« zutreffender. Aber warum hat die konventionelle Medizin so spektakulär versagt, wenn es darum geht, Antworten für die von Erschöpfung Betroffenen zu finden? Da das Verständnis dieser Frage die Grundlage für unsere gesamte abenteuerliche Entschlüsselung des Rätsels Ihrer Erschöpfung ist, sollten wir uns etwas Zeit für eine Antwort nehmen. Dazu müssen wir einen Schritt zurück in die Vergangenheit tun, ins Großbritannien der 1950er-Jahre. Zwischen Juli und November 1955 erkrankten 292 Mitarbeiter des Royal Free Hospital in London an einer Krankheit, deren Symptome von leichtem Fieber und geschwollenen Lymphknoten bis hin zu starken Kopfschmerzen und Erschöpfung reichten. Man lieferte 255 dieser Erkrankten ins Krankenhaus ein, und im Oktober musste es vorübergehend geschlossen werden, um den Ausbruch der Krankheit einzudämmen. Bei vielen dieser Patienten traten die Symptome über einen langen Zeitraum immer wieder auf und klangen ab, und in manchen Fällen hatten sie verheerende Auswirkungen. Trotz umfangreicher medizinischer Untersuchungen und Forschungen konnte keine Ursache für den Ausbruch der Krankheit gefunden werden.6 Nach dem Vorfall prägte Dr. Melvin Ramsay (Abteilung für Infektionskrankheiten des Royal Free Hospital) für diese Erkrankung den Namen »myalgische Enzephalomyelitis« – zusammengesetzt aus myalgisch (Muskelschmerz), enzephalo (Gehirn), myel (Rückenmark) und itis (Entzündung)7–9, um die Entzündung des Rückenmarks bei einigen Betroffenen sowie die Schmerzen und Kopfschmerzen zu beschreiben. Da es keine medizinische Erklärung für die myalgische Enzephalomyelitis bzw. die »Royal-Free-Krankheit« gab, wurde die Hypothese der Massenhysterie aufgestellt; sie gilt in vereinzelten Bereichen der Medizin auch heute noch als Beispiel für eine kollektive medizinische Hysterie ohne physischen Ursprung. Die Altlast der Keimtheorie
Um zu verstehen, warum die Schulmedizin bei der Erklärung des Krankheitsausbruchs im Royal Free so ratlos war, müssen wir in den Geschichtsbüchern noch weiter zurückblättern, zur Formulierung einer zentralen Überzeugung der Schulmedizin: der Keimtheorie. Louis Pasteur war ein französischer Chemiker und Mikrobiologe des 19. Jahrhunderts, dessen Beitrag zur medizinischen Mikrobiologie nahezu unübertroffen ist: Zu seinen Entdeckungen gehörten die Prinzipien der Impfung und der mikrobiellen Fermentation sowie das nach ihm benannte Verfahren der Lebensmittelaufbereitung, der Pasteurisierung. Im Mittelpunkt von Pasteurs Wirken stand die Entwicklung und Verbreitung der heute noch anerkannten Keimtheorie. Der Kerngedanke der Keimtheorie lautet, dass die Verbreitung von Mikroorganismen, die als Krankheitserreger oder »Keime« bekannt sind, im Körper Krankheiten verursachen kann.10,11 Einfach ausgedrückt kann man sagen: Von der gewöhnlichen Erkältung bis hin zur lebensbedrohlichen Sepsis ist Krankheit das Ergebnis eines externen Agens, das unseren Körper infiziert und uns krank macht. Obwohl Pasteurs Keimtheorie nicht grundsätzlich falsch war, war seine Arbeit trotzdem unvollständig. Das Problem mit der Keimtheorie ist: Sie hat ein übermäßig vereinfachtes Modell der Medizin festgeschrieben, das nach einer einzigen Ursache sucht, einem Test, um sie zu messen, und dann einem einzigen Medikament, um sie zu neutralisieren, oder einer Impfung, um sie zu verhindern. Das ist in Ordnung, wenn man es mit vielen akuten Krankheiten zu tun hat, aber es ist eine totale Katastrophe, wenn man vielschichtige chronische Krankheiten zu verstehen versucht. Wie wir gleich sehen werden, ist Erschöpfung ein kompliziertes Leiden, bei dem verschiedene Untergruppen, Stadien und Systeme betroffen sind, von denen jedes seine eigene einzigartige Signatur bei den einzelnen Betroffenen aufweist. Die Anwendung der Keimtheorie auf Erschöpfung ist an allen Stellen gescheitert. Nach jahrzehntelanger Suche ist es niemandem gelungen, den einen Erreger zu isolieren, sodass es weder einen Biomarker-Test noch eine einheitliche Behandlung in Form eines Medikaments gibt.12–15 Und selbst wenn es sich um etwas scheinbar klar Definiertes handelt, wie z.B. Long Covid (das heißt Ermüdungserscheinungen, die 3 bis 6 Monate nach der Infektion mit dem Coronavirus anhalten), bleibt die Frage offen, warum sich manche Menschen innerhalb weniger Wochen erholen und andere nicht. Abgesehen von den verheerenden Auswirkungen, die die unpassende Anwendung der Keimtheorie auf Erschöpfung hatte, und der daraus resultierenden Lahmlegung von Forschungs- und Behandlungsansätzen gab es meiner Überzeugung nach eine fast noch schwerwiegendere Konsequenz: Das Fehlen eines Biomarkers hat zu der Schlussfolgerung geführt, Erschöpfung müsse »nur im Kopf« stattfinden.16–18 Arroganz auf Steroiden
In der Vergangenheit lautete die medizinische Sichtweise auf Erschöpfung: »Wir können nichts finden, was Ihnen fehlt, also fehlt Ihnen auch nichts.« Aus Sicht eines Erschöpfungspatienten ist diese Aussage unglaublich arrogant, denn sie geht davon aus, dass die konventionelle Medizin alles über den menschlichen Körper weiß, und weil sie bei Ihnen nichts finden kann, fehlt Ihnen tatsächlich nichts. In den Jahrzehnten nach dem Ausbruch der Royal-Free-Krankheit flossen die sehr begrenzten Gelder für die Erforschung der Erschöpfung in die Psychiatrie, mit dem Ziel, das »gestörte Denken« der Betroffenen besser zu verstehen. Die Geschichten der persönlichen...


Howard, Alex
Alex Howard ist Autor, Psychologe sowie Gründer und Leiter von The Optimum Health Clinic (OHC), einer der weltweit führenden Kliniken für integrative Medizin. In seinen Büchern, seinen Ausbildungsprogrammen sowie auf seinen Videokanälen gibt er sein breites Wissen und seine langjährige Erfahrung weiter, um dazu beizutragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Alex Howard ist Autor, Psychologe sowie Gründer und Leiter von The Optimum Health Clinic (OHC), einer der weltweit führenden Kliniken für integrative Medizin. In seinen Büchern, seinen Ausbildungsprogrammen sowie auf seinen Videokanälen gibt er sein breites Wissen und seine langjährige Erfahrung weiter, um dazu beizutragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.



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