James | Einspruch für die Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 384 Seiten

Reihe: Staatsanwälte küsst man nicht

James Einspruch für die Liebe


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8025-9332-1
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 4, 384 Seiten

Reihe: Staatsanwälte küsst man nicht

ISBN: 978-3-8025-9332-1
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der Top-Staatsanwalt Cade Morgan setzt alles daran, um einen korrupten Senator zu überführen. Dafür braucht er jedoch die Hilfe der hübschen Anwältin Brooke Parker. Und obwohl Brooke sich Cades Charme standhaft widersetzt, kann sie die starke Anziehungskraft, die er auf sie ausübt, doch nicht leugnen.

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1


Brooke Parker trat an die Theke des Restaurants The Shore, um ihre Bestellung fürs Mittagessen abzugeben. Doch der Mitarbeiter kam ihr zuvor.

»Hey, da ist ja meine Lieblingskundin – Hähnchen-Tacos, extra Pico.« Er grinste sie an. »Das ist mein Spitzname für Sie.«

Ja, das hatte sie kapiert. »Ich hatte schon schlimmere«, sagte Brooke, während der Mitarbeiter zur Kasse ging, um ihre Bestellung abzurechnen. Sie war wirklich eine regelmäßige Kundin und stolz darauf. Das Restaurant war nur zwei Blocks von ihrem Büro entfernt, direkt am Oak Street Beach, was es zum perfekten Rückzugsort für die Mittagspause machte. Und es gab dort die besten Hähnchen-Tacos der Stadt. Nicht dass sie voreingenommen war oder so.

Okay, vielleicht war sie ein wenig voreingenommen.

Sie hielt ihm einen Zwanzig-Dollar-Schein hin. »Und dazu nehme ich einen Erdbeer-Mango-Smoothie.«

»Ooh, ein Smoothie. Heute hauen Sie mal auf die Pauke, was?« Der Mitarbeiter war Anfang zwanzig, hatte blonde Haare und ein gebräuntes Gesicht. Er wirkte wie ein College-Absolvent, der vorhatte, diesen Sommer viel Zeit mit Beachvolleyball zu verbringen.

Er gab Brookes Bestellung an die Küche weiter und musterte sie. »So langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich mehr über Sie erfahren sollte, Hähnchen-Tacos, extra Pico.« Er zwinkerte ihr zu. »Schließlich sehen wir uns jetzt seit einem Monat wöchentlich.« Er betrachtete das maßgeschneiderte graue Kostüm, das sie trug. »Ich glaube, dass Sie … Anwältin sind.«

»Gut geraten.«

»Ich wusste es. Ich wette, dass Sie vor Gericht knallhart sind.«

Brooke unterdrückte ein Lächeln. Sie sollte dem armen Kerl die Peinlichkeit ersparen, aber irgendwie machte das hier Spaß. »Ich bin keine Prozessanwältin.« Sie beschloss, ihm einen Hinweis zu geben. »Ich arbeite als Chefjuristin für ein hier in Chicago ansässiges Unternehmen.«

Er gab vor, zutiefst beeindruckt zu sein. »Wow, dann sind Sie also ein ganz hohes Tier! Welche Art von Unternehmen?«

»Restaurants und Bars.«

»Was für ein Zufall. Dann arbeiten wir ja sozusagen beide in der Gastronomie.« Er lehnte sich mit einem Ellbogen auf der Theke vor und warf ihr einen verführerischen Blick zu, der ihm wahrscheinlich jede Menge Trinkgeld einbrachte. »Das muss Schicksal sein.«

Oder … auch nicht. Brooke zog eine Augenbraue in die Höhe. »Sollten Sie so mit den Kunden flirten?«

Er grinste noch etwas breiter. »Wahrscheinlich nicht. Aber für Sie, Hähnchen-Tacos, extra Pico, bin ich gewillt, die Regeln zu brechen. Verraten Sie es den Langweilern aus der Chefetage einfach nicht.«

Dieses Mal musste sich Brooke auf die Lippe beißen, um ihr Schmunzeln zu unterdrücken. Jetzt konnte sie dem armen Kerl erst recht nicht mehr verraten, wer sie war. Dann sagte eine Stimme ihren Namen.

»Schwänzen Sie heute, Ms Parker?«

Als Brooke sich umdrehte, sah sie Kurt McGregor, einen der Geschäftsführer des Restaurants. »Leider nicht. Ich habe mich nur für eine kurze Pause rausgeschlichen.«

Kurt deutete auf den Mitarbeiter. »Ich hoffe, Ryan behandelt Sie gut.«

»Ryan ist höchst charmant«, versicherte sie ihm.

Der Mitarbeiter deutete zwischen ihnen hin und her. »Sie beide kennen sich?«

Kurt lachte. »Das könnte man so sagen. Ryan, das ist Brooke Parker aus der Chefetage. Sie ist die Chefjuristin von Sterling Restaurants.«

Das Grinsen auf dem Gesicht des Mitarbeiters erstarrte und machte einem panischen Blick Platz. »Oh Scheiße. Sterling Restaurants. Die Leute, die mir mein Gehalt zahlen?«

»Genau die«, bestätigte Brooke.

Der Mitarbeiter sah aus, als hätte er einen Käfer verschluckt. »Ich habe Sie gerade eine Langweilerin genannt.«

»Und ein ganz hohes Tier.«

»Bitte feuern Sie mich nicht«, flüsterte er.

Brooke tat so, als würde sie darüber nachdenken. »Es ist verlockend. Aber jemanden zu feuern verursacht eine Menge Papierkram. Und darauf habe ich an einem Freitagnachmittag keine Lust. Verschieben wir es einfach auf Montag.« Sie sah, wie er seine Augen aufriss. »Das war ein Witz, Ryan.«

Kurt räusperte sich. »Ryan, vielleicht wäre das ein guter Zeitpunkt, um nach Ms Parkers Bestellung zu sehen?«

Der Mitarbeiter richtete sich erleichtert auf. »Gute Idee. Die Bestellung von Hähnchen-Tac… ähm, ich meine, Ms Parker – kommt sofort.« Damit floh er in die Küche.

Nachdem er fort war, drehte sich Kurt zu ihr um. »Okay, ernsthaft. Soll ich ihn feuern?«

»Ach was. Er gibt mir immer eine Extraportion Salsa. Den will ich mir warmhalten.«

Kurt schmunzelte und deutete auf die Terrasse. »Haben Sie etwas Zeit? Ich kann Ihnen bestimmt irgendwie noch einen Tisch mit Blick auf den See organisieren, wenn Sie hier essen wollen.«

Brooke sah zu den mit Sonnenschirmen ausgestatteten Tischen auf der sonnigen Terrasse hinaus. Das klang verlockend. Es war ein herrlicher Junitag, und die Sicht von der Terrasse war unbestreitbar eine der besten in Chicago: Wolkenkratzer, die hinter dem schimmernden Blau des Michigansees majestätisch in den Himmel ragten. Doch heute rief die Pflicht.

Eigentlich rief die Pflicht jeden Tag. Die Pflicht hatte sie praktisch auf Kurzwahl.

»Ich wünschte, ich könnte. Aber ich habe gleich eine Telefonkonferenz.« Brooke warf einen Blick auf ihre Uhr. »Herrje, in zwanzig Minuten.«

Ryan kam mit einer Tüte und einem Smoothie aus der Küche. Mit einer schuldbewussten Miene stellte er beides vor Brooke hin und huschte davon.

»Hat diese Telefonkonferenz zufällig etwas mit einem gewissen Deal zu tun, den Sie mit dem Staples Center aushandeln?«, fragte Kurt durchtrieben, nachdem Ryan verschwunden war.

Brooke setzte ihr Pokerface auf. »Ich kann die Existenz eines solchen Deals weder bestätigen noch abstreiten.«

»Gesprochen wie eine wahre Anwältin.«

Brooke zwinkerte ihm zu, während sie Tacos und Smoothie nahm und zur Tür ging. »Aber immer doch.«

Brooke legte die Strecke zwischen dem Oak Street Beach und dem eleganten achtstöckigen Gebäude in der Michigan Avenue, in dem sich die Büros von Sterling befanden, recht zügig zurück. Mit ihrem Essen in der Hand schob sie sich durch die Drehtür und winkte Mac zu, einem pensionierten Polizisten, der bei ihnen als Wachmann arbeitete. Sie durchquerte die Empfangshalle zu den Aufzügen.

Als Ian Sterling, der Firmenchef, sie vor zwei Jahren angeworben hatte, als Chefjuristin mit an Bord zu kommen, war er mit seinen Visionen und Plänen sehr offen gewesen. Er hatte das Unternehmen mit einem Restaurant gegründet, einem amerikanischen Bistro mitten in der Innenstadt Chicagos, und hatte innerhalb von acht Jahren sechs weitere Restaurants eröffnet. Das Spektrum reichte vom Sommer-Hotspot The Shore über einen Irish Pub im südlichen Teil der Stadt bis hin zum Sogna, dem »Kronjuwel« des Unternehmens, das dieses Jahr sogar eine der begehrten Drei-Sterne-Bewertungen von Michelin erhalten hatte.

Andere hätten sich damit vielleicht zufriedengegeben, aber nicht Ian Sterling. Er war aggressiv, er war ehrgeizig und er hatte Pläne. Große Pläne.

Der Freund eines Freundes kannte den Besitzer der Chicago Cubs, und Ian hatte den Besitzer überzeugen können, darüber nachzudenken, Sterling Restaurants das Catering für den Stadium Club und die VIP-Logen in Wrigley Field zu überlassen.

»Sollten Sie sich entschließen, die Stelle anzunehmen«, hatte Ian im Stil von Mission Impossible zu Brooke gesagt, als er ihr den Job während eines Abendessens im Sogna angeboten hatte, »wird Ihre erste Aufgabe als Chefjuristin darin bestehen, den Wrigley-Field-Deal einzutüten.«

»Und was passiert dann?«, hatte Brooke gefragt.

»Sie werden Teil eines Teams sein, das bei Sterling eine komplette Sport- und Unterhaltungsabteilung aufbauen wird«, hatte er gesagt. »Baseballstadien. Arenen. Das volle Programm.«

Brooke hatte zugeben müssen, dass sie von seinen Ambitionen beeindruckt war. Damals hatte sie für eine Anwaltskanzlei gearbeitet, die sich um Sterlings außergerichtliche Rechtsangelegenheiten kümmerte. Zu diesem Zeitpunkt kannte sie Ian schon mehrere Jahre, und sie hatte gewusst, dass er darüber nachdachte, einen firmeneigenen Anwalt einzustellen. Doch sie hatte nicht erwartet, dass er sie fragen würde. »Stört es Sie nicht, dass ich erst fünf Jahre Erfahrung habe?«

»Ich habe Sie oft in Aktion gesehen, Brooke. Wenn es sein muss, sind Sie unnachgiebig, und Sie können Kollegen um den Finger wickeln, die dreimal so viel Erfahrung haben.«

»Stimmt. Aber ich versuche das nicht allzu oft auszunutzen. Es ist lästig, mit jemandem zu verhandeln, der an meinem Finger hängt.«

Ian hatte gegrinst. »Mir gefällt Ihr Stil – und was genauso wichtig ist, ich mag Sie. Also lautet die sinnvollere Frage wohl, können Sie sich vorstellen, den Job zu meistern?«

Eine direkte Frage. Glücklicherweise nahm auch Brooke nie ein Blatt vor den Mund, und Ians Begeisterung war ansteckend. Es war eine tolle Gelegenheit, für ein junges Unternehmen zu arbeiten, das auf dem Weg nach oben war. Also hatte sie ihm in die Augen geschaut und geantwortet: »Auf jeden Fall.«

Denn Brooke Parker war eine Frau, die es weit bringen wollte. Das hatte sie sich vor langer Zeit selbst geschworen.

Zwei Jahre später bedauerte sie es nicht, die Gelegenheit ergriffen zu...


James, Julie
Julie James hat an der University of Illinois Jura studiert und einige Jahre als Rechtsanwältin gearbeitet, bevor sie Drehbücher zu schreiben begann. Heute lebt und arbeitet sie als Schriftstellerin in Chicago. Ihre Romane wurden in zwölf Sprachen übersetzt.

Julie James hat an der University of Illinois Jura studiert und einige Jahre als Rechtsanwältin gearbeitet, bevor sie Drehbücher zu schreiben begann. Heute lebt und arbeitet sie als Schriftstellerin in Chicago. Ihre Romane wurden in zwölf Sprachen übersetzt.



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