Jones | Deep Secrets - Rebeccas Tagebücher | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 11, 200 Seiten

Reihe: Deep-Secrets-Reihe

Jones Deep Secrets - Rebeccas Tagebücher

Gesamtausgabe
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8517-4
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Gesamtausgabe

E-Book, Deutsch, Band 11, 200 Seiten

Reihe: Deep-Secrets-Reihe

ISBN: 978-3-7517-8517-4
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In 'Deep Secrets' findet die junge Sara die erotischen Tagebücher von Rebecca. Deren Inhalt fasziniert und erschüttert sie gleichermaßen, und sie begibt sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Frau. Doch während Sara sich dabei selbst in sinnliche Abenteuer mit zwei attraktiven Männern verstrickt, ahnt sie nicht, dass es Tagebücher gibt, die sie noch nicht gefunden hat - Tagebücher, die noch mitreißender und noch verhängnisvoller sind und die das Rätsel um Rebeccas Verschwinden endgültig lösen könnten ...

Wer ist der dominante Mann, der Rebecca zu erotischen Erlebnissen verführt, von denen sie nie gedacht hätte, dass sie sie wagen würde?

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Die Deep-Secrets Reihe

1.Berührung (Roman - Sara und Chris)

2.Enthüllung (Roman - Sara und Chris)

3.Hingabe (Roman - Sara und Chris)

4.Sein Geheimnis (Novella, Chris' Sicht)

5.Geheime Sehnsucht (Novella, Marks Sicht)

6.Verbotene Träume (Novella, Marks Sicht)

7.Geheimes Begehren (Sara und Chris)

8.Tiefe Leidenschaft (Novella, Marks und Crystals Sicht)

9.Dunkle Liebe (Roman, Marks und Crystals Sicht)

10.Alles von mir für dich (Novella Chris & Sara)

11.Rebeccas Tagebücher (Gesamtausgabe)



Mit ihren Liebesromanen hat Lisa Renee Jones eine große Leserschaft gewonnen und wurde mehrfach mit Genrepreisen ausgezeichnet. Die New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin hat bereits diverse Serien veröffentlicht, die ebenfalls bei beHEARTBEAT erschienen sind, darunter »Tall, Dark and Deadly« sowie »Amy's Secret« und »Dirty Money«. Jones lebt mit ihrer Familie in Colorado Springs, USA.

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Weitere Infos & Material


TAGEBUCH 4, EINTRAG 1

Samstag, 4. Dezember 2010

Heute bin ich jemandem begegnet, von dem ich sofort wusste, dass er mein Leben verändern könnte. Ich habe schon gehört, dass es so etwas gibt, aber bis heute habe ich niemals etwas annähernd Vergleichbares erlebt. Und heute Abend habe ich ihn kennengelernt. Bisher kenne ich seinen Namen nicht und er nicht meinen, doch tief in mir spüre ich immer noch den Widerhall unserer kurzen Begegnung.

Ich weiß, wo ich ihn wiedertreffen kann, er jedoch hat keine Ahnung, wo er mich findet. Ich weiß auch, wie ich seinen Namen herausbekommen kann – aber ich werde es nicht tun. Es gibt zu viele gute Gründe dagegen. Ich kann mir nicht erlauben, nach ihm zu suchen, denn er wird mich garantiert auf einen Weg führen, den ich lieber nicht einschlagen sollte. Schon jetzt befürchte ich, dass meine Begegnung mit ihm etwas tief in mir aufgewühlt hat. Es ist etwas, das ich besser ruhen lassen sollte; etwas, wonach ich mich sehne. Allerdings weiß ich, dass ich nicht wagen sollte, es mir zuzugestehen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieser Mann nicht sein Brandzeichen auf vielen Frauen hinterlassen hat – und auf den meisten Männern ebenfalls.

Es ist, als verdränge er die Luft aus dem Raum, in dem er sich befindet. Er ist atemberaubend männlich, atemberaubend attraktiv und verströmt ungezügelte, maskuline Macht. Er verkörpert jemanden, der die Kontrolle über alles hat, was er ist und was eines Tages aus ihm werden wird. Ist es nicht das, was wir alle insgeheim wollen?

Ich würde alles darum geben, zu wissen und zu verstehen, wer ich wahrhaft bin. Und ich vermute, dass ich heute Nacht genau danach gesucht habe: nach mir. Es war mir nur nicht bewusst, bis ich ihm begegnet bin.

Die Dinge nahmen ihren Lauf, nachdem ich meine Schicht in der Bar beendet hatte. Ich beschloss, noch bei der Schokoladenfabrik vorbeizuschauen, um eine Schachtel Pralinen zu kaufen. Ich wollte feiern, dass ich allein auf der Welt stehe. Das klingt nach Suhlen in Selbstmitleid, aber es täuscht. Genau heute vor einem Jahr habe ich meine Mutter begraben, und statt mich von Trauer verzehren zu lassen, versuche ich, positiv zu denken. (Etwas, das ich seither nicht oft getan habe.) Also … das Positive dieses Tages ist, dass ich, Rebecca Mason, überlebt habe, obwohl ich sicher war, es nicht zu schaffen.

Doch irgendwie landete ich, statt direkt zu dem Schokoladengeschäft zu gehen, zwei Blocks entfernt vor der Galerie, in der ich schon immer arbeiten wollte, seit ich vor fünf Jahren mit dem College begonnen habe. Es ist einfach … passiert. Und eigentlich war das gar nicht gut. Ein Blick in die Galerie, und die Gedanken an das vergangene Jahr überwältigten mich – die Beerdigung meiner Mutter. Die Einsicht, dass mein Kunstabschluss unbrauchbar war, wenn es darum ging, Rechnungen zu bezahlen. Die Feststellung, dass ich ein Leben hatte, das ich nicht wollte. Es war höllisch, dort zu stehen und sich nach dem zu verzehren, was ich unwiederbringlich verloren habe.

Das Schlimmste daran ist: Ich ersehne meinen Traum noch immer, so sehr, dass ich mich einfach nicht zwingen konnte wegzugehen, ohne die Galerie zu betreten. Obwohl ich diese fixe Idee ein Jahr lang verdrängt hatte. Nicht einmal das abscheuliche Kellnerinnenkostüm unter meinem langen, schwarzen Ledermantel konnte mich daran hindern, hineinzugehen. Ich knöpfte ihn einfach nur zu.

Ich trat ein, meine Absätze (die Schuhe habe ich aus einem Schnäppchenladen) klapperten auf den teuren weißen Fliesen. Im Hintergrund spielte leise klassische Musik, und ich fühlte mich wie im Himmel. Ich stand einfach da, starrte die schmalen, verglasten Bilderrahmen an und seufzte innerlich. Genau hier wollte ich immer noch sein, und genau deshalb war ich wieder zur Schule gegangen. Hier zog es mich hin, seit ich als Kind versucht hatte, meinen eigenen Picasso zu erschaffen, und dabei begriffen hatte, dass ich selbst keine Künstlerin bin. Meine Gabe ist ein sicherer Blick für Kunst und eine tiefe Liebe zu ihr, die ich mit anderen teilen möchte. Wenn doch nur so etwas auch Geld einbringen würde. Wie konnte ich mir einbilden, ich könnte eine der Wenigen sein, die in einer Kunstgalerie tatsächlich ihren Lebensunterhalt verdienten?

Aber ich tat es. Es gab eine Zeit, da dachte ich, ich könnte es. Als ich dachte, Träume seien dazu da, sie zu verwirklichen. Das war, bevor die Realität mich am Wickel hatte und mir die Augen öffnete.

Aber als ich heute Abend dort in der Galerie stand, stieß ich all das beiseite und verlor mich einfach im Hier und Jetzt. Ich schlenderte von Ausstellungsstück zu Ausstellungsstück und genoss das Geschenk, die Kunstwerke einiger der berühmtesten lokalen und internationalen Künstler zu betrachten. Irgendwann kam eine Verkäuferin, eine blonde und ziemlich kurvenreiche Frau, auf mich zu. Ihr herablassender Blick verriet mir, dass sie dachte, ich rangiere unterhalb der Würde der Galerie. Das gab mir einen Stich und weckte die Furcht in mir, dass sie recht hatte – dass ich nicht hierhergehörte. Aber dann erschien aus dem Nichts mein altes Ich wieder. Früher hatte es für das gekämpft, was es wollte. Nachdem ich mich gefasst hatte, stellte ich ihr ein paar spitzfindige Fragen zum Werk eines Künstlers, um ihr Wissen zu testen. Sie zierte sich und brachte einen Vorwand an, um mich allein zu lassen. Ich hatte fast vergessen, dass ich so berechnend sein kann, und es war seltsam, diesen Teil von mir wiederzuentdecken.

Ich blieb eine Stunde, bis kurz vor Geschäftsschluss, dann ging ich widerstrebend zur Tür. In diesem Augenblick kam er herein, und mir wurden die Knie weich, als wäre ich ein Schulmädchen. So etwas wollte ich mir nie erlauben. Aber dieser Mann … dieser Mann war so überwältigend, und nicht nur, weil er sündhaft gut aussieht. Sein Blick begegnete meinem, und ich erstarrte, wie gebannt von seinen Augen. Ich war mir seiner in jeder Zelle bewusst, auf eine Art, wie ich mir noch nie im Leben eines Mannes bewusst gewesen bin.

Ich habe darüber nachgedacht, woher das kommt. Er war umwerfend attraktiv, aber ich habe schon früher zauberhafte Männer kennengelernt. Es war mehr als sein Aussehen. Es war definitiv die Ausstrahlung von Macht und Selbstbewusstsein, die er besaß. Die Art, wie er etwas aus einem perfekt sitzenden Anzug machte, statt dass der Anzug etwas aus ihm macht. Ich sage mir immer wieder, dass seine Ausstrahlung und sein Selbstbewusstsein daher rühren, dass er ein Mann ist, kein Jüngelchen, gut zehn Jahre älter als ich. Natürlich ist das eine Erklärung – doch ich glaube, dass dieser Mann auch mit zweiundzwanzig Jahren schon das war, was er heute ist.

Am Ende waren es nicht sein Aussehen, seine Macht oder seine faszinierenden Augen, von denen ich dachte, dass sie vielleicht, nur vielleicht, einen Anflug von männlichem Interesse zeigten. Es war die Frage, die er mir stellte: eine Frage, die mich mit solcher Wucht traf, dass ich wie vor den Kopf geschlagen war, und die mich in Verlegenheit brachte. Eine so einfache Frage, von einem Mann, der so gar nicht einfach war.

Sind Sie hergekommen, um sich für das Praktikum zu bewerben?

Ich konnte kaum begreifen, was er gerade gesagt hatte. Ich musste mir die Frage mehrmals stumm wiederholen, und mich zu ruhigem Denken zwingen. Und ehrlich, ich hätte beleidigt sein können, dass er annahm, meine Jugend oder irgendetwas anderes an mir verriet, dass ich nicht dort war, um Kunst zu kaufen. Stattdessen verscheuchte der innere Jubel darüber, dass er mich als mögliche Kandidatin für einen Job betrachtete, jeden anderen Gedanken.

Dann blies die Realität den Hoffnungsfunken aus. Ich weiß, was ein »Praktikum« in Dollars bedeutet, denn ich hatte im vergangenen Jahr Rechnen gelernt, als sich die Kosten für die Beerdigung meiner Mutter auf ein kleines Vermögen belaufen hatten. Wollte ich mit einer langen Liste von Leuten konkurrieren, die darum betteln würden, für Pennys zu arbeiten? War ich bereit, zwei Jobs zu stemmen, um zu überleben? Und mal ehrlich, wie lange konnte ich das durchhalten? Bestand die realistische Chance, jemals meinen Lebensunterhalt in irgendeiner Galerie zu verdienen?

Also, was tat ich? Ich lachte dümmlich und nervös und erklärte ihm, dass die Arbeit in der Galerie ein Traum sei, den ich mir einfach nicht leisten könne. Dann, bevor ich etwas noch Dümmeres tat, wie beispielsweise meine Meinung zu ändern, ging ich an ihm vorbei und verließ die Galerie.

Und jetzt esse ich Pralinen, und mir ist übel, weil ich keinen Grund gefunden habe, meine Meinung zu ändern. Vielleicht wird mir, wenn ich die ganze Schachtel leer esse, vom Zucker so schlecht, dass ich die Übelkeit wegen meiner Entscheidung nicht mehr spüre. Ich kann nur hoffen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Als ich zu Bett gegangen bin, habe ich an den Mann aus der Galerie gedacht und an die Art, wie seine silbergrauen Augen meine gefangen genommen haben. An mein spontanes Gefühl, dass er mein Leben auf tiefschürfende Art berühren würde. Wie soll er das tun, wenn ich ihn nie wiedersehe? Das war der letzte Gedanke, an den ich mich erinnere, bevor ich in einen Traum glitt.

Nein. Es war ein Albtraum. In ihm stand ich in einer der alten Straßenbahnen, und ein kalter Windstoß, wie er typisch ist für San Francisco, fuhr mir ins Haar. Alles war lebendig. Der rote Wagen. Die kalte Stange, an der ich mich festhielt. Der Schatten meines hellbraunen Haars. Der blaue Himmel. Der Duft des nahen Ozeans. Dann war plötzlich meine Mutter da, sie fuhr mit mir, und sie lächelte und war so glücklich, wie ich es seit ihrem Tod nicht gewesen bin. Ich...


Jones, Lisa Renee
Mit ihren Liebesromanen hat Lisa Renee Jones eine große Leserschaft gewonnen und wurde mehrfach mit Genrepreisen ausgezeichnet. Die New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin hat bereits diverse Serien veröffentlicht, die ebenfalls bei beHEARTBEAT erschienen sind, darunter »Tall, Dark and Deadly« sowie »Amy's Secret« und »Dirty Money«. Jones lebt mit ihrer Familie in Colorado Springs, USA.



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