Jones | Space Troopers - Folge 5 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 109 Seiten

Reihe: Space Troopers

Jones Space Troopers - Folge 5

Die Falle
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7325-4172-0
Verlag: beBEYOND
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Die Falle

E-Book, Deutsch, Band 5, 109 Seiten

Reihe: Space Troopers

ISBN: 978-3-7325-4172-0
Verlag: beBEYOND
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Jahr 2134: Die Erde steht vor dem Untergang - und mit ihr die gesamte Menschheit. Hunger und Armut, Kriminalität, Gewalt und Terror beherrschen den Alltag. Die einzige Rettung der Menschheit scheint in der Kolonisierung neuer Welten zu bestehen. Die Space Troopers, Kämpfer einer speziell ausgebildeten militärischen Einheit, sollen die Kolonisten beschützen. Doch im Kassiopeia-Sektor wartet ein fremder Feind, dessen Brutalität die Menschheit kaum etwas entgegenzusetzen hat.

Die Serie Space Troopers ist packende und actionreiche Military Science Fiction. Im Kampf gegen die Aliens entscheidet sich das Schicksal der gesamten Menschheit. Für Fans von Battlestar Galactica und Leser von David Weber oder Jack Campbell.

FOLGE 5: DIE FALLE

John Flanagan und die Space Troopers sollen auf dem Mond Libra 4.2.1 eine Bergarbeiterstation evakuieren. Zum ersten Mal zieht John als Pilot in den Krieg gegen die Aliens. Zurück auf der Washington will Johns Team endlich den geheimen Gegenspieler aus der Reserve locken. Doch der hat bereits einen neuen Anschlag vorbereitet, der John und seinen Kamerad Chadim das Leben kosten könnte ...

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»Es wird Zeit, dass wir über unser weiteres Vorgehen sprechen.« Donaghue setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Nachdem er die Brille geradegerückt hatte, begann er, in Johns Akte zu blättern. Fast wirkte es, als habe er sein Gegenüber vergessen.

Johns stramme Haltung wurde nachlässig. Ohne es zu wollen, fing er an, auf den Füßen zu wippen.

Irritiert sah der Arzt auf. »Setzen Sie sich! Sie machen mich nervös.«

Seufzend gehorchte John. Nach einer Weile verlor er seine aufrechte Sitzposition und lümmelte sich auf dem Stuhl vor Donaghues Schreibtisch. »Stimmt was nicht?«, fragte er schließlich.

»Hier!« Donaghue zog ein vierseitiges Dokument aus der Akte. »Da ist es ja.« Nachdem er das Schriftstück überflogen hatte, nickte er mit zufriedener Miene. »Ich würde gerne sofort beginnen. Bis zum nächsten Einsatz haben wir sicherlich zwei Wochen Zeit. Das sollte reichen, damit Sie rechtzeitig wieder fit sind. Womit fangen wir an?«

»Hä?« Wovon redete der Kerl da? Anfangen? Womit?

»Ich würde vorschlagen, dass wir als Erstes das Auge ersetzen, ehe wir die restlichen Reizverstärkerleitungen implantieren. Dann können Sie die Vorteile des optischen Implantats gleich bei den ersten Flügen testen. Was sagen Sie dazu?«

»Opti- … was?« Mit einem Räuspern richtete John sich auf und zog das Dokument, das Donaghue auf den Schreibtisch gelegt hatte, zu sich heran. »Vereinbarung« stand oben auf der ersten Seite. Jetzt erkannte er es. Das hatte er unterschreiben müssen, ehe er die metallene Prothese erhalten hatte.

Da er ohnehin nur jedes zweite Wort verstanden hatte, hatte er damals lediglich den ersten Absatz durchgelesen. Schweiß bildete sich nun auf seiner Stirn. Eine Ahnung durchschoss ihn, dass er sich vielleicht die Mühe hätte machen sollen, den Text Wort für Wort mit Mirek oder einem der anderen durchzugehen.

»Das optische Implantat. Der künstliche Ersatz für eines Ihrer Augen.« In Donaghues Stimme schwang leichte Ungeduld mit.

»Aber ich brauche kein künstliches Auge.«

»Natürlich nicht.« Donaghue nahm ihm das Papier aus der Hand. »Aber durch die Unterzeichnung dieser Vereinbarung haben Sie darin eingewilligt, eine weitreichende Umgestaltung Ihres Körpers mit Implantaten und Körperersatzteilen durchführen zu lassen, um das Leistungsvermögen Ihrer Gliedmaßen und Sinnesorgane zu steigern. Sie haben bereits ein künstliches Bein erhalten. Ehe wir weitere Körperteile ersetzen, würde ich gerne zuerst die Reizleitungsverstärkung fortführen, um hier erste Erkenntnisse zu sammeln. Sollten sich die Ergebnisse als unbefriedigend erweisen, können wir zu einem späteren Zeitpunkt immer noch die Rekonstruktion über Ersatzgliedmaßen wieder aufnehmen. Aber den optischen Ersatz würde ich gerne vorziehen. Sie wurden ja nicht ohne Grund zum Piloten ausgebildet.«

Johns Herz schlug so hart und heftig, dass ihm übel wurde. »Kann ich das noch mal haben?« Seine Hand zitterte, als er mit dem Finger auf das Schriftstück zeigte.

Donaghue musterte ihn über den Rand seiner Brille, ehe er es ihm reichte. »Selbstverständlich.«

Langsam, Absatz für Absatz, kämpfte John sich durch die vier eng beschriebenen Seiten. Ihm wurde erst heiß und dann kalt. Auf der letzten Seite hatte er mit Zacharias McClusky unterschrieben. Einen irren Augenblick lang überlegte er, ob er die Vereinbarung einfach für nichtig erklären lassen konnte, da er sie ja mit falschem Namen unterzeichnet hatte. Aber eine Ahnung sagte ihm, dass er dann noch mehr Schwierigkeiten bekommen würde. Darum bemüht, das Zittern seiner Hände zu verbergen, wischte er sich über das Gesicht, ehe er das Dokument zurück auf den Tisch legte.

»Müssen wir gleich damit beginnen?« Irgendeine Ausrede musste ihm doch einfallen, um Zeit zu gewinnen. »Vor der Pilotenausbildung war ich so lange auf der Krankenstation. Ich hatte nicht einmal Urlaub, und … und ich hatte bisher keine Möglichkeiten, Erfahrungen als Pilot zu sammeln.« Er räusperte sich. »Ich sollte doch vergleichen können. Mit und ohne, meine ich. Oder nicht?«

Donaghue runzelte die Stirn. »Ein guter Punkt. Wir sollten zuerst Daten sammeln – ohne die Reizleitungsverstärker und sensorischen Verstärker. Auch auf die Gefahr hin, dass Sie im schlimmsten Fall bei einer Mission nicht einsatzfähig sein werden.« Donaghue nickte. »Gut. Dann werden wir zuerst die Daten sichten, die wir während Ihres ersten Einsatzes mit Hilfe des Neuralinterfaces sammeln können, und sehen dann weiter.« Donaghue kritzelte etwas in die Akte.

Wie in Trance starrte John ihn an. Er konnte immer noch nicht glauben, was er eben erfahren hatte.

Mit gerunzelter Stirn sah Donaghue auf. »Was machen Sie noch hier? Sie können gehen.« Dann wandte er sich wieder der Akte zu.

»Private McClusky!«

John zuckte unwillkürlich zusammen, als er auf dem Korridor vor dem Quartier die vertraute Stimme hörte.

Als er sich gehorsam umdrehte, vertrat Stannis ihm breitbeinig den Weg. »Nehmen Sie gefälligst Haltung an, wenn ich mit Ihnen rede!«

Pflichtschuldig salutierte John und stand stramm. »Sir!« Was kam jetzt noch?

»Nach der Pilotenausbildung denken Sie wohl, dass Sie jetzt etwas Besseres sind?«

»Nein, Sir.« John biss die Zähne zusammen.

Stannis musterte ihn von oben herab. »Glauben Sie nur nicht, ich wüsste nicht, was Sie getan haben.«

John hatte keine Ahnung, wovon Stannis redete. »Verzeihung, Sir.«

»Verzeihung?« Stannis versetzte ihm einen Schlag gegen die Brust. »Bitten Sie niemals um Verzeihung, wenn Sie mir in die Quere kommen wollen, McClusky.«

Der nächste Schlag traf John so hart, dass er schwankte. »Sir.« Mühsam unterdrückte er ein Keuchen, während er wieder Haltung annahm.

»Sie haben einen Fehler gemacht, McClusky. Wenn Sie mich schon loswerden wollen, dann sollten Sie nicht mit mir spielen. Glauben Sie nicht, dass ich das vergessen werde!« Stannis stand so nah vor ihm, dass John den Kopf heben musste, wenn er dem Corporal in die Augen sehen wollte.

»Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden, Sir!«

»Unterschätzen Sie mich nicht, McClusky! Das werden Sie noch bereuen. Und zwar in jeder Sekunde Ihres künftigen, beschissenen Lebens. Dafür werde ich sorgen. Das verspreche ich Ihnen.«

Auch wenn keine Landefähren starteten, herrschte auf dem Flugdeck immer reger Betrieb. Für John war das verwirrend und aufregend zugleich.

Eine Vielzahl von Gerüchen stach in seine Nase. Einige von ihnen konnte er identifizieren, wie Maschinenöl und Ozon, andere jedoch waren ihm fremd. In einer Ecke zischte es, dort sprühte ein Schweißgerät Funken, Befehle wurden gerufen, und von irgendwoher erklang ein Hämmern. Überall waren Männer und Frauen unterwegs – arbeiteten, riefen, gestikulierten.

John kam sich ein wenig verloren vor. Als gehöre er nicht hierher. Obwohl er nun die Schwingen trug und den Auftrag hatte, sich mit seinem neuen Fluggerät vertraut zu machen.

»Aus dem Weg!«, herrschte ihn eine weibliche Stimme an. Als er sich umdrehte, fand er sich einer schwarzhäutigen, langbeinigen Amazone gegenüber, die einen Motorblock auf einem Hydraulikwagen hinter sich herzog.

»Sorry.« Er beeilte sich, zur Seite zu treten.

Ihr Blick fiel auf die Schwingen. »Einer der Neuen. Suchst dein Baby, nehme ich an.«

»Yep!« Er stopfte die Hände in die Hosentaschen und versuchte, sich möglichst cool zu geben.

»Da drüben!« Mit einem Kopfnicken zeigte sie ihm die Richtung, ehe sie den Hydraulikwagen wieder in Bewegung setzte. »An der Wand daneben stehen die Nummern mit den Namen.«

»Danke!«, rief er ihr hinterher, aber sie wandte nicht einmal den Kopf zu ihm um, als sie weiterging. Betont lässig schlenderte er zu der Stelle, die sie ihm gewiesen hatte.

Das waren keine Landefähren. Eine Reihe ihm völlig unbekannter kleiner, schnittiger Gleiter stand dort. Neugierig sah er sie sich genauer an. Höchstens zehn Mann konnten darin Platz finden. Er fand schwere Geschütze, die den Aliens hoffentlich den Arsch aufreißen würden. Vorne in der Kanzel gab es Sitze für einen Piloten und einen Flugbegleiter, der das Radar überwachte. Das Cockpit glich sehr demjenigen, das er in den Simulatorflügen kennengelernt hatte.

»Hast du darauf gelernt?« Die dunkelhäutige Amazone von eben war leise neben ihn getreten. John konnte die Neugier und Erwartung in ihren Augen glitzern sehen.

»Yep. Bisher aber nur im Simulator.«

»Hier! Das da ist dein Baby.« Sie zeigte auf den dritten Gleiter in der Reihe. »K-MT42.«

Zuerst wunderte er sich, woher sie das wusste, dann begriff er, dass sie seinen Namen auf der Uniform gelesen hatte. Nach kurzem Zögern ging er zu seinem Gleiter und strich mit der Hand über die Flügel.

»Weltraum- und atmosphärentauglich.« Sie grinste, als habe sie das Gefährt selber konzipiert. »´ne echt heiße Kiste! Wurde aber auch Zeit, dass wir die bekommen, nachdem die Drecksaliens dauernd unsere Landefähren gekillt haben. Die hier werden sie nicht so leicht kriegen.«

John umrundete den Gleiter und strich andächtig über die Cockpitrundung.

Die Frau folgte ihm. »Willste nicht rein?«

»Klar!« Und ob er das wollte.

Mit einem breiten Lächeln, das eine Reihe ebenmäßiger Zähne zeigte, öffnete sie ihm die Tür. »Nach dir!«

Er schlüpfte hinein und fand sechs Sitze im Innern sowie einen Stand für Handfeuerwaffen. Als er merkte, dass seine Begleiterin anscheinend nur darauf wartete, dass er ins Cockpit ging, ließ er sich in den Pilotensitz fallen. Wie von selbst fanden seine Hände die Schalter, die er...



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