Kennedy | Ein Traum von einem Cowboy | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2289, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Kennedy Ein Traum von einem Cowboy


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1560-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2289, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-1560-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Gib vor, meine Freundin zu sein, dann bekommst du die Exklusivstory.' Mit diesem Deal ist die Beförderung für Journalistin Adeline gesichert! Was ist schon dabei, wenn sie für eine Weile die Freundin des begehrtesten Junggesellen von Texas spielt, damit er seine lästigen Verehrerinnen loswird? Schließlich ist Colter Ward ein Traum von einem Cowboy: harte Muskeln, markantes Gesicht, sexy Lippen und dichtes, dunkelbraunes Haar. Doch je länger das Spiel dauert, desto echter werden Adelines Gefühle für Colter...

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1. KAPITEL


„Hey, Süßer.“

Colter Ward saß auf einem hölzernen Barhocker und stöhnte innerlich auf, als das penetrante Parfüm die Luft um ihn herum erfüllte und in seiner Nase juckte. Er war davon ausgegangen, dass der Dreck, der sich nach einem langen Arbeitstag auf der Rinderfarm unter seinen Fingernägeln angesammelt hatte, sein ungewaschenes Haar und seine schmutzigen Klamotten, die nach Schweiß und Gott weiß, was sonst noch rochen, heute Abend jede vernünftige Frau fernhalten würden, selbst hier im Black Horse, der legendären Cowboy-Bar in Devil’s Bluffs, Texas.

Genervt, weil er sich geirrt hatte, kippte er sein eiskaltes Bier runter, um die angespannten Muskeln in seinen Schultern zu lockern. Der bittere Geschmack rauschte seine Kehle hinunter, während er in die verführerischen braunen Augen einer Frau blickte, die an jedem anderen Abend seine Aufmerksamkeit erregt hätte.

„Kein Interesse.“ Er richtete er seinen Blick wieder auf den Fernsehbildschirm, auf dem die aktuelle Bullenreiten-Meisterschaft gezeigt wurde.

In ihrer rauen Stimme kochte die Lust. „Dann gebe ich dir ein paar Minuten Zeit, um darüber nachzudenken, warum du interessiert sein solltest.“ Sie ging zu ihrem Tisch auf der anderen Seite der Bar zurück, wo eine Freundin wartete.

Doch Colter war wie jeden Freitagabend in die Bar gekommen, um sich nach der Arbeit zu entspannen, nicht um eine Frau abzuschleppen.

„Sind die Ladys wieder hinter dir her?“, fragte Riggs Evans. Seine grünen Augen funkelten belustigt. Der Besitzer des Black Horse war seit vielen Jahren mit Colter befreundet. Nach der Highschool war er Polizist geworden, später Detective, hatte aber nach einem schwierigen Fall Abschied genommen.

Colter schnaubte abfällig. „Das sind keine Ladys, das sind Haie.“

Bis vor einen Monat war Colters Leben nach der Scheidung zwar eine Katastrophe gewesen, aber zumindest eine stille Katastrophe. Das änderte sich schlagartig, als ein New Yorker Blog ihn in einem Beitrag über ledige Männer aus fünfzig Bundesstaaten zum sexysten Junggesellen in Texas kürte. Das Foto, auf dem er ein Kalb vor einer Stromschnelle rettete, ging viral. Seitdem wurde er nicht nur von der lokalen Weiblichkeit umworben – auch Frauen von außerhalb, die auf heiße Cowboys standen, waren scharenweise hinter Colter her – und hinter den Millionen seiner Familie.

Diese Aufmerksamkeit zerrte an seinen Nerven. Nach seiner Scheidung hatte Colter sich auf die Familienranch konzentriert, um das Erbe der Wards zu sichern, die seit sechs Generationen Viehzucht betrieben und American Quarter Horses züchteten. Im Laufe der Jahre hatten schon viele in den vermögenden Clan einheiraten wollen, doch seit diesem albernen Blog-Artikel waren seine potenziellen Verehrerinnen gnadenlos. Sie verfolgten Colter regelrecht. Dabei wollte er nichts anderes als ein kaltes Bier und etwas Ruhe nach einer langen, harten Woche. Das Letzte, was er gebrauchen konnte, waren gierige Frauen, die es auf sein kaputtes Herz abgesehen hatten.

Er musste sich diese Hyänen vom Hals schaffen. Endgültig.

Colter nahm noch einen Schluck aus seinem Glas, als er eine weibliche Stimme neben sich hörte. „Ich nehme ein Bier vom Fass.“

„Kommt sofort“, versicherte Riggs mit einem Lächeln, das Colter schon tausendmal gesehen hatte.

Die Stimme klang vertraut, aber Colter weigerte sich, sie zu beachten und starrte weiter gebannt auf den Bildschirm. Er war es so verdammt leid, irgendwelche Frauen abzuweisen.

„Colter Ward, stimmt’s?“

Konnte er mal zwanzig Minuten für sich haben? Er wandte sich der Frau mit der sanften Stimme zu, bereit, seinem Frust freien Lauf zu lassen – und hielt abrupt inne.

Lange Wellen von rotblondem Haar umrahmten ein rundes Gesicht mit einer von Sommersprossen betupften kleinen Nase und rosigen Schmolllippen. Da die Frau nur eine Bluse und einen langen Rock trug, waren seiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sie hatte einen Körper, der wie für Männerhände gemacht war – einladende Kurven an den richtigen Stellen. Verdammt! Er begann die Gründe zu überdenken, warum er heute Nacht keine Frau in seinem Bett haben wollte.

„Oder irre ich mich?“, fragte sie, und ihr Lächeln erstickte seine lüsternen Gedanken im Keim.

Denn ihm fiel wieder ein, dass sie – wie jede andere Frau – derzeit der Feind war. „Hör zu, ich bin sicher, dass du eine wunderbare Person bist, aber lass mich dir das unmissverständlich klar machen: Ich bin nicht auf der Suche nach einer Beziehung. Ich bin seit Kurzem geschieden, zahle Unterhalt an meine Ex und könnte mit meinem emotionalen Ballast eine Scheune füllen. Glaub mir, ich habe vielleicht Millionen, aber die Hölle, durch die du mit mir gehen würdest, ist das Geld nicht wert.“

Sie hob eine Augenbraue und ließ sich auf den Hocker neben ihm gleiten. „Wow. Nach dieser ungefragten Auskunft kann ich dir versichern, dass ich mich ganz bestimmt nicht um den Job bewerben werde.“ Sie streckte ihre rechte Hand aus. „Ich bin Adeline Harlow.“

Unfähig, die Manieren zu ignorieren, die ihm seine Eltern beigebracht hatten, schloss Colter seine schwielige Hand um ihre zarten Finger und erwiderte den Händedruck. „Colter Ward.“

Sie lachte leise. „Ja, ich sagte ja schon, dass ich weiß, wer du bist. Erinnerst du dich nicht an mich?“

Erneut musterte er sie prüfend. „Ich fürchte nicht. Sollte ich?“

Sie zog ihre Hand weg, was ein Prickeln auf seiner Haut hinterließ. „Ich finde schon. Ich habe einen ganzen Sommer lang auf deinen kleinen Bruder aufgepasst.“

Er kämpfte sich durch seine verschwommenen Erinnerungen, und plötzlich erinnerte er sich an ihren Namen. Und an zwei Zöpfe, schiefe Zähne, ein pausbäckiges Gesicht und formlose Klamotten. „Nicht die Adeline, die auf der Couch meiner Eltern saß und immer Tagebuch geschrieben hat?“

„Doch, genau die.“ Sie lächelte.

Er traute seinen Augen kaum. Er hatte schon viele schöne Frauen gesehen, aber Adeline war etwas ganz Besonderes. Etwas … Verlockendes. „Meine Güte, du machst mich echt sprachlos.“

Sie grinste verschmitzt. „Es ist also doch möglich, den unerschütterlichen Colter Ward zu überraschen.“

Er lachte trocken. „Glaub mir, Adeline, ich bin sehr erschütterlich.“ Er hasste, wie düster und pathetisch er klang, und nahm einen weiteren Schluck von seinem Bier.

„Du bist also doch nur ein Mensch, hm?“

Der Blick, mit dem sie ihre neckenden Worte begleitete, war schelmisch. Doch dahinter erkannte er klar, was er wissen musste. Damals in der Highschool hatte Colter, im Gegensatz zu Adeline, zur Clique mit den beliebten Kids gehört. Sie dachte damals – und vermutlich auch heute noch –, er hätte alles. Aber da lag sie völlig falsch. „Wie kommst du darauf, dass ich kein Mensch bin?“

Ihr Grinsen wurde breiter. „Immerhin bist du der sexyste Junggeselle von Texas.“

Verdammt, dieser Artikel. „Wo bist du noch mal hingezogen?“

„New York“, antwortete sie und bedankte sich mit einem Nicken bei Riggs, der ihr das Bier brachte.

„Und spricht man dort etwa noch immer von mir? Der Beitrag in diesem Blog ist schon vor Wochen erschienen.“

Sie trank einen Schluck und stellte ihr Bier ab. „Na ja, die Leute lieben nun mal heiße, heldenhafte Cowboys.“

Dass sie ihn heiß fand, gefiel ihm – wahrscheinlich mehr, als es sollte. „Bist du wieder zurückgekommen?“, fragte er, um das Thema zu wechseln. Soweit er sich erinnerte, war ihre Mutter nach dem Sommer, in dem Adeline auf seinen Bruder Beau aufgepasst hatte, mit ihr weggezogen, um näher bei der Familie zu sein.

„Nein, bin nur zu Besuch. Wie geht’s deinen Leuten?“

„Beau und meiner Mutter geht es großartig.“

„Und deinem Vater?“

Die Kälte sank Colter in die Knochen. „Vor fünf Jahren wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert. Er schreitet schnell voran.“ Etwas, das Colter sich nie verzeihen würde. Er hätte seinem Vater beistehen sollen, als der immer schwächer wurde. Stattdessen hatte er sich nur auf seine scheiternde Ehe konzentriert. Er würde seine Familie nicht noch einmal im Stich lassen.

„Oh, tut mir leid, das zu hören.“ Sie legte eine Hand auf seinen Unterarm, ihr warmer Blick spendete ihm Trost.

„Danke. Für meine Mutter ist es am schlimmsten.“

Die Wärme ihrer Finger auf seinem Arm ließ das Eis in seinen Adern schmelzen. „Dad sitzt seit ein paar Monaten im Rollstuhl. Er ist jetzt in einem Pflegeheim, aber er kommt mithilfe einer Krankenschwester oft nach Hause.“

„Das klingt hart.“ Sie zog ihre Hand langsam zurück und griff wieder nach ihrem Bier. „Deine Eltern waren immer so verliebt, deshalb ist es schön, dass er ab und zu nach Hause kommen kann.“

Ja, seine Eltern waren wahnsinnig verliebt. So etwas hatte er sich auch für sich selbst gewünscht. Bis ihm klar wurde, dass diese Art von Liebe nicht für jeden möglich war. Er ertappte sich dabei, wie er ihr in die Augen schaute und ein seltsames Gefühl der Nostalgie verspürte. Adeline hatte den jungen Mann gekannt, der er einmal gewesen war, bevor man ihm das Herz herausgerissen hatte. Sie schaute ihn nicht an, als sei er ein gebrochener Mensch, so wie seine Familie es tat. Zum Teufel, sogar Riggs tat es manchmal. „Also, Adeline, wenn du nicht zurück in die Stadt gezogen bist, warum bist du dann hier?“

„Um dich zu treffen.“

„Mich?“

Sie...



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