Kirch | Handbuch Stressbewältigung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 280 Seiten

Kirch Handbuch Stressbewältigung

Lernen Sie in fünf Schritten, den Tiger zu zähmen
(entspr. 2. Auflage der Printausgabe)
ISBN: 978-3-86374-040-5
Verlag: Mankau Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Lernen Sie in fünf Schritten, den Tiger zu zähmen

E-Book, Deutsch, 280 Seiten

ISBN: 978-3-86374-040-5
Verlag: Mankau Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Was hindert Sie eigentlich, stressfrei und entspannt zu leben? Finden Sie es heraus – erfahren Sie, was für Ihre persönliche Stressbewältigung nützlich und was dagegen pure Zeit- und Geldverschwendung ist. Die alltagstauglichen und effektiven Sichtweisen, Strategien, Methoden und Übungsanleitungen in diesem Handbuch basieren auf der jahrzehntelangen Erfahrung der Autorin. Sie sind Ihr sicherer roter Faden auf dem Weg zu einem gelasseneren Lebens- und Berufsalltag.

Doris Kirch arbeitet seit über zwanzig Jahren erfolgreich mit Menschen, denen der Alltag über den Kopf wächst. Ihre umfassenden Kenntnisse, die Essenz und Erfahrungen aus der Arbeit mit Hunderten von Kursteilnehmern und Klienten fasst sie in diesem einzigartigen Ratgeber zusammen. Dabei fließen die Erkenntnisse der neuropsychologischen Forschung ebenso ein wie das Wissen Jahrtausende alter Kulturen unserer Erde.

Den Tiger zu zähmen bedeutet, Ihr Bewusstsein zu einem machtvollen Instrument der Stressbewältigung zu formen. Die "Tiger-Strategie" in fünf Schritten zeigt Ihnen den Weg dorthin.

Die Audio-CD "Body-Scan" liegt nur dem gedruckten Buch bei, nicht dem E-Book (CD separat als mp3-Datei erhältlich!).

Kirch Handbuch Stressbewältigung jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort

Einführung

Stress und Stressbewältigung verstehen

Wissen, worüber wir reden

Die Wahrheit über Stress

Was bei Stress im Körper passiert

Psychologie des Stresses

Was ist Gesundheit?

Was wirklich hilft

Was ist Meditation?

Stress bewältigen – die Tiger-Strategie

Der Tiger: auch im Ruhezustand hellwach Achtsamkeit, das Herz der Stressbewältigung

Der Tiger kennt seine Möglichkeiten Der richtige Zeitpunkt zum Beginnen Was den Übungserfolg beeinträchtigen kann Die richtige Entspannungsmethode für Sie Das Tagebuch – der Dialog mit mir selbst Sich förderliche Einstellungen und Sichtweisen aneignen Aufgaben und Ziele geben Orientierung und Motivation Ballast abwerfen Affen von den Schultern schaffen Verbundenheit – das Lebens-Sicherheitsnetz Dem Tun einen Sinn geben So finden Sie die richtige Methode Spezialistenwissen nutzen

Der Tiger kennt seine Kraft: eigene Ressourcen nutzen Das Gute an sich selbst herausfinden Gewohnheiten zu Verbündeten machen Lernen von Vorbildern Erste und weitere Schritte

Der Tiger hat ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt Zeit – eine Frage von Quantität, Qualität
und Organisation Die Grundregeln des Zeitmanagements

Der Tiger sorgt für seinen Körper Ernährung, die Stress reduziert Immer schön geschmeidig bleiben –
weniger Stress durch mehr Bewegung

Erste Hilfe bei Stress

Auszeit nehmen

Erste-Hilfe-Maßnahmen mit Stress-Rescue-Kärtchen

Methodenteil: Entspannungsmethoden und Meditationen

Das Übungs-Dreiergespann für eine erfolgreiche Stressbewältigung

Achtsamkeit im Alltag

Body-Scan

Stilles Sitzen (Sitzmeditation)

Die Atmung – Dreh- und Angelpunkt jeder Übung

Weitere bekannte Entspannungstechniken
und Meditationsmethoden

Zur Autorin

Dank

Anmerkung zum Ausbildungsberuf
„Stressbewältigungs- und Entspannungstherapeut / in“

Empfehlenswerte Literatur


Es ist fast fünfundzwanzig Jahre her, dass ich, damals Anfang zwanzig, damit begann, mich mit Meditation zu beschäftigen – fast auf eine etwas unfreiwillige Art. Meine Freundin hatte in der Yogaschule, die sie regelmäßig besuchte, etwas über ein Angebot zu einem Zen-Sesshin[1] gelesen und sie fragte mich, ob ich wüsste, was das ist. Ich war genauso ahnungslos wie sie, aber abenteuerlustig wie wir waren, meldeten wir uns, nicht ahnend, worauf wir uns einließen, einfach an. Es war die erste Bekanntschaft mit meinem Innenleben. Zu behaupten, diese Erfahrung sei angenehm gewesen, wäre schlicht übertrieben. Unabhängig davon, dass wir in diesen Tagen kein Wort sprechen, nicht lesen, keine Musik hören und auch nicht schreiben durften, kam ich mit einer Art von Stille in Kontakt, die sich mit Worten nur schwer beschreiben lässt. Während der stillen Sitzmeditation, die eigentlich durch Ruhe der Gedanken gekennzeichnet sein sollte, herrschte ein unglaublicher, ohrenbetäubender Krach in meinem Hirn. Zeitweise hatte ich das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können, und die Schmerzen im Rücken schienen unerträglich. Geduld gehörte noch nie zu meinen Kardinaltugenden, deshalb fiel es mir sehr schwer, die Untätigkeit auszuhalten. Während der Sitzzeiten und auch noch auf dem Weg nach Hause war ich überzeugt davon, mich solch einer Tortur auf keinen Fall noch einmal auszusetzen.

Aber dieses Erlebnis hatte mich gewandelt. Es hatte keinen neuen Menschen aus mir gemacht, sondern mir unmittelbar gezeigt, wer oder was ich wirklich bin und wo ich stehe. Während ich unterwegs noch geflucht hatte, ahnte ich bei meiner Ankunft zu Hause, dass sich mein Leben ab jetzt irgendwie ändern würde.

Was ich damals noch nicht wissen konnte: Es war der Beginn meines Weges zu mir selbst, den ich nie mehr verlassen habe. Dass die Meditation tägliche Praxis wurde, ergab sich für mich fast von selbst. Die Erfahrungen, die ich mit der Zen-Meditation machte, weckten meine Neugier auf andere Meditationsformen und auch auf die scheinbar klinisch anmutenden Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung. Vom Wissensdurst getrieben, besuchte ich Kurse, Seminare und machte Ausbildungen. Fünf Jahre nach meiner ersten Begegnung mit Meditation verließ ich meinen Beruf im Management, um fortan mit Menschen zu arbeiten.

Es ist heutzutage kaum vorstellbar, aber wahr: Vor zwanzig Jahren gab es in der Öffentlichkeit nur wenig Akzeptanz für dieses Thema. Meditation wurde mit Sekten, Gurus, Räucherstäbchen, Kiffen und Pendelschwingen in einem Atemzug genannt. Entspannungstechniken waren etwas für psychisch Kranke. Stress, in der Form, wie er heute bekannt ist und kommuniziert wird, war nur selten ein Thema in den Medien. Als wir im Jahre 2005 die Deutsche Gesellschaft für Meditationskultur e.V. (heute: Deutsche Gesellschaft für Achtsamkeit e.V.) gründeten, war unser erklärtes Ziel, eine methodenübergreifende, unkonfessionelle Meditationskultur in unsere Gesellschaft zu integrieren. Um die Relevanz des Themas zu belegen, sammelten wir enthusiastisch Zeitungsartikel und Veröffentlichungen, um aufzuzeigen, dass die Medien Meditation und Entspannung durchaus beachtenswert finden. Inzwischen haben wir mit diesen Zusammenstellungen aufgehört, weil das Thema quasi Mainstream geworden ist. Offenbar muss es längst nicht mehr um Anerkennung ringen. Die Bedeutung und die Auswirkungen dieser stillen Praktiken auf Gesundheit und Wohlbefinden wurden in den letzten zwanzig Jahren so hinreichend erforscht, dass sich nur noch ein vollkommen und restlos Ahnungsloser trauen würde, die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele in Frage zu stellen. Aber erinnern wir uns: Es ist noch gar nicht lange her, dass die Schulmedizin mit hängenden Ohren verschämt eingestand, dass es wohl „einige“ Erkrankungen gäbe, die „psychosomatischen“ Ursprungs seien. Immer noch eine traurige Verkennung der Realität, dass Körper, Geist und Seele eine untrennbare Einheit bilden, aber immerhin ein erster Lichtblick, dem viele folgten.

Auch Stress war in den letzten zwei Jahrzehnten ein Thema. Allerdings nicht häufig und vor allem in einem anderen Zusammenhang als heute. Wer damals sagte, dass er Stress habe, galt entweder als Wichtigtuer, als jemand, der seine Dinge nicht organisieren konnte, oder als einer, der sich notorisch mehr auflud, als er tragen konnte. Das hat sich inzwischen deutlich verändert, denn unser Leben hat sich sehr verändert. Es ist um ein Vielfaches schneller und komplexer geworden. Sprach man früher im Management von mittelfristig, dann waren damit drei bis fünf Jahre gemeint. Heute meint dieser Begriff drei bis fünf Monate. Weit entwickelte Automatisierung, Internet und globale Vernetzung haben aus unserer armen Mutter Erde ein Dorf gemacht, dessen Bewohner in „Echtzeit“ dem gnadenlosen Termindruck global expandierender Unternehmen geopfert werden. Was ethische und moralische Werte anbelangt, da haben die Firmen längst den Rubikon überschritten und diesen antiquierten Ballast am anderen Ufer hinter sich zurückgelassen. Wir leben in einer Zeit, wo nichts so alt ist wie die Information von gestern, wo sich alles permanent und so schnell wandelt, dass einem schwindelig wird. Beim Thema Information fällt mir gerade ein, dass ich eigentlich ein neues Autoradio brauche. Bei dem Gedanken daran, mich durch das unüberschaubare Dickicht zahlloser mikrokleiner Tasten zu fingern und mich von der Masse einer zweihundert Seiten langen Bedienungsanleitung in zwanzig Sprachen (die ich zuvor aus dem Internet herunterladen musste) erschlagen zu lassen, spüre ich … Stress. In diesem Moment sehne ich mich nach einem Radio mit drei Knöpfen: an / aus, laut / leise, Sendersuche. Ich glaube, ich verschiebe den Kauf noch etwas …

Wir fühlen uns gestresst, weil wir für die Benutzung fast jedes elektrischen Gerätes und jedes Automaten inzwischen nahezu eine Doktorarbeit brauchen. Einmal abgesehen davon, dass die Funktionsweisen, die wir einmal begriffen haben, beim nächsten Mal schon wieder dem Vergessen anheimgefallen sind.

Im Dauerbeschuss der bunten Werbewunderwelt der Medien werden wir von morgens bis abends mit Informationen überschüttet, über deren Wahrheitsgehalt man geteilter Meinung sein kann. Und wenn man uns auch nicht direkt anlügt, so wird doch so lange geschickt manipuliert und suggeriert, bis wir glauben und sehen, was wir glauben und sehen wollen, und nicht, was den Tatsachen entspricht. Es dürfte kaum jemanden unter uns geben, der noch kein Opfer irgendeiner üblen Neuzeit-Abzocke geworden ist. Die Unterscheidung und das Vergleichen der Angebote, mit denen wir im Radio, im Internet, auf Bussen und Bahnen, im Briefkasten, auf den Bildschirmen von Geldautomaten, am Telefon und am Bankschalter überschüttet werden, werden immer schwieriger und zeitaufwändiger. Zeit, die bei dem, was im Leben wirklich wichtig ist, fehlt. Die Liste der Dinge, denen wir tagtäglich unfreiwillig ausgesetzt sind und womit wir uns zwangsweise beschäftigen müssen, könnte ich endlos weiterführen. Wenn wir in Stressbewältigungs-Seminaren die Stressoren der einzelnen Teilnehmer zusammentragen, bin ich immer wieder betroffen von deren Vielzahl und es scheinen ständig neue hinzuzukommen. An dieser Stelle habe ich die vorstehenden Beispiele zitiert, um einmal kurz den Geschmack des Zeitgeistes heraufzubeschwören.

Die dauernde Reizüberflutung und Überforderung parallel zu spürbar zunehmender Behördenrestriktion, immer größer werdender Arbeitslosigkeit und explodierenden Lebenshaltungskosten vermitteln vielen Menschen das verzweifelte Gefühl, den täglichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können. Als Reaktion darauf stellen tragischerweise die meisten von ihnen nicht das System, sondern sich selbst in Frage.

Wir haben es also in unserem Leben nicht mit einmaligen Situationen zu tun, die in uns Stress erzeugen, sondern es ist bereits der ganz „normale“ Alltag, der uns nachts nicht schlafen lässt, Bluthochdruck und Magengeschwüre erzeugt. Diesem Alltag, der uns dazu treibt, selbst bedeutungslose Ereignisse als bedrohlich zu empfinden und überzogen auf sie zu reagieren, können wir nicht ausweichen. Und darauf, dass sich im Außen etwas zum Positiven verändert, können wir warten bis Pflaumenpfingsten. Das ist die schlechte Nachricht. Und nun kommt die gute: Wir können lernen, damit umzugehen. Wir können lernen, bestimmte Stressauslöser zu vermeiden, wir können lernen, auch angesichts schwieriger Lebensumstände ein Höchstmaß an Lebensqualität zu entwickeln – und genau darum geht es in diesem Buch.

Wenn Stressbewältigung einfach wäre, dann würden die medizinischen Statistiken über stressbedingte Erkrankungen nicht in schwindelnde Höhen steigen. Es gibt unzählbare Angebote für Entspannungskurse, haufenweise Websites, die uns versprechen, dass ihre Ausführungen uns innerhalb von wenigen Minuten die Fähigkeit vermitteln, unseren Stress künftig jederzeit und überall innerhalb von zwei Sekunden von 100 auf 0 senken zu können, und in den Buchhandlungen verkünden meterweise...


Kirch, Doris
Doris Kirch ist Achtsamkeitslehrerin und praktizierte seit 1985 zunächst Zen-Buddhismus, um sich später der Vipassana-Tradition zuzuwenden. 1997 gründete sie das DFME Deutsches Fachzentrum für Achtsamkeit, in welchem sie gemeinsam mit einem Dozententeam Achtsamkeitstrainer für Gesundheitswesen, Wirtschaft und Pädagogik ausbildet.

Ihr wertvolles Wissen aus über 30 Jahren eigener Praxis und 25 Jahren Berufserfahrung im Lehren von Achtsamkeit gibt Doris Kirch in ihrem "Handbuch Stressbewältigung" und in der "Anti-Stress-Box" weiter. Hohe Wirksamkeit und praktische Alltagstauglichkeit der Strategien und Methoden lagen ihr dabei besonders am Herzen.

Doris Kirch ist Achtsamkeitslehrerin und praktizierte seit 1985 zunächst Zen-Buddhismus, um sich später der Vipassana-Tradition zuzuwenden. 1997 gründete sie das DFME Deutsches Fachzentrum für Achtsamkeit, in welchem sie gemeinsam mit einem Dozententeam Achtsamkeitstrainer für Gesundheitswesen, Wirtschaft und Pädagogik ausbildet.

Ihr wertvolles Wissen aus über 30 Jahren eigener Praxis und 25 Jahren Berufserfahrung im Lehren von Achtsamkeit gibt Doris Kirch in ihrem "Handbuch Stressbewältigung" und in der "Anti-Stress-Box" weiter. Hohe Wirksamkeit und praktische Alltagstauglichkeit der Strategien und Methoden lagen ihr dabei besonders am Herzen.



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