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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 216 Seiten

Reihe: Chase

Klan Chase

Jagd der Hoffnung
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7568-6704-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Jagd der Hoffnung

E-Book, Deutsch, Band 1, 216 Seiten

Reihe: Chase

ISBN: 978-3-7568-6704-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wie weit würdest du gehen, um das Verschwinden deines besten Freundes aufzuklären? Als Lucy zurück nach Irland zieht, freut sie sich sehnlichst darauf, ihre alten Freunde wiederzusehen. Ihr Temperament stürzt sie sogleich in einen Konflikt mit einer Clique von Jungen, doch das ist nicht die einzige Veränderung. Niemand hat ihr von dem ungelösten Verschwinden ihres Kindheitsfreundes Nick erzählt. Schnell wird ihr klar, dass sowohl die Clique als auch das verlassende Haus Nr. 33, das weiterhin jeden erschaudern lässt, der in die Nähe gelangt, in Nicks Verschwinden involviert sind. Lucy will nicht aufgeben und so nehmen sie und ihre Freunde die Ermittlungen selbst in die Hand. Nach rätselhaften Vorfällen und einem schrecklichen Fund verliert sich Lucy in ihren Ermittlungen, ohne direkte Drohungen zu berücksichtigen, während alle um sie herum die Hoffnung schon verloren haben. Doch jemand in ihrem Umkreis spielt ein falsches Spiel. Wem kann sie noch trauen?

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Prolog
Die Schritte näherten sich dem Ende der Straße, an dem hinter einem morschen Zaun unter einer Fichte ein dunkles, furchteinflößendes Haus stand. Die meisten Fensterscheiben waren eingeschlagen oder so von Dreck und Staub bedeckt, dass man nicht in das Innere des Hauses hätte blicken können. Und selbst wenn dies möglich wäre, es erreichten nur wenige Lichtstrahlen die dunklen Räume durch die Dachrinnen, sodass dort eine finstere und beklemmende Atmosphäre herrschte. Die uralten Holzbalken des Hauses waren schon morsch und durchlöchert. Insgesamt machte das Holzhaus keinen stabilen Eindruck mehr. Aber es stand noch. Es war unglaublich, dass das Haus nach der ganzen Zeit noch nicht abgerissen wurde. Wie denn auch, wenn sich fast niemand, außer Landstreichern, in dessen Nähe traute? Und trotzdessen, je näher man kam, desto mehr lockte es einen in den Bann. Es verströmte einen unheimlichen Eindruck, aber zugleich etwas, das einen Menschen dazu aufforderte ein zweites Mal hinzusehen. Doch etwas stimmte nicht mit diesemHaus. »Na, traust du dich nicht?«, spottete Jerry und blickte Nick auffordernd und mit einer Spur Triumph in den Augen an. Als Nick weiterhin zögerte, machte Jerry Anstalten zu gehen. »Kommt Jungs! Dieses Weichei wird niemals zu uns gehören, wenn es Angst hat da reinzugehen«, er machte eine abfällige Handbewegung und nickte in Richtung Zaun, welcher einige Meter von ihnen entfernt, um das verlassene Grundstück stand, als würde er jemanden davon abhalten wollen, dieses zu betreten. Es war nun mal auch verboten. Eigentlich. »Wartet!«, Nick hatte plötzlich seine Stimme wiedergefunden, »Ich mache es, a-aber was ist, wenn wir erwischt werden?« »Dein Pech!«, erwiderte Jordan und lachte abfällig. »Außer uns traut sich doch eh niemand hier hin«, gab Aron selbstsicher von sich. »Kommt, wir machen es ihm etwas leichter, bevor er sich gleich in die Hose macht«, übernahm Jerry das Wort, »Wir werden wache halten, du gehst da rein. Wenn du von dem Flur aus links abbiegst, solltest du in einen großen Raum kommen. Deine Aufgabe ist es, dort deinen Namen an die Wand zu sprühen«, er deutete auf eine neongrüne Spraydose, welche auf dem Boden stand, »Und keine Sorge. Wir werden das überprüfen.« Ein Grinsen lag Jerry auf den Lippen. Was Nick nicht wusste, war, dass dies zuvor noch niemand aus der Clique machen musste. Die anderen sahen still zu Jerry, Jason warf Nick einen mitleidigen Blick zu, aber niemand traute sich Jerry zu widersprechen. Jerry war der Anführer ihrer Clique. Ihm folgte Jordan, welche der größte und stärkste, wenn auch nicht der schlauste von den vieren war und Jerrys Befehle, ohne zu zögern, ausführte. Aron und Jason waren eher die Mitläufer, wobei Jason am nettesten zu Nick war und eigentlich nicht immer hinter Jerry zu stehen schien, auch wenn er ihm das natürlich nicht zeigte. Wenn Nick diese Mutprobe schaffen würde, dann wäre er das fünfte Mitglied der gefürchtetsten Clique der Schule. Er würde mit mehr Respekt behandelt werden und wäre nicht mehr der langweilige Außenseiter wie seine anderen Freunde, die ihre Pausen seit den letzten zwei Jahren nur noch damit verbrachten über Schulkram zu reden. Dann wäre er cool. Er zwang seine Stimme, bei der Antwort fest und entschlossen zu klingen, was ihm jedoch nur halb gelang: »Okay. Ich mache es.« Daraufhin trat Jerry die Tür des dunklen Hauses, vor dem sie standen, auf. Diese öffnete sich mit einem grässlichen Quietschen und vor Nick entfaltete sich ein düsterer Flur, welcher nur von schwachem Dämmerlicht erfüllt wurde. Die angrenzenden Räume sahen dunkel aus und man hatte keine Chance zu erahnen, was hinter den Schatten lauerte. Jason drückte ihm mit einem aufmunternden Lächeln die Spraydose und eine Taschenlampe in die Hand: »Das wirst du brauchen. Die wird dir zwar nicht viel bringen, da die Batterien fast leer sind, aber-« »Wir wollen ja nicht, dass der Kleine gleich anfängt zu heulen«, unterbrach Jordan ihn. »Ich habe keine Angst«, sagte Nick, aber jeder wusste, dass dies eine Lüge war. Natürlich hatte er Angst. Doch Jerry sagte nur: »Los.« Er schubste Nick, welcher schwankend die Taschenlampe umklammerte und einschaltete, in den finsteren Flur hinein. Der schwache, flackernde Lichtkegel erhellte die paar Meter vor ihm, sodass er immerhin sehen konnte, wohin er seine Füße setzen musste, um auf keine rostigen Nägel oder andere scharfkantige Objekte zu treten. Er wagte einen Schritt vor und hörte hinter sich einen dumpfen, lauten Schlag, welcher das ganze Gebäude zum Erzittern brachte, als die Tür hinter ihm zuschlug. Können sie die nicht auflassen?, dachte er mit einem mulmigen Gefühl. Es war ohnehin schon dunkel genug und der eingeschränkte Fluchtweg begünstigte seine wachsende Angst. Nun war er auf sich allein gestellt. Nick atmete einmal tief durch, wobei ihm der modrige Gestank des Hauses auffiel. Nur mit Spraydose und Taschenlampe in der Hand zwang sich Nick, ruhig zu bleiben, und suchte mit der Taschenlampe in seinen zittrigen Händen den Raum, den Jerry ihm beschrieben hatte. Überall sah man die Folgen des Vandalismus. Ein paar Meter vor ihm lag ein zerbrochenes Glas, daneben ein umgeworfener Stuhl und ein paar Fetzen Stoff, welche vielleicht Mal einen Teppich ergeben hatten. Als er schließlich den rostigen Türrahmen fand, ging er vorsichtig darauf zu. Die Tür schien aus den Angeln gerissen worden zu sein und er spürte, wie sein Herz schneller schlug, als er den Raum betrat. In einer Ecke stand ein uralter, einsamer Sessel neben den Fenstern. Am anderen Ende thronte ein einsamer Kamin, welcher wahrscheinlich seit Jahrzehnten nicht mehr im Gebrauch war. Weiter weg eine Kommode mit einer dicken Staubschicht und waren das etwa Fußabdrücke auf dem dreckigen Boden? Er wandte sich ab. Langsam ging er zu der einzigen freigeräumten Wand, an der schon etwas geschrieben stand. Er suchte die Wand ab, fand aber nirgends die Namen der Clique verewigt. War er der Erste, der das hier tat oder hatten die anderen woanders ihre Namen angesprüht? Als er genauer hinsah, konnte er das entziffern, was dort schon geschrieben stand: »Lauf weg! Er kommt!« Weiter unten stand noch etwas. In blutrot. Richtiges Blut? Irgendetwas stimmte hier nicht. »Es ist zu spät!« Für was war es zu spät? Nick bekam eine Gänsehaut. Was war hier los? Wieso stand da so etwas an der Wand? Er atmete tief durch und zwang sich, einen klaren Kopf zu bewahren. Das hatten bestimmt nur ein paar Teenager hingeschrieben, um anderen Angst zu machen. Wenn nicht sogar die Clique. Er nahm die grüne Spraydose in die Hand, schüttelte sie kurz und begann dann im schwachen Lichtkegel der Taschenlampe an die Wand zu sprühen: »Nick war hier « Er fügte ein Emoji hinzu. Vielleicht um die komischen Warnungen zu vertuschen, vielleicht aber auch, um sich selbst zu beruhigen. Letzteres kam ihm wahrscheinlicher vor. So schlimm war das doch gar nicht. Langsam entfernte er sich von der Wand. Er hatte seine Mission erledigt. Nun würde er ein wahres Mitglied sein! Wenn auch, seine Aufgabe irgendwie anders als die von den anderen gewesen sein musste. Aber er hatte es geschafft. Nick war kein Angsthase und wenn sie ihm nicht glaubten, konnten sie ja selbst hereingehen und nachschauen. Er klopfte sich die Hände an der Hose ab und richtete die Taschenlampe wieder in Richtung Türrahmen, da sah er einen Fetzen Papier auf dem Boden. Vorsichtig bückte er sich und faltete es auseinander. Das Papier schien schon sehr alt zu sein, denn es war gelblich und die Schrift kaum lesbar, aber er schaffte es, sie zu entziffern: »Der Glückliche muss in den Keller. Dort wird der nächste Hinweis auf ihn warten«, stand dort geschrieben. In den Keller? War das eine Art Schatzsuche? Er hatte nicht einmal gewusst, dass es hier einen Keller gab. Sollte er es wagen? Was wäre, wenn es dort wirklich einen Schatz gab! Mit zögerlichen Schritten entfernte er sich von dem Raum. Neugier hatte seine Angst nun ersetzt. Als er am Ende des Flurs angekommen war, leuchtete er einige Minuten herum, doch er fand nichts. Enttäuscht wollte er gerade wieder weggehen, als er etwas entdeckte… * Plötzlich hörte Jason ein dumpfes Geräusch, wie als wäre jemand von innen gegen die Tür gesprungen, vor welcher sie nun schon einige Zeit warteten. Da der äußerst massige Jordan jedoch dagegen lehnte, öffnete sich diese keinen Spalt breit. »Leute? Leute, macht auf! Sofort! Hier ist jemand, ich werde verfolgt!«, hörten sie plötzlich Nicks dumpfe Schreie. »Mach auf«, befahl ihm Jason, doch als Jordan Jerry ansah, um seine Bestätigung zu erhalten, schüttelte dieser den Kopf. »Was soll das man? Was ist, wenn er es ernst meint?«, warf Jason ein. »Der heult doch nur rum, war doch klar, dass das ein Weichei ist«, gab Jerry zurück. Doch just in diesem Moment hörten sie Glas...



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