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E-Book, Deutsch, 578 Seiten

Koch Rilke

Dichter der Angst - Eine Biographie
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-406-82185-1
Verlag: Verlag C. H. Beck GmbH & Co. KG
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Dichter der Angst - Eine Biographie

E-Book, Deutsch, 578 Seiten

ISBN: 978-3-406-82185-1
Verlag: Verlag C. H. Beck GmbH & Co. KG
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Rainer Maria Rilke gilt als einer der größten Dichter des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst sei «Dinge machen aus Angst», schreibt er im Juli 1903 seiner ehemaligen Geliebten Lou Andreas-Salomé. Manfred Koch zeigt in seiner neuen, Leben und Werk gleichermaßen in den Blick nehmenden Biographie Rilke als hochsensibles Echolot und geschlechtlich fluidesten Dichter der heraufziehenden Moderne. So entsteht die mitreißende Erzählung eines radikalen Lebens, das ganz Kunst sein will und dadurch eine Wahrnehmungssensibilität entfaltet, die erschreckend nah in Berührung kommt mit den Abgründen in ihm selbst und in seiner Zeit. Rainer Maria Rilkes Lebensstationen sind immer auch Marksteine seines Werkes: Prag, Russland, Worpswede, Paris, München, Duino, Spanien, Schweiz. Manfred Kochs wunderbar geschriebene Biographie folgt diesen Stationen wie dem kreativen Kreuzweg eines körperlich wie seelisch bedrohten Mannes und verbindet Rilkes Lebenswanderung mit exemplarischen, verständlichen Interpretationen seines Werks. Der Dichter der «Duineser Elegien» erscheint als ein Mann, der wie kein zweiter zu schnorren versteht, Frauen und Mäzene in seinen Bann zieht und bis an den Rand des Erträglichen manieriert ist, der aber zugleich all dies wie sein eigenes Leben rigoros zur bloßen Folie macht für das, worauf es ihm ankommt: Dichtung für die Ewigkeit zu schaffen und aus Leben «wahre» Kunst werden zu lassen. Er hatte darin Erfolg, aber der Preis war hoch, für ihn selbst wie für all jene, die ihn umgaben. Rechtzeitig zum 150. Geburtstag liegt mit dieser einfühlsamen, auf einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Leben und Werk basierenden Biographie ein neuer zeitgemäßer Zugang zu Rainer Maria Rilke vor.

Manfred Koch, geb. 1955 in Stuttgart, hat bis 2021 an den Universitäten Gießen, Tübingen und Basel deutsche Literaturgeschichte unterrichtet. Zusammen mit der Schriftstellerin Angelika Overath führt er eine Schule für Kreatives Schreiben in Sent, seinem Wohnort im Engadin.
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1;Cover;1
2;Frontispiz;2
3;Titel;3
4;Widmung;5
5;Motto;11
6;Inhalt;7
7;Vorwort;13
8;Kapitel 1: Großstadttod – Paris, Viareggio: 1902–1903;19
8.1;11, Rue Toullier – 3, rue de l’Abbé de l’Epée;19
8.2;Jardin de Luxembourg – Jardin des Plantes;30
8.3;Meudon;35
8.4;Der Rodin-Essay I: Handwerk;40
8.5;Der Rodin-Essay II: Oberfläche;44
8.6;Flucht nach Italien;52
9;Kapitel 2: Mutterfieber – Prag, St. Pölten,Mährisch-Weißkirchen, Linz, Prag: 1875–1896;57
9.1;Der verlorene Sohn;57
9.2;Literarische Betriebsamkeit;61
9.3;Knabenblütenträume;63
9.4;«Wunderlieblich, Valerie!»;69
9.5;Wahnsinnsnahe Mutter;75
9.6;Die «Schwere» der Kindheit;79
9.7;Mutterflucht in die Mutterwelt;84
9.8;Rilke – ein «Prager Dichter»?;88
10;Kapitel 3: Rainerwerdung – München, Berlin, Florenz, Viareggio: 1896–1898;101
10.1;Abschied von Prag;101
10.2;Lou;109
10.3;Der werdende Gott;118
10.4;Lebens-, Leib- und Liebesreform;120
10.5;Italienische Visionen;123
11;Kapitel 4: Gottbauen – Russland, Worpswede 1900/1901;133
11.1;«In der Heimat meiner leisesten Wünsche»;133
11.2;Über die Dörfer;141
11.3;Portrait des Dichters als betender Ikonenmaler;144
11.4;Das «Stundenbuch»;146
11.5;Russland beflügelt;152
11.6;Russland lähmt;158
11.7;Malen in der freien Natur;160
11.8;«Denn meine Seele hat ein Mädchenkleid».;1
11.9;Rilke und die «weißen Schwestern»;162
11.10;«Flucht ins Unglück;167
12;Kapitel 5: Schwindeldinge – Worpswede, Rom, Skandinavien, Berlin, Friedelhausen, Capri, Paris: 1904–1907;173
12.1;Ach, Paris;173
12.2;Der sanfte Satan: Westerwede / Worpswede 1901–02;176
12.3;Nächtige Pilgerfahrt;179
12.4;Skandinavien tut not;182
12.5;Im südlichen Wartestand;187
12.6;Endlich im Norden;188
12.7;Nestwechsel;191
12.8;Missionar des Kunst-Gottes;200
12.9;Archaisches Capri;205
12.10;Modersohn-Becker;208
12.11;Cézanne;210
12.12;Wachablösung der Kunst-Götter;214
13;Kapitel 6: Kindheitsschrecken – Rilkes Lebensroman;217
13.1;Literarische Selbsttherapie;217
13.2;Die Mutter im Roman;223
13.3;Erinnerungsschocks;227
13.4;Rollenspiele;230
13.5;«Einsam von Grund aus»;234
13.6;Besitzlose Liebe;237
13.7;Liebende Schreiberinnen;241
13.8;Die Heimkehr des verlorenen Sohnes;244
14;Kapitel 7: Engelssturm – Venedig, Leipzig, Provence, Ägypten, Duino: 1907–1912;247
14.1;Ach, Venedig;247
14.2;Leipzig, Turmzimmer;254
14.3;Die Provence und der Schluss des Malte;256
14.4;Die Flucht nach Ägypten;261
14.5;Zwischenstation München;265
14.6;Zuflucht Duino – Rilke, der Aristokrat;267
14.7;Die ersten Monate;270
14.8;Die Elegien;276
15;Kapitel 8: Herzgebirge – Venedig, Duino, Spanien, Paris, Weimar, Krummhübel: 1912–1913;283
15.1;Die Wendung zum Spätwerk;283
15.2;Liebende Herzerhebung: die ehemalige und die künftige Geliebte;287
15.3;Die göttliche Duse;289
15.4;Noch einmal Duino, gespenstisch;292
15.5;Spanien;296
15.6;Ronda;299
15.7;Pariser Intermezzo;302
15.8;Deutschland-Odyssee zu Goethe;304
15.9;Der Hölderlinschock;308
15.10;Im Riesengebirge;311
16;Kapitel 9: Kriegsverschüttung – Paris, Leipzig, München, Wien: 1914–1916;315
16.1;Der verborgene Autor;315
16.2;Drei Pioniere des modernen;1
16.3;Romans: Gide, Proust, Rilke;317
16.4;Benvenuta;320
16.5;«Der ungeheuerliche August»;328
16.6;Neue Liebe, neue Gönner;332
16.7;Der Kosmiker;337
16.8;Leselieben in Zeiten des Kriegs;340
16.9;Ach wehe, meine Mutter;343
16.10;Wien 1916;348
17;Kapitel 10: Schweizklangm – München, Soglio, Zürich, Winterthur,Tessin, Basel, Schloss Berg am Irchel: 1917–1921;351
17.1;Das turbulente deutsche Ende;351
17.2;Schweizer Anfänge: Bernliebe und Bergangst;361
17.3;Ur-Geräusch;365
17.4;Schwingungsräume;368
17.5;Drei Helfer und eine «Schützlingin»;371
17.6;Erholung in Basel;375
17.7;Wiederanknüpfungen;377
17.8;Merline;379
17.9;Der Graf C. W;381
17.10;Die Säge;387
18;Kapitel 11: Wunderfebruar – Muzot 1922;389
18.1;Das Testament;389
18.2;Sehnsuchtsort Sierre;391
18.3;Chateau Muzot;394
18.4;Der dämonische Februar 1922 – Vorbereitung;398
18.5;Die «Sonette an Orpheus»: Verzauberung der Welt;403
18.6;Die «Sonette»: Verklanglichung;406
18.7;Die «Sonette»: Enttötung;408
18.8;Die «Sonette»: Rühmung;410
18.9;Die «Sonette»: Rilke und die Maschine(n);412
18.10;Die «Duineser Elegien»: Kritik der entzauberten Welt;415
18.11;Die Zufühlenheit der Dinge: Die 7. Elegie;417
18.12;Der Brief des jungen Arbeiters;422
19;Kapitel 12: Todeston – Muzot, Ragaz, Paris, Val-Mont 1922–1926;425
19.1;Nach dem Sturm;425
19.2;Patient Rilke;431
19.3;«Unter der Sonne einer anderen Sprache» – Rilke, poète français;435
19.4;Besuch des Abgotts: Paul Valéry in Muzot;441
19.5;(Brief-) Liebe in Zeiten der Krankheit: «Heide» und «Merline»;445
19.6;Die Wasser von Ragaz;455
19.7;Noch einmal Paris;459
19.8;Marina Zwetajewa;464
19.9;Letzte Erholung 469;4
19.10;Die Grabrose;470
19.11;Schmerz und Tod;472
19.12;Epilog;475
20;Anhang;477
20.1;Zeittafel;479
20.2;Anmerkungen;483
20.3;Literaturverzeichnis;543
20.4;Bildnachweis;551
20.5;Personenregister;553
21;Tafelteil;561
22;Zum Buch;577
23;Vita;578
24;Impressum;4



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