Lautenschläger | Blindes Urteil | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 375 Seiten

Reihe: Ein Fall für Engel und Sander

Lautenschläger Blindes Urteil

Kriminalroman | Ein Fall für Engel und Sander, Band 4 - Die große Bestsellerreihe aus Hamburg
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96148-423-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Kriminalroman | Ein Fall für Engel und Sander, Band 4 - Die große Bestsellerreihe aus Hamburg

E-Book, Deutsch, Band 4, 375 Seiten

Reihe: Ein Fall für Engel und Sander

ISBN: 978-3-96148-423-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Zwei Opfer und keine Spuren, die zu den Tätern führen: Der Hamburg-Krimi »Blindes Urteil« von Bestseller-Autorin Angela Lautenschläger - jetzt als eBook bei dotbooks. Als Nachlasspflegerin ist Friedelinde Engel daran gewöhnt, dem Tod ins Auge zu blicken und die dunkelsten Geheimnisse der Verstorbenen zu lüften. Doch als ihre Kollegin heimtückisch ermordet wird, bekommt sie es zum ersten Mal mit der Angst zu tun: Ausgerechnet sie soll nun die Fälle der Ermordeten übernehmen. In welche Gefahr sie ihre Nachforschungen wirklich bringen, ahnt Friedeline jedoch nicht. Auch Nicolas Sander steht vor seiner bisher größten Herausforderung: Ein Hamburger Antiquitätenhändler wird brutal erschlagen und obwohl sich unter den Angehörigen des Opfers mehr als genug Verdächtige befinden, fehlen Sander stichhaltige Beweise - bis er plötzlich auf eine erschütternde Verbindung der beiden Fälle stößt ... Hochspannung bis zur letzten Seite und zwei Ermittler zum Verlieben: Die Bestseller-Krimi-Reihe um die eigenwillige Nachlasspflegerin Friedelinde Engel und Kommissar Nicolas Sander geht in die vierte Runde! Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Blindes Urteil« von Bestseller-Autorin Angela Lautenschläger. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Angela Lautenschläger arbeitet seit Jahren als Nachlasspflegerin und erlebt in ihrem Berufsalltag mehr spannende Fälle, als sie in Büchern verarbeiten kann. Ihre Freizeit widmet sie voll und ganz dem Krimilesen, dem Schreiben und dem Reisen. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Katzen in Hamburg. Bei dotbooks erscheinen die Bände ihre »Engel und Sander«-Reihe im eBook, sie sind auch als Hörbücher von SAGA Egmont erhältlich: »Stille Zeugen« »Geheime Rache« »Tödlicher Nachlass« »Blindes Urteil« »Gerechte Strafe« »Brennende Angst« »Stummer Zorn« Die ersten drei Bände sind auch im Sammelband »Das dunkle Herz von Hamburg« erhältlich. Ebenso erscheint bei dotbooks ihre »Sommer und Kampmann«-Reihe im eBook und Print: »Kalter Neid« »Blendende Gier« »Fatale Lüge« »Dunkle Jagd« Alle Bände sind auch als Hörbücher erhältlich. Weitere Bücher sind in Planung.
Lautenschläger Blindes Urteil jetzt bestellen!

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Kapitel 2


Da Sander das Kaffeeangebot in dem Café gegenüber bereits kannte, dauerte sein Entscheidungsprozess diesmal nur halb so lange. Er nahm einen Cappuccino. Wenn er seinen Kaffeekonsum nicht reduzierte, würde er einen Herzkasper kriegen.

»Danke.« Er schenkte der freundlichen Bedienung hinter dem Tresen ein Lächeln. »Ich bin mit der Mordermittlung dort drüben befasst.« Sander machte eine Kopfbewegung zur Tür.

Die junge Frau, die eben noch sein Lächeln erwidert hatte, wurde ernst. »Der arme Herr Dubelski. Das war so ein netter Mensch.«

»Ist er manchmal zum Kaffeetrinken rübergekommen?«

»Ja.« Sie deutete auf die hohe Vitrine am Ende des Tresens. »Er hat meistens einen Snack mitgenommen. Nur ganz selten hat er sich hierher gesetzt und mit jemandem gesprochen.«

»Wissen Sie etwas über sein Privatleben? Gibt es eine Ehefrau?«

Sie schob die Unterlippe vor. »Über Privates habe ich jedenfalls nicht mit ihm gesprochen. Vielleicht einer meiner Kollegen. Wir haben uns immer über Kunden unterhalten. Was die sich so rausnehmen und wie viel man sich gefallen lassen muss und so.«

»Verstehe.« Sander sah zur Tür hinüber. Durch die großzügigen Fenster und die Glastür hatte man einen wunderbaren Blick auf das direkt gegenüberliegende Gebäude, in dem das Antiquitätengeschäft untergebracht war. »Haben Sie heute Morgen dort drüben etwas gesehen?«

»Nein.« Sie schüttelte den Kopf. »Wir öffnen um acht, und dann ist immer gleich die Hölle los. Die Leute kaufen sich auf dem Weg zur Bahn oder zur Arbeit einen Kaffee zum Mitnehmen. Es wird erst gegen zehn wieder ruhiger, bevor gegen elf die ersten Gäste zum zweiten Frühstück eintrudeln.«

Es gab noch einen weiteren Mitarbeiter, einen jungen Mann, der an der Espressomaschine stand. Aber er hatte am Morgen ebenfalls alle Hände voll zu tun gehabt und nichts gesehen. Zwei weitere Angestellte in der Küche hatten von ihrem Arbeitsplatz aus gar nichts sehen können.

»Wie würden Sie Herrn Dubelski beschreiben?«, fragte Sander schließlich. Die Schlange am Tresen war lang geworden, und die Mitarbeiterin des Cafés wurde ungeduldig.

»Er war ein netter Mann, und was auch immer da drüben passiert ist, er hat es nicht verdient.«

»Gut.« Sander schob seine Visitenkarte über den Tresen. »Bitte legen Sie die hinter den Tresen, falls einem von Ihnen noch etwas einfällt. Tschüss.«

»Tschüss.« Sie wandte sich bereits dem ersten Kunden in der Schlange zu.

Sander trat auf die Straße. Links neben dem Antiquitätengeschäft gab es eine Buchhandlung, rechts einen Klamottenladen. Er würde die ganze Straße abklappern müssen, um festzustellen, ob es Aufnahmen von Überwachungskameras gab.

Sander wollte eben die Fahrbahn überqueren, um mit dem Buchladen anzufangen, als sein Handy läutete. Er zog es aus der Innentasche seiner Jacke.

»Hey«, sagte er erfreut, nachdem er festgestellt hatte, dass Friedelinde die Anruferin war.

»Hey.«

»Ist was passiert, dass du anrufst? Oder hattest du einfach nur Sehnsucht.«

»Beides.«

»Was soll das heißen?«

»Dass ich Sehnsucht nach dir habe.«

»Nein, was passiert ist, will ich wissen.«

»Na ja, ich kann nichts dafür, aber eine der Teilnehmerinnen ist umgebracht worden.«

»Friedelinde!«

»Entschuldige, schrei mich nicht so an. Ich hab sie ja nicht ermordet.«

»Habt ihr die Polizei schon gerufen?«

»Jaha. Hat die Inhaberin des Hotels gemacht, nachdem das Zimmermädchen sie gefunden hat.«

»Wie heißt der Kommissar?«

»Äh, hab ich vergessen. Wie man hier oben so heißt, Harms, Harmsen oder Hansen oder so.«

Sander atmete tief ein. »Ich werde wahnsinnig. Wie heißt das Opfer?«

»Sigrid.«

»Mit Nachnamen, Friedelinde.«

»Martens.«

»Gut, du machst nichts, rühr dich nicht vom Fleck, ich ruf die Kollegen in St. Peter-Ording an.«

»Ich darf mich gar nicht vom Fleck rühren. Die lassen uns nicht mal aus dem Seminarraum, obwohl ich ziemlich doll Pipi muss.«

»Kannst du dich an unsere erste Begegnung erinnern?«

»Du meinst, als du dich so kommissarmäßig aufgeführt hast und dann doch auf meine Hilfe angewiesen warst?«

»Nein, ich meine, als du dir alle Mühe gegeben hast, die Spuren des Täters zu verwischen, ehe du die Polizei gerufen hast.«

»Das war, bevor ich die Leiche gefunden habe.«

»Ist auch egal jetzt. Jedenfalls gilt: Du lässt die Finger von dieser Sache, pfuschst der Polizei nicht rein und passt auf dich auf. Auf keinen Fall bringst du dich in Gefahr.«

»Ja klar. Ich muss jetzt auflegen. Die wollen mich verhören.«

»Bis später«, sagte er, aber sie hatte schon aufgelegt.

Nachdem sich Friedelinde in der Vergangenheit bereits dreimal in Gefahr gebracht hatte, weil sie auf eigene Faust einen Mörder ermitteln wollte, würde er es auf keinen Fall zulassen, dass das ein viertes Mal passierte. Er hatte schließlich vor, den Rest seines Lebens mit ihr zu verbringen, und er wusste nicht, ob er immer rechtzeitig zur Stelle sein würde.

Sander rief in der Zentrale der Hamburger Polizei an und bat die Kollegen, den Kontakt zu dem ermittelnden Beamten in St. Peter-Ording herzustellen. In Anbetracht der jüngsten Entwicklung trat auf alle Fälle Plan B in Kraft.

Als er den Tatort betrat, beugte sich Gernot eben über die Glasabdeckung eines Ausstellungstisches. »Das sind echt schöne Stücke hier. Ich sollte Betty etwas davon mitbringen.«

»Ja, aber vergiss nicht, ein bisschen Geld in die Schatulle zu legen«, entgegnete Sander. »Hör mal, würdest du heute Vormittag auch ohne mich zurechtkommen?«

»Was? Aua!« Gernot rieb sich den Hinterkopf, den er sich an einer schweren Messinglampe gestoßen hatte. »Wie stellst du dir das vor? Wir müssen hier das Inventar zu Ende aufnehmen, Zeugen befragen, die Wohnung des Opfers aufsuchen, wenn wir sie denn erst mal gefunden haben, seine Unterlagen unter die Lupe nehmen, und, und, und. Ich habe Betty eben angerufen und ihr gesagt, dass es heute später werden wird.«

Sander seufzte. »Weiß ich. Es ist nur so, dass Friedelinde eine Leiche gefunden hat.«

»Ach nee, nicht schon wieder. Wo denn?«

»In St. Peter-Ording.«

»Gott sei Dank ist das nicht unser Zuständigkeitsbereich.«

»Entschuldige mal. Ich mach mir Sorgen um sie.«

»Das verstehe ich ja auch. Aber haben die da oben keine Polizei?«

»Doch. Ich würde nur gerne bei ihr sein«, sagte Sander leise.

Gernot lächelte. »Diese Frau bringt die beste Seite in dir zum Vorschein.« Er sah sich um. »Aber trotzdem. Wir stehen gerade erst ganz am Anfang.«

»Okay.« Sander zog seine Jacke aus und hängte sie über die Messinglampe. »Wo fange ich an?«

Einer der uniformierten Beamten, von denen es plötzlich in dem kleinen Hotel nur so wimmelte, führte Friedelinde in das Kaminzimmer und forderte sie auf, vor dem kleinen Sekretär Platz zu nehmen. An dem kleinen Tischchen waren bisher vermutlich Liebesbriefe oder jedenfalls Urlaubsgrüße geschrieben worden. Damit, dass heute hier Zeugen und Verdächtige verhört wurden, war das Hotel für künftige romantische Ausflüge mit Nicolas für Friedelinde gestorben. Schade eigentlich.

Sie setzte sich auf den zierlichen Stuhl und wartete darauf, dass sich dieser Kommissar mit ihr unterhalten würde. Kurz darauf trat ein großer blonder Mann ein, dessen Handy im selben Augenblick läutete. Er entschuldigte sich kurz bei ihr und verschwand wieder. Seufzend sah Friedelinde aus dem Fenster und wartete ab. Diese Sache mit Sigrid war wirklich schlimm. Sie konnte es immer noch nicht fassen. Immerhin hatte sie am Vorabend noch quicklebendig mit allen anderen zusammen beim Italiener gesessen. Und die Frage, ob sie noch etwas hätte ausrichten können, wenn sie heute Morgen mehr auf Sigrid geachtet hätte, machte Friedelinde völlig fertig.

Die Tür zum Kaminzimmer wurde wieder geöffnet, und der Blonde trat erneut ein.

»Frau Engel«, sagte er und setzte sich auf die andere Seite des Sekretärs.

Sein Haar lichtete sich bereits. Friedelinde schätzte ihn auf Mitte fünfzig.

»Sie kommen also als Täterin nicht in Betracht«, stellt er fest.

»Entschuldigung, Herr … ich habe Ihren Namen nicht verstanden.«

»Kriminalhauptkommissar Björn Hansen.« Er grinste.

»Nicht, dass ich gern als Täterin verdächtig wäre. Abgesehen davon war ich es auch nicht, aber warum komme ich als Täterin nicht in Betracht?«

»Wir haben eine Meldung aus Hamburg erhalten. Wir sollen ein Auge auf Sie haben, aber nicht, weil Sie verdächtig wären, sondern weil Sie uns unter Umständen die Arbeit abnehmen.«

Nicolas! Friedelinde seufzte. Der würde was zu hören kriegen.

Hansen schob die Unterlippe vor. »Drei Täter gestellt. Das soll Ihnen erst mal jemand nachmachen.«

»Ich dachte, es ginge hier um die arme Sigrid«, stellte Friedelinde spitz fest.

Hansen richtete sich auf. »Natürlich. Also, schießen Sie los.«

»Wann ist sie denn ermordet worden?«

Hansen guckte belustigt. »Mit Erzählen, nicht mit Fragen.«

»Okay. Also, ich bin heute Morgen nach dem Frühstück noch einmal in meinem Zimmer gewesen. Auf dem Weg nach unten bin ich an Sigrids Zimmer vorbeigekommen. Jedenfalls nehme ich an, dass es ihres ist. Das erste auf der rechten Seite im zweiten Stock, oder?«

Hansen verzog keine Miene. Der Kerl hatte sich zu gut unter Kontrolle.

»Die Tür stand offen, und ich habe kurz daran gedacht, die Tür zu schließen oder reinzugehen und zu gucken, ob Sigrid da ist, aber dann bin ich doch runtergegangen.« Dass sie in erster...



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