E-Book, Deutsch, Band 151, 384 Seiten
Reihe: Julia Collection
Lindsay Julia Collection Band 151
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1541-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie berauscht von deiner Nähe
E-Book, Deutsch, Band 151, 384 Seiten
Reihe: Julia Collection
ISBN: 978-3-7337-1541-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
HEISSES DINNER MIT DEM MILLIONÄR von YVONNE LINDSAY
'Mehr?' Finn betrachtet gebannt Tamlyns Lippen, als sie einen Leckerbissen kostet. Dieses erotische Dinner könnte ihn in Teufels Küche bringen! Denn Tamlyn ist nach Neuseeland gekommen, um ihre Mutter zu finden - und er ist derjenige, der deren Spuren heimlich verwischt ...
VERBOTENES VERLANGEN NACH DEM MILLIARDÄR von YVONNE LINDSAY
Lichterloh brennt die schöne Alexis für Raoul Benoit. Aber der attraktive Milliardär ist für sie tabu, denn sie ist die Nanny seiner Tochter. Und so teilt sie mit ihm zwar das elegante Anwesen in den Weinbergen, aber sein Herz scheint nur einer zu gehören - seiner verstorbenen Frau.
BERAUSCHT VON DEINEN WILDEN KÜSSEN von YVONNE LINDSAY
Nie zuvor hat Raif Masters eine Frau getroffen, die eine derart brennende Sehnsucht in ihm weckt wie Shanal. Als sie gemeinsam auf einem Hausboot übernachten, haben sie den leidenschaftlichsten Sex seines Lebens! Doch dann der Schock: Shanal will heiraten - seinen Erzfeind!
Die in Neuseeland geborene Schriftstellerin hat sich schon immer für das geschriebene Wort begeistert. Schon als Dreizehnjährige war sie eine echte Leseratte und blätterte zum ersten Mal fasziniert die Seiten eines Liebesromans um, den ihr eine ältere Nachbarin ausgeliehen hatte. Romantische Geschichten inspirierten Yvonne so sehr, dass sie bereits mit fünfzehn Jahren ihren ersten Roman verfasste - der jedoch irgendwo in der Versenkung verschwand. Das Schreiben blieb zunächst ihre Freizeitbeschäftigung. Yvonne arbeitete als Sekretärin und Vertriebsangestellte, heiratete den Mann, den sie während eines Blind Dates kennengelernt hatte, und bekam zwei Kinder. Dann begegnete sie Susan Napier, und die Karriere als Autorin begann. Yvonne tauschte sich so oft wie möglich mit befreundeten Schriftstellerinnen aus, die dieselben Träume und Hoffnungen hegten. Und sobald sie sich ernsthaft aufs Schreiben konzentrierte und ihre Romane vollendete, wurde sie prompt für mehrere ausgezeichnet! Heute ist Yvonne dort angekommen, wo sie schon immer sein wollte. Sie glaubt an die Macht der Liebe, die unser Leben stark beeinflusst, und fängt diesen Zauber in ihren mitreißenden Romanen immer wieder neu ein. Wenn Sie mehr über Yvonne Lindsay erfahren möchten, besuchen Sie die Website der Autorin: www.yvonnelindsay.com
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL „Was soll das heißen, du kündigst? Es sind nur noch viereinhalb Wochen bis Weihnachten! Wir haben mit all den Gästen so viel um die Ohren, dass wir kaum noch ein und aus wissen. Lass uns noch einmal darüber reden. Wenn du nicht zufrieden bist, finden wir eine andere Aufgabe für dich.“ Tamsyn seufzte innerlich. Eine andere Aufgabe. Klar, das ist die Lösung all meiner Probleme, dachte sie ironisch. Aber sie konnte ihrem Bruder Ethan keinen Vorwurf machen, wenn er versuchte, alles für sie in Ordnung zu bringen. Das tat er schließlich schon ihr ganzes Leben lang. Aber diese Situation konnte auch er nicht retten. Deshalb war sie ja weggefahren. Sie hatte schon lange von Ferien geträumt. Die Arbeit auf dem Familienanwesen The Masters, einem Weingut mit luxuriösen Feriencottages bei Adelaide in Südaustralien, befriedigte sie nicht mehr. Sie fühlte sich ruhelos, als gehörte sie nicht mehr wirklich dazu – bei der Arbeit, zu Hause, in der Familie, sogar in ihrer Beziehung. Das Debakel gestern Abend hatte ihr bewiesen, wie recht sie hatte. „Ethan, ich kann jetzt nicht darüber reden. Ich bin in Neuseeland.“ „In Neuseeland? Ich dachte, du bist bei Trent in Adelaide?“ Ethan klang völlig fassungslos. Tamsyn griff das Steuer ihres Mietwagens fester und zählte stumm bis zehn, damit ihr Bruder sich beruhigen konnte, bevor sie antwortete: „Ich habe die Verlobung gelöst.“ Kurz herrschte Schweigen. „Du hast was getan?“, fragte Ethan dann, als traute er seinen Ohren nicht. „Es ist eine lange Geschichte.“ Sie schluckte gegen den Schmerz an, der sich mittlerweile zu einem beharrlichen dumpfen Pochen in ihrer Brust abgeschwächt hatte. „Ich höre.“ „Jetzt nicht, Ethan. Ich … Ich kann nicht.“ Ihr versagte die Stimme, und Tränen strömten ihr plötzlich über die Wangen. „Dem zeig ich’s“, schwor Ethan, ganz der große Bruder und Beschützer. „Nein, lass es. Er ist es nicht wert.“ Sie hörte Ethans tiefem Seufzer seine ganze Besorgnis und Enttäuschung an. „Wann kommst du zurück?“ „Ich … Ich weiß es nicht. Das ist noch in der Schwebe.“ Sie glaubte nicht, dass es ein guter Zeitpunkt war, um ihm zu sagen, dass sie nur ein Ticket für den Hinflug gekauft hatte. „Na, wenigstens hast du deinen Assistenten so gut eingewiesen, dass er im Notfall einspringen kann. Ist Zac auf dem neuesten Stand?“ Obwohl sie wusste, dass er sie nicht sehen konnte, schüttelte Tamsyn den Kopf und biss sich auf die Lippen. „Tam?“ „Nein. Ich habe ihn gefeuert.“ „Du hast …“ Ethan verstummte. Offenbar zählte er zwei und zwei zusammen und kam überraschend schnell zum richtigen Schluss. Ungläubig fragte er: „Zac und Trent?“ „Ja“, stieß sie mit zugeschnürter Kehle hervor. „Kommst du zurecht? Ich fahre gleich zu dir. Sag mir einfach, wo du bist.“ „Nein, das ist nicht nötig. Ich erhole mich schon … früher oder später. Ich muss nur …“ Sie holte zitternd Luft. Sie fand nicht die richtigen Worte, um auszudrücken, was sie wirklich brauchte. Aber sie wollte, dass ihr Bruder sie verstand. „Ich muss eine Weile allein sein und gründlich über alles nachdenken. Es tut mir leid, dass ich einfach so verschwunden bin. Du kennst ja das Passwort zu meinem Computer. Alle Buchungen stehen auch noch einmal auf dem Terminkalender an der Wand. Wenn es hart auf hart kommt, könnt ihr mich gern anrufen.“ „Wir kümmern uns schon um alles. Mach dir keine Sorgen.“ Die feste Überzeugung in der Stimme ihres großen Bruders zu hören, war fast so tröstlich, als wenn er neben ihr im Wagen gesessen hätte. „Danke, Ethan.“ „Kein Problem. Aber, Tam? Wer kümmert sich um dich?“ „Ich“, sagte sie fest. „Ich finde wirklich, dass du nach Hause kommen solltest.“ „Nein, ich weiß, was ich tun muss.“ Dieses Detail musste sie ihm verraten, obwohl sie wusste, dass er nicht erfreut sein würde. „Ich suche sie, Ethan.“ Erst schwieg er, dann seufzte ihr Bruder auf. „Bist du sicher, dass jetzt der beste Zeitpunkt ist, um nach unserer Mutter zu suchen?“ Sie hatten erst vor ein paar Monaten erfahren, dass ihre tot geglaubte Mutter am Leben war und in Neuseeland wohnte. Der Schock steckte Tamsyn noch immer in den Knochen. Zu hören, dass ihr Vater sie bis zu seinem Tod belogen und der Rest der Familie seine Lüge mitgetragen hatte, war schon schlimm genug gewesen. Aber die Erkenntnis, dass ihre Mutter nie versucht hatte, Kontakt zu Ethan und ihr aufzunehmen, hatte Tamsyns gesamtes Selbstbild ins Wanken gebracht. Sie verzog das Gesicht und schüttelte den Kopf. „Ein besserer Zeitpunkt als jetzt fällt dir doch auch nicht ein, oder?“ „Oh doch. Du bist gekränkt und verletzlich. Ich will nicht, dass du noch einmal enttäuscht wirst. Komm nach Hause. Lass mich einen Privatdetektiv auf sie ansetzen, damit du vorher weißt, worauf du dich einlässt.“ Sie konnte sich lebhaft vorstellen, wie Ethan die Stirn runzelte und die Lippen besorgt zu einer schmalen Linie zusammenpresste. „Ich will es allein schaffen. Ich muss. Ich bin nicht mehr weit von der Adresse entfernt, die du mir vor ein paar Monaten gegeben hast. Ich lege jetzt besser auf“, sagte sie nach einem Blick auf den GPS-Bildschirm. „Du willst einfach ohne Vorwarnung da auftauchen?“ „Warum nicht?“ „Sei vernünftig, Tam. Du kannst dich nicht einfach aus heiterem Himmel als die lange verlorene Tochter vorstellen.“ „Ich bin nicht verloren. Sie wusste die ganze Zeit über, wo wir waren. Sie ist diejenige, die gegangen und nicht zurückgekehrt ist.“ Tamsyn konnte nicht verhindern, dass der Schmerz in ihren Worten durchklang. Ein Schmerz, der sich mit so viel Groll, Zorn und Kummer vermischte, dass sie kaum eine Nacht durchgeschlafen hatte, seit sie wusste, dass es die Frau, die sie sich immer ausgemalt hatte, gar nicht gab. Die Mutter, von der sie geträumt hatte, die sie zu sehr geliebt hatte, um sie jemals im Stich zu lassen, existierte nicht. Doch sie hatte viele Fragen und redete sich ein, stark genug zu sein, sich den Antworten zu stellen. Sie musste es sein, um wieder nach vorn schauen zu können, denn alles, woran sie bisher geglaubt hatte, fußte anscheinend auf Lügen. Trents Verrat war der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Sie wusste plötzlich nicht mehr, wer sie war, aber sie war bereit, es herauszufinden. Ethans Stimme riss sie aus ihren Gedanken: „Tu mir einen Gefallen“, sagte er. „Such dir ein Motel und schlaf eine Nacht drüber, bevor du etwas tust, das du vielleicht bereust. Wir können uns morgen früh unterhalten.“ „Ich halte dich auf dem Laufenden“, antwortete Tamsyn, ohne auf seine Bitte einzugehen. „Ich ruf dich in ein paar Tagen an.“ Sie legte auf, bevor Ethan noch etwas sagen konnte. Die körperlose Stimme des GPS-Geräts kündigte an, dass sie in fünfhundert Metern abbiegen musste. Tamsyn wurde flau im Magen. Sie würde jetzt etwas tun, das völlig untypisch für sie war, denn normalerweise war sie jemand, der immer alles bis in alle Einzelheiten plante. Vorsichtig bog sie in die von eindrucksvollen Mauern gesäumte Einfahrt ein, hielt an und schloss für einen Moment die Augen. Jetzt war es so weit: Gleich würde sie ihrer Mutter gegenüberstehen. Zum letzten Mal hatte sie sie gesehen, als sie drei Jahre alt gewesen war. Ein Schauer durchlief sie, und ihr Adrenalinspiegel stieg. Die letzten vierundzwanzig Stunden waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle gewesen: Ihr war abwechselnd schwindlig vor Vorfreude und übel vor Aufregung gewesen. Sie öffnete die Augen und nahm den Fuß von der Bremse. Das Auto rumpelte wieder los; die Einfahrt führte einen Hügel hinauf. Rechts und links vom Weg wuchsen Weinreben in schnurgeraden Reihen. Die Blätter waren üppig und grün, und Tamsyn sah erste Fruchtansätze an den Ranken. Mit ihrem Expertenblick kam sie zu dem Schluss, dass dem Weinberg eine Rekordernte bevorstand. Die Einfahrt schlängelte sich weiter den steilen Hügel hinauf. Nach einer besonders engen Serpentine sah sie plötzlich das Haus vor sich liegen. Das ausgedehnte zweistöckige Gebäude aus Stein und Zedernholz beherrschte die Hügelkuppe. Tamsyn presste die Lippen zusammen und dachte zynisch, dass es wohl kein Geldmangel gewesen war, der ihre Mutter davon abgehalten hatte, mit ihren Kindern in Kontakt zu treten. Hatte Ellen Masters das Geld, das ihr Mann ihr seit über zwanzig Jahren immer wieder gezahlt hatte, in diesem Anwesen angelegt? Dieser Zynismus half ihr, den Mut aufzubringen, um aus dem Auto zu steigen und zur Haustür zu gehen. Jetzt oder nie. Sie holte tief Luft, griff nach dem eisernen Türklopfer, hob ihn hoch und ließ ihn schwungvoll fallen. Kurz darauf hörte sie Schritte im Hausinnern. Ihr Magen zog sich zusammen, und ihre Entschlossenheit verflog. Was zum Teufel tat sie bloß hier? Finn Gallagher öffnete die Haustür und musste sich zwingen, stehen zu bleiben und nicht erstaunt einen Schritt rückwärts zu machen. Er erkannte die Frau, die vor ihm stand, auf Anhieb. Es war Ellens Tochter. Also hatte die kleine Prinzessin aus Australien endlich beschlossen, zu Besuch zu kommen. Zu spät, dachte Finn. Viel zu spät. Die Bilder, die er von ihr im Laufe der Jahre gesehen hatte, wurden ihr nicht gerecht. Allerdings...