Lynn | Crave Me: Sehnsucht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 350 Seiten

Reihe: Luminous Club

Lynn Crave Me: Sehnsucht


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-86495-500-6
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2, 350 Seiten

Reihe: Luminous Club

ISBN: 978-3-86495-500-6
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Willkommen im Luminous Club: Wo Ihr Vergnügen unser Ziel ist.

Chloe

Ich weiß, ich sollte den Ex-Freund meiner Schwester nicht begehren.
Sie wollte vielleicht nichts mit seinem BDSM-Lebensstil zu tun haben, aber ich bin von Natur aus devot veranlagt. Und ich will von niemand anderem als Simon dominiert werden.
Aber er wird sich mir nicht nähern. Nicht, wenn die Erinnerung an meine Schwester noch so nah ist. Das lässt mir keine andere Wahl – wenn er mich nicht wissentlich berühren will, muss ich mich eben verkleiden, um ihm nahe zu sein.
Er ist das Risiko wert. Ich gehöre ihm. Jetzt muss ich es ihm nur noch beweisen.

Simon

Ein Dominus zu sein hat mich meine erste Liebe gekostet, aber ich kann meine Natur nicht verleugnen. Kontrolle und Macht sind alles, und ich behalte meine, indem ich nur mit erfahrenen Subs spiele. Ausnahmslos.
Bis ich sie traf. Sie trug eine Maske, aber ich wusste, dass sie mir gehört, sobald sich unsere Lippen berührten. Sie war neu in der Welt des BDSM - ich wusste, dass es ein Risiko sein würde, sie zu trainieren.
Ich wusste nicht, dass es mich zerstören würde.

Teil 2 der "Luminous"-Trilogie von Erfolgsautorin Stacey Lynn ("Raleigh Rough Riders").

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Weitere Infos & Material


Kapitel 1
  Simon   Als Geschichtslehrer war ich oft im Museum. Jedes Mal entdeckte ich etwas Neues. Eine neue Ausstellung, einen neuen Künstler auf Tour. Und viel lieber wäre ich durch die Hallen mit Kunstwerken und Fossilien gewandert oder hätte Pergamentrollen unserer Vorväter betrachtet, als diese kratzige römische Maske zu tragen, die fast mein ganzes Gesicht verdeckte, und diesen extrem steif gestärkten Smoking. Natürlich war ich meistens hier, um Highschool-Schüler davon abzuhalten, sich in dunkle Ecken zu verdrücken, um herumzumachen, oder um den Museumsbesuch interessant genug zu gestalten, dass die Teenager nicht ihre Handys herausnahmen und sich in den sozialen Netzwerken verloren. Obwohl ich zugeben musste, bei ihnen ein paar wirklich witzige Snapchat-Bilder gesehen zu haben. Wenn das Museum geschlossen war, hatte ich es noch nie von innen gesehen, bei gedämpftem Licht, außer dem grellen Schein über den berühmtesten Exponaten. Und wenn die Außenlampen auf dem Vorplatz den Grand River auf der Westseite beschienen. Das gesamte Obergeschoss war für den heutigen Event umgestaltet worden. Runde Tische standen vor den Wänden, wo normalerweise Aktivitäten für Kinder stattfanden. Funkelnde Lichter verliefen an der Decke, und die bunten Teppiche waren weggezogen und ließen den alten, schön gepflegten Parkettboden glänzen. Die Tische waren mit grauen und schwarzen Tischdecken und Kristallvasen geschmückt, in denen je eine Lilie steckte. Es hätte sich um einen royalen Hochzeitsempfang handeln können statt einer Wohltätigkeitsveranstaltung für Herzgesundheit. Normalerweise nahm ich nicht an Spendenveranstaltungen und Galas teil, doch ich hatte nichts dagegen, ein paar Hundert Dollar für eine Steintafel zu spenden zugunsten der Nationalen Herzgesellschaft. Meinen Vater schon mit zwanzig durch einen Herzinfarkt zu verlieren, hatte einen dauerhaften Effekt auf mich. Außerdem hatte ich eine nette Verabredung hier. Meine Mutter liebte solche Veranstaltungen und ich sah sie gern glücklich. Ich legte die Hand auf die meiner Mutter und drückte sie leicht. „Möchtest du ein Glas Champagner?“ „Gern, mein Lieber“, sagte Mom. Grace hatte eine leise, leicht zittrige Stimme. Sie war sofort in das Dekor verliebt, als wir aus dem Aufzug getreten waren. Ich drückte ihre Hand fester. „Danke, dass du zugesagt hast, mit mir herzukommen.“ Als mein Vater gestorben war, war sie völlig am Ende gewesen. Nach dreißig Jahren Ehe griff sie noch heute morgens als Erstes auf die andere Bettseite nach ihm, bis sie wach genug war, um sich zu erinnern, dass er nicht mehr da war. Ihre Liebe und Ehe gab die Hoffnung, auch einmal jemanden zu finden, der immer bei einem blieb und der die Erinnerung an einen am Leben erhielt, auch wenn man schon lange im Sarg lag. Sogar jemandem wie mir. Ich führte Mom zwischen den Tischen hindurch zu einer Bar, die vor einer antiken Lokomotive aufgebaut war. Es war eine der ersten Dampfloks der Eisenbahn in Michigan von 1858. Seit 1978 stand sie restauriert im Museum. Immer wenn ich sie sah, dachte ich darüber nach, wer wohl damals damit gefahren war, wohin und welche Jobs sie gehabt hatten. „Was darf es sein?“, fragte die Barkeeperin. Ich sah Mom entschuldigend an. „Sorry. Ich war von dem Zug fasziniert.“ „Du bist ein Geschichtsfreak.“ Sie lächelte und tätschelte kurz meinen Arm. „Das warst du schon als Kind. Ich habe nichts anderes von dir erwartet. Besonders nicht hier.“ „Ganz genau.“ Ich wandte mich der Barkeeperin zu. „Zwei Gläser Champagner, bitte.“ Ich nahm die beiden Gläser, gab meiner Mutter eins davon, hinterließ ein großzügiges Trinkgeld, trank einen Schluck Champagner, drehte mich um und betrachtete die Umgebung. Ich passte nicht zu diesen Leuten, und das hatte nichts damit zu tun, dass ich groß und breit war, sondern damit, dass ich ein Lehrer und Coach war und die meisten anderen hier Doktoren oder Anwälte sowie Politiker, die auf eine Wiederwahl hofften. Ich spendete Geld, weil ich an den guten Zweck glaubte, während Mom in dieser Umgebung aufblühte. Jahrelang hatte sie im Vorstand des Wohltätigkeitsvereins für das Krankenhaus gesessen, bis sie in Pension ging. Als Frau eines Chirurgen war sie sehr bekannt. Als ich sie eingeladen hatte, mitzukommen, hatte sie sich gefreut, Bekannte zu treffen, die sie jahrelang nicht mehr gesehen hatte. „Möchtest du ein bisschen herumlaufen oder lieber unsere Sitzplätze aufsuchen?“, fragte ich sie und rückte die Maske auf meinem Gesicht zurecht. Das Material kratzte immer noch auf der Wange, und ich wünschte mir zum zigsten Mal, dass ich auf sie verzichtet und lieber nur meine Brille getragen hätte. Kontaktlinsen hasste ich noch mehr, als mich in einen Smoking zu werfen. Hinter der smaragdgrünen Maske meiner Mom strahlten ihre Augen aufgeregt. „Ich glaube, da drüben steht der Bürgermeister.“ Zu diskret, um zu deuten, nickte sie Richtung Bühne. „Mit diesen Masken sind die Leute schwer zu erkennen, aber seine Frisur würde ich überall wiederfinden.“ Ich schnaubte und tarnte den Laut mit einem Schluck Champagner. Der Bürgermeister war nicht nur für seine konservative Politik bekannt, sondern auch für sein lächerliches silbernes Toupet. „Kommst du mit?“ Sie neigte den Kopf leicht zur Seite. „Nein. Geh nur. Ich laufe noch ein bisschen herum.“ „Okay.“ Sie legte eine Hand auf meine Schulter und strich mir auf ihre sanfte Art den Arm entlang. „Sei brav.“ Ich musste lachen und sie ging. Ich betrachtete die Gäste in dem großflächigen Raum. Obwohl ich viele ihrer Kinder lehrte oder im Eishockey trainierte, hatte ich wenig Interesse daran, mit ihnen Gespräche zu führen. Entweder waren sie zu oberflächlich oder zu politisch, und keins von beidem interessierte mich. Ich brauchte frische Luft, eine Abkühlung, um mich für den Verlauf des Abends in die richtige Geisteshaltung begeben zu können, also ging ich durch eine der breiten Schiebetüren auf den Terrassenbereich Richtung Fluss hinaus. Draußen war es frostig, doch das störte mich nicht. Ich nahm es kaum wahr. Bei solchen Veranstaltungen waren die Erinnerungen an meinen Vater intensiver als sonst. Er war Neurochirurg gewesen und in Grand Rapids eine geschätzte Person. Ein Mann von Ehre, intelligent und verständnisvoll mit seiner Familie, Freunden und Patienten. Ich hatte lange gebraucht, mich von seinem Verlust zu erholen, stellte mir noch heute Fragen und wünschte, ich hätte mich damals getraut, sie zu stellen. War er stolz auf mich? Hatte es ihn verletzt, dass ich das Medizinstudium abgebrochen hatte, um Lehrer zu werden? Und wie zum Geier hatte er es fertiggebracht, eine Frau wie Mom zu finden, die seine verrückten Eskapaden ertrug und ihn nach all den Jahren immer noch geliebt hatte? Existierten Frauen wie sie überhaupt noch? Ich wollte so eine. Unbedingt. Vor ein paar Jahren hatte ich geglaubt, sie gefunden zu haben. Doch nach einer üblen Nacht im Bett, einer Ohrfeige und späteren Drohungen, wegen sexueller Nötigung angezeigt zu werden, hatte ich sie verloren. Außer dass Cassie nicht die Frau gewesen war, die ich mir im Bett wünschte, hatten wir gut zusammengepasst. In den letzten paar Jahren nach unserer Trennung hatte ich mich oft gefragt, ob ich zu viel von ihr verlangt und ihr meine kinky Neigungen zu früh aufgedrängt hatte. Hätte ich es langsamer angehen lassen, hätte sie es – und mich – dann genauso strikt und vehement abgelehnt? „Verdammt“, knurrte ich und fuhr mir mit der Hand durch die Haare. Sie waren kaum zu bändigen und meine Finger blieben im Band der Maske hängen. „Hör auf damit“, murmelte ich zu mir selbst. Ich schüttelte den Kopf, um diese Gedanken loszuwerden. Cassie war eine Erinnerung, die besser in der Vergangenheit bleiben sollte. In den drei Jahren seit der Trennung hatte ich erlebt, was ich immer hatte erleben wollen. Ich hatte Subs gefunden und viel Spaß mit ihnen gehabt. Doch keine von denen hatte je meine Seele berührt, sodass ich spüren konnte, dass uns mehr verband als nur gemeinsame Orgasmen. Inzwischen hatte ich die Hoffnung so gut wie aufgegeben, jemals eine Frau zu finden, die mich innerhalb und außerhalb des Schlafzimmers verstand. Und heute war nicht der erste Tag, an dem ich überlegte, die Suche komplett aufzugeben. Lieber eine nette Frau finden. Sich niederlassen. Den Teil in mir wegsperren, ohne den ich vielleicht auch leben könnte. Kinder haben und dafür sorgen, dass es auch so funktioniert. „Gott, das ist so deprimierend.“ Ich musste mich zusammenreißen und zur Party zurückkehren, bevor Mom nach mir suchen kam. Tief inhalierte ich die kalte Luft. „Komisch“, sagte eine weiche, feminine Stimme. Ich zuckte zusammen. „Ich dachte gerade, dass es wunderschön hier draußen ist.“ Vor mir stand eine Frau mit schönen Kurven. In einem schwarzen Kleid, das einen langen Schlitz am Oberschenkel hatte. Fast nackte Arme, lediglich von einem dünnen Spitzenstoff überzogen, doch sie zitterte nicht vor Kälte. Das blonde Haar war ein starker Kontrast zu dem schwarzen Kleid und perfekt gelockt, fiel ihr fast bis zu den Hüften, die in eine schmale Taille übergingen. Ihre Brüste quollen fast aus dem Kleid auf absolut sinnliche, dennoch für den Anlass immer noch vertretbare Weise. Sie hatte einen langen, schlanken Hals und glänzende rosa Lippen, die sich zum sanftesten und schönsten Lächeln verzogen, das ich je...


Stacey Lynn verbrachte den größten Teil ihres Lebens im mittleren Westen der USA, bevor es sie kürzlich an die Ostküste verschlug. Vielleicht lag es an den langen und kalten Wintern, dass sie aus lauter Langeweile jedes Buch verschlang, das sie zwischen die Finger bekommen konnte. Als eifrige Leserin begann sie, selbst Gedichte und Kurzgeschichten zu schreiben.
Als Gegengewicht zu ihrem verrückten Alltag erschafft die vierfache Mutter heiße Liebesromane. Und so wurde aus ihrem einstigen Hobby, dem Schreiben, rasch eine unstillbare Leidenschaft.



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