May Auf der See gefangen
veränderte Aufl
ISBN: 978-3-7802-1780-6
Verlag: Karl-May-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
und andere Erzählungen, Band 80 der Gesammelten Werke
E-Book, Deutsch, Band 80, 489 Seiten
Reihe: Karl Mays Gesammelte Werke
ISBN: 978-3-7802-1780-6
Verlag: Karl-May-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
"""Auf der See gefangen"": Zu Unrecht des Raubmords beschuldigt, flieht Max von Schönberg-Wildauen nach Amerika und tritt in die Marine der Vereinigten Staaten ein, wo er es dank Mut und Intelligenz schnell zum Offizier bringt. Polizeileutnant Treskow folgt unterdessen der Spur des wahren Mörders von den Straßen Berlins bis in die Hafenkaschemmen San Franciscos, um die Unschuld seines Freundes Max zu beweisen. Sowohl in den Prärien des fernen Westens als auch auf hoher See gilt es zahlreiche Abenteuer zu bestehen, bei denen man sogar die Bekanntschaft des berühmten Apatschenhäuptlings Winnetou macht. Das Piratenschiff des gefürchteten ""Schwarzen Kapitäns"" wird schließlich zum Ort der letzten Entscheidung. Diese von Karl May selbst später stark gekürzte Frühfassung des aus Band 19 der Gesammelten Werke bekannten ""Kapitän Kaiman"" ist für alle May-Liebhaber und -Sammler von ungewöhnlichen Reiz. Dazu ein Nachwort zur Textgeschichte von Prof. Dr. Christoph Lorenz. Neben Karl Mays Erstlingsroman enthält der Band eine weitere frühe ""Winnetou""-Erzählung und die Wildwestgeschichte ""Ein Ölbrand"". Ein Essay von Ekkehard Bartsch über die Gestalt, den Namen und den Mythos ""Winnetou"" rundet das Buch ab."
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;INHALT;4
2;AUF DER SEE GEFANGEN (1878);6
2.1;1. Beim ‚alten Knaster‘;8
2.2;2. Eine finstere Tat;41
2.3;3. Der Schwur des Trackers;76
2.4;4. Auf der Fährte;137
2.5;5. ‚Miss Admiral‘;178
2.6;6. Entkommen;210
2.7;7. In San Francisco;239
2.8;8. ‚Swallow‘ und ‚L’Horrible‘;263
2.9;9. Die Einschiffung;294
2.10;10. In der Heimat;316
3;VON BUNTER GATTUNGSMISCHUNG ZUR KLASSISCHEN ABENTEUERERZÄHLUNG;338
4;WINNETOU (1878);346
5;EIN ÖLBRAND (1883);366
5.1;1. ‚Tötendes Feuer‘;368
5.2;2. Der rote Olbers;395
6;KARL MAYS WINNETOU DIE ENTWICKLUNG EINER LITERARISCHEN GESTALT;428
6.1;Winnetou – ein Mythos;430
6.2;Winnetou – Abbild von Karl Mays Schaffen;434
6.3;Nachwort;470
AUF DER SEE GEFANGEN
1. Beim 'alten Knaster'
2. Eine finstere Tat
3. Der Schwur des Trackers
4. Auf der Fährte
5. 'Miss Admiral'
6. Entkommen
7. In San Francisco
8. 'Swallow' und 'L'Horrible'
9. Die Einschiffung
10. In der Heimat
VON BUNTER GATTUNGSMISCHUNG ZUR
KLASSISCHEN ABENTEUERERZÄHLUNG
WINNETOU (1878)
EIN ÖLBRAND (1883)
1. 'Tötendes Feuer'
2. Der rote Olbers
KARL MAYS WINNETOU – DIE ENTWICKLUNG
EINER LITERARISCHEN GESTALT
Winnetou – ein Mythos
Winnetou – Abbild von Karl Mays Schaffen
Winnetou – ein Name und seine Quellen
Auf den Spuren Winnetous
EIN ÖLBRAND (1883) (S. 367-368)
1. ‚Tötendes Feuer‘
Einer nicht ganz leichten Verwundung wegen hatte ich in Fort Cass am Zusammenfluss des Bighorn mit dem Yellowstrom einige Wochen lang das Lager gehütet und das war eine recht trübselige Zeit gewesen. Nicht dass es mir an Mitteln gefehlt hätte, mir die Zeit meines gezwungenen Verweilens so angenehm wie möglich zu machen; ich hatte vier volle Maultierladungen Felle mitgebracht und ein schönes Sümmchen dafür erlöst, aber die hier gebotenen Genüsse gipfelten in Tabakrauchen und Brandytrinken.
Der Tabak bestand zur Hälfte aus Surrogat und der Brandy schien verdünnte Schwefelsäure zu sein. Außerdem gab es drei oder vier Spiele Karten, deren Bilder kaum mehr zu erkennen waren, und eine Bibliothek von drei Bänden, nämlich Shakespeares ‚Heinrich VIII.‘ – bestehend aus Einband und Titelblatt, die andern Blätter waren bereits zu Pfropfen verwendet worden – Voltaires ‚Karl XII.‘ – einmal in den Feldkessel gefallen und die Blätter infolgedessen fest zusammengeklebt – und der vierte Band der Chronik des Oeil de Boeuf – hatte im Zuckerkasten des Majors gelegen und war von den Ameisen halb aufgefressen worden.
Ausflüge konnte ich der Wunde wegen nicht mitmachen und Besuche erhielt ich fast gar nicht, da ich überhaupt kein besonderes gesellschaftliches Talent besitze und übrigens an den Herren Militärs kein großes Wohlgefallen fand. Die Soldaten waren aus allen möglichen problematischen Elementen zusammengeworfen und die Herren O ziere konnten mir nicht sympathischer sein, da ich über die Erfüllung ihrer Pflichten ganz anders dachte als sie.
So hatte ich mich während der Zeit meines Krankenlagers recht einsam gefühlt, und als der Arzt mir endlich den ersten Ausflug gestattete, beschloss ich, von dieser Erlaubnis gleich einen etwas umfänglicheren Gebrauch zu machen, als er es wohl beabsichtigt hatte. Ich nahm mir daher ein gutes, indianisches Rindenkanu, legte meine Wa en zu mir und ruderte mich den Bighorn hinauf. Ich wollte mir eine rechte Güte tun und wieder einmal eine ganze Nacht im Urwald verbringen.




