Maybach | E-Book 91-100 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 10, 640 Seiten

Reihe: Der kleine Fürst

Maybach E-Book 91-100

Der kleine Fürst Staffel 10 - Adelsroman
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7409-5841-1
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Der kleine Fürst Staffel 10 - Adelsroman

E-Book, Deutsch, Band 10, 640 Seiten

Reihe: Der kleine Fürst

ISBN: 978-3-7409-5841-1
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten 'Der kleine Fürst' nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Viola Maybach´s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten 'Der kleine Fürst' nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt 'Das Tagebuch der Christina von Rothenfels', 'Rosenweg Nr. 5', 'Das Ärztehaus' und eine feuilletonistische Biografie. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. E-Book 1: Das Testament der alten Dame E-Book 2: Geliebter Lügner E-Book 3: Rätsel um Constanze E-Book 4: Doppelter Irrtum E-Book 5: Mama wieder Willen E-Book 6: Wo bist du Anna? E-Book 7: Celia, die Schlafwandlerin E-Book 8: Wilde Gräfin Christina E-Book 9: Seine Liebe auf der Flucht E-Book 10: Die schöne Helena

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt 'Das Tagebuch der Christina von Rothenfels', 'Rosenweg Nr. 5', 'Das Ärztehaus' und eine feuilletonistische Biografie. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
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»Eine tolle Wohnung!«, rief Bettina von Althem begeistert.

Graf Konstantin von Jelensky, den fast all seine Freunde nur »Tino« nannten, nickte zustimmend. »Finde ich auch, und ich war sehr froh, dass ich sie kaufen konnte. Solche Wohnungen geben die Leute nämlich normalerweise nicht freiwillig her.«

»Und wieso wurde diese verkauft?«

»Der arme Kerl, dem sie gehörte, brauchte das Geld, er konnte sie nicht länger halten. Das Haus steht unter Denkmalschutz, es zu erhalten, kostet natürlich auch einiges.« Konstantin seufzte. »Und bis das hier so ausgesehen hat wie jetzt, musste ich ziemlich viel Arbeit hineinstecken, das darfst du mir glauben.«

»Du hast mir ja den Zutritt verweigert!«

»Aus gutem Grund. Du hättest mir den Kauf ausgeredet, glaub mir. Die Wohnung hat ausgesehen wie eine Bruchbude, und das ist keine Übertreibung. Hätte ich sie von Handwerkern renovieren lassen, wäre ich ein armer Mann geworden.«

»Du übertreibst, Tino!«

»Nein, eigentlich nicht«, erklärte er. »Ich hätte ein Vermögen bezahlen müssen, glaub mir. Aber das stand ja nicht zur Debatte, weil ich an solchen Arbeiten Spaß habe, wie du weißt. Allerdings wäre es mit einer großen Handwerkerschar natürlich ein bisschen schneller gegangen, das will ich gar nicht leugnen.«

Sie schüttelte den Kopf. »Nicht nur ein bisschen, und das weißt du auch. Du hättest schon vor Monaten einziehen können, wenn du nicht darauf bestanden hättest, alles allein zu machen.«

»Stimmt.«

»In dem Punkt werde ich dich nie verstehen, glaube ich. Was ist so schön daran, Wände zu verputzen und Böden abzuschleifen?«

»Das kann ich dir nicht erklären, du würdest es nicht verstehen. Frag mal jemanden, warum er gern reitet. Wenn du selbst fürs Reiten nichts übrig hast, wirst du es nie verstehen. Ich arbeite nun einmal gern mit den Händen. Es hat mir richtigen Spaß gemacht, die Böden abzuziehen und das schöne alte Parket wieder zur Geltung zu bringen. Das macht mich glücklich. An den Wochenenden oder auch abends, wenn ich hier war und gearbeitet habe, war ich mit mir und der Welt im Reinen. So etwas liegt mir eigentlich viel mehr als mein Job in unserem Unternehmen, wo ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze. Manchmal denke ich, ich lebe das falsche Leben. Ich hätte Handwerker werden sollen, dann wäre ich glücklicher.«

»Wärst du nicht!«, widersprach Bettina. »Dann hättest du nämlich zum Beispiel dauernd Ärger mit deinen Kunden, weil sie ihre Rechnungen nicht bezahlen. Oder mit der Konkurrenz, die billiger ist als du, sodass deine Kunden alle dorthin abwandern, obwohl du doch die viel bessere Arbeit leistest. Mit anderen Worten: Du hättest Geldprobleme und …«

Konstantin hob lachend beide Arme. »Schon gut, schon gut, du hast Recht!«

»Und ob ich Recht habe!« Sie sahen einander voller Zuneigung an. Die zierliche blonde Bettina mit dem hübschen Puppengesicht und den wachen blauen Augen und der groß gewachsene, gut aussehende Konstantin mit dem dichten braunen Haarschopf waren seit über zehn Jahren miteinander befreundet. Ganz kurz waren sie als Teenager ineinander verliebt gewesen, doch waren sie beide schnell zu der Erkenntnis gelangt, dass sie lieber miteinander redeten als sich zu küssen. Seit damals gab es keine Geheimnisse zwischen ihnen. Bettina wusste mehr über Konstantin und er über sie als ihre jeweiligen Familien.

»Du siehst müde aus«, stellte Bettina fest. »Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass du seit Monaten jede freie Minute hier verbracht hast.«

»Ja, es ist gut, dass das jetzt vorbei ist«, erwiderte Konstantin ehrlich. »Irgendwann wurde es sogar mir zu viel, weil die Arbeit einfach kein Ende nehmen wollte. Aber jetzt ist alles fertig, und ich kann mein Werk genießen. Komm mit, du hast die Küche noch nicht gesehen.«

»Stimmt. Du weißt, Küchen interessieren mich nicht sonderlich«, murmelte Bettina.

Wieder sahen sie einander mit einem Blick tiefen Einverständnisses an. Bettina aß gern, aber zum Kochen war sie zu ungeduldig, während Konstantin es ausgesprochen gern machte. Er lud seine Freunde öfter zum Essen ein, weshalb eine große, gut ausgestattete Küche für ihn unabdingbar war.

Bettina blieb an der Tür stehen, ihre Augen wurden groß. »Eine richtige Wohnküche ist das ja!«, rief sie.

»Ich habe das sogenannte Dienstmädchenzimmer, das hinter der Küche lag, dazugenommen. Es war keine tragende Wand, die konnte ich einfach einreißen, und das habe ich auch getan. Hat sich gelohnt, oder?«

Bettina nickte und trat endlich näher. »Richtig viel Platz – nicht nur zum Kochen, auch zum Sitzen. Gefällt sogar mir, Tino.«

Er strahlte sie an. »Alles ist genau so, wie ich es mir immer erträumt habe. Sobald ich wieder richtig ausgeschlafen und erholt bin, gebe ich mein erstes Essen, wahrscheinlich nächsten Samstag. Hiermit lade ich dich schon mal vorsorglich ein.«

»Danke, Einladung angenommen«, sagte sie und ließ sich auf einen der bequemen Stühle sinken, die um den großen alten Holztisch herumstanden, den Konstantin in der Nähe der beiden Fenster platziert hatte. »Du bist ein Künstler«, setzte sie nachdenklich hinzu. »Vielleicht ist da doch was dran, dass du in einem anderen Beruf glücklicher wärst. Du hast so viele Fähigkeiten, die du als Manager eures Unternehmens überhaupt nicht nutzen kannst …«

»Dafür habe ich ja meine Freizeit«, erwiderte er. »Es stimmt schon: Man muss auch Geld verdienen. Und so, wie ich mit den Händen arbeite, wäre ich innerhalb kürzester Zeit pleite. Ich bin Perfektionist. Wenn ich nicht zufrieden bin, werkele ich so lange herum, bis alles meinen Vorstellungen entspricht. Das könnte ich mir nicht leisten, wenn ich davon leben müsste. Da macht man unweigerlich Kompromisse. Ich habe das nicht nötig, und vor allem deshalb gefällt mir meine Freizeitbeschäftigung. Willst du einen Espresso?«

»Gern, ja.«

Konstantin machte sich an der Maschine zu schaffen, Bettina sah ihm dabei zu. »Und was willst du ab jetzt machen?«, erkundigte sie sich nach einer Weile. »In deiner Freizeit, meine ich? An der Wohnung gibt es doch nichts mehr zu tun, so weit ich das überblicke.«

»Oh, da fällt bestimmt hier und da etwas an«, erklärte Konstantin sorglos, »aber selbst wenn nicht: Der Wagen ist ja auch noch da. Beziehungsweise die Wagen.«

Bettina fing lauthals an zu lachen. »Die Wagen!«, rief sie. »Wie konnte ich den alten Rolls Royce und den noch älteren Käfer vergessen?«

»Ja, wie konntest du?«, fragte er gespielt vorwurfsvoll. »Ich habe den Rolls sträflich vernachlässigt, und das hat er mir ziemlich übel genommen. Es wird höchste Zeit, mich intensiv um ihn zu kümmern.«

»Du bist ein Spinner, Tino«, sagte Bettina liebevoll.

»Das ist es ja gerade, was du so an mir magst, nicht?«, grinste er. Er kam mit dem Espresso an den Tisch, schob ihr eine Tasse hin und setzte sich ihr gegenüber. »Das ist im Übrigen der einzige Nachteil dieses Hauses: Es hat natürlich keine Tiefgarage. Es soll eine Garage angebaut werden, aber da müssen die Nachbarn zustimmen, das kann sich hinziehen.«

»Und wo steht der Wagen jetzt? Du hast ihn doch sicher nicht auf der Straße geparkt? Ich meine, bei dem Käfer geht das vielleicht, aber einen Rolls stellt man ja nicht an die Straße.«

»Wo denkst du hin? Hundert Meter weiter gibt es eine Garage, sie gehört zu dem Haus, das so ähnlich aussieht wie dieses hier – wahrscheinlich ist es vom selben Architekten erbaut worden.«

»Ich erinnere mich«, sagte Bettina. »Bis dahin ist es ja nicht allzu weit.«

»Zum Glück. Ist trotzdem ein bisschen unbequem, aber diesen Nachteil musste ich eben in Kauf nehmen.«

»Was wohnen denn sonst für Leute hier?«

»Nette, soweit ich das bisher beurteilen kann. Ich bin, bevor ich angefangen habe zu renovieren, einmal durchs Haus gegangen, habe mich vorgestellt und angekündigt, dass es gelegentlich laut werden kann. Ich habe darum gebeten, dass sie mir sagen, wenn es ihnen zu viel wird, weil ich ja vor allem an den Wochenenden hier war. Hat sich aber niemand beschwert.«

Nachdem sie ihren Espresso getrunken hatte, verabschiedete sich Bettina.

»Bis Samstag, Betty – nicht vergessen.«

»Habe ich schon jemals eine Einladung von dir vergessen? Aber vielleicht erholst du dich gar nicht so schnell?«

»Doch, verlass dich drauf!«

Er kehrte in seine schöne große Küche zurück, danach wanderte er einmal durch die ganze Wohnung, begutachtete kritisch die eigene Arbeit und fand, dass er zufrieden mit sich sein konnte.

*

»Wie lange willst du noch hierbleiben und den schönen Schein aufrecht erhalten, Julia?«, erkundigte sich Thomas von Aue. »Die Wohnung wird dich irgendwann ruinieren, und das weißt du auch. Außerdem kann es doch kein Vergnügen sein, in so einer Bruchbude zu wohnen – auch wenn es eine äußerst große und stilvolle Bruchbude ist.«

Julia von Kramm warf ihm einen zornigen Blick zu. »Hör schon auf, Tom! Ich bleibe hier, das habe ich doch jetzt oft genug gesagt. Und irgendwann verdiene ich mit meinen Entwürfen auch genug Geld, um hier einiges machen zu lassen, also nerv mich nicht weiter.«

Er seufzte. »Ich nerve dich nicht, weil ich so ein Vergnügen daran habe, sondern weil ich mir Sorgen mache. Vielleicht wirst du als Modedesignerin nie den ganz großen Erfolg haben – und dann? Verkauf die Wohnung, so lange sie überhaupt noch etwas wert ist. Dann hast du zumindest ein finanzielles Polster, mit dem du etwas anfangen kannst.«

»Nein«, sagte sie hartnäckig. »Und so lange ich immer noch Untermieter finde, komme ich ganz gut über...



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