E-Book, Deutsch, 129 Seiten
Merz Rauhnächte. Kompakt-Ratgeber
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-86374-417-5
Verlag: Mankau Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
Das Mysterium der zwölf Schicksalstage
E-Book, Deutsch, 129 Seiten
ISBN: 978-3-86374-417-5
Verlag: Mankau Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
Gerhard Merz (geb. 1945) lebt als Autor und Journalist in München. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher über traditionelles Brauchtum, Orakel und Traumdeutung, z. B. '100-jähriger Kalender', 'Das große Hausbuch für die ganze Familie' und 'Das geheime Wissen einer modernen Hexe'. Für Zeitschriften und Zeitungen schrieb er Artikel und Serien unterschiedlichster Genres sowie Krimis und Kurzgeschichten. Sein besonderes Interesse gilt dem Kalenderwesen, der Naturheilkunde und den überlieferten Traditionen.
Autoren/Hrsg.
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INHALT
Vorwort
RAUHNÄCHTE - BEDEUTUNG UND BRAUCHTUM
Rauhnächte - die Tage zwischen den Jahren
- Nächte außerhalb der Zeit
- Die "Wilde Jagd"
- Die Nacht gehört den Geistern
- Warum "rauh"?
- Die heiligen Nächte
- Wenn die Sonne stillsteht ...
- ... und die Tiere sprechen
Träume in den Rauhnächten
- Zukünftigem begegnen
- Wie man Träume bewusst steuern kann
- Deutung einiger häufiger Traumbilder
Räuchern in den Rauhnächten
- Unterstützende Worte
- Die Kraft der Pflanzen
- Aufbewahrung und Bearbeitung
- Werkzeuge und Geräte
- Die Wirkungen der Räucherkräuter
- Räuchern mit Harzen
Die geheimnisvolle Zahl 12
Besonderheiten der sieben Wochentage
- Die mystische Bedeutung
- Sonntag - Sunna
- Montag - Mona
- Dienstag - Tiustag
- Mittwoch - Wodanstag
- Donnerstag - Donarstag
- Freitag - Frijatag
- Samstag - Sabattag
EXTRA: Die Thomasnacht - 21. Dezember
DIE ZWÖLF RAUHNÄCHTE
- Die erste Rauhnacht - 25. Dezember
- Die zweite Rauhnacht - 26. Dezember
- Die dritte Rauhnacht - 27. Dezember
- Die vierte Rauhnacht - 28. Dezember
- Die fünfte Rauhnacht - 29. Dezember
- Die sechste Rauhnacht - 30. Dezember
- Die siebte Rauhnacht - 31. Dezember
- Die achte Rauhnacht - 1. Januar
- Die neunte Rauhnacht - 2. Januar
- Die zehnte Rauhnacht - 3. Januar
- Die elfte Rauhnacht - 4. Januar
- Die zwölfte Rauhnacht - 5. Januar
- Dreikönig - 6. Januar
- Das Ende der Rauhnächte
DAS KÖNNEN SIE TUN:
- Anlegen eines Traumtagebuches
- Tagtraumtraining
- Die Innenschau
- Selbstwahrnehmung und -beobachtung
- Traumsymbole und Gefühle
- Die Gedanken festhalten
- "Salbei und Birne"
- Energiemeditation
- Abstand vom Alltag bekommen
- Räuchern nach Intuition
- Sonnenritual
- Wünsche und Hoffnungen aufschreiben
- Baummeditation
- Werden Sie Gestalter der Zukunft
- Ein Brief an sich selbst
- Wenn Visionen lebendig werden
- Einstimmen auf die Nacht
- Glücksbringer im Orakelkuchen
- Zukunftsweisende Nüsse
- Den Schlafraum ausräuchern
- Das Leben feiern
- Energien am Kraftort aufladen
- Von Zauberdingen und Wünschelruten
- Sein Traumholz finden
Register
RÄUCHERN IN DEN RAUHNÄCHTEN
Räuchern ist eine sehr alte Kunst und war und ist noch immer ein fester Bestandteil im Leben und in den Ritualen der Menschen. Räucherung kann eine innere Klärung und Läuterung bewirken, kann den Horizont öffnen oder zu neuen Pfaden führen, vielleicht eine ganz neue Welt erschließen.
Mit dem richtigen Räucherwerk lassen sich nicht nur böse Geister und übel wollende Dämonen vertreiben, es dient auch der Gesundheit, der Entspannung und der Lebensfreude. Man räuchert, um schlechte, schädliche Energien zu vertreiben, das Wohlbefinden zu verbessern, um Keime zu töten.
"Der Geruchssinn ist einer der lebendigsten und geistigsten aller Sinne, er öffnet den Zugang zu anderen Welten und verhilft zu einem höheren Bewusstsein." Das schrieb schon der deutsche Arzt und Philosoph Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim im 16. Jahrhundert.
Räuchern ist eine wunderbare Aktivität, um Ruhe zu finden, sich in eine andere Stimmung zu bringen, Träume und Visionen zu verstärken oder viel genutzte Räume von Altlasten zu befreien und zu reinigen. Denn selbst die einfachsten Ereignisse und Begebenheiten können die Atmosphäre eines Raumes noch über Jahre hinweg beeinflussen. Zum Räuchern verwendeten unsere Ahnen Kräuter, Hölzer, Wurzeln, Rinde, Zweige, Blätter und Harze aus ihrer heimatlichen Umgebung, wobei ihnen der große Erfahrungsschatz und das uralte Wissen vieler Generationen vor ihnen zugute kam. (...)
Die Wirkungen der Räucherkräuter
Nachstehend werden einige der beliebtesten Räucherkräuter vorgestellt. Räucherwerk kann man entweder selbst sammeln und mischen, sich in einschlägigen Läden besorgen oder im Internet bestellen - und auch individuell zusammenstellen lassen:
Beifuß
In alten Kräuterbüchern heißt es: "Beifuß hat Macht gegen Gift und Ansteckung, Macht gegen das Übel. Am Hausfirst befestigt, wird kein Blitzstrahl ins Haus einschlagen. Wer Beifuß im Haus hat, dem kann der Teufel nichts anhaben." Beifuß gibt Energie und Lebenskraft, reinigt und öffnet die Seele für feinstoffliche Schwingungen.
Johanniskraut
Im Mittelalter war es ein Mittel gegen Dämonen und wirkte für und gegen die Liebe, je nach Wunsch. Zum Schutz vor Unwettern und Blitzen wurde es kreuzweise an die Fenster gesteckt oder am Dachfirst angebracht und schützte so das Haus. Es hilft bei Depressionen, fördert den Geist und aktiviert die Lebensfreude.
Rosmarin
Er hilft bei Depressionen, vitalisiert und fördert die Liebesfähigkeit. Es ist ein Zauberkraut, das zur Abwehr von üblen Einflüssen eingesetzt werden sollte. Zankten sich zwei Liebesleute, musste das Schlafzimmer oder die Wohnstube geräuchert werden, das vertrieb die bösen Gedanken und stellte den Frieden wieder her.
Salbei
Er neutralisiert Gerüche, hilft, sich zu konzentrieren und lässt klarer denken, schützt vor Krankheiten, desinfiziert rasch und gründlich. Es ist ein besonders starkes Bannmittel gegen Dämonen und böse Geister. Man pflanzt ihn gern am Haus, in der Tür und bei Eingängen - und verwendete ihn auch für Liebeszauber.
Schafgarbe
Sie ist ein beliebtes Orakelkraut, vertreibt die bösen Geister, verleiht die Gabe, sich selbst richtig anzunehmen, Kraft aus dem Alltag zu schöpfen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Schafgarbenbüschel wurden mit anderen Kräutern für Liebesorakel herangezogen.
(...)
VORWORT
Die zwölf Rauhnächte waren für unsere Vorfahren eine ganz besondere, eine heilige Zeit, eine Zeit zwischen den Jahren. Es war eine Zeit außerhalb der Zeit, mit langen, kalten Nächten, in denen die Tore zur Ahnen- und Anderswelt weit offen standen. Zum Schutz vor Dämonen wurden Haus und Hof geräuchert. Es waren Tage voller Magie, in denen wilde Geisterheere über das Land tobten, Hexen, Teufel und Kobolde den Menschen Angst und Schrecken einjagten, in denen althergebrachte Bräuche und Rituale ausgeübt wurden. Es war möglich, das Wetter des kommenden Jahres zu erfahren, die Träume in den Rauhnächten offenbarten viel Zukünftiges. Es wurde nicht mehr gearbeitet, es wurde des vergangenen Jahres gedacht. Was war gut im alten Jahr? Was bringt das neue? Wie dreht sich das Rad des Lebens weiter?
Die Rauhnächte bieten auch für uns "moderne Menschen" die Gelegenheit, einmal den Alltag loszulassen, in die Stille zu gehen, nachzudenken, Rückbesinnung zu üben, um sich selbst näherzukommen. Das hilft, neue Kräfte und Energien zu sammeln.
München, im Oktober 2017
Gerhard Merz




