Michaelis | Tritons geheimnisvolle Welt | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 208 Seiten

Michaelis Tritons geheimnisvolle Welt

Science-Fiction-Romance
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7557-2165-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Science-Fiction-Romance

E-Book, Deutsch, 208 Seiten

ISBN: 978-3-7557-2165-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Tritons geheimnisvolle Welt gehört in die Kategorie Science-Fiction-Romance. Folglich entführt die Autorin ihre Leserschaft nicht nur in ferne Welten mit ihren fremdartigen Wesen, sondern würzt diesen Science-Fiction-Roman auch noch zusätzlich mit einer turbulenten Liebesgeschichte.

Die aus der Nähe von München stammende Autorin hat im Laufe der Jahre mehr als ein Dutzend verschiedener Bücher herausgegeben, deren Themenspektrum breit gefächert ist. Es reicht von Koch- und Backbüchern über Ratgeber bis hin zu erotischen Kurzgeschichten für Erwachsene und Science-Fiction- Romance. Einen Überblick über alle - bislang unter dem Pseudonym K.D. Michaelis erschienen - Bücher bietet die Webseite der Autorin: https://www.kd-michaelis.com/

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Autoren/Hrsg.


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Eine spannende neue Forschungsmission
Es war 10.00 Uhr abends und ich genoss den Ausblick von meinem Wohnzimmerfenster auf den vorbeibrausenden Verkehr. Ich mochte diese Stimmung, wenn draußen die Sonne vor dem roten Abendhimmel unterging und die Raketenautomobile in einem schier atemberaubenden Tempo in den irrwitzigsten Mustern kreuz und quer vor meinem Panoramafenster im 23. Stockwerk vorbeischossen. Wobei dieser Strom der modernen, fliegenden Verkehrsmittel auch während der Nachtstunden nie wirklich abebbte. Glücklicherweise drang nichts von dem Lärm und der Geschäftigkeit draußen bis in meine vier Wände vor. Nach einer Weile meldete sich mein Magen und der Replikator spuckte brav den Merlot 2412 und das von mir georderte Abendessen aus. Ich hatte meine Mahlzeit fast beendet, als sich mein Kommunikationsterminal meldete und mir die Computerstimme folgende Neuigkeit überbrachte. „Hallo Kim - herzlichen Glückwunsch zur neuen Forschungsmission. Sie wurden als Crewmitglied ausgewählt. Alle weiteren Informationen zum Zielort, der Dauer der Mission und Ihrem Aufgabengebiet finden sich im nachfolgenden Dokument. Viel Erfolg.“ In wenigen Tagen würde ein Raumschiff Richtung Triton starten - mit meiner Wenigkeit an Bord. Es war relativ ungewöhnlich, dass man beim Sternenflottenkommando beschlossen hatte, eine Biologin und Verhaltensforscherin mit Mitte Dreißig als Wissenschaftsoffizierin bei der Erforschung einer so weit entfernten und gänzlich unbekannten Welt einzusetzen. Diese Auswahl machte mich schon ein wenig stolz, auch wenn meine Eltern dies zwangsläufig ein wenig differenzierter sehen würden. Sofort war der Rest des Essens vergessen und ich begann die Datenbank nach Informationen zu diesem Planeten zu durchforsten. Dabei stellte ich fest, dass in dieser weit entfernten Galaxie wohl noch viele Entdeckungen zu machen waren, da es bisher lediglich zwei Missionen dorthin gegeben hatte, von denen aber keine jemals auf dem Planeten gelandet war. Alles was man bisher aus dem Orbit hatte feststellen können war, dass es dort wohl interessante Erz- und Uranvorkommen geben sollte. Da sich der Planet jedoch ein ganzes Stück außerhalb der normalerweise genutzten, transorbitalen Verkehrsrouten befand, hatte man bisher aus Kostengründen auf eine eingehendere Prüfung dieser Ressourcen verzichtet. Nachdem mein allererster Wissensdurst gestillt war, stellte ich eine Videoverbindung zu meinen Eltern her, um ihnen die freudige Botschaft zu überbringen. Zuvor orderte ich mir jedoch noch ein weiteres Glas des wirklich leckeren Rotweins, den ich bestimmt brauchen würde, um die guten Ratschläge meiner Mutter ohne Widerworte hinunterschlucken zu können. „Pass auf dich auf Kind. Wieso muss es denn gleich so weit weg sein? Was ist, wenn dir dort etwas passiert? Dein Vater und ich brauchen ja Ewigkeiten, um dann zu dir zu gelangen…“ Ich nahm einen großen Schluck Wein und hörte dem Monolog meiner Mutter nur mit einem halben Ohr zu, während ich die Spitzen meiner langen, braunen Haare um meinen Zeigefinger wickelte. Eine Angewohnheit, die ich schon als Kind gehabt hatte, wenn ich über etwas nachdachte. Es würde noch ein Weilchen dauern, bis Mam eine Atempause machte. Aber ich konnte warten. Irgendwann unterbrach sie ihren Redefluss dann aber doch und ich versprach: „Ich werde gut auf mich Acht geben, mich regelmäßig bei dir - und Paps - melden und mich von allen gefährlichen Individuen fernzuhalten, die dort auf nur irgendwie auf mich lauern könnten.“ Ich musste schmunzeln. Für meine Eltern würde ich immer ihr kleines Mädchen bleiben, auch wenn ich zwischenzeitlich natürlich längst erwachsen war und ganz gut auf mich selbst aufpassen konnte. Trotzdem war ihre Fürsorge irgendwie rührend und natürlich meinten sie es nur gut. Bei mir hingegen überwog ganz eindeutig die Neugier und die Vorfreude. Also versuchte ich die beiden zu beruhigen: „Macht euch bitte keine Sorgen. Ich bin schneller zurück, als ihr denkt. Für mich ist dieser Job eine Riesenchance mich zu beweisen. Feldstudien über die dort vorherrschende Fauna und Flora ganz hautnah durchführen zu können, ist doch toll. Vielleicht mache ich ja sogar eine bahnbrechende Neuentdeckung? Ihr wisst doch, davon habe ich schon als Kind geträumt und genau deshalb freue ich mich auch so auf diese neue Aufgabe.“ Obwohl ich die Bedenken meiner Mutter natürlich nicht ganz ausräumen konnte, war ihr letztendlich klar, dass solche fernen Missionen Teil meiner Arbeit waren, für die ich mich ganz bewusst entschieden hatte. So wünschten mir dann auch beide alles Glück dieser Erde für meine bevorstehende Reise und freuten sich schon jetzt auf die Berichte über meine Forschungsobjekte. Nachdem ich das Gespräch mit meinen Eltern beendet hatte, beschloss ich, dass es an der Zeit war mit jemandem über meinen neuesten Auftrag zu sprechen, der meine Freude darüber ganz uneingeschränkt mit mir teilen würde. Glücklicherweise erschien das lächelnde Gesicht meiner Freundin Morgana sogleich auf dem Monitor, kaum dass ich die Verbindung angefragt hatte. Sie war also Zuhause - wie schön! Wir kannten uns schon seit Kindertagen und hatten daher eine besonders enge Verbindung zueinander. Weshalb es auch überhaupt kein Problem war, dass ich gleich mit der Tür ins Haus fiel: „Hallo meine Hübsche - du glaubst nicht, was gerade passiert ist. Ich habe einen tollen, neuen Job als Wissenschaftsoffizierin angeboten bekommen, der mich bis nach Triton führen wird. Ist das zu fassen?“ „Das ist ja phantastisch Süße - ich freue mich sehr für dich. Wann geht’s denn genau los und wie lange wirst du unterwegs sein?“ „Der Trip mit der Poseidon startet schon in wenigen Tagen und wird ungefähr 10 ½ Monate dauern. Etwas abhängig davon, wieviel Fracht und Passagiere wir unterwegs zusätzlich aufnehmen werden“, erklärte ich kurz und nüchtern die reinen Fakten. Was Morgana jedoch nicht im Geringsten daran hinderte, sofort eine ulkige Antwort an meine Adresse loszuwerden. „Denk bitte daran, auch wenn du noch unverheiratet und kinderlos bist. Du musst nicht jeden Außerirdischen mit nach Hause bringen, der dir dort eventuell über den Weg läuft. Deine Mam hat da ganz eigene Vorstellungen, was gut zu dir passt und was nicht. Wobei ich fürchte, dass Enkelkinder mit blauer Reptilienhaut nicht unbedingt ihr Favorit sind. Außerdem habe ich - als potentielle Brautjungfer und zukünftige Patentante - da auch noch ein ganz entscheidendes Wörtchen mitzureden.“ „Aye, aye Sir - äh Mam. Ich werde daran denken. Auch wenn ich das eigentlich für einen neuen Job und nicht für eine Vergnügungsreise mit Partnerschaftsvermittlung gehalten habe“, gab ich lachend zurück. Morgana machte sich immer gerne ein wenig über meine Mutter und deren etwas verstaubte Ansichten lustig, da sie wusste, dass auch ich hin und wieder darüber schmunzeln musste. „Süße, ich muss leider los. Ich habe noch eine Verabredung mit dem coolsten Typen im Umkreis von hundert Meilen. Aber wir sprechen noch einmal, bevor du abfährst, ja?“ „Na klar. Ich melde mich. Hab einen schönen Abend und mach nicht zu doll.“ „Niemals! Dafür wird hoffentlich meine Verabredung sorgen - zumindest hoffe ich das“, antwortete Morgana mit gespielter Entrüstung. „Bis bald und hab ganz viel Spaß“, verabschiedete ich mich und trennte die Verbindung. Jetzt wieder allein mit meinen Gedanken im Hinblick auf die vor mir liegende Herausforderung. Bei dem Namen dieses Planeten musste ich als Biologin - fast schon zwangsläufig - an die Familie der Tritonschnecken denken, zu deren größten Vertretern das wunderschön gemusterte Tritonshorn gehört hatte. Eine Meeresschnecke, die im tropischen und subtropischen Indopazifik vorgekommen war und bis zu einem halben Meter lang und dazu armdick werden konnte. Eine ihrer Leibspeisen waren Seesterne gewesen. Wobei sie auch vor hochgiftigen Exemplaren - wie dem Dornenkronenseestern - nicht zurückgeschreckt war. Da sie es verstanden hatte, die unterschiedlichen Gifte ihrer Beutetiere in ihrem eigenen Körper anzureichern, war sie als Nahrungsmittel für Menschen nicht in Frage gekommen, was sie zwar vor dem Kochtopf, aber letztendlich trotzdem nicht vor der Ausrottung bewahrt hatte. Ihr war das apart gemusterte und gedrehte Schneckenhaus zum Verhängnis geworden, das sie eigentlich als Schutz vor Fressfeinden mit sich herumgetragen hatte und das als beliebtes Urlaubssouvenir in so manchem Koffer geendet war. Solange, bis wir auch diese Spezies ausgerottet hatten - wie so viele vor und nach ihr. Vielleicht war dies einer der Gründe dafür, warum ich mich schon in jungen Jahren für die Geheimnisse der Natur interessiert hatte und es seit damals mein Traum gewesen war, diese auch auf fremden Planeten zu entdecken und enträtseln. Da es sich bei Triton um einen Klasse-M-Planeten handelte, der somit auch eine erdähnliche Atmosphäre aufweisen sollte, machte ich mir keine allzu großen Gedanken darüber, was mich dort erwarten...



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