E-Book, Deutsch, 227 Seiten
Morris Der Goldkrieg
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-938656-11-2
Verlag: Amadeus Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Seit 150 Jahren kontrolliert ein westliches Bankenkartell den Goldhandel und die Weltfinanzen. Jetzt gibt es eine Gegenmacht!
E-Book, Deutsch, 227 Seiten
ISBN: 978-3-938656-11-2
Verlag: Amadeus Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Stellen Sie sich ein großes Pokerturnier vor, das heimlich stattfindet. Ich spreche hier nicht von einer Kammer in einer finsteren Spelunke oder von kleinen Einsätzen. Ich spreche von Milliarden-Einsätzen, von einem geheimen Zocker-Treffen der Superlative. Mit dabei sind die Besitzer von Banken, die Chefs von Zentralbanken, die Verwalter großer Investment- und Rentenfonds - und sie zocken um unser Geld! Seit dem Ende des allgemeinen Goldstandards 1914 versuchen Banken, das Gold zu unterdrücken, seine Bedeutung und seinen Wert zu zerstören, die Menschen davon zu überzeugen, dass Gold ein steinzeitliches Relikt sei. Sein Preis wurde seit jeher manipuliert, doch noch nie in der Geschichte so vehement und skrupellos wie seit Beginn des 21. Jahrhunderts.
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Stellen Sie sich ein großes Pokerturnier vor, das heimlich stattfindet. Ich spreche hier nicht von einer Kammer in einer finsteren Spelunke oder von kleinen Einsätzen. Ich spreche von Milliarden-Einsätzen, von einem geheimen Zocker-Treffen der Superlative. Mit dabei sind die Besitzer von Banken, die Chefs von Zentralbanken, die Verwalter großer Investment- und Rentenfonds – und sie zocken um unser Geld!
Seit dem Ende des allgemeinen Goldstandards 1914 versuchen Banken, das Gold zu unterdrücken, seine Bedeutung und seinen Wert zu zerstören, die Menschen davon zu überzeugen, dass Gold ein steinzeitliches Relikt sei. Sein Preis wurde seit jeher manipuliert, doch noch nie in der Geschichte so vehement und skrupellos wie seit Beginn des 21. Jahrhunderts.
Wir leben in einer Welt, die sich seit der Einführung des Computers zusehends beschleunigt hat und auch weiter beschleunigt. Umso wichtiger ist es, fundamentale Fakten in der Wirtschaft und im monetären System nicht aus den Augen zu lassen. Wenn man all diese Daten betrachtet, dann kann man – wenn man dazu bereit und in der Lage ist ? zu folgendem Schluss kommen: Die Situation, in der wir uns im Jahr 2014 befinden, gleicht ganz frappierend der der 1920er-Jahre. Was auf jene Zeit folgte, waren Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Enttäuschung, und in weiterer Folge der Zweite Weltkrieg. Aber natürlich kann man diese Jahre auch anders betrachten und keinerlei Parallelen zu unserer heutigen Zeit sehen – wenn man das so will. Doch wie sagte der Autor und Philosoph George Santayana so schön: „Wer sich weigert, aus den Lektionen der Geschichte zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen!“ Wer will das schon?
Gegen Ende der 1920er-Jahre war der Aktienmarkt so aufgeblasen, dass ein Platzen der Blase unausweichlich war. Die Federal Reserve ( FED), die Zentralbank der USA, hatte über Jahre hinweg sehr viel Geld in die Märkte gepumpt, ganz genau so, wie sie es von 2008 an getan hat. Mit einem Unterschied zu heute: Die Schulden von Staaten und Kommunen sind heute um ein Vielfaches höher als damals. Im ersten Quartal des Jahres 2013 lag die Verschuldung der Staaten in der Eurozone bei durchschnittlich 92% des Bruttoinlandsproduktes. Das bedeutet im Klartext, dass die europäischen Länder allesamt längst bankrott sind. Gleiches gilt auch für Japan und die USA, die mit über 100% noch schlechter dastehen. Das bedeutet, dass die Fallhöhe, im Falle eines Zusammenbruchs der Aktienmärkte oder der Weltwirtschaft, heute deutlich höher ist als in den späten 1920er-Jahren.
„Letzten Endes wird die gesamte Welt zusammenbrechen.“, sagte der sehr erfahrene Analyst Jim Rogers in einem CBC-Interview im Dezember 2013. „Wir haben im Westen Schulden angehäuft. Die USA ist die größte Schuldnernation in der Geschichte. Das wird böse enden!“(1)
Dieser enorme Berg von Schulden ist der Kern des Problems, das unsere Weltwirtschaft und unser soziales Gefüge bedroht, und es gibt keinen einfachen Weg aus dieser Situation. Alle möglichen Szenarien für die nahe Zukunft sind äußerst bitter. Wir werden tief fallen, und es kann keine sanfte Landung geben – es sei denn, die Götter würden eingreifen und uns ein Wunder schenken. Aber seien wir ehrlich: Das ist nicht sehr wahrscheinlich! All diese Schulden wären unter einer durch Goldreserven gedeckten Währung nicht möglich gewesen! Unter einem Goldstandard hätte es weder die zwei Weltkriege noch den Vietnamkrieg oder die Kriege in Afghanistan und im Irak gegeben. Obwohl Gold oft Auslöser für Unrecht und Plünderungen war, ist es unter rechtsstaatlichem Verhalten der einzige uns bislang bekannte Garant für Frieden.
Die EZB- und FED-Politik des „lockeren Geldes“ führte zu extrem niedrigen Zinsen, was wiederum dazu führte, dass nach 2008 viele klassische Anlageformen ? vom Sparbuch bis hin zu Staatsanleihen ? uninteressant wurden, genauer gesagt zu einer Form von Geldvernichtung wurden, da die Erträge, die man aus den Anlagen erzielte, geringer waren als die gleichzeitigen Inflationsraten, die der staatlich verordneten Geldvermehrung geschuldet waren. Was blieb Investoren also anderes übrig, als sich nach Alternativen umzusehen? Niemand will freiwillig dabei zusehen, wie sein Geld weniger wird. „Quantitive Easing (QE) hat alle Investment-Entscheidungen der letzten Jahre beeinflusst und wird dies wohl auch noch in den kommenden Jahren nachhaltig tun. Um Renditen zu machen, wurden Investoren durch QE in die dunkelsten Ecken der Investment-Welt gedrängt.“, führte der Hedge-Fonds-Manager Grant Williams bei einem Vortrag im November 2013 aus.
Was hat das mit Gold zu tun? Nun, wenn die Aktien-, die Immobilien- und die Staatsanleihenblase platzen, dann wird Gold wie immer das Einzige sein, was noch glänzt. Daher ist es sinnvoll, sich ein wenig mit Gold zu befassen, um es zu verstehen und von ihm zu profitieren. Es ist die einzige Möglichkeit, sich gegen Inflation und staatliche Enteignung jeglicher Art zu schützen – wenn man weiß, wie man mit Gold umgehen muss.
Von 2002 bis 2011 stieg der Goldpreis unaufhörlich und setzte dem US-Dollar und dem Euro gehörig zu. Um den längst überfälligen Kollaps des Weltwährungssystems hinauszuzögern, musste der Goldpreis gestoppt werden, und dafür griff man in Europa und den USA zu brutalsten Mitteln. Das stabilisierte den Goldkurs. Um noch mehr Zeit zu gewinnen, fuhren die großen westlichen Gold handelnden Banken, gemeinsam mit den Zentralbanken, ihre schwersten Geschütze auf. Daher sank der Preis des gelben Metalls in 2013 deutlich, was viele ahnungslose Menschen dazu veranlasste zu glauben, dass die Gold-Rallye zu Ende sei. In der Presse wurde sogar oft vom Platzen einer „Goldblase“ gesprochen. Doch all das ist ziemlicher Unsinn, denn Gold war 2013 beliebter denn je und brach alle Absatzrekorde. Ja, es wurde sogar deutlich mehr Gold verkauft als vorhanden war, sowohl auf dem Papier als auch physisch. Wie das möglich ist, werden wir im Laufe dieses Buches ans Tageslicht bringen. 2013 hat die finale Phase der Neuordnung der Welt begonnen, und Gold spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Im April 2011 erschien mein Buch „Was Sie nicht wissen sollen!“, in dem ich das Thema „Gold und Silber“ nur am Rande berührte. Zu jenem Zeitpunkt stieg der Goldpreis noch unaufhörlich, und die gewaltigen Manipulationen bei den Edelmetallen mittels Hochfrequenzattacken setzten erst wenige Monate später ein. Das Buch war ein großer Erfolg, der auch – und das wunderte mich wirklich – bei Bankern ankam und von Bankern weiterempfohlen wurde. Mir war bis zu jenem Zeitpunkt nicht klar gewesen, dass es tatsächlich viele hochbezahlte und akademisch ausgebildete Menschen in den Bereichen „Geldwesen“ und „Wirtschaft“ gibt, die nicht wissen, was Geld und was Gold ist. Ich konnte das anfangs weder glauben, noch verstehen.
Kurz nach Erscheinen des Buches traf ich einen bekannten Wirtschaftsprofessor, von dem ich wusste, dass er mein Buch gelesen hatte, und ich war aufgeregt, weil ich seine Kritik fürchtete. Zu meiner Überraschung beglückwünschte er mich und erklärte mir, dass er allem, was ich geschrieben hatte, beipflichtete. „Aber wie kann es ein, dass ich – als einer, der das Wirtschaftsstudium nach wenigen Semestern aufgab – Zusammenhänge erkenne, die Profis nicht begreifen?“ Seine Antwort verblüffte mich, denn er meinte, dass genau das mein großer Vorteil sei! Dadurch, dass ich nicht jahrelang akademisch sozialisiert, nicht geschliffen, beeinflusst und verbogen wurde, war es mir möglich, von außen einen Blick auf Vorgänge zu werfen, den offenbar andere, die mitten drin stecken, nicht mehr haben können. Sie haben Scheuklappen auf und hinterfragen nicht. Sie kommen nicht auf die Idee, das System zu hinterfragen, denn sie leben davon – und oft nicht schlecht.
Genau das ist unser größtes Problem auf Erden: Viele von uns sind auf Grund eines Drills in Schulen und an Universitäten nicht mehr in der Lage, selbständig und klar zu denken. Sie haben auch nicht gelernt, Autoritäten zu hinterfragen. Was nicht passt, wird eben passend gemacht…
Genau das sehen wir in der Wirtschaft und in der Politik. Das deutlichste Beispiel hierfür ist die EU. Es ist nicht möglich, Deutschland, Griechenland und Irland das gleiche Geld, die gleichen Wirtschaftsprogramme und die gleichen Gesetze zu verpassen. Das kann nicht funktionieren – zumindest nicht zum Vorteil des Volkes. Es macht auch keinen Sinn, ständig Reichtum umzuverteilen, weil das jede Kreativität und jede Eigenverantwortung im Keim erstickt. Man hat versucht, alle gleich zu machen, und man ist daran gescheitert. Doch man will es nicht wahr haben. Da das System nicht auf die Menschen passt, versucht man nun, die Menschen dem System anzupassen und zu unterwerfen. Man schränkt sie in ihrer Freiheit immer weiter ein und untergräbt die Demokratie. Auch das kann und wird auf Dauer nicht funktionieren. Aber die Politik ist nicht dazu bereit und in der Lage, sich selbst und anderen ein Scheitern einzugestehen. Politiker gehen in der EU, genauso wie in den USA, weiter unbeirrt einen Weg, der schon lange zu Ende ist.
Umso wichtiger ist es, dass die Wenigen, die noch klar im Kopf sind, ihre Stimme erheben und den Menschen alternative Sichtweisen und Lösungsansätze bieten. Wer nicht lernt, für sich selbst zu sorgen, wird in absehbarer Zukunft auf der Strecke bleiben!
Ziel dieses Buches ist es, ein umfassendes Verständnis für Gold, seinen Preis, seinen Wert und seine Bedeutung für die...




