Mueller | Hope & Despair: Alle Bände in einer E-Box! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 998 Seiten

Reihe: Hope & Despair

Mueller Hope & Despair: Alle Bände in einer E-Box!

Enemies to Lovers Romantasy mit SciFi-Elementen
1. Auflage, Mehrfachband 2016
ISBN: 978-3-646-60335-4
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Enemies to Lovers Romantasy mit SciFi-Elementen

E-Book, Deutsch, 998 Seiten

Reihe: Hope & Despair

ISBN: 978-3-646-60335-4
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Gegensätze ziehen sich an ...** Zum Dank für die heimliche Rettung eines schiffbrüchigen Ufos bekam die amerikanische Regierung einst zwölf übermenschliche Babys geschenkt. Sechs Mädchen und sechs Jungen, die Probas und Improbas. Hope und ihre bildhübschen Schwestern unterstützen das Gute auf Erden, während die Bad Boys Despair und seine Brüder dem kriminellen Untergrund zu Geld und Macht verhelfen. Nur so kann das Gleichgewicht auf Erden gewährleistet werden - doch das ändert sich, als die Improbas ihre Gegenspielerinnen aufspüren und wergsperren. Alle außer Hope, die im letzten Moment entkommen kann und nun von ihrem Gegenpart Despair persönlich verfolgt wird... //Textauszug: Er sollte bloß nicht denken, dass er mich irgendwie einschüchtern konnte. Obwohl er durchaus ein Typ war, vor dem man Angst haben könnte. Alles an ihm wirkte düster. Und damit meinte ich nicht nur seine immer schwarze Kleidung oder seine für gewöhnlich finster dreinblickenden schwarzen Augen. Seine ganze Aura, seine ganze Ausstrahlung ... Es war irgendwie schwer zu beschreiben, doch wenn ich ein Wort benennen müsste, welches ich mit ihm assoziierte, wäre es »Dunkelheit«. Gewesen. Denn ich wusste mittlerweile, dass viel mehr hinter dieser eiskalt anmutenden Fassade steckte.// //Die E-Box zur »Hope & Despair«-Reihe enthält folgende Romane: -- Hope & Despair 1: Hoffnungsschatten -- Hope & Despair 2: Hoffnungsnacht -- Hope & Despair 3: Hoffnungsstunde//

Carina Mueller wurde 1984 im schönen Westerwald geboren, wo sie heute immer noch lebt und arbeitet. Neben ihrem Hund und ihren Pferden zählte das Lesen schon immer zu ihren größten Hobbies, woraus sich dann die Idee entwickelte, eigene Romane zu schreiben. Sie selbst liebt Jugendbücher und auch Fantasy-Romane, vor allem die ganz spannenden, weshalb sie auch in diesen Genres schreibt.
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Autoren/Hrsg.


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1. Kapitel


Despair


»Treason? TREASON? – Verdammt! Ich wusste es!« Mit einem Satz sprang ich von der Couch, auf der ich geschlafen hatte. Dieser Arsch hatte sich also tatsächlich aus dem Staub gemacht.

Ich hastete hinüber zu dem Bett, welches ich Treason für die Nacht überlassen hatte, und fühlte, ob die Liegefläche noch warm war.

Kalt. Fuck!

Er war demnach schon länger weg.

Warum zum Teufel hatte ich das nicht mitbekommen? Ich hörte doch sonst jede Stecknadel fallen, selbst wenn ich schlief! Offensichtlich waren meine ausleibenden Albträume nicht das einzige, was sich an meinem Schlafverhalten geändert hatte.

Ein kleines Lächeln stahl sich auf meine Lippen, als ich an den vermeintlichen Grund dafür dachte: Hope. Ich wusste nicht, wie das Ganze mit ihr zusammenhing. Ich wusste nur, dass meine jahrelangen Albträume seit unserem ersten Kuss wie weggeblasen waren.

Schnell schob ich diesen Gedanken beiseite, warf mich in meine Klamotten und hetzte hinüber zum Nachbarappartement, wo Hope und ihre Schwestern die Nacht verbracht hatten.

»HOPE?«, rief ich lautstark und hämmerte gegen die Eingangstür. »Mach sofort auf!«

Voller Ungeduld wartete ich, doch den Geräuschen nach zu urteilen schälten sich die Mädels gerade erst aus ihren Betten.

Ich begann unruhig mit dem Fuß zu wippen. Teufel noch mal! Wie konnte man nur so langsam sein?

Auch wenn vermutlich erst zwei oder drei Minuten vergangen waren, polterte ich erneut gegen die Tür: »Wir müssen weg! Sofort! Treason ist –«

Da wurde die Tür geöffnet. Hope schaute mich aus müden Augen heraus an und fuhr sich verschlafen durch ihre hellblonden Haare. »Was ist denn los?«, fragte sie und konnte dabei ein Gähnen nicht unterdrücken.

Ich lächelte. Bei ihrem Anblick wurde mir direkt warm ums Herz – ein Gefühl, das ich bis vor Kurzem nicht kannte. Gern hätte ich sie umarmt. Gern hätte ich ihr einen Guten-Morgen-Kuss gegeben. Doch irgendwie traute ich mich nicht.

Hope wirkte reserviert. Es herrschte eine merkwürdige Spannung zwischen uns und ich konnte nicht einschätzen, woran es lag. Vielleicht bereute Hope, den Kuss gestern zugelassen zu haben? Vielleicht schämte sie sich jetzt dafür? Vielleicht war sie einfach nur von dem Gefühl, der Freiheit wieder so nah zu sein, überwältigt gewesen?

Mir blieb keine Zeit, weiter darüber nachzudenken. Treason war abgehauen und das bedeutete allerhöchste Alarmstufe. Alles andere musste warten …

»Wir müssen sofort los. Treason ist getürmt und ich habe keine Ahnung, wie schnell er mit den anderen Improbas hier auftaucht«, erklärte ich so ruhig wie möglich.

Zuerst machte Hope große Augen. Dann schien sie zu begreifen, was ich soeben gesagt hatte, und wandte sich eilig an ihre Schwestern:

»Habt ihr das gehört? Wir müssen hier weg! Beeilung!«

»Ach, wer hat dich denn auf einmal zum Kommandeur erklärt?«, widersetze Modesty sich direkt, was Hope einen leisen Seufzer entlockte. Love hingegen blieb einfach nur stumm auf ihrem Sessel sitzen. Die Einzigen, die den Ernst der Lage zu realisieren schienen, waren Mercy und Honesty. Fast zeitgleich rannten sie ins Badezimmer und schubsten sich gegenseitig vom Spiegel weg. Frauen!

»Bist du schon fertig?«, fragte ich vorsichtig, nachdem Hope keinerlei Anstalten machte, sich an diesem Gerangel zu beteiligen.

Sie nickte. »Um ehrlich zu sein, bin ich schon seit fünf Uhr auf«, antwortete sie matt.

»Besonders erholt siehst du wirklich nicht aus«, entgegnete ich, während ich sie so betrachtete.

Hope hatte leichte Augenringe und wirkte insgesamt ziemlich erschöpft. Dabei hätte sie schlummern müssen wie ein Baby. Immerhin hatte sie zum ersten Mal wieder die Nacht in einem richtigen Bett verbracht. Oder war die Sorge um ihre verschwundene Schwester Loyalty zu präsent gewesen?

Hope schüttelte den Kopf. »Ich habe ziemlich besch…eiden geschlafen.«

»Ich, ich, ich … Kennst du eigentlich noch ein anderes Thema?«, platzte Modesty dazwischen.

Hope machte eine fast unmerkliche Kopfbewegung in Richtung ihrer Schwester.

Ich verstand sofort. Modesty war also der Grund ihrer ruhelosen Nacht.

»Weshalb konnte Treason überhaupt abhauen? Wie konnte dir das entgehen, du Möchtegern-Genie?«, zeterte Modesty weiter.

Ich zog pikiert die Augenbrauen hoch. Zuerst wollte ich ihr verbal richtig eine verpassen, doch Hope sah mich ebenfalls fragend an, also antwortete ich schuldbewusst, an Hope gewandt: »Es tut mir leid!« Dabei würdigte ich Modesty keines Blickes, nicht, dass sie noch auf die abstruse Idee kam, ich würde mich auch bei ihr entschuldigen. Ich entschuldigte mich für gewöhnlich gar nicht. Bei niemandem! »Normalerweise werde ich nachts vom kleinsten Geräusch wach, doch irgendwie … Ich hätte besser aufpassen müssen. Sorry …«

»Scht«, machte Hope und legte behutsam ihre Hand um meinen Nacken. Zuerst versteifte ich mich, doch dann zog sie mich sanft zu sich herunter und gab mir einen zärtlichen Kuss, welchen ich nur allzu gern erwiderte.

Ich lächelte an ihren Lippen, erfreut darüber, dass wir uns offensichtlich doch noch auf dem gleichen Level wie gestern befanden.

»Gott, muss das sein?! Da wird einem ja schlecht!«, meckerte Modesty offenkundig angewidert.

Hope unterbrach den Kuss und senkte den Blick. Zu gern hätte ich gewusst, was gerade durch ihr hübsches Köpfchen ging, doch sie sah nicht so aus, als würde sie dazu etwas sagen wollen. Sie wirkte einfach nur … enttäuscht. Nicht genervt, nicht böse oder wütend. Nein: enttäuscht.

Ich warf Modesty einen zornigen Blick zu. Die Alte war so ätzend!

Für mich war es absolut nicht nachvollziehbar, warum Hope ihre Schwestern hatte unbedingt retten wollen. Gut, wenn ich an Greed und an die augenscheinlichen Folgen seiner »Umschulung« bei Modesty dachte, war es mir auch lieber, dass sie nicht mehr in den Fängen meiner Brüder waren und alle Impros am Ende noch mit doppelter Stärke auf die Menschheit einwirken könnten. Aber wegen der Mädchen selbst? – Nein. Bis jetzt hatte sich in meinen Augen noch keine als würdig erwiesen, das Risiko, welches Hope für sie eingegangen war, wert gewesen zu sein. Gerade Modesty war schier unerträglich! Und das nicht erst, seit Greed sie in den Fingern hatte, wie ich zu behaupten wagte. Natürlich hatte seine »Behandlung« die Sache nicht verbessert, aber die alleinige Schuld trug auch er nicht. Dazu war Greed viel zu … schwach. Ich hatte von Anfang an gemerkt, dass Modesty nicht hundertprozentig hinter ihrem Pro stand. Sonst wäre ich gar nicht erst auf die Idee gekommen, ihr das Angebot »Verrate Hopes Aufenthaltsort gegen Freiheit« zu machen. Ob es ein Fehler war, sie hier zu haben, würde sich noch zeigen. Ich für meinen Teil war davon überzeugt …

Honesty und Mercy kamen derweil wieder zurück aus dem Badezimmer. Ich betrachtete sie nachdenklich, konnte ich sie doch nur sehr schwer einschätzen. Sie schienen irgendwie neutral. Weder Proba noch Improba. Bei ihnen standen somit die Chancen, wieder vollends zu sich selbst zu finden, nicht schlecht. Cruel und Lie waren zum Glück ja auch keine Hates.

Das größte Sorgenkind von allen war meiner Meinung nach Love. Sie saß völlig apathisch auf einem Sessel und starrte vor sich hin. Es war aber nicht einfach nur ein Blick ins Leere, den man schon mal aufsetzte, wenn man am Grübeln war. Nein: Er hatte etwas Krankes, etwas Psychotisches. Und ich hoffte inständig, dass Hopes Liebe zu ihr uns nicht allen das Genick brechen würde. Aber gut: Was vermochte ich schon dazu zu sagen? Ich kannte keine von ihnen wirklich und sollte mir eine Vorverurteilung auch nicht anmaßen.

»Seid ihr jetzt soweit? Es wird Zeit«, erinnerte ich mit einem Blick auf die Uhr. Mittlerweile waren schon fast zehn Minuten vergangen und da ich keine Ahnung hatte, wann Treason unser Domizil verlassen hatte, konnte es genauso gut sein, dass er jeden Augenblick wiederkam.

»Ja, wir sind startklar«, antwortete Hope.

Ich drehte mich um, wollte gerade das Appartement vor den Mädchen verlassen, als Treasons Jeep vorgefahren kam. Ich hielt kurz die Luft an. Dieser Schweinehund hatte wirklich ein Gespür fürs richtige Timing.

»Ich wusste es!«, fluchte ich leise, während Hope wie versteinert neben mir stand und sich an meinem Arm festklammerte. Gerne hätte ich ihr etwas Tröstendes gesagt, sie schützend in meine Arme genommen, doch für das, was uns erwartete, gab es keine Hilfe.

Wieder fühlte ich mich wie in der Zeit zurückversetzt. Nur, dass Hope Hate war; Hate, wie er morgens mit tränenüberströmtem Gesicht aus den Räumlichkeiten des Obersts geführt und mit einem Fußtritt wieder in seinen Käfig befördert wurde. Er hatte mir schrecklich leidgetan. Damals. Ich war noch zu klein gewesen, zu hilflos, und konnte nichts für ihn tun. Doch nun waren wir älter. Und verdammt: Ich war eins der tödlichsten Geschöpfe auf diesem Planeten!

Eigentlich hatte ich den Willen, anderen zu helfen, schon lange aufgegeben. Ich war es leid gewesen, immer nur der Geber zu sein, doppelte Strafen zu kassieren und nie etwas dafür zurückzubekommen. Doch bei Hope war das nicht so. Sie hatte mir geholfen. Ja, sie hatte mir sogar mein Leben gerettet! Ich würde nicht zulassen, dass ihr etwas Ähnliches oder am Ende gar das Gleiche wie uns passierte.

Ich spürte, wie eine unbekannte Kraft mich durchfloss und meinen Willen wieder zum Leben erweckte. Ich bekam Gänsehaut. War sie das? Die Hoffnung?

Blitzschnell begann ich unsere Möglichkeiten abzuwägen: Vor uns Treason – und wer sonst noch...


Carina Mueller wurde 1984 im schönen Westerwald geboren, wo sie heute immer noch lebt und arbeitet. Neben ihrem Hund und ihren Pferden zählte das Lesen schon immer zu ihren größten Hobbies, woraus sich dann die Idee entwickelte, eigene Romane zu schreiben. Sie selbst liebt Jugendbücher und auch Fantasy-Romane, vor allem die ganz spannenden, weshalb sie auch in diesen Genres schreibt.



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