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E-Book

E-Book, Deutsch, 381 Seiten

Noble So wie es einmal war

Roman
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98690-867-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 381 Seiten

ISBN: 978-3-98690-867-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein Blick, tiefer als der Ozean ... Der berührende Liebesroman »So wie es einmal war« von Elizabeth Noble jetzt als eBook bei dotbooks. Susannah ist gerade sechzehn, als sie Rob zum ersten Mal begegnet - und doch spürt sie sofort, dass er ihre große Liebe sein wird. Schon bald sind die beiden unzertrennlich, machen zusammen den Abschluss, träumen von einer gemeinsamen Zukunft - bis Rob zum Militär geht und im Ausland stationiert wird: Die Beziehung zerbricht an der weiten Entfernung ... Erst Jahre später treffen die beiden zufällig wieder aufeinander und plötzlich sind all die komplizierten Gefühle wieder da - doch während Susannah in einer zunehmend unglücklichen Beziehung steckt, hat Rob erst vor Kurzem geheiratet. Entschlossen versucht sie, der Vernunft zu folgen, aber im Herzen weiß sie, dass es nie jemand anderen für sie geben kann als Rob. Könnte es zwischen ihnen jemals wieder so werden, wie es einmal war? »Ein wunderbarer Blick auf die unerwarteten Wendungen des Lebens. Ergreifend!« Daily Mail Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Schicksalsroman »So wie es einmal war« von Bestsellerautorin Elizabeth Noble wird alle Fans von Cecilia Ahern und »Zwei an einem Tag« begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Elizabeth Noble wurde 1968 in England geboren und studierte englische Literatur in Oxford. Danach arbeitete sie einige Jahre im Verlagswesen, bis sie die Liebe zum Schreiben schließlich dazu brachte, ihre eigenen Romane zu veröffentlichen, von denen viele zu internationalen Bestsellern wurden. Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre Romane: »Die Farbe des Flieders« »All die Sommer zwischen uns« »Für immer bei dir« »So wie es einmal war« »Das leise Versprechen des Glücks« »Wo die Liebe zu Hause ist«
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Prolog


Juni

Wie alles andere an diesem Tag war auch der Kuss wie aus dem Bilderbuch. Weder zu zurückhaltend noch zu leidenschaftlich. Der Bräutigam, einige Zentimeter größer als die schlanke Frau an seiner Seite, drückte für einen Augenblick zärtlich seine Stirn an die der Braut, bevor sich ihre Lippen berührten. In ihren Augen standen Freuden tränen. Die Hochzeitsgäste seufzten ergriffen. Es war alles eine einzige Postkartenidylle.

Nach dem Kuss drehten sich die Neuvermählten zu ihren Gästen um. Ihre Wangen berührten sich. Die Braut hatte eine Stupsnase und lächelte schüchtern. Der vor einigen Augenblicken zurückgezogene Tüllschleier rahmte malerisch ihr Gesicht ein.

Der Pfarrer hob die Hände. »Meine Damen und Herren, Mr und Mrs Hammond.« Alle Anwesenden brachen in spontanen Applaus aus.

Susannah saß in der zweiten Bankreihe auf der Seite des Bräutigams, und ihr gingen etliche Fragen durch den Kopf.

Seit wann wird in Kirchen applaudiert?

Wie kann es sein, dass mein kleiner Bruder schon alt genug ist, um zu heiraten?

War ich jemals so naiv wie die beiden?

Seit wann bin ich so zynisch und verbittert?

Schnell beantworten ließ sich allenfalls die erste Frage. Offenbar galt es als zeitgemäß, in einer Kirche zu klatschen. Nicht zum ersten Mal empfand Susannah ein seltsames Unbehagen angesichts der Bräuche ihrer eigenen Generation. Eine Kirche war kein Konzertsaal. Dies sollte eine feierliche, würdevolle Zeremonie sein.

Ihr »kleiner« Bruder war dreiunddreißig und damit nach Ansicht der meisten Leute keineswegs zu jung, um zu heiraten. Sein Alter rief ihr ins Gedächtnis, dass sie neununddreißig war, und das schockierte sie ein bisschen. Sie hatte eine lebhafte Erinnerung an seine Geburt. Damals war der Traum eines sechsjährigen Mädchens in Erfüllung gegangen.

Aber ja, natürlich war sie so naiv gewesen. Und nicht nur das. Naiv, vor Glück außer sich, mit demselben seligen Gesichtsausdruck wie diese beiden Neuvermählten. Und sie war sich so sicher, so verdammt sicher gewesen, dass ihre Ehe für alle Zeiten halten würde. Sie hatte vor dem Altar gestanden, wo Alex und Chloe jetzt standen, und sie glaubte, sich damals exakt so gefühlt zu haben. (Obwohl sie sich auch an das unangenehme Gefühl erinnerte, als ihr der unbequeme Strumpfhalter herunterzurutschen drohte.)

Die Sicherheit, die sie seinerzeit empfunden hatte, war ihr abhandengekommen. Sie hätte nicht ohne ihn leben können. Damals wäre ihr das als fast physisch unmöglich erschienen. Sie hatte geglaubt, dass ihr Herz stehen bleiben würde, wenn er nicht mehr an ihrer Seite gewesen wäre.

Jetzt gab es nichts mehr, dessen sie sich sicher war.

Und ihr Zynismus, die Verbitterung? Das war die Frage, auf die sie keine Antwort fand. Wenn sie sich der Entwicklung bewusster, zur distanzierten Selbstbeobachtung fähig gewesen wäre, wäre es nicht so weit gekommen.

Oder doch?

Chloe strahlte vor Glück. Wirklich. Doch das sagte alle Welt von jeder Braut. So etwas äußerte man an Tagen wie diesem, doch es traf eben nicht auf jede Braut zu. Zumindest nicht so sehr wie heute auf Chloe. (Hatten es damals alle über sie gesagt?)

Chloe war Kanadierin und strotzte vor Gesundheit. Perfekte weiße Zähne, seidiges blondes Haar. Susannah musste zugeben, dass sie heute ganz besonders gut aussah in ihrem langen, hellen Hochzeitskleid. Es war elegant und zeitlos und passte perfekt zu ihr. Als sie an Susannahs Bank vorbeikam, winkte sie ihr mit ihrem Blumenstrauß triumphierend zu.

Neben ihr ging Alex, mit stolzgeschwellter Brust. Chloe hatte sich bei ihm untergehakt. Er ließ den Blick über die Gäste schweifen und schaute dann wieder Chloe an, als könnte er es immer noch nicht fassen, dass sie nun tatsächlich seine Frau war.

Wenn man die beiden beobachtete, fiel es einem schwer, nicht an ihr Glück zu glauben. Selbst auf Susannah traf das zu.

Vielleicht würde mit Alex und Chloe alles gut gehen. Bei manchen Ehepaaren war das doch so, oder?

Susannahs Mutter Rosemary wandte sich ihrer einzigen Tochter zu. Sie weinte »Glückstränen«, wie Susannah das als Kind genannt hatte, und betupfte sich Augen und Wangen mit einem weißen Spitzentaschentuch, das nur bei besonderen Anlässen zum Einsatz kam.

»War es nicht wundervoll?«

Susannah setzte ein nachsichtiges Lächeln auf, doch das war gar nicht so leicht. Sie gab die obligatorische Antwort. »War es. Einfach wundervoll!«

»Ist sie nicht eine strahlende Braut?«

»Absolut!«

Dieses Frage-und-Antwort-Spiel konnte eine Zeit lang so weitergehen, obwohl die meisten Fragen ihrer Mutter rhetorischer Natur waren und eigentlich keine Antwort erforderten. Gleich würden die Hochzeitsfotos geschossen werden. Susannah fragte sich, wie lange es wohl noch dauerte, bis sie endlich das erste Glas Champagner trinken konnte. Zu lange. Vielleicht hätte sie einen Flachmann in ihre Handtasche stecken sollen.

»Ich bin so glücklich, dass sie hier geheiratet haben.«

Das war nicht weiter überraschend. Die St Gabriels Parish Church stand in der Mitte des Dorfs und war das spirituelle Zentrum von Rosemary Hammonds Leben. Es gab eine unauflösliche Verbindung zwischen ihr, der Familie und der Gemeindekirche. Glücklich und zufrieden dachte sie an ihre eigene Trauung zurück, die im Juli 1966 an dieser Stelle stattgefunden hatte, ausgerechnet an jenem Tag, als England die Fußball-Weltmeisterschaft gewann. Rosemarys drei Kinder waren hier getauft und konfirmiert worden, und ihre Eltern, die in einem Abstand von zwölf Jahren gestorben waren, lagen Seite an Seite auf dem Friedhof hinter der Kirche.

Wie so viele Engländer hatten Susannahs Eltern im Ruhestand einen Zweitwohnsitz in Frankreich bezogen, eine umgebaute Scheune, doch zuvor hatte Rosemary den sonntäglichen Gottesdienst in St Gabriels nur verpasst, wenn sie sich im Urlaub befand. Und zweimal, als ihr im Jahr 2005 die Gebärmutter herausgenommen worden war. Seit fünfzehn Jahren putzte sie an fast jedem Freitagnachmittag mit drei oder vier Freundinnen die Kirche. Ihr Mann Clive nannte das »Feudeln für Jesus«, was ihm stets einen harmlosen Stups mit dem Staubwedel eintrug.

Alastair, ihr Ältester, hatte als Erstes der drei Kinder geheiratet, und zwar in der Heimat seiner Frau Kathryn in der Nähe von Cambridge. Wenngleich Rosemary bewusst war, dass eigentlich nichts dagegen sprach, wurmte es sie, dass niemand aus der Familie besonders gläubig zu sein schien und dass Kathryn den Vikar, der sie später trauen sollte, bis zur Planung der Hochzeit nie gesehen hatte. Auch die Blumen hatten Rosemary nicht besonders gefallen. Gerbera, wie gewöhnlich! Sie war sich ziemlich sicher, dass in dieser Kirche seit Wochen keine Trauung stattgefunden hatte.

Alastairs und Kathryns Töchter waren heute die Brautjungfern. Millie und Sadie trippelten aufgeregt hinter Chloe das Kirchenschiff hinab und erfreuten sich an dem Rascheln des Hochzeitskleides und der wirklich ganz fantastischen Frisur der Braut.

Vor sechzehn Jahren hatte Susannah in dieser Kirche Sean geheiratet. Zu Beginn ihrer Verlobungszeit hatte sie Witze darüber gerissen, mit Sean durchzubrennen und ihn heimlich zu heiraten, doch Rosemary wusste, dass sie ihr das nie angetan hätte.

Sie war ihre einzige Tochter, und damit verband sich für Rosemary die einmalige Chance, die ganze Hochzeit in allen Einzelheiten selbst zu organisieren.

Seit Susannahs Geburt hatte sie von der Hochzeit ihres kleinen Mädchens geträumt. Und für den großen Tag gespart, indem sie etwas von ihrem Haushaltsgeld abzwackte. Zur Zeit ihrer eigenen Hochzeit war das Geld knapp gewesen. Extras ? »Schnickschnack«, wie es Clive nannte ? waren nicht drin. Aber Susannah sollte auf nichts verzichten müssen. Blumenbouquets nicht nur am Altar, sondern am Ende jeder Bankreihe. Reichlich richtiger Champagner ? nicht nur ein Glas zum Anstoßen während der Glückwünsche für das Brautpaar.

Alex Hochzeit war eine Zugabe. Wie schon seine Geburt, sechs Jahre nach der Susannahs. Rosemary hatte längst die Hoffnung aufgegeben, dass es noch einmal klappen könnte, und beschlossen, sich mit den beiden Kindern zufriedenzugeben, die Gott ihr und Clive bereits geschenkt hatte. Glücklicherweise hatte Chloe auf einer traditionellen englischen Trauung bestanden. Sie liebte die St Gabriels Parish Church, seit sie vor drei Jahren die Weihnachtsfeiertage bei den Hammonds verbracht und mit ihnen am Heiligen Abend dort die Christmette besucht hatte.

Alex hatte Chloe vor drei Monaten während eines Wanderurlaubs in Schottland den Heiratsantrag gemacht. Sie hatten aus einem Pub bei Rosemary angerufen, und Chloe hatte glückstrunken und gefühlsselig (befördert durch zwei Gläser Whisky) gesagt, sie wolle in St Gabriels heiraten, sie könne sich gar keinen anderen Ort dafür vorstellen.

Rosemary musste einräumen, dass vielleicht alles ein bisschen schnell gegangen war. Zum Glück hatte Reverend Trevor an diesem Samstag zum ersten Mal seit Ostern keinen Termin gehabt. Danach wäre er bis nach den kurzen Universitätsferien Mitte Oktober erneut ausgebucht gewesen. Sie vermutete, dass jemand abgesagt hatte, traute sich aber nicht zu fragen, weil das ein schlechtes Omen gewesen wäre … St Gabriels war eine sehr pittoreske Kirche, die an den Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall erinnerte. Sie war für Trauungen sehr gefragt, und weder durch freitägliches Putzen der Kirche noch durch Gebete bekam man sonst im Sommer an einem Samstag kurzfristig einen Termin.

Aber letztlich hatte sich die Mühe gelohnt, die harte Arbeit, alles zu organisieren. Allein die Blumenbouquets an den Bankreihen waren eine Augenweide. Das Haus und das im Garten...



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