Ortega | Witchlings - Die kleinen Hexen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten

Reihe: Witchlings

Ortega Witchlings - Die kleinen Hexen

Die unmögliche Aufgabe
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-69051-051-6
Verlag: VAJOSH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die unmögliche Aufgabe

E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten

Reihe: Witchlings

ISBN: 978-3-69051-051-6
Verlag: VAJOSH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Jedes Jahr werden in der magischen Stadt Ravenskill Hexenkinder bei der Dunkelmond-Zeremonie in Hexenzirkel aufgenommen und erhalten ihre Kräfte als vollwertige Hexen. Die zwölfjährige Seven Salazar kann es kaum erwarten! Doch Seven wird in keinen der fünf Hexenzirkel aufgenommen. Sie bleibt übrig! Schlimmer noch: Als Seven und zwei andere Hexenkinder den magischen Kreis vollziehen, um Teil eines Zirkels für die Übrigen zu werden, funktioniert das nicht! Sie bleiben Hexenkinder und werden nie in der Lage sein, mächtige Magie zu wirken. Jetzt bleibt den dreien nur noch eine einzige Möglichkeit: die unmögliche Aufgabe. Wenn sie zusammenarbeiten und erfolgreich sind, erhalten sie ihre vollen Kräfte. Wenn sie versagen ... Nun, die letzten, die bei dem Versuch gescheitert sind, wurden in Kröten verwandelt. Auf ewig. Aber vielleicht kann Freundschaft die mächtigste Magie von allen sein ...

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Es war die Nacht der Dunkelmond-Zeremonie. Und das Allerletzte, was Seven Salazar wollte, war, eine übrige Hexe zu sein. Jetzt, wo sie zwölf war, würde sie in ihren Hexenzirkel aufgenommen werden, aber wie bei jeder Zeremonie zuvor auch würden heute Abend drei Hexen nicht aufgenommen werden: Niemand wollte jemals eine übrige Hexe sein. Seven hatte alles getan, was ihr einfiel: Sie hatte für ihre C.A.T.-Prüfungen gelernt und jede Hexenveranstaltung besucht, die sie in ihren Kalender hatte eintragen können. Sie war sogar dem Krötenrennteam beigetreten und hatte die langsamste und schrulligste Kröte der Gruppe bekommen. Wenigstens machte das ihr Name, Edgar Allan Toad, wieder wett. Aber nur

Es war auch nicht so, dass Seven all das tun Natürlich durfte jeder in ihrem Jahrgang an der Dunkelmond-Zeremonie teilnehmen. Aber es war eine alte Überzeugung unter den Hexenkindern, dass es umso wahrscheinlicher war, dass man einen der Zirkel abbekam, je härter man lernte und arbeitete.

Seven schnürte ihre Springerstiefel und zog sich ihren übergroßen lila Pulli über, bevor sie ihren spitzen Hut mit ein paar Haarnadeln auf ihrem lockigen Haar befestigte. Sie würden ihr ein riesiges schwarzes Zeremoniengewand geben, wenn sie auf dem Stadtplatz ankam, aber es war dünn und die Nacht war kalt. Sie wollte sich nicht den Hintern abfrieren.

Dann schickte sie eine kurze SMS an ihre beste Freundin Poppy, in der sie ihr mitteilte, wie sehr sie sich auf den heutigen Abend freute.

, schrieb Poppy zurück.

Seven lächelte über die Nachricht, während sie in die Küche ging, wo ihre Mutter Fox den Kuchen für die Feier zum Abkühlen in den Kühlschrank stellte.

»Sev, hast du an dein Amulett gedacht?« Fox wischte ihre schlanken Finger an ihrer Schürze ab und ließ ihr lockiges rotes Haar herunter.

»Das ist doch der ganze Sinn des heutigen Abends, Mom«, antwortete Seven und hielt das Amulett hoch, das um ihren Hals hing. Später in der Nacht würde es in der gleichen Farbe aufleuchten wie die der anderen Hexen in ihrem Hexenzirkel. Die Farbe des Hauses der Hyazinthen, des Hexenzirkels, in den Seven und Poppy schon ihr ganzes Leben lang gerne aufgenommen werden wollten.

»Denk daran, dass alles gut wird, egal, was heute Abend passiert«, sagte Fox.

»Du hast leicht reden«, brummte Seven und betrachtete den leuchtenden Aquamarin-Anhänger, der an der Halskette hing, die Fox immer trug. Der blaue Stein stand für das Haus der Sterne, einer der beliebtesten Hexenzirkel.

Seven hätte eine viel bessere Chance, ihren größten Traum zu verwirklichen, nämlich eine weltberühmte Hexenjournalistin zu werden, wenn sie einem der mächtigen Hexenzirkel angehören würde wie ihre Mutter. Das war so ziemlich das Gegenteil davon, eine Übrige zu sein. Denn übrig zu sein bedeutete, dass dein Schicksal und deine Magie nicht mit denen der anderen übereinstimmten. Übrig zu sein bedeutete, dass man nicht dazugehörte. Und Seven wollte unbedingt dazugehören.

Während Fox sich durch die Küche bewegte, traf das Mondlicht auf ihren Anhänger und schien alles um sie herum mit schimmernden Sternen zu verzieren. Seven fragte sich immer, ob ihre Mutter ihren Namen wegen ihres roten Haares bekommen hatte, das ihrer Meinung nach gut zu ihrer dunkelbraunen Haut und ihrem sommersprossigen Gesicht passte. Seven sah eher aus wie ihr Vater: goldbraune Haut und dunkle Locken. Aber jetzt wusste sie, dass es wahrscheinlicher war, dass ihre Mutter Fox genannt worden war, weil sie so gerissen war. In ihrer Welt, den Zwölf Städten, war der Name eines Kindes eine Prophezeiung, die von der Großmutter oder der Stadtoma, ihrer Anführerin, weitergegeben wurde. Seven hatte keine Ahnung, was ihr Name bedeutete, jedenfalls noch nicht. Aber wie jeder Name, der in Ravenskill vergeben wurde, würde sie seine Bedeutung eines Tages entdecken. Es war nur eine Frage der Zeit.

Seven begann, auf den nächstgelegenen Gegenstand zu trommeln und versuchte, den Takt ihres flatternden Herzens zu treffen.

»Bist du immer noch nervös, dass du eine Übrige werden könntest?«, fragte Sevens Vater Talis und schlenderte in den Raum. Er trug ihren kleinen Bruder Braucherei auf dem Arm, der von allen liebevoll Beefy genannt wurde, sowohl wegen seiner Rundungen als auch wegen seiner ungewöhnlichen Stärke. Er war auch außergewöhnlich groß für sein Alter, bereits drei Fliegenpilze hoch, während Seven als Baby nur zwei groß gewesen war. Beefy zog am Ohr seines Vaters, und Talis zuckte zusammen; der Griff des Babys konnte schmerzhaft sein. Seven rieb sich die Kopfhaut, während sie sich daran erinnerte, wie Beefy an ihrem lockigen Haar gezogen hatte.

»Ich bin nicht nur nervös, Dad. Ich Was ist, wenn ich nicht genug getan habe, oder was ist, wenn der Zauber irgendwie verfälscht wird, oder« – Seven senkte ihre Stimme zu einem bedrohlichen Flüstern – »wenn ich mit Valley in einen Zirkel gepackt werde?«

Valley Pepperhorn war wirklich die Valley schikanierte Seven schon, solange sie denken konnte. Sie steckte seltsame Dinge in ihren Rucksack, versteckte Edgar Allan Toad vor einem Rennen oder warf Seven und Poppy böse Blicke zu. Sie war gemein, furchterregend und stammte aus einer der Familien auf dem Hügel. Da lebten die reichsten Hexen der Stadt und dachten, sie hätten alles unter Kontrolle. Na ja, sie tatsächlich alles unter Kontrolle. Die einzigen Hexen, gegen die sie nicht ankamen, waren die Stadtoma und der Stadtonkel.

»Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist nicht groß, aber selbst wenn, kann jede Hexe eine Freundin sein, wenn man ihr nur eine Chance gibt«, sagte ihre Mutter.

Seven unterdrückte ein Schnauben. Sie war sich fast sicher, dass Valley ein Cuco oder zumindest zum Teil Gremlin war. Ihre Eltern sahen nicht, wie Valley ihre Lehrer anschnauzte und sich nicht für ihre Schularbeiten interessierte, oder dass sie immer allein war und hinterhältige, wahrscheinlich schreckliche Dinge plante. Manchmal, wenn Seven darüber nachdachte und sich vorstellte, wie ihr Leben ohne Poppy und ohne ihre Familie aussehen würde, empfand sie fast Mitleid mit Valley, die keine Freunde und die schrecklichsten Eltern aller Zeiten hatte. Aber dann tat Valley wieder etwas Schreckliches und Seven hatte nicht mehr so viel Mitleid mit ihr. Nach heute Abend würde das alles sowieso keine Rolle mehr spielen, erinnerte sich Seven, denn wenn sie und Poppy erst einmal im Haus der Hyazinthen untergebracht waren, würde sie sich nie wieder mit Valley auseinandersetzen müssen.

Bei all den vergangenen ravenskillianischen Dunkelmond-Zeremonien, die sie zur Vorbereitung recherchiert hatte, gab es kein einziges Beispiel dafür, dass beste Freunde in verschiedenen Zirkeln untergebracht worden waren. Tiordan Whisperbrew, die berühmte und coolste Reporterin aller Zeiten und Sevens Idol, war im Haus der Hyazinthen untergekommen, genau wie ihre beste Freundin und jetzige Besitzerin der Zeitung Inkpen Killian. Sie waren ein dynamisches Duo, und Seven freute sich darauf, dass sie und Poppy in ihre Fußstapfen treten würden.

»Dann komm schon. Es ist fast Mitternacht, und die Oma wird uns verfluchen, wenn wir zu spät kommen.« Talis grunzte, als er Beefy in seinen Kinderwagen setzte. Das Baby schwang die Beine und gurrte fröhlich, während es angeschnallt wurde. Als er fertig war, kniete Talis sich vor Seven.

»Eine Umarmung für ganz viel Glück?«, fragte er, und Seven lächelte, als ihr Vater sie in eine warme Umarmung zog. Talis, kurz für Talisman, hatte immer Glück. Seven piekste ihm vor einer Prüfung immer einmal in die Wangen, um ihr einen zusätzlichen Schub zu geben. An seinem Hals hing ein leuchtend blauer Anhänger, die gleiche Farbe wie der ihrer Mutter. So hatten sich ihre Eltern kennengelernt: Sie waren als Kinder in denselben Hexenzirkel aufgenommen worden.

»Egal, was heute Abend passiert, wir sind alle stolz auf dich«, sagte Talis.

Seven verzog das Gesicht. »Sogar Beefy?«

Talis lachte. »Besonders Beefy. Er hat zwar keine Ahnung, was los ist, aber er ist trotzdem stolz auf dich. Lass uns gehen.«

Der Marktplatz befand sich auf der anderen Seite des Friedhofs, unter einer Brücke hindurch und an der Buchhandlung vorbei, die vor Kurzem von einer neuen Familie in der Stadt übernommen worden war. Ein Schatten huschte durch die Nacht, und Seven zuckte zusammen und hielt sich am Arm ihrer Mutter fest.

»Es war nur ein Kaninchen«, sagte Fox leise.

Seven lachte nervös. »Das wusste ich.«

Sie hatte es nicht gewusst.

In letzter Zeit gab es häufiger Sichtungen. Ein Monstruo namens Nachtbestie, ein riesiger Wolf, der Hexenkinder fraß. So lautete zumindest das Gerücht in Sevens Schule. Ihre Lehrer hatten ihnen versichert, dass es sich nur um Gerüchte handelte, aber sie hatte bemerkt, dass die älteren Hexen in der Stadt begonnen hatten, ihre Gartentore mit Fernhaltezaubern zu belegen, Raute an ihre Spaliere und über ihre Türen zu hängen und auf den Anschlagbrettern von Ravenskill Panik zu verbreiten. Alles Anzeichen dafür, dass eine Kreatur in der Nähe lauerte.

Seven war diesen Weg in die Stadt schon tausende Male gegangen, viele davon allein. Heute Abend war sie dankbar, dass ihre Familie sie auf dem kalten, dunklen Weg begleitete. Selbst wenn es tatsächlich nur ein Kaninchen gewesen war.

Die Salazars kamen gerade an, als sich die anderen Familien um den Brunnen in der Stadtmitte...



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