Paasch / Sternfederverlag | Late Night Talks | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Paasch / Sternfederverlag Late Night Talks

Eine Second Chance, Best Friend's Brother New Adult Romance
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-910956-84-1
Verlag: Sternfeder Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine Second Chance, Best Friend's Brother New Adult Romance

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

ISBN: 978-3-910956-84-1
Verlag: Sternfeder Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Wenn deine Gedanken nachts manchmal so laut sind, dass sie dir den Schlaf rauben.' Hailee und ihre beste Freundin planen den Sommer ihres Lebens: einen aufregenden Roadtrip durch Kanada! Doch als Atlas, der charmante Bruder ihrer besten Freundin, sich spontan anschließt, wird die Reise komplizierter als gedacht. An Silvester verschwand Atlas nach einer gemeinsamen Nacht spurlos, und seitdem ignorieren sich die beiden beharrlich. Hailees Ziel für den Trip ist klar: Sie muss endlich über Atlas hinwegkommen. Aber die Nächte, in denen sie heimlich stundenlang miteinander Zeit verbringen, lassen die Gefühle schnell wieder aufblühen... 'Late Night Talks' ist nicht nur eine einfache Reise, sondern auch ein Abenteuer voller Freundschaft, Neckereien und den großen Fragen der Liebe. Bist du bereit für Chaos, unausgesprochene Worte und eine neue Chance? Dann tauche ein in die gemeinsamen Nächte von Hailee und Atlas!

Bella Paasch wurde 2002 geboren und liebte es schon, als sie klein war, Geschichten zu erzählen. Im Alter von 11 Jahren versuchte sie sich an den ersten Schreibversuch eines Buches und für einige Zeit teilte sie ihre Werke auf Wattpad, wobei die Geschichten zu Beginn jegliches Klischee beinhalteten. Noch immer greift sie gerne auf das ein oder andere Klischee zurück, aber mittlerweile überrascht sie ihre Leser genauso gerne mit der ein oder anderen unerwarteten Wendung.
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Kapitel Drei


HAILEE

Jeder Winkel dieses Autos riecht nach Atlas. Ich bin ihm ein halbes Jahr lang nicht begegnet und dennoch hat sich sein Duft seit einer Weile förmlich in mein Gedächtnis gebrannt. So wie viele andere Dinge, die ihn betreffen. Unter anderem, wie sich seine Hände auf meiner Haut anfühlen. Ich habe schon mehr als einmal versucht, diese Erinnerungen in die hinterste Ecke meines Kopfes zu verdrängen, doch hier in seinem Wagen ist es unmöglich, nicht an ihn zu denken.

Neben mir singt Louisa gut gelaunt zu Karma von Taylor Swifts neuem Album mit und tippt im Rhythmus mit dem Zeigefinger auf dem Lenkrad herum. Lediglich hin und wieder hat sie mir während der bisherigen Fahrt skeptische Seitenblicke zugeworfen.

Ich habe beschlossen, mir nichts anmerken zu lassen. Atlas sollte mir am Arsch vorbeigehen. Doch ich bin wohl nur eine halb so gute Schauspielerin, wie gedacht, wenn Louisa bloß wenige Momente gebraucht hat, um zu bemerken, dass etwas faul ist. All die Kilometer zwischen Atlas und mir machten es mir sonst recht einfach, auszublenden, was zwischen uns geschehen ist. Aber jetzt… Jetzt sitzt er im Auto gleich hinter uns und das macht mich tierisch nervös.

Bisher hat Louisa mich nicht auf ihre Erkenntnis angesprochen, allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, wenn ich weiterhin so abwesend bin und ihren Bruder gedanklich verfluche. Und das will ich vermeiden. Also drehe ich das Radio lauter, neige den Kopf erst nach links und dann nach rechts, straffe die Schultern und konzentriere mich darauf, dass wir einen fantastischen Sommer vor uns haben. Den werde ich mir unter keinen Umständen vermiesen lassen, komme, was wolle. Ich zerbreche mir sowieso schon den Kopf darüber, wie ich Louisa am besten sage, dass unsere Wege nach diesem Roadtrip in zwei andere Richtungen gehen werden. Vollkommen anders als geplant. Und ich möchte ihr diesen Roadtrip nicht versauen, deswegen warte ich… auf den richtigen Augenblick.

»Schau, der Markt ist schon ausgeschildert«, macht Louisa aufgeregt auf das Schild aufmerksam, das in der gleichen Sekunde auch schon wieder an uns vorbeizieht.

Auf meinen Lippen breitet sich ein Lächeln aus, denn mit dem Ort, den wir als Erstes ansteuern, verbinde ich ausschließlich Positives. Eilig verdränge ich das drückende Gefühl in meiner Brust, das meine Gedanken gerade verursacht haben. »Wissen die Jungs, dass wir dorthin wollen?«

Meine beste Freundin schmunzelt. »Nope. Sie haben sich selbst eingeladen, also müssen sie sich wohl oder übel an unseren Plan halten. Ich habe ihnen bloß eine Adresse gegeben, falls wir uns unterwegs verlieren.« Sie wirft einen Blick in den Rückspiegel, um zu prüfen, ob das sogar vielleicht der Fall ist. Ist es nicht, und ich kann jetzt schon das genervte Stöhnen und Jammern hören, wenn wir gleich alle aussteigen. Meine Mundwinkel wandern nur noch weiter in die Höhe.

Unsere Mütter hatten den Markt per Zufall entdeckt, als sie sich verfahren hatten, und nahmen uns von da an jedes Mal mit, wenn sie dorthin fuhren. Ursprünglich mit allen Kindern. Irgendwann nur noch mit Louisa und mir, denn den Jungs dauerte die Fahrt zu lang – fürs Freibad waren dreißig Minuten aber immer voll okay –, sie wollten nicht so viel herumlaufen und fanden das entspannte Herumstöbern, ich zitiere, sterbenslangweilig. Immer sehr theatralisch betont natürlich. Mich würde es wundern, wenn es sich seitdem geändert hat. Doch für mich ist und bleibt es stets eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen.

Der Markt liegt auf dem Platz einer alten Kirche, die nicht mehr genutzt wird. Ursprünglich gab es ihn zweimal in der Woche, er wurde aber immer beliebter, sodass er jetzt bis auf den Montag jeden Tag geöffnet hat.

»Ich hoffe, wir finden noch das ein oder andere für unseren Trip«, meint Louisa, als sie nach rechts einbiegt und der weitläufige Parkplatz in Sicht kommt, der trotz der frühen Uhrzeit recht gut gefüllt ist.

»Solange wir nicht schon nach dem ersten Tag vollkommen überladen sind«, erwidere ich, während wir bereits nach einer freien Parklücke Ausschau halten, die wir ein paar Sekunden später auch entdecken.

Als das Auto steht und Louisa den Schlüssel zieht, steige ich aus und sehe mich nach den Jungs um, die wenige Plätze weiter geparkt haben und nun gut gelaunt – mal sehen, wie lange es anhält, wenn sie erkennen, was unser erster Zwischenstopp ist – auf uns zu schlendern. Bewusst halte ich meinen Blick auf meinen Bruder und Wynn, lasse ihn bloß in einem Moment der Schwäche zu Atlas wandern. Zwei kurze Sekunden. Doch es genügt, um es gleich wieder zu bereuen.

Ich meine, ist er in der letzten Zeit etwa noch attraktiver geworden? Wie ist das überhaupt in dieser kurzen Zeit möglich? Es liegt ganz sicher an diesen nervigen Grübchen, die auch jetzt zu sehen sind, als er über etwas grinst, was Caleb zu ihm sagt.

Missmutig warte ich darauf, dass sie zu uns aufschließen. Jemand im Universum muss mich wirklich auf dem Kieker haben, damit ich meinen Sommer nun so verbringen werde. In seiner unmittelbaren Nähe. Jeden verdammten Tag.

»Also was tun wir hier?«, fragt Caleb ahnungslos, stemmt die Hände in die Hüften und sucht nach irgendwelchen möglichen Anhaltspunkten. Dann verengen sich seine Augen, bevor ihm einer von uns antworten kann, und er gibt ein genervtes Stöhnen von sich. »Nicht euer Ernst.«

Ich zucke mit den Schultern. Wusste ich doch, dass es ihnen nicht passen wird. »Immerhin war es ursprünglich nur Louisas und mein Roadtrip.«

Meine beste Freundin stimmt mit ein. »Ihr musstet euch uns ja so unbedingt spontan anschließen.«

»Warte, wo sind w-«, will Wynn ansetzen, doch erblickt dann anscheinend auch den Wegweiser und das bereits von der Sonne ausgeblichene Schild mit den Öffnungszeiten drauf. Man kann sie von hier aus zwar nicht mehr erkennen – ich glaube, es wurde, seitdem wir das erste Mal hier waren, nicht ausgewechselt –, aber die dicke Schrift des pfeilförmigen Wegweisers macht es eindeutig. »Das ist ja Ewigkeiten her.« Wynn kratzt sich am Hinterkopf und lässt den Blick noch einmal schweifen. »Habe es fast nicht mehr wiedererkannt.«

Atlas ist der Einzige, der nichts sagt und eine recht neutrale Miene beibehält, die ich nicht im Entferntesten deuten kann. Er meidet die gesamte Zeit, in meine Richtung zu schauen, weswegen ich mir fest vornehme, es ihm von jetzt an gleichzutun. Das eben war nämlich schon das zweite Mal, dass ich schwach geworden bin.

Deswegen bin ich auch ganz froh drüber, dass Louisa und Wynn neben mir her spazieren, als wir dem schmalen Weg zwischen den Bäumen zum Marktplatz folgen, und Caleb und Atlas sich hinter uns zurückfallen lassen.

Sobald die vielen Holzstände mit deren dunkelgrünen Dächern in Sicht kommen, schweifen meine Blicke neugierig umher. Es gibt hier zum Großteil zwar feste Händler, aber ein paar sind nur für wenige Wochen da, sodass man nie ganz weiß, was einen erwartet, wenn man herkommt. Ich glaube, der Obststand, der von den Besitzern einer Farm in der Nähe betrieben wird, wird inzwischen bereits von der zweiten Generation geführt. Und der ältere Mann von dem Antiquitäten-Stand sah vor zehn Jahren schon aus, als hätte er seine Rentenjahre längst erreicht. Dennoch steht er auch heute hier, freundlich strahlend hinter seinem Stand und unterhält sich mit potenziellen Käufern, während ich auf ihn zusteuere.

»Ich schaue mal, mit was ich unseren Essensvorrat vielleicht aufstocken kann«, informiert mich Louisa, ehe sie sich abwendet und zuerst aus unserer kleinen Gruppe löst.

Die Jungs werden sich schon zurechtfinden, sodass ich weiter auf mein Ziel zuhalte, um die heutige Antiquitäten-Ausbeute mit den Augen durchstöbern zu können. Na ja, es sind mehr oder weniger Antiquitäten, für manche mag es auch einfach nur Gerümpel sein, aber wenn man den Mann fragt, hat er zu jedem einzelnen Teil eine Geschichte parat. Die Wahrheit daran ist gewissermaßen auch bedenklich.

Und trotzdem zieht es mich immer automatisch zuerst hierher.

Eine Weile fängt nichts wirklich mein Interesse, bis mein Blick an einem Kompass haften bleibt, der seine besten Tage schon hinter sich haben muss.

Aber ich meine, ist er nicht perfekt für einen Roadtrip geeignet? Er könnte sich sicherlich nützlich erweisen, wenn alle Stricke reißen sollten.

Ich hebe ihn gerade vorsichtig an, als eine unerwartete Stimme mich leicht zusammenzucken lässt. »Du überlegst doch nicht tatsächlich, ihn zu kaufen?«

Auch wenn ich mich mit aller Kraft dagegen sträuben möchte, geht mir seine Stimme augenblicklich wieder unter die Haut.

»Und das wäre so verkehrt, weil?«, entgegne ich, ohne Atlas anzusehen. Es reicht mir schon, seine Nähe so deutlich neben mir spüren zu können, obwohl wir einander nicht einmal berühren.

Ganz eindeutig bin ich noch nicht über ihn hinweg. Obgleich er sich wie ein Arschloch verhalten hat. Ich würde zu gerne etwas anderes behaupten.

Aber weiter als bis zu dieser dämlichen Schwärmerei wird es nie wieder gehen. Aus diesem Fehler habe ich schließlich bitter lernen müssen.

Atlas hält mir sein Handy praktisch direkt vor die Nase. »Schon mal was von dieser netten Erfindung namens Google Maps...



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