Payne | Vertraue niemals deinem Ehemann | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Payne Vertraue niemals deinem Ehemann


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98718-475-8
Verlag: VAJONA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

ISBN: 978-3-98718-475-8
Verlag: VAJONA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ich sitze an der Granittheke, halte meinen Wein in der Hand und blicke mich in der weitläufigen Küche von Benjamins und Gwyns wunderschönem Haus in Seattle um. Ich sehe zu, als Benjamin den Raum durchquert und Gwyn in seine starken Arme schließt. Was für ein genialer Schauspieler er ist - sogar besser als ich. Sie fühlt sich hier ganz zu Hause, aber ich weiß, dass in diesem Haus früher eine andere Frau gelebt hat. Madeline hat diese Tapete ausgesucht. Die offizielle Geschichte lautet, dass sie verschwunden ist, aber ich kenne die Wahrheit. Sie haben sie umgebracht. Ihr Ehemann und ihre beste Freundin. Sie sind beide so gute Lügner. Aber das bin ich auch. Ich frage mich, was sie denken. Ich wette, ich bin die Einzige, die an Rache denkt ... Madeline bekam ihr Happy End nicht. Und sie werden es auch nicht.

Weitere Informationen auf unserer Webseite.
Payne Vertraue niemals deinem Ehemann jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Benji ging weg und alles, was Elena sagen konnte, war: »Ich mag ihn nicht.« Aber sie mochte niemanden, mit dem ich ausging, also hatte ich nur die Augen verdreht. Außerdem hatte ich nicht wirklich vor, mit ihm .

Er gesellte sich zu seinem Freund und hielt einmal inne, um über seine Schulter zu mir zu schauen. Um mir zuzuzwinkern.

»Er ist die Art Mann, die mit dreißig zu mir kommen würde, um sich Botox spritzen zu lassen. Mit .« Elena drückte ihre manikürte Hand auf den Tisch und beugte sich vor, um mir den gleichen ernsten Blick zuzuwerfen, den Daddy ihr immer gab. Ich war mir nicht sicher, worauf sie hinauswollte – ich fand es völlig in Ordnung, sich mit dreißig Jahren Botox spritzen zu lassen, und es machte ihr nichts aus, es Frauen in diesem Alter zu verabreichen. Also, was war ihr Problem?

Ich zuckte mit den Schultern. »Wenn ich ihn nicht mag, werde ich ihn nie wiedersehen.« Das war von Anfang an der Plan gewesen.

»Maddy –« Elena bedeckte meine Hand mit ihrer und warf mir diesen mütterlichen Blick zu, bei dem ich mich wie ein rebellischer Teenager fühlte.

Aber dann kam Gwyn zurück. Ihr Gesicht war so rot, dass ich mich fragen musste, ob sie gerade eine Runde Telefonsex hinter sich hatte, statt sich mit Alex zu streiten. Elena zog sich schnell zurück – sie mochte auch Gwyn nicht, also wandte sie sich sofort wieder ihrem Handy zu und ignorierte uns. Der einzige Grund, warum meine Schwester zugestimmt hatte, auch herzukommen, nachdem sie erfahren hatte, dass Gwyn dabei sein würde, war, weil ich Geburtstag hatte.

»Was habe ich verpasst?« Gwyn nahm mein selbstzufriedenes Lächeln zur Kenntnis.

»Ich habe gerade meinen zukünftigen Ehemann getroffen.«

Elenas Augen weiteten sich, aber ich sagte das nur, um sie zu ärgern, und mein Mund verzog sich zu einem Grinsen, das Gwyn erwiderte. Sie wusste so gut wie jeder andere, dass die Ehe nicht in meine Zukunftsplanung passte. Eine Bewegung am Tischrand erregte meine Aufmerksamkeit – andere Freunde waren eingetroffen, die sich nach einem Shopping-Nachmittag verspätet hatten.

»Worüber grinst ihr beiden?«, fragte Leah. Sie ließ ihre Tasche auf den Tisch fallen, nahm sich einen Hocker in der Nähe und zog ihn neben Gwyn heran. Leah trug immer noch den Apothekerinnenkittel, aber ich wusste, dass sie sich irgendwo schnell umziehen konnte. Natalie, die im selben Krankenhaus als Diätassistentin arbeitete, blieb stehen, weil sie schwor, dass sie dabei mehr Kalorien verbrannte. Ihr Blick wanderte erst in meine Richtung und dann zu Gwyn. Wahrscheinlich wog sie ab, ob sie die Plätze tauschen konnten, damit sie neben mir sitzen konnte. Während Gwyn mein Fels in der Brandung war, strebte Natalie danach, diese Rolle einzunehmen, was Gwyn insgeheim zu gefallen schien. Ich persönlich fand ihre ständigen Versuche, sich gegenseitig zu übertrumpfen, ermüdend – wir gingen alle auf die Dreißig zu. Konnten wir nicht endlich mit dem Highschool-Beliebtheitswettbewerb aufhören?

»Ach nichts, außer dass Madeline gerade ihren zukünftigen Ehemann kennengelernt hat.« Gwyn zwinkerte mir zu. Elena seufzte und murmelte Leah irgendetwas zu. Leah war meine einzige Freundin, die Elena nicht aktiv ablehnte. Sie lehnte sich zu mir herüber und hob verschwörerisch eine Braue.

»Er hat die schönsten Augen.« Ich legte einen verträumten Gesichtsausdruck auf, aber die Worte reichten aus, um Elena aus dem Gespräch mit Leah herauszureißen.

»Sie hat ihn getreten!«, warf Elena ein.

»Ich habe ihn nicht getreten.«

»Er ist unheimlich«, fügte sie hinzu.

»Unheimlich ist irgendwie in«, kam mir Natalie zu Hilfe und warf mir ein Lächeln zu.

»So denken nur die Spinner, die von True Crime besessen sind«, murmelte Elena.

Sie unterhielten sich weiter, aber ich ließ meinen Blick über die Bar schweifen und fand ihn. Benjamin war so ein eleganter Name. Und er hatte sich nicht gegen gesträubt. Das sagte viel über sein Selbstvertrauen aus. Ein weniger selbstsicherer Mann wäre zurückgeschreckt und hätte sich beschwert. Wahrscheinlich würde Benji nicht die typischen Dinge tun, die mich nervten – um Erlaubnis zu bitten, mich küssen zu dürfen, obwohl ich es eindeutig . Mich alle fünf Minuten beim Sex zu fragen, ob es mir gut ginge – der ultimative Abtörner.

Verdammt, es wäre fast schon den Aufwand wert – auf ein zweites oder drittes Date mit ihm zu gehen – nur um jemanden um mich zu haben, der genauso selbstbewusst war wie ich, und um Elena zu ärgern. Ich zögerte bei diesem Gedanken – es war kindisch von mir. Aber ihre überfürsorgliche Art nervte mich. Es war ihr Versuch, eine Beziehung zu mir aufzubauen, und ich verstand das. Auch ich wünschte mir manchmal, wir stünden uns näher. Dass wir uns wirklich auf eine sinnvolle Weise verbunden fühlen könnten. Aber aus welchem Grund auch immer – egal, wie sehr wir uns bemühten –, es endete damit, dass wir uns anfeindeten.

Ich musste mir ein Lachen verkneifen, als mir klar wurde, dass das vielleicht die wahre Geschwisterliebe war und wir es geschafft hatten, ohne es zu merken. Aber egal; Benjamin war ganz und gar nicht unheimlich. Wenn überhaupt, dann war Elena eifersüchtig.

Sie bemerkte, wie ich ihn beobachtete, und lehnte sich zu mir, um mir zuzuflüstern, als ob meine Freunde es nicht hören würden. »Er ist genau die Art von Typ, vor dem du dich in Acht nehmen solltest. Ich wette, er hat nicht einmal Geld. Er ist wahrscheinlich hier, um sich jemanden wie dich zu angeln. Jemanden mit einem Treuhandfonds und einer Erbschaft –«

»Ach, hör auf.« Noch mehr von der ›schwesterlichen‹ Liebe. Ich hasste es, wenn sie den Treuhandfonds erwähnte, den meine Mutter mir nach ihrem Tod hinterlassen hatte, als ich noch ein Kleinkind gewesen war. Elena mochte vielleicht eifersüchtig gewesen sein, aber sie hatte immer noch eine Mutter, die lebte, und außerdem verdiente sie als plastische Chirurgin mehr Geld, als sie ausgeben konnte. Ganz zu schweigen davon, dass wir beide die einzigen Erben von Daddy waren.

Wir zankten uns eine Weile, denn Elena spielte sich mal wieder als Ersatzmutter auf, und ich wünschte mir, ich hätte sie nicht eingeladen. Schließlich stand sie auf und rauschte wütend davon – wahrscheinlich hatte sie den ganzen Streit angefangen, um eine Ausrede zu haben, wieder in die Praxis gehen zu können. Gott bewahre, sie würde mal Zeit verbringen, ohne Geld zu verdienen. Kein Wunder, dass sie so lange Single war. Ich war immer noch nicht ganz davon überzeugt, dass ihr Ex-Freund tatsächlich existierte – sie hatte ihn in den zwei Jahren, in denen sie zusammen gewesen waren, nicht ein einziges Mal mit nach Hause gebracht.

»Vielleicht solltest du vorsichtig sein.« Natalie ging um den Tisch herum und nahm Elenas Platz ein – ein paar Zentimeter näher als vorher. Sie senkte die Stimme, streckte die Hand aus und berührte meinen Arm. »Du weißt doch gar nichts über ihn.«

»Er ist also süß?« Gwyn tat so, als hätte Natalie nichts gesagt.

Mir entgingen nicht die Dolche, die sie sich bei einem schnellen Seitenblick zuwarfen.

»Heiß? Reich?« Gwyn erhob ihre Stimme, gerade, als Natalie den Mund öffnete, um mehr zu sagen. Ich war vielleicht die Anführerin der Clique, aber Gwyn wollte die nächste in der Thronfolge sein. Mit einer Bewegung ihrer Haare machte sie Natalie zur Zuschauerin und nicht zur Gesprächspartnerin.

Es dauerte einen Moment, dann gab Natalie nach, wie sie es immer tat, und lehnte sich neben Leah, um auf meine Antwort zu warten. Ihre Blicke ruhten auf mir, glänzten vor Bewunderung und lächelten voller Vorfreude auf das, was ich als Nächstes sagen würde. Einen Moment lang genoss ich es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Ich konnte nicht anders, schließlich war ich eine Löwin.

»Heiß, ja. Reich – ist das wichtig?«

Benji war süß und selbstbewusst, aber ich hatte mein eigenes Vermögen – ich brauchte das Geld eines Mannes nicht.

Ich nippte an meinem Drink und lächelte, weil ich einem Kerl noch nie hinterhergerannt war. Die erste Regel, um einen würdigen Mann zu finden, lautete: Lass ihn auf dich zukommen. Wenn er nicht bereit war, sich die Mühe zu machen und zu riskieren, dass man ihn abwies, war er deine Zeit nicht wert. Daddy hat mir das gesagt, und es stimmte. Außerdem war es nicht so, dass ich ihn um ein Date gebeten hätte. Ich hatte ihm nur die Gelegenheit gegeben, mich zu bemerken – und er hatte mich nicht enttäuscht.

Dreißig Minuten später waren wir mit unseren Drinks fertig. Ich schnappte mir mein Handy und machte Selfies, dann Fotos von uns Mädels zusammen, die ich bearbeitete und auf Instagram für meine Follower postete – mit einer Reihe an Hashtags.

Gwyn ging, um die Rechnung zu bezahlen, und Natalie schlich sich näher heran.

»Was will das Geburtstagskind machen?«, fragte sie. In ihrer Hand hielt sie ein leeres Glas, ihre Lite Margarita war leer. Sie hoffte, dass ich sagen würde, wir würden tanzen gehen, aber sie würde es nicht vorschlagen, bevor ich es tat – , würde sie sicher bei Gelegenheit mal einwerfen. Und ich wollte wirklich tanzen. Mit Benji.

Es war eines der besten Vorspiele, die es gab.

Wie aufs Stichwort fiel mir Benji auf der anderen Seite des Raumes wieder ins Auge, und sein Mund verzog sich zu einem Lächeln. Ich winkte ihm zu und bedeutete ihm, sich zu uns zu gesellen.

Wir verließen die Country-Club-Bar – die wir zum Vorglühen nur deshalb ausgewählt hatten, weil es einer der wenigen Orte war, die Elena für würdig hielt – und machten uns auf den Weg zu einem...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.