Phillips | Aller Anfang ist küssen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 288 Seiten

Reihe: Dare

Phillips Aller Anfang ist küssen

Dare 7 - Roman
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-641-19462-8
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Dare 7 - Roman

E-Book, Deutsch, Band 7, 288 Seiten

Reihe: Dare

ISBN: 978-3-641-19462-8
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Avery Dare führt als Videobloggerin für Mode und Make-Up ein beschauliches Leben in Miami. Sie hat gute Freunde und ein enges Verhältnis zu ihrer großen Familie. Dass in der Liebe bei ihr nicht viel los ist, findet sie eigentlich ganz gut. Doch als einer ihrer Exfreunde sie zu einem Konzert und auch hinter die Bühne einlädt, will sie das Risiko eingehen … und wird mit der Realität seines Rockstar-Lebens konfrontiert – der Presse, den Massen und den halbnackten Groupies.

Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.
Phillips Aller Anfang ist küssen jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Prolog

Der Schweiß lief Grey Kingston in Strömen herunter, und sein Herz pumpte in viel zu schnellen Schlägen Adrenalin durch seine Adern. Er war noch immer high von seinem Auftritt, als er in die Backstage-Lounge kam, wo er sich das durchgeschwitzte Shirt vom Leib riss und zu Boden warf. Zum Glück stand hier alles bereit, darunter auch ein Stapel Handtücher. Er trocknete sich Gesicht und Haar und versuchte, langsamer zu atmen.

Das Lärmen der Tangled-Royal-Fans, die klatschten und trampelten und nach einer Zugabe verlangten, hallte durch die Wände, doch die Band hatte ihr letztes Stück gespielt. Auch wenn sein Puls noch raste.

Greys Blick huschte zur Tür. »Hat sie die Karte abgeholt?«, fragte er Manager Simon Colson, der mit seinem Handy spielte.

»Was? Wer?« Simon, der stets gut gekleidete Brite, schob sein Handy in die Hosentasche. Natürlich trug er keine Jeans. »Gutes Konzert«, sagte er zu Grey und dem Rest der Band, ohne auf die Frage einzugehen.

Lola Corbin, Lead-Sängerin und Greys beste Freundin, tänzelte in ihren Stilettos herum und war noch ganz aufgekratzt von ihrem gemeinsamen Höhenflug. »Wir haben sie gerockt«, rief sie aus und warf ihre dunkle Mähne über die Schulter.

Milo Davis, ihr Bassist, grunzte etwas Unverständliches und fiel in einen Sessel in der Ecke. Grey musterte ihn. Milo schaffte es mittlerweile nur noch mit Ach und Krach durch ein ganzes Konzert, und das bereitete ihm Sorgen.

Aber im Moment hatte Grey andere Probleme und wandte sich erneut an Simon. »Ich habe dich gefragt, ob Avery Dare die Backstage-Ausweise abgeholt hat, die du am Einlass hinterlegen solltest.«

Simon zuckte die Schultern. »Weiß ich doch nicht.«

Grey verzog das Gesicht. Der gleichgültige Ton seines Managers ärgerte ihn. In letzter Zeit ging es ihm immer mehr auf die Nerven, dass Simon die Bedürfnisse der Bandmitglieder kaum zu kümmern schienen. Lola würde ihn vielleicht auch für ihre geplante Solo-Karriere als Manager engagieren, aber Grey wollte in Zukunft bestimmt nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten.

Wenigstens klang es so, als hätte er die Karten hinterlegt. Wenn nicht, war er seinen Job los. »Dann finde es verdammt noch mal raus.«

»Was ist so besonders an diesem Chick?« Simon brachte den Satz kaum zu Ende, da packte ihn Grey bei seinem schnöseligen Hemdkragen und drückte ihn gegen die Wand.

»Rede noch einmal in diesem Ton über sie, und du bist erledigt.«

»Wow.« Die zierliche Lola schob sich zwischen sie und drückte Grey von ihrem Manager weg. »Alle mal tief durchatmen«, sagte sie. »Geh eine Runde spazieren und beruhige dich, bevor dein Besuch kommt«, befahl sie Grey.

Gehorsam stapfte er davon, ohne mitzubekommen, was sie anschließend Simon an den Kopf warf.

Gewiss, der Mann hatte gute Arbeit geleistet und Tangled Royal an die Spitze der Charts gebracht, doch ihm ging es vor allem um den Profit. Der Rest interessierte ihn kaum, zum Beispiel, dass Tangled Royal mehr als eine Band war, sondern aus Leuten mit echten Gefühlen, Problemen und einem Leben bestand. Deshalb war es kein Wunder, dass Simon noch immer nicht verstanden hatte, wie ernst es Grey und Lola mit ihren neuen Plänen war.

Drummer Danny Bills hatte Frau und zwei Töchter in L.?A. Alle wussten, dass er zu seiner Familie wollte. Für Milo gab es eine andere Baustelle: Wenn er nicht mit den Drogen aufhörte, hatte er keine Zukunft.

Und was Grey betraf: Er wollte mehr, als herumziehen und berühmt sein, was ihm einst so wichtig erschienen war. Er wollte sie.

Sein Blick streifte erneut die Tür. Kein Zeichen von Avery. Er ließ den Kopf in den Nacken fallen und fragte sich, ob sie noch kommen würde oder ob sie die Einladung ignorierte … und damit ihn. Sein Magen zog sich zusammen bei dem Gedanken, sie nicht wiederzusehen. Als sie Teenager waren, war sie die Einzige gewesen, die ihn verstanden hatte. Damals war er ein einsamer Musiker gewesen, und sie hatte ihm Halt gegeben, als er abzuheben drohte. Mit ihrer weichen Stimme, dem vollen schwarzen Haar und Augen in der Farbe von Lavendel war ihr Bild tief in ihm verankert. Dennoch hatte sie ihn nicht halten können, als sein Wunsch nach Ruhm und Reichtum, danach, mehr zu sein, immer stärker geworden war.

Doch es war Averys Gesicht, das er in all den namenlosen Frauen suchte, mit denen er im Laufe der Jahre schlief, Avery, die ihn mit ihrem Glauben an ihn in dunklen Stunden half. Schon komisch. Er fragte sich, ob sie über all die Jahre hinweg auch an ihn gedacht hatte, und ob sie ebenfalls aufgeregt war, ihn heute vielleicht wiederzusehen.

Lautes Gekreische riss ihn aus den Gedanken, und er blickte auf. Eine Gruppe von Frauen kam in die Backstage-Lounge, spärlich bekleidet, toupiertes Haar, grelles Make-up und in eine Wolke aus Parfüm gehüllt, dass ihm schlecht wurde. Verdammt, hörte Simon eigentlich jemals zu? Grey hatte ausdrücklich gesagt, dass keine ihrer verrückten weiblichen Fans in den Backstage-Bereich gelassen werden sollten.

Also stieß er sich von der Wand ab und stürmte auf ihren Manager zu. »Ich sagte doch: Keine Groupies mehr nach den Konzerten.« Besonders heute nicht, wo er Avery erwartete.

Er warf einen angewiderten Blick auf die Frauen, die sich auf den benommenen Milo stürzten. Sie hätten sich vermutlich noch über ihn hergemacht, wenn er tot gewesen wäre. Bei dem Gedanken wurde ihm übel.

»Ist nicht meine Schuld, die Security muss geschlafen haben«, sagte Simon, aber Grey kaufte es ihm nicht ab. Simon hatte immer Hintergedanken.

»Grey!«, quietschte eine der Frauen so hoch, dass ihm fast das Trommelfell platzte. Er blickte auf und erkannte eins der Groupies. Sie kam auf ihn zu und warf sich an seinen Hals, so dass sich ihre großen, künstlichen Brüste an ihn drückten, und kratzte mit langen Nägeln über seine Kopfhaut.

»Baby, du warst fantastisch! Du bist so heiß auf der Bühne. Ich wusste einfach, dass du für mich gesungen hast.«

Ihm blieb fast die Luft weg, als er ihr süßliches Parfüm einatmete, vor allem aber, weil er vor Jahren so blöd gewesen war, nach einem Konzert und viel zu viel Alkohol mit ihr zu schlafen. Seitdem verfolgte sie ihn. Er hatte versucht, sie loszuwerden, doch sie ließ einfach nicht locker. Das war der Grund, warum es Zeit war aufzuhören.

»Marco!«, rief er nach dem Bodyguard, der ihn normalerweise vor übereifrigen Fans beschützte, doch der Kerl war nirgends zu sehen.

Nur Simon stand grinsend neben ihm und freute sich über die lukrative Beliebtheit der Band.

»Lass mich in Ruhe«, knurrte Grey und zerrte an den Armen der Frau, aber sie hielt ihn fest umklammert.

»Baby, das meinst du doch nicht so.«

»Oh, doch, verdammt.« Hilfesuchend sah er sich nach Lola oder Danny um, als er die Frau bemerkte, die gerade hereingekommen war.

Sie war so schön, dass es ihm einen Stich versetzte. Gesund, sexy, samtige Haut, wundervolles seidiges Haar und einen nervösen Ausdruck im Gesicht, während sie sich umsah. Ihre ganze Erscheinung stand im Kontrast zu den aufgetakelten Groupies, die der Band nachstellten.

Und sie hatte ihn noch nicht gesehen.

Ihm blieb keine Wahl, er musste sich mit Gewalt von dieser Klette befreien. Also umfasste er ihre Taille, um sie von sich wegzuschieben, gerade als Averys Blick auf ihn fiel und dann auf die Frau, die er in den Armen zu halten schien.

Ein Schatten huschte über ihr Gesicht. Erkennen, Schock, Ekel und Schmerz blitzten in ihren Augen auf, bevor sie sich abwandte und zurück zur Tür ging.

»Avery!«, rief er laut durch die Lounge und stieß die Frau unsanft von sich. Sie stolperte rückwärts und begann zu jaulen und zu weinen. Ihre Freundinnen umringten sie, doch Grey achtete nicht darauf. Er erreichte die Tür, als Avery stehen blieb und sich nach ihm umsah.

»Avery.« Er sah ihr in die Augen.

Sie blinzelte, und eine Mischung aus Schmerz und Verwirrung stand in ihren einzigartigen lavendelblauen Augen. »Ich hätte nicht kommen sollen.«

»Doch, das hättest du.« Sie stand so nah, dass er die kleinen Sommersprossen auf ihrer Nase sah, und sein Herz schlug ihm bis zum Hals. »Es ist nicht so, wie es aussieht.«

Sie neigte den Kopf. »Aber es ist dein Leben. Du hast so hart dafür gearbeitet, und … ich freue mich für dich.« Doch die Worte passten nicht zu dem traurigen Lächeln auf ihren glänzenden Lippen. »War schön, dich zu sehen, Grey.« Sie winkte und ging.

Scheiße. »Avery!« Er trat in den Flur.

»Kingston!«, rief Simon. »Ich habe den Rolling Stone am Telefon, sie wollen ein Interview. Was sagst du?«

Grey sah sich nach Avery um, doch sie hatte sich bereits in der Menge verloren, die von der Security zurückgehalten wurde. In seinem Kopf dröhnte es, als er zurück in die Lounge ging und seinen Manager ignorierte.

»War sie das?« Lola erschien neben ihm. Ihre Stimme war tröstlich in dem Tumult, der um ihn herrschte.

»›War‹ trifft die Sache wohl ziemlich genau auf den Punkt«, brummte er. »Ich kann das nicht mehr, Lo.«

Anteil nehmend legte sie den Kopf auf seine Schulter. »Ich weiß, was du meinst. Unserer Beziehung tut es auch nicht gut. Rep steht nicht auf den Mist, den dieses Leben mit sich bringt.« Lola war mit dem erfolgreichen Wide Receiver der Miami Thunders zusammen. »Ich möchte in der kommenden Saison bei ihm sein, und er sorgt sich immer, wenn wir auf Tournee sind und er nicht mitfahren kann.« Sie seufzte. »Aber diese Tour müssen wir zu Ende...


Phillips, Carly
Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.