Quinn | Der Lord ihrer Träume | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1

Reihe: Lords of Desire-Reihe

Quinn Der Lord ihrer Träume


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98637-988-9
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 1

Reihe: Lords of Desire-Reihe

ISBN: 978-3-98637-988-9
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie soll den Lord ihrer Träume heiraten, doch er ist ganz anders als gedacht …
Der fesselnde Auftakt der Lords of Desire-Reihe für Fans von historischen Liebesromanen

Der gutaussehende Lord Brand Risande ist auf dem Weg, um die Ländereien zu beanspruchen, die er im Kampf gewonnen hat. Bekannt als „der Leidenschaftliche“, ist er die Fantasie einer jeden Frau. Doch etwas hat ihn verändert und er ist zu einem kaltblütigen und verschlossenen Krieger geworden …

Lady Brynnafar Dumont ist eine entschlossene junge Frau. Nachdem ein normannischer Ritter ihren Vater im Kampf besiegt hat, steht für sie fest, dass sie ihr Volk beschützen muss. Dafür würde sie alles tun – sogar diesen Normannen heiraten … Doch als sie ihn erblickt, wird ihr klar, dass sie diesen attraktiven Schurken schon einmal gesehen hat – und seitdem begegnet er ihr in ihren romantischen Träumen. Kann Brynna Brands Herz erwärmen und ihn für sich gewinnen, oder steht Brands dunkle Vergangenheit den beiden im Weg?

Erste Leser:innenstimmen
„Spannende Handlung, leidenschaftliche Lovestory, fesselnder Schreibstil – was will man mehr?“
„Historical Romance zum Abtauchen, mitfiebern und verlieben!“
„Hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen, ich werde die historische Liebesroman-Reihe definitiv weiterverfolgen!“
„Herzerwärmende und heiße Liebesgeschichte zugleich …“



New York Times bestselling author Paula Quinn lives in New York with her three beautiful children, three over-protective chihuahuas, and a loud umbrella cockatoo. She loves to read romance and science fiction and has been writing since she was eleven. She loves all things medieval, but it is her love for Scotland that pulls at her heartstrings.
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Prolog


Porthleven, England, Sommer 1064

Die Kutsche kam am Wegesrand zum Stehen. Lady Brynna Dumont steckte den Kopf aus dem kleinen, mit einem Vorhang verzierten Fenster, um zu sehen, warum ihr Tross angehalten hatte. Ihre Hand, die den samtenen Vorhangstoff hielt, war zierlich, und ihre glatte Haut nahm sich vor dem edlen, hellroten Gewebe weiß aus.

„Derrick, warum halten wir an?“

„Da vorne versperrt ein umgestürzter Baum den Weg, Mylady. Wir müssen ihn erst wegräumen, ehe wir die Fahrt fortsetzen können. Doch ich fürchte, das dürfte eine Weile dauern.“

Brynna legte die Stirn in Falten, aber da sie das Beste aus dem herrlichen Tag zu machen gedachte, stieß sie den Wagenschlag auf, nun neugierig darauf, die Umgebung zu erkunden. Blauer Leinenstoff fiel ihr über den zierlichen, flachen Schuh, ehe Brynna den Waldboden betrat. Sogleich ließ sie ihren Blick durch den Wald schweifen, der in der Sommerzeit dicht bewachsen war. Ihre Augen waren so grün wie die Blätter, die leise in der sanften Brise raschelten. Genüsslich sog sie den frischen Duft des noch taufrischen Grüns ein, als Sir Nathan auf seinem schnaubenden schwarzen Streitross heranritt.

„Begebt Euch wieder in die Kutsche“, befahl er und brachte sein Pferd vor ihr zum Stehen. „Im Wald könnte es gefährlich sein.“

Brynnas Augen wurden schmal, als sie das immerzu missgelaunte Gesicht des Wachmanns betrachtete, dem ihr Onkel Robert am meisten vertraute. Hoch und bedrohlich ragte Sir Nathans Gestalt im Sattel auf, und das Funkeln in seinem unerbittlichen Blick ließ den Schluss zu, dass der Ritter sie nur zu gern übers Knie legen und mit Hieben gefügig machen würde. Brynna gab einen unwirschen Laut von sich, als sie sich Sir Nathans Absicht vergegenwärtigte. Nein, dazu sollte es nicht kommen.

„Ich komme schon zurecht, Sir Nathan.“ Sie bedachte ihn mit einem frechen Lächeln. „Kümmert Ihr Euch nur um den Baum. Ich möchte bald nach Hause zu meinem Vater zurückkehren.“

Sie glaubte, den sengenden Blick des Wachmanns im Rücken spüren zu können, als sie einfach fortging, Sir Nathan weiter keine Beachtung mehr schenkte und in die Baumkronen hinaufschaute. Mit geschlossenen Augen atmete sie tief durch. Wie herrlich, dachte sie bei sich, als eine leichte Brise über ihre Wange strich und ihr eine seidige Locke ihres kupferfarbenen Haars in die Stirn wehte. Mit einem langen, eleganten Finger strich sie die Strähne zurück und warf einen Blick über die Schulter auf Sir Nathan, der seinen Leuten in einem barschen Ton Befehle erteilte. Leichtfüßig setzte Brynna ihren Weg fort, und niemand achtete auf sie, als sie zwischen den Bäumen verschwand.

Ziellos wanderte sie durch den Wald, zog den Kopf ein, wenn alte, mächtige Äste im Weg waren, und drückte die Ranken zurück, die an ihrem Gewand hafteten. Irgendwo weiter hinten ließ sich immer noch Sir Nathans Stimme vernehmen, der den Männern laut erklärte, auf welche Weise sich ein umgestürzter Baum am besten aus dem Weg räumen ließ. Froh, endlich außer Sichtweite zu sein, begann Brynna zu summen. Solange sie denken konnte, stand der streitsüchtige Ritter in Diensten ihres Onkels Robert. Sir Nathan genoss hohes Ansehen, doch das änderte nichts an der Tatsache, dass Brynna sich bei jeder Gelegenheit mit ihm stritt. Natürlich war nicht sie es, die die Auseinandersetzung suchte. Sir Nathan war ein raubeiniger alter Krieger, der die strenge Ansicht vertrat, Damen dürften nicht reiten, keine Stiefel tragen und nur sprechen, wenn sie dazu aufgefordert wurden. Brynna war sich noch nicht ganz im Klaren darüber, ob der Sommer, der ihr manch einen Zwist mit dem Befehlshaber ihres Onkels eingebracht hatte, bislang furchtbar oder eher aufregend gewesen war. Als Tochter von Lord Richard Dumont, des mächtigsten Streiters in ganz England, war Brynna keiner Konfrontation abgeneigt, genau wie ihr Vater.

Doch all dies war jetzt nicht von Bedeutung. Brynna befand sich auf dem Heimweg zu ihrem Vater, aus diesem Grund missfiel ihr die Verzögerung durch den umgestürzten Baum. Doch wenn sie ehrlich blieb, musste sie zugegeben, dass sie sich sehr wohl noch eine Weile gedulden konnte, immerhin vermochte sie auf diese Weise den schönen Tag in der Natur auszukosten.

Sir Nathans rüder Tonfall verfolgte Brynna weiter, als sie tiefer in den Wald drang und ein kleines Tal erreichte, wo die herüberschallende Stimme sich mit den Rufen der Eichelhäher vermischte. Ganz überwältigt von der herrlichen Gegend, ließ sie den prachtvollen Anblick einer Blumenwiese auf sich wirken, auf der weiße, duftende Kamille und blau blühender Flachs standen. Brynna lächelte und raffte die Röcke, um durch die üppig blühende Niederung zu laufen. Im Schatten einer alten Weide sank sie auf die Knie und legte sich schließlich ins hohe Gras, ganz hingerissen von dem Meer aus weißen und blauen Blütenblättern, die ihre Wangen kitzelten.

Da erregte ein eigentümliches Geräusch ihre Aufmerksamkeit. Zunächst glaubte sie, dass sie träumte. Sie setzte sich auf und schaute sich verdutzt um, denn sie wähnte sich allein in dem kleinen Tal. Ein betörendes Lachen erklang in der duftschweren Luft und zog Brynna, wie durch die Macht des Sirenengesangs, zu einer großen Gruppe Johannisbeersträucher hin. Das Lachen des Mannes war auf wundervolle Weise einladend. Kein Zweifel, es musste sich um die Stimme eines Mannes handeln, denn der Tonfall war tief und volltönend. Aber im Gegensatz zu dem schroffen Befehlston, der in der Festung ihres Onkels Robert herrschte, klang diese Stimme keinesfalls rau oder barsch in Brynnas Ohren.

Mit angehaltenem Atem kniete sie nun vor dem dichten Buschwerk und bog vorsichtig die Zweige auseinander.

Fürwahr, es handelte sich um einen Mann. Nur wenige Schritte von den Büschen entfernt ließ er sich in einem See auf dem Rücken treiben, umschmeichelt von der glitzernden Sonne und den abgefallenen Blütenblättern des Weißdorns auf den sanften Wellen des Wassers. Bei dem Anblick des bloßen männlichen Körpers stieg Brynna eine heftige Röte in die Wangen, und vor Staunen blieb ihr der Mund offenstehen. Golden schillernde Lichtstrahlen fingen sich auf der wohlgestalteten Brust und den muskulösen Oberarmen. Den Kopf rücklings untertauchend, nahm der Mann Wasser in den Mund, um es im nächsten Moment einer Fontäne gleich wieder auszuspucken.

Brynna seufzte, während sie die malerische Szene auf sich wirken ließ. Im gesamten Uferbereich der kleinen Bucht wuchsen die Büsche des Weißdorns mit zierlichen rosafarbenen und weißlichen Blüten, die in der sanften Brise abgeschüttelt wurden. Schneeflocken gleich schwebten Hunderte von winzigen Blüten durch die Luft, erreichten die Wasseroberfläche und bildeten einen wahren Blütenteppich. Und dort, in der Mitte dieses Garten Edens, befand sich der atemberaubendste Mann, den Brynna je zu Gesicht bekommen hatte. Obgleich er allein schwamm, gab er sich so unbekümmert und verspielt, als wären noch andere bei ihm, um den wunderschönen Tag gemeinsam mit ihm zu genießen. Tief tauchte er in das klare blaue Wasser ein und verschmolz mit einer Welt, die nur er allein zu kennen schien. Wie ein Fisch, auf dessen schillernden Schuppen sich das Sonnenlicht brach, entschwand er immer tiefer in seinem Reich.

Augenblicke verstrichen, in denen Brynna die glitzernde Wasseroberfläche nach Anzeichen des unbekannten Tauchers absuchte. Erschrocken erhob sie sich und nahm sogar in Kauf, ihr Versteck hinter dem Buschwerk preiszugeben. Wo blieb der Fremde nur so lange? Schon war sie im Begriff, in das Wasser zu springen, doch sie zögerte, da sie gar nicht schwimmen konnte. Plötzlich schoss der Mann wieder an die Oberfläche, dass es nur so spritzte und kristallenen Tropfen gleich aus seinem tiefschwarzen Haar rann. Er kam sogar so weit aus dem Wasser, dass Brynna seinen harten, flachen Bauch sehen konnte. Mit einer raschen Körperdrehung verschwand er erneut in den Tiefen, um schon im nächsten Moment wieder aufzutauchen.

Brynna glaubte, einem Meeresbewohner aus der Welt der Sagen, einem Nix, beim Baden zuzuschauen. Vielleicht hatte der Unbekannte unterhalb der Wasseroberfläche einen großen, schuppigen Fischschwanz, der im Sonnenlicht in Regenbogenfarben schillern würde.

Und tatsächlich wirkte dieses Wesen glücklicher in seiner Wasserwelt, als jedes menschliche Wesen es sein könnte. Ungetrübte Freude ließ sein Antlitz erstrahlen, und sein betörendes Lächeln löste ein wohliges Kribbeln auf Brynnas Haut aus und brachte ihr Blut in Wallung. Nie zuvor hatte sie eine solche Verzückung im Gesicht eines Mannes wahrgenommen, als wenn er von etwas berauscht war. Das Wasser erschien ihr wie seine Geliebte, die jede Stelle seines Leibes mit Küssen verwöhnte. Nun schloss er die Augen und gab sich ganz seinem Glück hin. Als er die Lider wieder aufschlug, wandte er sein Antlitz der wärmenden Sonne zu.

Wie berauscht starrte Brynna ihn an, nahm die Farbe seiner Augen wahr, die himmelwärts gerichtet waren. Es waren Augen, die das tiefe Blau des Firmaments aufnahmen und gleichzeitig das unergründliche Grün des Meeres widerspiegelten. Sie wünschte, für immer dort stehen zu können, um diesen Mann zu betrachten, der in seinen Fantasien versunken war. Eine Hitze durchströmte ihren Körper, die ihr bislang unbekannt gewesen war.

In diesem Moment riss der Hufschlag eines herannahenden Pferdes auf der gegenüberliegenden Seite des Sees Brynna aus ihren herrlichen Träumereien. Unwillkürlich drehte sie den Kopf in die Richtung, aus der der Eindringling kam.

Aus den Schatten der Bäume löste sich eine Frau, die auf einem weißen Wallach saß – eine Erscheinung wie aus einem Märchen. Hellblondes Haar fiel ihr in seidiger Fülle über den Rücken und reichte...



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