Rayven | Bad Romeo - Ich werde immer bei dir sein | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2, 416 Seiten

Reihe: Bad Romeo

Rayven Bad Romeo - Ich werde immer bei dir sein

Band 2
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-10-403469-0
Verlag: S.Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Band 2

E-Book, Deutsch, Band 2, 416 Seiten

Reihe: Bad Romeo

ISBN: 978-3-10-403469-0
Verlag: S.Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Love is dangerous! Monatelang hat Cassie Taylor versucht, eine ganz normale Beziehung mit Ethan Holt zu führen. Ein Gefühlschaos der Sonderklasse. Jetzt, zutiefst gedemütigt und verletzt hat sie jeden Kontakt zu dem unnahbaren Schauspieltalent abgebrochen. Wenn ihr Herz schon in Scherben liegt, soll er wenigstens nicht auch noch darauf herumtrampeln. Doch dem Bad Boy nicht wieder gefährlich nah zu kommen, ist schwer. Vor allem, wenn man an derselben Schauspielakademie ist und für dieselben Inszenierungen gecastet wird. Und Ethan Holt ist und bleibt so attraktiv und begehrenswert, dass es Cassie den Atem verschlägt. Doch er ist auch unberechenbar. Wird sie ihm widerstehen können? Band 2 der prickelnden Erfolgsserie aus den USA: mitreißend, sexy, verhängnisvoll!

Leisa Rayven lebt am anderen Ende der Welt, in Brisbane, Australien. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. »Da ich als junge Frau oft nicht wusste, wohin ich gehöre, erschien es mir einfacher, verschiedene Identitäten zu spielen als eine eigene Identität zu entwickeln. Das gilt besonders, wenn man wie ich unter einem wilden Temperament leidet, eigentlich aber schüchtern und introvertiert ist.« Bekannt wurde Leisa Rayven jenseits des Broadways, als einer ihrer Texte quasi über Nacht bei mehr als 2 Millionen Internetlesern eine Welle der Begeisterung auslöste. Später entstand daraus ihr erstes Romanprojekt: ?Bad Romeo?.
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3 Masken


Die Schauspielausbildung an der Grove ist die angesehenste im ganzen Land, daher ist der Anspruch hier natürlich extrem hoch. Obwohl wir das alle wissen, glaube ich nicht, dass auch nur einer von uns damit gerechnet hätte, wie schwierig manche Kurse tatsächlich werden würden. Besonders jetzt der mit Masken.

Entgegen Erikas Ankündigung, dass es mit der Zeit einfacher werden würde, haben wir alle noch immer arg zu kämpfen. Ethan ist mit Abstand am schlechtesten. Erika treibt ihn mehr an als alle anderen, was bedeutet, dass er immer miesere Laune bekommt.

Er verhält sich mir gegenüber distanziert, und obwohl ich ihm deutlich gemacht habe, dass ich gern mehr Kontakt hätte, entwischt er mir wie ein Fisch. Wir halten nie Händchen, außer ich lege es darauf an – was ich so oft wie möglich tue. Wenn ich schon nicht den Rest seines Körpers haben kann, dann will ich, verdammt nochmal, wenigstens seine Hand halten.

»Erika hasst mich«, mault er, während wir gemeinsam zur Büchse, dem Campus-Hauptgebäude, rübergehen, um unsere Freunde zum Mittagessen zu treffen.

»Das stimmt nicht.«

»Wieso zwingt sie mich dann dazu, mit dieser bescheuerten Maske zu arbeiten? Wut, Traurigkeit, Aggression; das wären alles Emotionen, die ich brillant abliefern könnte.«

»Ja, aber sie weiß, dass du ein Problem mit Verletzlichkeit hast. Du solltest dich dieser Herausforderung stellen. Überleg mal, wie toll es wäre, wenn du den Durchbruch schaffst. Dann wärst du bestimmt der Beste der Klasse.«

Er schüttelt den Kopf. »Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, geht gegen Null. Ich kann das einfach nicht, Cassie. Genaugenommen, weiß ich nichts über Verletzlichkeit.«

Ich ziehe mein Smartphone aus der Tasche und google den Begriff. »Verletzlich. Adjektiv, bedeutet, empfänglich dafür zu sein, verletzt oder verwundet zu werden; offen für moralische Angriffe, Kritik, Versuchung. O wow! Neben der Definition ist ein Bild von dir.«

»Sehr lustig.«

»Danke. Ich geb mir Mühe.«

Wir sind schon fast bei der Büchse angekommen, als ich eine Gruppe Zweitsemester neben der Eingangstür bemerke. Ich erkenne Olivia, Ethans mehr als nur ein bisschen verbitterte Exfreundin. Sie runzelt die Stirn, als sie sieht, dass Ethan meine Hand hält.

»Kaum zu glauben«, sagt sie, als wir näher kommen. »Ich dachte, die Geschichten, dass du eine Freundin hast, wären alle erfunden. Aber jetzt sehe ich dich hier mit demselben Mädchen wie Anfang des Jahres. Du gibst dir wirklich Mühe, sie richtig zu verkorksen, ehe du sie fallenlässt, hm? Ich meine, was du mir angetan hast, war ja schon schlimm, aber das mit ihr? Sie wird dich noch jahrelang verfluchen. Dafür leg ich meine Hand ins Feuer.«

Ethan fasst meine Hand fester und murmelt: »Und der Tag wird immer besser.« Er zieht mich weiter, und wir gehen durch die Eingangstür. Dabei spüre ich die ganze Zeit Olivias Blick auf uns.

»Sie hasst dich wirklich, oder?«

Er nickt. »Ja, naja. Sie hat auch guten Grund dazu.« Dann murmelt er noch, dass er dringend was zu essen braucht, und verschwindet in der Menge.

Ich schlage mich zur anderen Seite der Cafeteria durch, wo ich Jack, Lucas, Connor, Aiyah, Miranda und Zoe an unserem üblichen Tisch in der Ecke entdecke.

Jack schaut sich angewidert um. »Verdammt, dieser Ort ist echt frustrierend. Ich meine, hat der Studentenrat denn nichts Besseres zu tun, als alles zu dekorieren? Hier drinnen sieht’s aus, als wäre eine riesige Glitzerfee explodiert.«

»Es ist immerhin bald Dezember«, entgegnet Aiyah. »Das ist doch festlich.«

»Festlich?« Jack macht eine ausladende Bewegung über den Tsunami aus Lametta und Christbaumkugeln, der über den Raum hereingebrochen zu sein scheint. »Das grenzt an Psycho-Terror. Gestern hing hier noch die Thanksgiving-Deko, und heute laden sie diese Tonnen an Glitter-Weihnachts-Zeug hier ab. Niemand braucht dieses beschissene Lametta! Wenn ich heute Nachmittag mit Glitter in den Haaren beim Rugby-Training auftauche, beschwere ich mich persönlich beim Direktor. Ich werde nicht als lebende Discokugel in die Geschichte der Grove eingehen – auch wenn es mir vermutlich phantastisch stehen würde.«

Alle lachen ausgelassen. Nach einer Weile fragt Lucas: »Und, was macht ihr so am Wochenende? Jack, hast du die rothaarige Tanz-Studentin endlich überreden können, mit dir auszugehen?«

Jack grinst triumphierend. »Ja, Mann, hab ich. Ich führe sie in dieses neue italienische Restaurant aus. Ein bisschen Wein, ein bisschen Pasta. Und danach lasse ich den berüchtigten Avery-Charme spielen, so dass am Ende des Abends die Ballett-Strumpfhosen runtergelassen werden.«

Miranda zieht missbilligend die Augenbrauen zusammen. »Dir ist schon klar, dass eine Einladung zum Essen nicht bedeutet, dass du sie auch flachlegen darfst, oder?«

Jack schnaubt verächtlich. »’Türlich ist mir das klar. Außerdem mag ich sie wirklich. Wenn es mir nur um Sex gehen würde, müsste ich mir doch gar nicht so viel Mühe mit dem Ausgehen machen, oder? Ich würde sie einfach zu mir einladen, ein bisschen mit ihr schauen und hoffen, dass sie in Stimmung kommt.«

Connor stupst Lucas mit dem Ellenbogen an. »Und bei dir, Kumpel? Triffst du dich mit dieser Braut aus der Kunstklasse? Die mit den Dreadlocks?«

Lucas lehnt sich zurück und legt demonstrativ die Hände an die Brust. »Ach, süße, süße Mariah. Ich fahre übers Wochenende mit ihr weg. Wir machen eine Weintour mit Bed and Breakfast. Das volle Programm.«

Jack runzelt fragend die Stirn. »Mann, das ging aber schnell. Geht ihr nicht erst seit zwei Wochen miteinander aus?«

»Was soll ich sagen, Alter? Wenn es passt, passt es. Sie ist toll. Ich vergeige sicher so einiges, aber wenn es darum geht, mich um die Bedürfnisse einer Frau zu kümmern, geb ich Vollgas.«

Ich zucke innerlich zusammen, als ich die anderen so reden höre, weil es mich daran erinnert, dass Ethan mich noch kein einziges Mal zu einem richtigen Date ausgeführt hat, obwohl wir jetzt offiziell schon über einen Monat zusammen sind. Meistens treffen wir uns bei mir oder bei ihm zu Hause und hängen auf der Couch rum. Fernsehen. Lesen. Lernen. Wenn ich Glück habe, machen wir ein bisschen rum, aber das ist dann auch schon alles.

Wirklich ziemlich frustrierend.

»Was ist mit Holt und dir?«, fragt Connor und schiebt sich ein paar Pommes in den Mund. »Irgendwelche hochromantischen Pläne fürs Wochenende?« Sein Tonfall lässt erahnen, dass er die Antwort bereits kennt.

Ich schaue zu Ethan rüber, der vor der Kasse in der Schlange steht. »Äh, ich weiß es nicht genau. Wir haben noch nicht drüber gesprochen, ehrlich gesagt.«

»Ah ja.« Connor konzentriert sich wieder auf sein Essen, und ich ärgere mich ein wenig, dass er überhaupt gefragt hat.

Ist es wirklich so offensichtlich?

Sieht hier jeder, wie unromantisch Ethan ist?

Wenn ich den anderen erzählen würde, dass er sich am Morgen, nachdem wir das erste Mal Sex hatten, klammheimlich aus dem Staub gemacht hat, würde es niemanden wirklich überraschen.

Es ist so, als wäre unsere Beziehung wie diese vertrackten Logik-Paradoxien.

Während die anderen weiter über ihre Wochenendpläne plaudern, entschuldige ich mich und schiebe mich zu den Toiletten durch. Ich habe immer gewusst, dass Ethan es nicht so damit hat, seine Zuneigung in der Öffentlichkeit zu zeigen. Aber ich dachte immer, dass sich das ändern würde, sobald wir offiziell ein Paar wären.

Offensichtlich nicht.

Als ich die Kabine verlasse, steht Olivia am Waschbecken. Sie ist vornübergebeugt und zieht sich offenbar gerade irgendwas in die Nase. Als sie sich aufrichtet, entdeckt sie mich und wischt sich schnell über die Nase. »Hey.«

Ich atme tief durch und schiebe mich an ihr vorbei, um mir die Hände zu waschen. »Vielleicht solltest du das irgendwo machen, wo dich nicht alle sehen können.«

»Mach ich normalerweise auch, aber es ist ja nicht verkehrt, wenn du gleich mal siehst, was dich erwartet, wenn Holt mit dir fertig ist. Das wird nicht schön.«

Ich schüttle nur den Kopf und wasche mir so schnell wie möglich die Hände. »Ich nehm keine Drogen.«

»Noch nicht. Wart nur ab.«

Ich trockne mir die Hände mit einem Papiertuch und versuche, nicht darauf zu achten, dass sie sich eine weitere Line reinzieht.

Als ich Olivia vor ein paar Monaten das erste Mal getroffen habe, ist mir gleich aufgefallen, wie hübsch sie war. Ihr gegenüber fühle ich mich irgendwie minderwertig. Meine Haare waren langweilig straßenköterbraun, ihre leuchteten schwarz und geschmeidig. Meine Figur war eher kurvig und normal proportioniert, sie hingegen war mindestens zehn Zentimeter größer als ich und hatte diese zerbrechliche Eleganz, die ich schon immer an dünnen Frauen bewundert habe. Ich kann mir vorstellen, dass sie neben Ethan phantastisch ausgesehen haben muss. Beide perfekt und schön.

Traurigerweise sieht die Frau, die jetzt vor mir steht, ganz anders aus. Ihre Haare sind irgendwie fettig und ungepflegt, ihre Haut glänzt rotfleckig, und aus der zerbrechlichen Eleganz sind eingefallene Wangen und herausstehende Knochen geworden. Was auch immer es für Dämonen sind, die sie aus ihrer Zeit mit Ethan verfolgen, sie scheinen sie von innen aufzufressen.

Als ich mich zum Gehen wende, verspüre ich einen Anflug von Mitgefühl. »Pass auf dich auf, Olivia, okay?«

Bevor ich...


Rayven, Leisa
Leisa Rayven lebt am anderen Ende der Welt, in Brisbane, Australien. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. 'Da ich als junge Frau oft nicht wusste, wohin ich gehöre, erschien es mir einfacher, verschiedene Identitäten zu spielen als eine eigene Identität zu entwickeln. Das gilt besonders, wenn man wie ich unter einem wilden Temperament leidet, eigentlich aber schüchtern und introvertiert ist.' Bekannt wurde Leisa Rayven jenseits des Broadways, als einer ihrer Texte quasi über Nacht bei mehr als 2 Millionen Internetlesern eine Welle der Begeisterung auslöste. Später entstand daraus ihr erstes Romanprojekt: ›Bad Romeo‹.

Hamer, Tanja
Tanja Hamer, Jahrgang 1980, hat ihr Anglistikstudium in Mainz absolviert und arbeitet seit 2012 als selbständige Übersetzerin. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

Leisa RayvenLeisa Rayven lebt am anderen Ende der Welt, in Brisbane, Australien. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. 'Da ich als junge Frau oft nicht wusste, wohin ich gehöre, erschien es mir einfacher, verschiedene Identitäten zu spielen als eine eigene Identität zu entwickeln. Das gilt besonders, wenn man wie ich unter einem wilden Temperament leidet, eigentlich aber schüchtern und introvertiert ist.' Bekannt wurde Leisa Rayven jenseits des Broadways, als einer ihrer Texte quasi über Nacht bei mehr als 2 Millionen Internetlesern eine Welle der Begeisterung auslöste. Später entstand daraus ihr erstes Romanprojekt: ›Bad Romeo‹.
Tanja HamerTanja Hamer, Jahrgang 1980, hat ihr Anglistikstudium in Mainz absolviert und arbeitet seit 2012 als selbständige Übersetzerin. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

Leisa Rayven lebt am anderen Ende der Welt, in Brisbane, Australien. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden. »Da ich als junge Frau oft nicht wusste, wohin ich gehöre, erschien es mir einfacher, verschiedene Identitäten zu spielen als eine eigene Identität zu entwickeln. Das gilt besonders, wenn man wie ich unter einem wilden Temperament leidet, eigentlich aber schüchtern und introvertiert ist.« Bekannt wurde Leisa Rayven jenseits des Broadways, als einer ihrer Texte quasi über Nacht bei mehr als 2 Millionen Internetlesern eine Welle der Begeisterung auslöste. Später entstand daraus ihr erstes Romanprojekt: ›Bad Romeo‹.
Tanja Hamer, Jahrgang 1980, hat ihr Anglistikstudium in Mainz absolviert und arbeitet seit 2012 als selbständige Übersetzerin. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf südlich von München.



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