Reaves | Star Wars: Shadow Games - Im Schatten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 368 Seiten

Reihe: Star Wars

Reaves Star Wars: Shadow Games - Im Schatten


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8332-3190-2
Verlag: Panini
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 368 Seiten

Reihe: Star Wars

ISBN: 978-3-8332-3190-2
Verlag: Panini
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Javul Charn ist ein gefeiertes Popstarlet und die durchgebrannte Braut eines ausgesprochen brutalen Leutnants des Verbrechersyndikats 'Schwarze Sonne'. Als der Corellianer Dash Rendar sich von Javul als Bodyguard anheuern lässt, ahnt er nicht, dass ihn schon bald seine Vergangenheit einholen wird - und zwar in Person des Schmugglers Han Solo und des Verbrecherkönigs Prinz Xizor. Eine brandgefährliche Mischung, die die Galaxie erzittern lässt ...

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1. Kapitel

„Heute ist der Tag, Eaden. Der Tag, an dem wir Solo übertrumpfen.“

Dash Rendar lehnte sich im Pilotensessel der Vorreiter zurück, das Gefühl der Zufriedenheit war so stark, dass er es beinahe mit Händen greifen konnte. Es war ein gutes Gefühl – fast schon kribbelig –, und er war sicher, dass er es jedes Mal wieder erleben würde, wenn er damit prahlte, wie schnell er den Kessel-Flug beendet hatte. Immerhin war er bekannt als der ultimative Test für das Geschick eines Piloten … und für seine Risikobereitschaft. Jedes Mal, wenn man diesen Flug machte, setzte man seine Fracht, sein Leben und seinen Ruf aufs Spiel, aber man brachte die Ladung auch schneller ans Ziel, als jeder vorsichtigere Pilot es vermochte, und man konnte mit hoch erhobener Nase in jeden Raumhafen stolzieren. Je kürzer der Flug, desto höher die Nase.

„Überheblichkeit“, sagte Eaden Vrill, den feuchten Blick seiner dunklen Augen auf das Taktikdisplay gerichtet. Seine Stimme war ein leises Grollen, besser geeignet für Kommunikation unter Wasser als in der Luft, und man musste sich erst an die harten Reibe- und Zischlaute gewöhnen, um seine Version von Basic zu verstehen. Dash hatte sich daran gewöhnt; er und der Nautolaner waren schon seit geraumer Zeit Partner.

„Zuversicht“, konterte er, ungehalten, dass seine feierliche Träumerei unterbrochen wurde. „Der Falke hat nicht halb so viel zu bieten wie die Vorreiter.“ Soweit es ihn betraf, war Solos Schiff im Vergleich zu seinem stark modifizierten YT-2400 ein flügellahmer Frachtkahn.

Eaden warf ihm einen Blick zu. „Du verwechselst Besitzerstolz mit persönlicher Leistung. Du bist nicht das Schiff, und du hast es auch nicht gebaut. Seine Geschwindigkeit ist das Verdienst von …“

„Das Verdienst meiner fachkundigen Verbesserungen.“

„Ich fürchte, da muss ich widersprechen“, entgegnete der Nautolaner. „Die Verbesserungen sind das Resultat von Reparaturen, die LE-BO2D9 durchgeführt hat. Und der Rest ist ohne jeden Zweifel auf meine überlegenen Navigationsfähigkeiten zurückzuführen.“

Rendar musterte seinen Navigator. „Wer nimmt sich hier zu wichtig, hm? Überheblichkeit am …“

„Das würde voraussetzen, dass ich prahle. Tue ich aber nicht. Du kannst mich gern korrigieren, falls ich deinen farbenfrohen Jargon missverstanden habe, aber jetzt muss ich mich erst mal konzentrieren.“ Er zögerte, dann schob er nach: „Wir betreten die Grube.“

Das war wirklich Grund genug, sich zu konzentrieren, wie Rendar wusste. Er schob sich auf seinem Sessel nach vorne und drückte dabei den Kommknopf auf der Pilotenkonsole. „He, Leebo, wir fliegen in die Grube.“

„Wenn Sie wüssten, wie aufregend ich das finde.“ Der Reparaturdroide antwortete mit der sarkastischen Stimme seines vorigen Besitzers: Kood Gareeda, ein Bühnenkomiker, der ununterbrochen entlang des Outer Rims tourte. Dash kannte seine Show, darum wusste er, dass Kood gut daran tat, nie länger an einem Ort zu bleiben.

„Tja, jetzt weiß ich’s wohl“, erwiderte er.

„Versuchen Sie bitte, das Schiff nicht schon wieder zu beschädigen“, schob Leebo nach. „Und zwingen Sie mich bitte nicht noch einmal, auf etwas zu schießen.“

„Ich werde mein Bestes tun.“ Rendar legte die Finger um den Steuerbügel und deaktivierte den Autopiloten. „Kurs?“, blaffte er Vrill an.

Der nautolanische Navigator tippte die Kurskoordinaten in den Navicomputer ein, woraufhin sie als heller, safrangelber Bogen auf dem Taktikdisplay vor Dash erschienen. Der Pilot runzelte die Stirn, als er die Linie betrachtete. „He, das hier ist kein gemütlicher Urlaubsausflug.“

„Bezieht sich das auf unseren Kurs?“

Rendar seufzte und deutete auf den Monitor des Navicomputers. „Sieh, dir die Linie an. Sieht die für dich rot aus?“

Eaden sah genau hin. „Sie ist nicht rot.“

„Weil du einen sicheren Kurs eingegeben hast.“

„Und warum ist das ein Problem?“

„Weil wir Solos Zeit nicht schlagen werden, wenn wir eine sichere Route nehmen.“

Eaden Vrill blinzelte mit seinen großen kastanienbraunen Augen, und zwei seiner vierzehn tentakelartigen Kopfauswüchse zuckten, als ihre Spitzen sich in Rendars Richtung streckten. „Möchtest du, dass ich einen neuen Kurs berechne?“

„Was ich möchte, ist Solos angeblichen Rekord zu brechen.“

„Ich wollte nur vorsichtig sein. Wir haben eine wertvolle Fracht an Bord, die erst noch bezahlt werden muss.“

„Nur ein weiterer Grund, sie schnell ans Ziel zu bringen“, beharrte Dash, dann gestikulierte er in Richtung des Monitors. „Lösch diesen Kurs, ja? Wir müssen genauso dicht am Schlund vorbei wie Han. Oder noch dichter, falls es geht.“

Eadens missbilligendes Brummen war so tief, dass man es kaum hören konnte, während seine flinken Finger über die Konsole huschten. Erneut legte sich ein Lichtbogen über das Taktikdisplay, aber diesmal war er deutlich flacher, und dort, wo er nahe am Schlund entlang verlief, verdunkelte sich seine Farbe erst von Gelb zu Orange und dann zu einem zufriedenstellenden Karmesinrot.

„Bedenke bitte“, mahnte Vrill, „dass nichts in der Galaxis wirklich statisch ist. Orbitalbahnen von Sternen, Systeme …“

„Sind im Kontext menschlicher und menschenähnlicher Lebensspannen alle vernachlässigbar. Wäre ich ein Cephaloner, würde ich mir vielleicht Sorgen machen. Aber so …“ Dash bewegte die Hand um den Steuerbügel, lenkte die Vorreiter an den flammenden Bogen heran und aktivierte den Hyperantrieb.

Es war nur ein Mikrosprung, der sie in die Nähe der Grube bringen würde. Im Hyperraum an ihrem Rand entlangzufliegen, war so gut wie unmöglich. Zum einen konnte einen das Gravitationsfeld selbst dann in Sekundenschnelle in den Normalraum zurückreißen, wenn man die Sicherheitseinstellungen zurückschraubte – was Dash selbstverständlich getan hatte. Hinzu kam die brutale Strahlung aus dem Nebul rings um das Asteroidenfeld, die mit den Instrumenten spielte. Nein, Rendar wusste, dass man diesen Flug nur mit einem festgelegten Sublicht-Kurs überlebte. Wich man in die eine Richtung von diesem Kurs ab, streifte man wahrscheinlich einen umherirrenden Asteroiden; und ein Schwenk in die andere Richtung brachte einen in das Gravitationsfeld des Schlundes, einer Gruppe von schwarzen Löchern, die den Raum in diesem Bereich verzerrten. Wer diesen Singularitäten zu nahe kam, der musste mit allerlei Unannehmlichkeiten rechnen – zum Beispiel, dass einem die alles zerfetzenden Kräfte, die dort wirkten, jedes Atom bis ins Unendliche lang ziehen würden.

Er zählte gerade den Countdown bis zum Ende des Sprungs mit, da erbebte die Vorreiter unvermittelt, und die Vibration wanderte durch seine Hände in seine Arme. Dash zog die Brauen zusammen. Irgendetwas stimmte nicht. Als er den Mund öffnete, um Eaden darauf aufmerksam zu machen, bäumte sich das Schiff wie ein störrisches Tauntaun auf und fiel aus dem Hyperraum zurück.

„Was zum …“

„Oh, Mutter des Chaos!“, dröhnte Leebos Quäken aus dem Komm, begleitet von einem Schwall statischen Rauschens. „Wir werden angegriffen!“

„Angegriffen von wem?“ Rendar blickte panisch zum Taktikdisplay hoch. Das ergab alles keinen Sinn. Sie waren viel zu weit vom Gravitationsfeld entfernt …

„Imperiale! Ein Kreuzer nähert sich achtern – Interceptor-Klasse!“

Dash fluchte in drei Sprachen und fügte mehrere Wookiee-Heullaute in Shyriiwook hinzu. Die Abfangkreuzer des Imperiums hatten Gravitationsgeneratoren – vier Stück –, die kleinere Schiffe geradewegs aus dem Hyperraum saugen oder sie an der Flucht in denselbigen hindern konnten, indem sie ein falsches Gravitationsfeld vortäuschten. Sie waren geradewegs in eine Falle geflogen – die vermutlich ganz bewusst hier, am Ausgangspunkt des Kessel-Fluges, gestellt worden war, um Schmuggler zu schnappen.

Die Vorreiter legte sich vehement auf die Backbordseite, und Leebo stieß ein schrilles, metallisches Quietschen aus.

Nun ergab das Bild auf dem Taktikdisplay endlich einen Sinn für Dash: Die Vorreiter war so dicht bei der Grube in den Normalraum zurückgekehrt, dass er nur die Lippen spitzen musste, um das Asteroidenfeld zu küssen. Hätte das Gravitationsfeld des Kreuzers sie nur ein paar Sekunden früher erwischt, hätten sie vermutlich etwas getroffen, das groß genug war, um das Schiff zu beschädigen. Ernsthaft zu beschädigen.

Er verscheuchte den Gedanken und konzentrierte sich auf den Bildschirm. Ein Planetoid von der Form eines Eies und der Größe eines altmodischen Generationenschiffes bewegte sich mehrere Hundert Kilometer entfernt auf ihrer Backbordseite durch den Strom kleinerer Asteroiden, wobei er sich träge um die eigene Längsachse drehte. Es dauerte nur einen Sekundenbruchteil, dann hatte Dash seine Entscheidung getroffen. Sie würden sich hinter diesem Planetoiden verstecken und ihn benutzen, um während der Flucht ihre Flanke zu schützen.

Energisch riss er den Steuerbügel nach Backbord und die Schubregler des Ionenantriebs nach vorn, woraufhin die Vorreiter dem eiförmigen Asteroiden entgegensprang, ihre Nase leicht nach unten geneigt, bereit, unter dem gewaltigen Felsbrocken hindurchzutauchen.

Sie waren bereits so nahe, dass die vorgewölbten Flanken des Planetoiden das Cockpitfenster völlig...



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