Régnard-Mayer | Ein Jahr ohne dich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 159 Seiten

Régnard-Mayer Ein Jahr ohne dich


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7427-9801-5
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 159 Seiten

ISBN: 978-3-7427-9801-5
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Stipendium in Boston eröffnet Conny völlig neue Möglichkeiten. Geprägt durch die Krankheit ihrer Mutter kann sie in den USA völlig losgelöst neue Erfahrungen sammeln. Sie lernt neue Freunde kennen und eines Abends auch den attraktiven Paul, der ihre Gefühlswelt innerhalb von Sekunden völlig auf den Kopf stellt ... Während Conny sich in Amerika schnell wohlfühlt, hadert ihre Mutter Christin in Deutschland mit ihrem Schicksal und der Vergangenheit. Geplagt von Selbstzweifeln zieht sie sich immer weiter zurück, bis eine zufällige Begegnung ihr neuen Lebensmut einhaucht. Gerade als ihre Tochter sich auf die Heimreise machen will, wird Boston von einem Erdbeben erschüttert ... Ein Roman über die heilende Kraft der Liebe und die Prüfungen des Lebens. (Band 1) ***************************** Ein Jahr mit dir (Band 2) erscheint voraussichtlich im Herbst 2017 ***************************** Weitere Veröffentlichungen von Rachel Parker: Im Meer des Glücks ***************************** Leserstimmen: Ein gelungener Mix aus Lebensgeschichte, Romantik, Dramatik und Spannung ... Ein wirklich gutes, sehr lebendiges Buch, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat ... Ich war sofort fasziniert von diesem wunderschönen Cover, wollte nun auch die Geschichte dahinter erfahren. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Eine wundervoll flüssig geschriebene Geschichte. Und dass man so eine Krankheit wie MS in eine Geschichte einbindet. Das ist der Autorin wunderbar gelungen, ohne dass man davon abgestoßen wird. Und sie spricht ja aus eigener Erfahrung. Wie gesagt, eine Geschichte, sehr emotional, ehrlich und offen erzählt, aus dem wahren Leben gegriffen ...

Unter dem Pseudonym Rachel Parker schrieb die Autorin ihren ersten modernen unkonventionellen Roman über Liebe, spannenden Charakteren und Medizin. Sie liebte es schon als Kind in fremde Welten abzutauchen. Nach zahlreichen Veröffentlichungen im Genre Medizin und Ratgeber, widme ich mich nun ganz dem Schreiben von Romanen. Zurzeit arbeitet sie am zweiten Band nachdem sie im Juli 2017 den Roman 'Im Meer des Glücks' veröffentlichte.
Régnard-Mayer Ein Jahr ohne dich jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


°Conny°


Der Anflug auf die Ostküste der USA und New York war unbeschreiblich. Auf dieser Seite der Erde war es erst 12:38 Uhr, aber ich gähnte mit den restlichen Passagieren um die Wette. In Frankfurt um 7:35 Uhr losgeflogen, landeten wir um 9:40 Uhr in London. Weiter ging es nach zweistündigem Aufenthalt, dann über den Teich und schon wieder war Mittagsessenszeit. Ich hatte tatsächlich fast den ganzen Flug, der in meine Zukunft führte, gedankenverloren in meiner Vergangenheit verbracht. Hunger hatte ich nicht. Viel zu aufgeregt bangte ich um mein Gepäck und das, was ich von meinem Fenster aus sah, entschädigte mich für jede Müdigkeit. Ich hielt den Atem an. Dort unten erblickte ich zum ersten Mal die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan. »Wow, Constanze, der Anfang ist gemacht. Amerika, ich komme!« sprach ich zu mir selbst.

Der Kapitän machte eine Ansage: »Verehrte Gäste, in circa zehn Minuten landen wir auf dem John F. Kennedy International Airport. Es ist jetzt 12:41 Uhr, bei angenehmen 19°C. Die gesamte Crew bedankt sich bei ihren Passagieren und wir wünschen Ihnen einen unvergesslichen Aufenthalt.«

»Bitte sind sie so nett und legen sie ihre Handtasche unter den Sitz.«

Die Stewardess meinte mich und riss mich aus meinen Tagträumen. Sie lächelte und warte bis ich Gesagtes ausgeführt hatte.

Wir landeten und plötzlich kam ich mir doch recht verloren vor. Schon beim Anblick auf New York grummelte mein Bauch. Ich bekam weiche Beine, als ich die unbeschreiblich großen Hallen und Gänge sah. Allen Kulturen dieser Welt begegnete ich, während ich zur Gepäckausgabe lief. Neben mir wurde französisch gesprochen, dann huschte ein spanisch sprechendes Pärchen an mir vorbei, die Sprachen wechselten mannigfaltig von russisch zu italienisch. Zurzeit verstand ich kaum Deutsch, so verwirrt und verängstigt war ich plötzlich.

»Excuse me!« Es hatte mich jemand angerempelt und schon war dieser Unbekannte in der Menge verschwunden.

Constanze beruhige dich, geh zur Passkontrolle, dann dein Gepäck holen und bring den Zoll hinter dich. Danach ab ins Hotel. Du brauchst dringend eine Dusche und eine Mütze Schlaf.

Mit meinen zwei Koffern stand ich zwei Stunden später vor der Ankunftshalle, nachdem ich die Immigration durchlaufen hatte, um überhaupt in das Land einreisen zu dürfen. Ich kramte meine Notizen aus der Tasche. Zu Hause am PC hatte ich mir die Bus- und Zugverbindungen herausgeschrieben, was jetzt eine große Hilfe war.

»Entschuldigen sie bitte. Ich habe gehört Sie sprechen deutsch?« Ich sprach ein Ehepaar an, das an einem Taxistand wartete und sich in meiner Sprache unterhielt.

»Wie können wir Ihnen helfen?«, antwortete die Frau.

»Ich suche die Haltestelle ´Jamaica` der Air Train.«

»Sie gehen hier nach rechts, nach circa hundert Metern kommt eine Rolltreppe, die führt sie zur Air Train nach unten. Unten sehen Sie dann das Hinweisschild zur Haltestelle ´Jamaica`. Ich glaube es ist der linke Gang.«

»Vielen Dank, Sie haben mir sehr geholfen.«

Ich schnappte mein Hab und Gut und ging in die gezeigte Richtung. Nach etwa fünf Minuten saß ich endlich im Zug nach New York City. Mein Hotel lag im zentralen Bereich von Brooklyn. Unterwegs musste ich nochmals umsteigen, dann traf ich vollkommen erschöpft und müde im "The New York Loft Hostel" ein. Welch hektische Stadt habe ich mir denn hier ausgesucht? Der Lärm dröhnte mir in den Ohren und mit letzter Kraft und gestammeltem Englisch meldete ich mich an der Rezeption an.

»How are you?«, begrüßte mich eine nette Frauenstimme.

»Hello. Mein Name ist Constanze Winterstein. Ich habe ein Einzelzimmer für fünf Tage in ihrem Hostel gebucht. «

»Hier gebe ich Ihnen das Anmeldeformular, das Sie gerne auf ihrem Zimmer ausfüllen können. Ich benötige bitte Ihren Reisepass, den Sie später zurückbekommen. Sie haben das Zimmer Nummer 308 im 3. Stock. Der Aufzug befindet sich dort am Ende der Halle.«

»Vielen Dank.« Mehr brachte ich nicht mehr über die Lippen. Zu müde war ich in der Zwischenzeit und wollte nur noch schlafen.

 »You are welcome«, wurde ich freundlich verabschiedet.

Am nächsten Morgen war ich schon um sechs Uhr wach. Gemütlich ging ich duschen. Das große Badezimmer am Ende des Flurs hatte ich um diese Uhrzeit noch für mich alleine. Schnell waren die Haare geföhnt und ich ging zum Frühstück nach unten.

»Hier ist ja mächtig was los!«, murmelte ich vor mich hin. Der Frühstücksraum war um diese Uhrzeit offensichtlich von den Nachteulen gut besucht. Kleine bunte Tische waren arrangiert direkt neben dem großen Buffet an der hinteren Wand des großen Raums. Große Fenster sorgten für viel Licht und Pflanzen als Abgrenzung zwischen den Tischgruppen für Behaglichkeit. Leise Musik spielte im Hintergrund.

»Hi, ich bin Conny, ist bei euch noch ein Platz frei?«

»Klar, wir gehen jetzt schlafen, waren die ganze Nacht in der City unterwegs.«

»Wow. Und mächtig getankt, was?! Könnt ihr mir noch einen Tipp geben, womit ich heute und um diese Zeit mit dem Besichtigen von New York beginnen könnte?«

Eines der Mädchen antwortete mir: »Ich würde dir empfehlen, nach dem Frühstück gleich mit der U-Bahn 278 zur Freiheitsstatue zu fahren. Dann ist dort noch nicht so viel los. Ach ja, ich bin Peggy und habe Zimmer 138, bei Fragen einfach klopfen!«, und schon war sie verschwunden.

Gesagt, getan! Aber zuvor schrieb ich meiner Mutter noch eine kurze Mail an einem PC, der allen Gästen zur Verfügung stand. Sie sollte wissen, dass ich gut angekommen war und in einem netten Hotel wohnte.

Kurze Zeit später gegen 8:00 Uhr lief ich zwei Blocks weiter zur U-Bahn und fuhr bis zur Brooklyn Bridge. Die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich zwischen den hohen Häusern. Ein besonderer Großstadtgeruch lag in der Luft. Ich überquerte die Brücke, die mit einer beachtlichen Länge die Stadtteile Manhattan und Brooklyn verbindet. Unter der Brooklyn Bridge fließt dunkel und dominant der East River und der Blick auf die Skyline von Manhattan war spektakulär. Zu Fuß ging es weiter zum New Yorker Hafen und dort bestieg ich die Fähre ´attery Park – Liberty Island´, Richtung New York. Die Fahrt und der Fußweg zur Fähre waren unbeschreiblich aufregend. Ich hatte noch nie so eine laute, pulsierende Stadt erlebt. Überall Menschen, Autos, Leuchtreklamen, die auch am Tage leuchteten, und gigantische Werbetafeln. Die Gerüche waren mir so fremd und wieder beschlich mich das mulmige Gefühl, das mich schon beim Landeanflug heimgesucht hatte. Doch ich schritt weiter meines Weges und sprach mir selbst Mut zu. Du hast es so gewollt, nun musst du auch hier durch, mit allen Vor- und Nachteilen.

Von der Fähre aus hatte ich einen sagenhaften Blick auf die Skyline von New York. Es waren Gebäude, die in den Himmel wuchsen, so schien mir. Der Hudson River glitzerte im Morgenlicht. Weiße kleine Schaumkronen zeigten sich im Wasser, und die Gischt spritzte an beiden Seiten des Schiffs bis zur Reling hoch. Die Luft war warm und der Wind strich mir zärtlich um den Kopf, so als ob er mein aufgewühltes Inneres beruhigen wollte. Peggy hatte Recht, es waren erst wenige Touristen unterwegs, und die meisten New Yorker waren offensichtlich schon bei ihrer Arbeit.

Dann sah ich sie, die Freiheitsstatue, genannt ´Statue of Liberty`. Sie kam immer näher, und nach etwa einer halben Stunde Fahrzeit legten wir an der Insel an. Ich schlenderte gemütlich zum Sockel, um mir die vielen Gedenktafeln anzusehen. Aber immer wieder schaute ich über den Hudson River zur Stadt oder zum New Yorker Hafen, die mich magisch anzogen. Anschließend begann ich mit dem Aufstieg im Treppensystem, das mich bis zum Kopf der Statue brachte. Der Aufgang zur Fackel war leider gesperrt. Erstmals genoss ich den grandiosen Ausblick auf die gesamte Stadt und das anstrengende Treppensteigen war vergessen.

Viele Gedanken schossen mir durch den Kopf. Ich schaute Richtung Europa und dachte an meine Mutter und meinen Bruder. Was beide wohl gerade tun würden? Es war dort schon Abend. Ich vermisste sie sehr. Ach hätte ich sie beide jetzt doch an meiner Seite und wir könnten zu dritt diese Reise erleben. Für Mama wäre so eine Reise zu anstrengend - sie würde sicher ständig über ihre Grenzen gehen, um mit uns beiden mitzuhalten. Auch der Jetlag, der nach dem Rückflug nach Deutschland nicht ausbleibt, würde ihre Kräfte übersteigen. Aber sie würde solche Momente wie hier in diesem Augenblick sicher genießen.

Direkt nach dem Abstieg kaufte ich Ansichtskarten. Ich schrieb diese an meine kleine Familie und meine Großeltern, erzählte ihnen von meinen ersten Eindrücken, während ich mir ein verspätetes Mittagessen in einem kleinen Lokal gönnte, das ich auf dem Rückweg zum Hotel in Chinatown entdeckt hatte. Auch in diesem bunten lauten Stadtteil pulsierte das Leben, exotisch...


Régnard-Mayer, Caroline
Unter meinem Pseudonym Rachel Parker schrieb ich meinen ersten modernen unkonventionellen Roman über Liebe, spannenden Charakteren und Medizin. Ich liebte es schon als Kind in fremde Welten abzutauchen. Nach zahlreichen Veröffentlichungen im Genre Medizin und Ratgeber, widme ich mich nun ganz dem Schreiben von Romanen.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.