Rihs | Selektive schulische Integration geistig behinderter Kinder | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 388 Seiten

Rihs Selektive schulische Integration geistig behinderter Kinder

Variierende Zuweisungsentscheidungen beim Kindergarteneintritt
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-658-13390-0
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Variierende Zuweisungsentscheidungen beim Kindergarteneintritt

E-Book, Deutsch, 388 Seiten

ISBN: 978-3-658-13390-0
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Nicole Rihs untersucht, wie Zuweisungsentscheidungen variieren, wenn geistig behinderte Kinder beim Kindergarteneintritt integrativer oder separativer Sonderschulung zugewiesen werden. Es zeigen sich Verflechtungen von Merkmalen und Mechanismen. Beteiligt sind nicht nur Aspekte des Kindes, sondern auch der Familie, der Schule und lokaler Gegebenheiten und es treffen Interessen aufeinander, die nicht nur beim Kind liegen. Feldstatistische Erkenntnisse und ein Diskriminanzmodell geben Hinweise auf bedeutende Merkmale zugewiesener geistig behinderter Kinder und sechs Zuweisungsmuster beschreiben Prozesse in einem komplexen Bedingungsgefüge. Die Datenlage basiert auf einer Dokumentenanalyse mit ergänzender mündlichen Befragung bei kantonalen Stellen, einer schriftlichen Befragung zu Zuweisungsfällen bei Heilpädagogischen Früherziehungsdiensten sowie einer Interviewstudie mit Eltern und Akteuren der Schule von zugewiesenen Kindern. 

Nicole Rihs ist Sonderpädagogin, in der Bildung & Beratung und als Projektleiterin tätig.

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1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Tabellenverzeichnis;12
3;Abbildungsverzeichnis;14
4;1 Einleitung;15
5;2 Verständnis von „geistige Behinderung“;20
6;3 Integrative und separative Sonderschulung geistig behinderter Kinder im Kindergarten;29
6.1;3.1 Zwei Sonderschulformen;29
6.1.1;3.1.1 Definition zu „schulische Integration“;29
6.1.2;3.1.2 Schulische Integration in demokratisch-politischer, human-ethischer und pädagogischer Denktradition;33
6.1.3;3.1.3 Wirksamkeit schulischer Integration bei geistig behinderten Schülerinnen und Schülern;34
6.2;3.2 Kantonale Zuweisungsverfahren zum Schulort bei Sonderschulung;36
6.2.1;3.2.1 Bildungsangebote und Ressourcierung bei geistig behinderten Kindergartenkindern in der Schweiz vor dem Hintergrund bildungspolitischer Entwicklungen;38
6.2.2;3.2.2 Rechtliche Situation und konzeptuelle Grundlagen für integrative Sonderschulung;45
6.2.3;3.2.3 Anmerkungen zum formellen Zuweisungsverfahren;47
6.3;3.3 Feldstatistische Ausgangslage bei geistig behinderten Schülerinnen und Schülern mit integrativer und separativer Sonderschulung;49
6.3.1;3.3.1 Angaben zum Personenkreis differenziert nach integrativer und separativer Sonderschulung;52
6.3.2;3.3.2 Angaben zu weiteren Variablen des Personenkreises;56
6.3.3;3.3.3 Hinweise zur Wahl der Schulform;61
6.4;3.4 Anmerkungen zu Bildungsgerechtigkeit und zu Analysen der Unterscheidungspraxis bei Zuweisungen geistig behinderter Kindergartenkinder zu einer Sonderschulform;65
6.4.1;3.4.1 Bildungsgerechtigkeit in Bezug auf geistig behinderte Schülerinnen und Schüler;66
6.4.2;3.4.2 Strukturkategorien und Diskriminierungsrelevanz in intersektionellen Analysen;72
6.5;3.5 Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse und Zwischenfazit;76
7;4 Entscheider, Entscheidungsprozess und Argumentation;83
7.1;4.1 Position und Merkmale von Gatekeepers im Entscheidungsfindungsprozess;83
7.2;4.2 Entscheiden;86
7.2.1;4.2.1 Entscheiden als soziales Handeln;86
7.2.2;4.2.2 Komponenten und Komplexität im Entscheidungsfindungsprozess;87
7.2.3;4.2.3 Psychologische Aspekte im Entscheidungsverhalten;92
7.2.4;4.2.4 Kollektiventscheidung;96
7.2.5;4.2.5 Überlegungen zur Situation von Zuweisungsentscheidungen zu integrativer und separativer Sonderschulung;98
7.3;4.3 Argumentation als nachträgliche Legitimation von Entscheidungen;101
7.3.1;4.3.1 Begriffliche Differenzierungen;102
7.3.2;4.3.2 Argumentation im Alltag;104
7.3.3;4.3.3 Strukturschema nach Toulmin (1996) zur Argumentationsanalyse;105
8;5 Theorieansätze zur Erklärung von Zuweisungsentscheidungen;108
8.1;5.1 Variierende Zuweisungsentscheidungen zu Sonderschulformen bei geistig behinderten Kindergartenkindern als Folge individuell getroffener und rationaler Entscheidungen;111
8.1.1;5.1.1 Grundannahmen der Rational-Choice-Theorie;111
8.1.2;5.1.2 Rational-Choice-Theorie-Varianten zur Erklärung von Bildungsentscheidungen und Bildungsungleichheiten;113
8.1.3;5.1.3 Überlegungen zur Anwendung des individualtheoretischen Ansatzes auf variierende Zuweisungen zu integrativer und separativer Sonderschulung beim Kindergarteneintritt geistig behinderter Kinder;118
8.2;5.2 Kapital und Habitus unter der Bedingung geistiger Behinderung und das schulische Feld in Bezug auf den Schulort zur Sonderschulung bei geistiger Behinderung;122
8.2.1;5.2.1 Begriffe und ihre Anwendung auf geistig behinderte Schülerinnen und Schüler;123
8.2.2;5.2.2 Das schulische Feld und der Schulort zur Sonderschulung bei geistiger Behinderung;130
8.2.3;5.2.3 Überlegungen zum Erklärungsgehalt bei variierenden Zuweisungen geistig behinderter Kindergartenkinder im schulischen Feld;136
8.3;5.3 Mögliche Mechanismen „institutioneller Diskriminierung“ bei Zuweisungen geistig behinderter Kindergartenkinder zu integrativer und separativer Sonderschulung;138
8.3.1;5.3.1 Ausgangspunkte des Ansatzes „institutionelle Diskriminierung“;139
8.3.2;5.3.2 Überlegungen zu Interessen der Schule und zu funktional genutzten, askriptiven Merkmalen bei integrativer und separativer Sonderschulung von geistig behinderten Kindergartenkindern;144
8.3.3;5.3.3 Der Ansatz „institutionelle Diskriminierung“ als Erklärungsbeitrag bei variierenden Zuweisungsentscheidungen beim Eintritt geistig behinderter Kinder in den Kindergarten;148
8.4;5.4 Möglichkeiten des Erziehungssystems zum Umgang mit Komplexität unter Berücksichtigung des Schulortes zur Sonderschulung geistig behinderter Kindergartenkinder;150
8.4.1;5.4.1 Begriffsklärungen und systemtheoretische Funktionsprinzipien;150
8.4.2;5.4.2 Aspekte des Erziehungssystems;154
8.4.3;5.4.3 Systemtheoretische Überlegungen zur Situation variierender Zuweisungen bei der Sonderschulung geistig behinderter Kindergartenkinder;160
8.5;5.5 Betrachtung von Zuweisungen zu Kindergartenplätzen zur Sonderschulung unter der Bedingung von Stigma und Stigmatisierung bei geistiger Behinderung;163
8.5.1;5.5.1 Stigma und Stigmatisierung;164
8.5.2;5.5.2 Stigmamanagement und soziale Reaktionen bei Zuweisungen geistig behinderter Kindergartenkinder zu einer Sonderschulform als gemischt soziale Interaktionen;167
8.5.3;5.5.3 Erklärungsgehalt des Stigmaansatzes bei variierenden Zuweisungsentscheidungen zu integrativer und separativer Sonderschulung im Kindergarten;173
8.6;5.6 Gegenüberstellung der dargelegten Ansätze hinsichtlich ihres Erklärungsgehalts bei Zuweisungsentscheidungen geistig behinderter Kindergartenkinder zu integrativer und separativer Sonderschulung;177
9;6 Implikationen aus bisherigen Erkenntnissen;191
10;7 Forschungsvorhaben;195
10.1;7.1 Forschungsfragen;195
10.2;7.2 Untersuchungsplan;197
10.3;7.3 Einordnung des Forschungsvorhabens und Darlegung forschungsleitender Überlegungen;199
11;8 Merkmale integrativ und separativ zugewiesener geistig behinderter Kindergartenkinder;207
11.1;8.1 Methodik;207
11.1.1;8.1.1 Zugang zu Entscheidungsfällen;207
11.1.2;8.1.2 Datenerhebung;209
11.1.3;8.1.3 Datenaufbereitung;213
11.1.4;8.1.4 Datenauswertung und Ergebnisdarstellung;216
11.2;8.2 Feldstatistische Informationen zu geistig behinderten Kindern mit integrativer und separativer Sonderschulung beim Kindergarteneintritt;217
11.2.1;8.2.1 Integrationsquoten und Separationsquoten mit Berücksichtigung der kantonalen Bevölkerungsdichte und von städtischem und ländlichem Wohnort;217
11.2.2;8.2.2 Individuelle Merkmale von zu integrativer und separativer Sonderschulung zugewiesenen geistig behinderten Kindergartenkindern;222
11.2.3;8.2.3 Sozial-familiäre Merkmale von zu integrativer und separativer Sonderschulung zugewiesenen geistig behinderten Kindergartenkindern;227
11.3;8.3 Hinweise zu Prädikatoren bei der Klassifikation geistig behinderter Kindergartenkindern zur Gruppe mit integrativer und zur Gruppe mit separativer Sonderschulung;230
11.3.1;8.3.1 Modellentwicklung und Voraussetzungen zur Durchführung einer linearen Diskriminanzanalyse;230
11.3.2;8.3.2 Klassifikationsmodell und Ergebnisbeurteilung;232
11.4;8.4 Einschränkungen und Kompromisse bei der schriftlichen Befragung;235
11.5;8.5 Zusammenfassung und Diskussion erster Erkenntnisse und Konsequenzen für die Interviewstudie zu ausgewählten Einzelfällen;236
12;9 Strukturierende Merkmale und Mechanismen bei Zuweisungen geistig behinderter Kinder zuintegrativer und separativer Sonderschulung beim Kindergarteneintritt;240
12.1;9.1 Methodik;240
12.1.1;9.1.1 Auswahl der Entscheidungsfälle;240
12.1.2;9.1.2 Interviewverfahren und Leitfadenkonstruktion;243
12.1.3;9.1.3 Interviewdurchführung und Datenaufbereitung;248
12.1.4;9.1.4 Analysevorgehen und Ergebnisdarstellung;250
12.2;9.2 Muster zu Zuweisungen geistig behinderter Kinder zu integrativer und separativer Sonderschulung beim Kindergarteneintritt;256
12.2.1;9.2.1 Der als leicht geistig behindert geltende Junge mit ausgeprägten nach aussen gerichteten Aggressionen mit weitgehend uninformierten, fachhörig und passiv wirkenden, fremdsprachigen Eltern ohne Aussicht auf einen Besuch des Regelschulkindergartens;258
12.2.1.1;9.2.1.1 Erklärungsmuster;258
12.2.1.2;9.2.1.2 Rechtfertigungsmuster;261
12.2.1.3;9.2.1.3 Zuweisungsmuster;263
12.2.2;9.2.2 Das vor Überforderung und Untergehen im Klassenverband zu schützende, mehrfach behinderte Kind mit ebenfalls zu unterstützenden letztlich für die Sonderschule begeisterten Eltern bei zurückhaltender lokaler Integrationspraxis und die elterlichen Bedenken stärkenden vorschulischen Einzelerfahrungen;266
12.2.2.1;9.2.2.1 Erklärungsmuster;266
12.2.2.2;9.2.2.2 Rechtfertigungsmuster;269
12.2.2.3;9.2.2.3 Zuweisungsmuster;274
12.2.3;9.2.3 Das Kind mit klar diagnostizierter geistiger Behinderung mit kompetenten Eltern und mit einer nach intensiver Auseinandersetzung ausdrücklichen Entscheidung für die Sonderschule bei einer für die Integration noch nicht paraten Regelschule;277
12.2.3.1;9.2.3.1 Erklärungsmuster;277
12.2.3.2;9.2.3.2 Rechtfertigungsmuster;279
12.2.3.3;9.2.3.3 Zuweisungsmuster;280
12.2.4;9.2.4 Das von der geistig behinderten Schülerschaft kognitiv stärkste Kind mit unauffälligem Verhalten zur selbstverständlichen Integration in den Regelschulkindergarten;281
12.2.4.1;9.2.4.1 Erklärungsmuster;281
12.2.4.2;9.2.4.2 Rechtfertigungsmuster;283
12.2.4.3;9.2.4.3 Zuweisungsmuster;284
12.2.5;9.2.5 Das geistig behinderte Kind mit umfangreichem 1:1 Unterstützungsbedarf mit kooperativ zusammenarbeitenden Eltern und Schule für eine gemeinsame Lösung zur vorläufigen integrativen Sonderschulung unter Nutzung von elterlichen und schulischen Ressourcen und Spielräumen in Zusammenhang mit lokalen Gegebenheiten;287
12.2.5.1;9.2.5.1 Erklärungsmuster;287
12.2.5.2;9.2.5.2 Rechtfertigungsmuster;297
12.2.5.3;9.2.5.3 Zuweisungsmuster;300
12.2.6;9.2.6 Das wenig evident geistig behinderte Kind mit beharrlichen Eltern inkonflikthaftem Prozess für den Regelschulkindergarten bei einer sicharrangierenden, abwartenden Regelschule mangels Argumenten beim Kindergarteneintritt;304
12.2.6.1;9.2.6.1 Erklärungsmuster;304
12.2.6.2;9.2.6.2 Rechtfertigungsmuster;308
12.2.6.3;9.2.6.3 Zuweisungsmuster;309
12.3;9.3 Einschränkungen und Kompromisse bei der Typologisierung der Einzelfallstudien;312
13;10 Einordnung und Diskussion der Untersuchungsergebnisse;317
13.1;10.1 Gegenüberstellung von Ergebnissen und theoretischen Erklärungsangeboten;317
13.2;10.2 Besprechung der Ergebnisse nach Themenbereichen;329
13.2.1;Interessen, Kosten und Nutzen im elterlichen und schulischen Zielsystem;330
13.2.2;Ausmass der Aktivität und Ausgeglichenheit hinsichtlich beider Sonderschulformen bei der elterlichen und schulischen Präferenzbildung;333
13.2.3;Aspekte des Kindes und der Familie: Evidenz der Behinderung,herkunftsspezifische Ausstattung und herkunftsspezifisches Entscheidungsverhalten;336
13.2.4;Aspekte der Schule zusammen mit lokalen Gegebenheiten: Mechanismen und Handlungsspielräume vor Ort;338
13.2.5;Absichten und Durchsetzung der Präferenz im Kollektiv als Ausdruck von Einfluss und Stärke;340
13.3;10.3 Fazit;341
14;11 Zusammenfassende Rückschau mit einem Ausblick auf mögliche anschliessende Forschungsvorhaben;348
14.1;Muster bei Zuweisungen zu separativer Sonderschulung;352
14.2;Muster bei Zuweisungen zu integrativer Sonderschulung;353
14.3;Schliesslich werden die Ergebnisse muster- und theorieübergreifend nach fünf Themenbereichen gegliedert diskutiert (vgl. Kp. 10).;354
15;Literaturverzeichnis;358



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