Roth, Tobias
Tobias Roth wurde 1985 in München geboren, wo er nach Studien in Freiburg und Berlin als poligrafo lebt und arbeitet. Er debütierte 2013 mit dem Gedichtband Aus Waben (Verlagshaus Berlin) und legte seither zahlreiche eigene Titel, Herausgaben und Übersetzungen aus dem Italienischen, Lateinischen und Französischen vor.
2018 erschienen bislang Roths zweiter Gedichtband Grabungsplan (Verlagshaus Berlin), das Langgedicht Grotesken von Sabbioneta (hirundo press), seine Übersetzung von Voltaires Candide (Officina Ludi), die gemeinsam mit Moritz Rauchhaus geschriebene Menu-Sammlung Wohl bekam’s (Das Kulturelle Gedächtnis) sowie eine gemeinsam mit Wolfgang Hörner ausgewählte und übersetzte Auswahlausgabe Erasmus von Rotterdams (Der sprichwörtliche Weltbürger, Das Kulturelle
Gedächtnis), die sich vehement gegen die Desiderius-Erasmus-Stiftung richtet. Ebenfalls 2018 gab Roth im Verlag Das Kulturelle Gedächtnis Giovanni Rossis Aufzeichnungen Cecilia. Anarchie und freie Liebe heraus.
Zausinger, Mathias R.
Mathias R. Zausinger wurde 1989 in München
geboren. Er arbeitet multimedial und mit den
Möglichkeiten semantischer Verschränkung, und
Inventarisierung. Nach einem analytischen Tauch-
bad in den performanten Narrativen unserer
Gesellschaft beschäftigt er sich mit der metapho-
rischen Kraft von Bild und Geschichte. Er machte
seinen Studienabschluss in Philosophie (Master,
von 2012 bis 2018 Stipendiat der Studienstiftung
des Deutschen Volkes) an der Ludwig-Maximilians-
Universität München und der Freien Universität
Berlin mit einer Arbeit zu den protom odernen
disziplinarischen Machtdispositiven der jesuitischen
Mission im Südamerika des 17. Jahrhunderts.
In seiner ästhetischen Praxis sucht er nach Alter-
nativen zu logosbasierten Kommunikationsformen,
um Phänomene und Diskurskonstellationen sicht-
bar zu machen. Eine der Strategien, um dominante
Ideologeme zu destabilisieren, ist die Auflösung
der Grenzen zwischen Dokument und Fiktion.
Er studiert an der Akademie der Bildenden Künste
München bei Olaf Nicolai.
Bayerstorfer, Daniel
Daniel Bayerstorfer wurde 1989 in Gräfelfing
geboren und wuchs in München auf. Dort wirkt
er, nach Aufenthalten in Hangzhou und Padua,
als Dichter, Übersetzer und Literaturvermittler.
Sein Gedichtband Gegenklaviere erschien 2017 im
Hochroth Verlag. Weitere Gedichte, Übersetzungen,
Essays und Kurzgeschichten wurden in diversen
Anthologien und Zeitschriften publiziert (u.a.
Lyrik von Jetzt 3, All dies hier, Majestät, ist deins:
Lyrik im Anthropozän, Jenny, Lob der Mechani-
schen Ente, Wir sind hier: Geschichten über das
Ankommen). Aus dem Chinesischen übertrug er u.a.
Jiang Tao und Han Bo ins Deutsche (Chinabox,
Verlagshaus Berlin). Er ist außerdem als Literatur
vermittler tätig. So ist er Mitorganisator der
Münc hner Lesereihe meine drei lyrischen ichs und
des Festivals Großer Tag der Jungen Münchner
Literatur. Er unterrichtet Kreatives Schreiben
am Literaturhaus München.