Rothert | Chicago Devils- Einfach nur du | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 8, 229 Seiten

Reihe: Chicago-Devils-Reihe

Rothert Chicago Devils- Einfach nur du


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7363-1615-7
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 8, 229 Seiten

Reihe: Chicago-Devils-Reihe

ISBN: 978-3-7363-1615-7
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieses Team bringt das Eis zum Schmelzen!

Eigentlich hat es Kit Carter nicht so gern, wenn Reporter ihm und seiner Vergangenheit auf den Zahn fühlen wollen. Der faszinierenden Molly Lynch gelingt es jedoch, näher an seine Geheimnisse heranzukommen als jeder andere zuvor. Die Funken, die zwischen ihnen sprühen, kann keiner der beiden verleugnen. Aber für Molly ist es das höchste Gebot, niemals die Kontrolle zu verlieren, niemals ihr Innerstes zu offenbaren. Doch mit jedem Treffen wird deutlicher, dass sich das, was zwischen ihnen ist, jeglicher Kontrolle entzieht ...

'Ein Buch von Brenda Rothert lege ich immer mit einem glücklichen Lächeln zur Seite, wenn ich es beendet habe, ihre Geschichten sind so besonders und herzerwärmend!' THE BOOK I LOVE

Band 8 der CHICAGO DEVILS



Brenda Rothert lebt in Illinois, wo sie lange als Journalistin arbeitete. 2013 hängte sie ihren Job endgültig an den Nagel, um sich ganz dem Schreiben von Liebesromanen zu widmen. Sie liebt Cola Light, Schokolade, gemütliche Wochenenden und Happy Ends.

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1


Molly

»City Redaktion, Molly Lynch«, sage ich so deutlich wie möglich ins Telefon, während ich an meinem Schreibtisch den letzten Bissen eines Putensandwichs herunterwürge.

»Lynch, in mein Büro, sofort!«, bellt Lou, mein Chef, und legt abrupt auf.

Lou weigert sich, von den Errungenschaften des einundzwanzigsten Jahrhunderts Gebrauch zu machen und die Verwendung von Kurznachrichten zu akzeptieren. Wenn er einen seiner Reporter bei sich im Büro sehen will, jagt er ihn mit einem knurrigen Anruf vom Schreibtischstuhl hoch und lässt ihn ans andere Ende des zweiten Stocks der Chicago Gazette sprinten.

Ich schlängle mich durchs Großraumbüro vorbei an den Schreibtischen. Der Geruch von etwas Fauligem steigt mir in die Nase. Gott, hoffentlich ist das nicht das Mittagessen von irgendjemandem hier. Bei dem bloßen Gedanken dreht sich mir der Magen um.

»Hey, Molls, kannst du dir das mal ansehen?«, ruft meine Kollegin Jenna, als ich vorbeistürze.

»Später, bin auf dem Weg zu Lou«, antworte ich ihr über meine Schulter hinweg.

»Ruhe bitte, das ist eine Redaktion hier, keine Bar«, verlangt ein anderer, mürrischer Redakteur.

Und doch haben wir hier wahrscheinlich mehr alkoholisierte Männer und Frauen als in einer Bar. Je länger man als Journalist arbeitet, desto dringender braucht man eine Methode, um mit den irrsinnigen Arbeitszeiten, den stressigen Abgabeterminen und der allgemeinen Verachtung durch andere fertigzuwerden. Mein Getränk der Wahl ist eher heißer grüner Tee als Hochprozentiges, denn schon in meinen ersten Jahren als Reporterin habe ich einige Kollegen in der Reha landen sehen.

»Was ist los, haben Sie unterwegs zu Mittag gegessen?«, fragt Lou, als ich etwa eineinhalb Minuten nach unserem Telefonat – ich habe die Zeit gestoppt – in sein Büro trete.

»Ich kann nicht mehr so schnell hier sein wie damals, als Sie Ihr Büro noch in der Redaktion hatten«, erkläre ich ihm, schwer atmend von diesem Gewaltmarsch nach meinem mittäglichen Putensandwich. »Als Sie noch Leiter der Stadtredaktion waren und noch nicht der große Chef für das gesamte Einzugsgebiet.«

»Kommen Sie mir nicht mit so einem Blödsinn.« Er wedelt mit der Hand und schiebt einen Stapel Papiere über seinen Schreibtisch. »Wenn die Eigentümer noch mehr Chefs feuern und Stellen zusammenlegen, bin ich bald der verdammte Verleger.«

Ich schaue auf die Uhr an meinem Handgelenk. »Ich muss um eins zu einer Pressekonferenz im Rathaus sein.«

»Setzen Sie sich«, sagt Lou. »Wir müssen einen neuen Auftrag besprechen. Es wird nicht lange dauern.«

»Einen neuen Auftrag?« Ich runzle die Stirn, während ich einen Stapel bedruckten Papiers vom Stuhl Lous Schreibtisch gegenüber räume und mich setze.

»Sind Sie ein Papagei?« Lou schüttelt den Kopf.

Ich unterdrücke den Drang, die Augen zu verdrehen, zügele meinen Sarkasmus und erwidere: »Das war eine rhetorische Frage. Ich bin nur überrascht, dass Sie mir noch mehr Arbeit geben.«

»Mir ist klar, dass Sie viel zu tun haben mit Ihrem regulären Dienst und der Vertretung von Laura. Aber Sie wissen ja, wie es gerade läuft – die neuen Eigentümer lassen uns keine frei werdenden Stellen in der Redaktion besetzen.«

»Ich weiß, ich hab’s verstanden. Und was jetzt? Soll ich die gesamte Region allein beharken?«

»Sie machen die Titelstory für einen Sonderteil.«

Ich stöhne und sacke in mich zusammen. »Ernsthaft? Sonderteile sind Scheiße. Die liest doch keiner.«

»Stimmt.« Mein Chef blickt mich über seine Drahtbrille hinweg an. »Aber die Werbung zwingt uns das auf.«

Die Reporterin der Gazette für das Rathaus, Laura Hinshaw, ist im Mutterschaftsurlaub, und ich arbeite Tag und Nacht, um sowohl in ihrem als auch in meinem eigenen Bereich am Ball zu bleiben. Bevor sie den Urlaub antrat, sagte sie, es stünde fünfzig zu fünfzig, ob sie danach zurückkäme oder mit ihrem Baby zu Hause bliebe. Und falls der Rathausjob frei wird, will ich ihn haben. Unbedingt.

Ich habe im Moment gar keine Zeit für irgendetwas Zusätzliches, aber ich möchte mir Lou warmhalten, also werde ich einen Weg finden, an einer weiteren Story zu arbeiten.

»Gut.« Ich verschränke resigniert die Arme vor der Brust. »Ich werde meinen Artikel über das gewaltige Haushaltsdefizit der Stadt beiseitelegen und mit einer spannenden Geschichte erklären, warum Chicago eine großartige Einkaufsstadt ist.«

»Das klingt faszinierend, Lynch, aber der Sonderteil handelt von berühmten Leuten aus Chicago.«

»Oh!« Ich strahle und freue mich jetzt über den Auftrag. »Oprah! Kann ich bitte Oprah haben? Sie hat ihre Show von hier aus gemacht und hat so viel für die Stadt getan, sie wäre perfekt. Ich habe so viele Fragen an sie.«

»Herrgott, Lynch!« Lou starrt mich an. »Sie führen sich auf wie eine Praktikantin, die noch grün hinter den Ohren ist und noch nicht unter dem dreckigen Stiefel des Journalismus zertreten wurde.«

»Ich bin seit fünf Jahren als Nachrichtenredakteurin hier«, erinnere ich ihn. »Ich bin neunundzwanzig. Ich bin vielleicht keine leitende Reporterin, aber ich schufte mich jeden Tag für Sie ab. Ich mache mehr Überstunden als jeder andere, und ich verdiene es genauso sehr, Oprah zu interviewen wie jemand, der schon länger hier ist.«

Lou stößt einen seiner typischen kehligen Raucherlacher aus. »Wenn wir alle bekämen, was wir verdienen, läge ich jetzt an einem Strand in Tahiti und würde Mai Tais schlürfen, serviert von Supermodels. Aber die Realität ist eine Schlampe, Lynch. Keiner interviewt Oprah. Alle Reporter haben jemanden zugeteilt bekommen, also müssen Sie sich mit dem begnügen, den Sie haben.«

Ich schaue wieder auf die Uhr. »Können Sie es mir einfach sagen? Ich muss in drei Minuten weg.«

Lou schaut auf das Papier auf seinem Schreibtisch. »Ihnen ist Kit Carter zugeteilt worden.«

»Wer?«

Lou blinzelt, während er versucht, den Rest des Textes vor sich lesen. »Anscheinend ist er ein Spieler der Chicago Devils.«

»Ein Eishockeyspieler?« Ich starre Lou an. »Aber ich habe null Ahnung von Eishockey.«

Er zuckt mit den Schultern. »Tja, es geht um die Person, also können Sie das überspielen.«

»Sollte das nicht einer von den Sportjungs machen?«

Lou wirft mir einen schiefen Blick zu. »Es sind Sportreporter, Lynch; wir haben mehrere Frauen in der Sportredaktion.«

Ich schüttle den Kopf, frustriert von Lou, dem politisch unkorrektesten Mitarbeiter der Gazette. »Sie wissen, was ich meine. Ich wäre viel besser geeignet für eine Geschichte über einen Politiker der Stadt.«

»Aber Sie haben Carter bekommen. Und es wird nicht getauscht. Sie haben fünf Wochen für ein Dreitausend-Wörter-Profil über den Jungen.«

Ich werfe die Hände hoch. »Dreitausend Wörter? Das ist eine Tonne. Da kann ich ja gleich einen Roman über ihn schreiben.«

»Lynch, je größer die Sonderbeilage wird, desto mehr Anzeigen passen hinein.«

»Ja, aber … na gut … ich werde mein Bestes tun, aber ich schreibe keine Lobeshymnen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich eine drei Meter lange Spalte damit vollbekommen soll, was für ein toller Kerl er ist.«

»Machen Sie daraus, was Sie wollen«, sagt Lou, als ich aufstehe. »Nick von der Sportabteilung wird Ihnen bei der Akkreditierung helfen.«

Ich seufze tief. »Okay. Ist das alles, oder brauchen Sie mich auch an der Druckmaschine? Oder vielleicht, um abends die Nachrichtenredaktion zu saugen?«

»Der Reporter als Komiker«, brummt Lou und nimmt eine Zigarre aus dem Aschenbecher auf seinem Schreibtisch. Er darf sie nicht rauchen, also kaut er stattdessen darauf herum. Ekelhaft. »Raus jetzt aus meinem Büro.«

Ich düse zurück zu meinem Schreibtisch und halte dort nur inne, um Notizbuch und Stift einzustecken.

»Moment, was zum Teufel ist das?«, sage ich zu niemand Bestimmtem und ziehe den Stift wieder aus meiner Tasche.

Es ist ein blauer Stift mit einer Kappe – keiner von meinen. Ich suche meinen Schreibtisch nach einem weiteren losen Stift ab und schaue dann in den Becher mit etwa einem Dutzend schwarzer Gel-Kugelschreiber, der immer an meinem Monitor steht.

Leer.

»Theo.«

Mein tiefer, bedrohlicher Tonfall und die zusammengekniffenen Augen müssen es fast so aussehen lassen, als würde ich überlegen, meinen Kollegen zu ermorden. Aber in Wirklichkeit möchte ich ihm nur mit Stahlkappenstiefeln in die Eier treten.

»Was gibt’s?«, fragt Theo von seinem Schreibtisch aus, der meinem direkt gegenübersteht.

»Hören Sie, ich habe«, ich schaue auf die Uhr, »noch etwa zwanzig Sekunden, bevor ich zu einer Pressekonferenz muss. Geben Sie mir meine Stifte.« Ich strecke die Hand aus und warte.

»Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.« Sein Blick bleibt auf seinen Monitor fixiert.

»Theo, das ist seit etwa fünfundachtzig Stiften nicht mehr lustig. Geben. Sie. Mir. Meine. Stifte!«

»Lynch, Sie haben sich gerade einen Stift in die Tasche gesteckt. Ich sehe das Problem nicht.«

Ich benutze nur eine bestimmte Marke von schwarzen Kugelschreibern, und ich kaufe sie selbst, weil die Gazette den Vorratsschrank nur mit billigem Zeug bestückt. Einige meiner Kollegen finden es witzig, mir die Stifte zu klauen, weil das die einzige Möglichkeit ist, mich aus der Fassung zu bringen. Beinahe die einzige.

»Sie sind...


Rothert, Brenda
Brenda Rothert lebt in Illinois, wo sie lange als Journalistin arbeitete. 2013 hängte sie ihren Job endgültig an den Nagel, um sich ganz dem Schreiben von Liebesromanen zu widmen. Sie liebt Cola Light, Schokolade, gemütliche Wochenenden und Happy Ends.

Brenda Rothert lebt in Illinois, wo sie lange als Journalistin arbeitete. 2013 hängte sie ihren Job endgültig an den Nagel, um sich ganz dem Schreiben von Liebesromanen zu widmen. Sie liebt Cola Light, Schokolade, gemütliche Wochenenden und Happy Ends.



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