Rothfuß | Die Made ist auch nur ein Wurm | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 246, 240 Seiten

Reihe: Lindemanns

Rothfuß Die Made ist auch nur ein Wurm

Lieblingstexte
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-88190-859-7
Verlag: Lindemanns VERLAG & AGENTUR
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Lieblingstexte

E-Book, Deutsch, Band 246, 240 Seiten

Reihe: Lindemanns

ISBN: 978-3-88190-859-7
Verlag: Lindemanns VERLAG & AGENTUR
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Thomas Rothfuß gehörte mit den 'Schäfern' zu den erfolgreichsten Volksmusik-Bands Deutschlands. In ungezählten TV-Shows und Musik-Charts stürmte die Formation die Hitparaden. Mit Rock- und Pop-Balladen feiert der Barde bis heute Erfolge. Als Entertainer bereist er fast die ganze Welt. Der vielseitig begabte Musikus verfasst daneben kleine Texte, unterhaltsame Reime und Limericks, Narreteien und Spötteleien - auf Hochdeutsch und in Mundart -, mit denen er sich inzwischen auch als SWR4-Gutsele-Autor einen Namen gemacht hat.

Thomas Rothfuß geb. 1956 im badischen Bretten, hat sich früh der Musik verschrieben. Nach Schülerbands gründete er 1981 das Duo 'Thomas & Thomas' und gewann 1987 die 'Goldene Stimmgabel' in Dieter Thomas Hecks TV-Sendung 'Tag des deutschen Schlagers'. Zehn Jahre stand er als Gründer und Sänger einer der erfolgreichsten Volksmusik-Formationen auf der Bühne: 'Die Schäfer' begeisterten landauf, landab in Fernsehsendungen, Hitparaden und auf Live-Tourneen ihr Publikum. Als Solist kehrte Rothfuß dann zu den Rock- und Pop-Balladen vergangener Tage zurück. Der vielseitig begabte Künstler verfasst daneben jede Menge Wortspielereien. Mit 'Ein bisschen Clown sein' (2001) und 'Wenn ich ein Maulwurf wär' (2009) hat er bereits zwei Bücher damit aufgelegt, die da und dort im Stile des von ihm seit Kindertagen verehrten Heinz Erhardt hintersinnige Geschichten, lustige Reime, Narreteien und Spötteleien vereinen. Rothfuß liebt das Meer, die Weite und die Freiheit und bereist als Musiker und Entertainer die ganze Welt.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Feststellungen

Des Dichters Traum

Ich melde mich, man glaubt es kaum,

denn ich hab’ einen irren Traum,

mit etwas, wo’s ein jeder schwer hat,

nämlich im Stile von Heinz Erhardt,

das Zwerchfell der Nation zu packen,

mit Witz, Humor und Schalk im Nacken!

Er war – und das sei unterstrichen,

ein großer Held mit seinen Sprüchen,

wir durften lachen, uns ergötzen

und niemand konnte Ihn ersetzen!

Doch ich versuch’s, ich will’s probieren,

in seiner Art mich präsentieren!

Mit Spaß schrieb ich an diesem Buche,

dann machte ich mich auf die Suche,

und klopfte auch in Bretten an,

dort fand ich Firma Lindemann.

Die haben, sichtlich angeregt,

dann dieses Buch auch gleich „verlegt“!

Die Mädchen von Seite 1

Oh frivol ist uns am Morgen

beim Bäcker und am Kiosk-Lädchen,

denn es verfliegen alle Sorgen,

wenn man erblickt die „Titelmädchen!

Tagaus, tagein dürfen wir schwärmen,

vom Anblick dort auf Seite 1,

und die Gedanken uns erwärmen,

in Ulm, in Kiel, in Hof, in Mainz.

Ob Paul in Rostock, Sepp in München,

in Bremen Hans, in Dortmund Bernd,

wir werden sicher jeden lynchen,

der uns die Mädchen dort entfernt!

Von Blondinen

Da gab es noch das Gespräch zweier Blondinen.

Die eine meinte: „Ich heirate in Vegas!“

Da erwiderte die andere: „Lass!“

Sex-Studie

Eine Studie hat wieder einmal ergeben:

Paare, die länger zusammenleben,

die stehen fast alle – man ist perplex,

gerne auf ausgefallenen Sex.

Die Antwort kam nämlich von allen:

„Montag bis Sonntag ausgefallen ...!“

Millionärsträume

Ach wär

ich doch die Frau vom Millionär!

Ich könnt’ ein bisschen mitregieren,

zum Shoppen durch die Welt flanieren,

ich hätte Platz im großen Schloss,

mit 40 Zimmern, wär’ der Boss!

Hätt’ tolle Schuhe, hübsche Kleider,

Schmuck, Uhren, Ringe und so weiter!

Putzfrauen, Zofen und Mätressen,

ich würd’ aus gold’nen Tellern essen!

Auch hätt’ ich einen Frosch im Teich,

kurzum – ich wär’ berühmt und reich!

Da – zwickt mich jemand an der Nase:

Blubb – alles nur ’ne Seifenblase!

Alles in BAR

Wenn ein Gast im Hotel an der Bar Halt macht, hat das mit „HALT-BAR“ nichts zu tun!

Vollbringt der Barkeeper mit dem Shaker wahre Wunder, könnte man sagen:

Das macht er „WUNDER-BAR“!

Sicher ist das Wort „OFFEN-BAR“ nicht richtig, auch wenn eine Bar durchgehend

geöffnet hat!

Bietet eine Bar Getränke als Sonderpreise an,

ist das ganz normal und nicht „SONDER-BAR“!

Verbringt ein Gast eine sehr lange Zeit an der Bar, könnte man ihn als „BAR-HOCKER“ bezeichnen!

Wenn jemand gerne und fleißig in einer Bar schafft, kann sich seine „BAR-SCHAFT“

vermehren!

Begleicht der Gast in der Bar seine Rechnung,

zahlt er gerne in „BAR“!

Nur ein Stückchen Schnur

Wer hätt’ nicht für ein Stückchen Schnur,

und sei’s ein kleines bisschen nur,

ein Königreich gegeben?

Und mancher denkt mit Beben

dran, dass g’rade zu der Zeit

man nicht ein Stückchen hat bereit,

wo’s dringend wird benötigt!

Mit Schnur ist’s schnell erledigt!

Man kann nicht nur die Schuhe binden,

auch wenn an deinem Auto hinten

das dumme Schutzblech klappert,

ist’s schlecht, wenn’s an der Schnur dann hapert.

Sie dient und hilft für mancherlei,

als Hosenträger nebenbei,

ich hab sogar schon mal gehört,

als Damengürtel auch bewährt!

Fazit:

Ein Stückchen Schnur in jedem Fall,

nimm mit – Du brauchst es allemal!

Politischer Sturm

Recht windig sind so manche Tage,

dann tobt es richtig dick.

Orkanartig die Wetterlage,

wie in der Politik.

Obwohl man oftmals nicht versteht,

woher der Sturm gekommen,

den Hut, der dir vom Kopf geweht,

hat mancher schon genommen.

Kellergedanke

Das Leben ist ein Phänomen

in manchen Sachen,

wenn Menschen in den Keller geh’n,

um mal zu lachen!

Schaut einer bös’ und mürrisch drein,

denk’ schneller,

der hat, da kannst du sicher sein,

nicht mal ’nen Keller!

Ohne wenn und aber ...

Wenn Zuhaus der Christbaum steht,

sieht man, wie die Zeit vergeht!

Ist Chemie im Wasserkübel,

wird sogar dem Wasser übel!

Man sollte den Kopf nicht hängen lassen,

wenn einem das Wasser bis zum Halse steht!

Hätte Eva nicht in den Apfel gebissen,

wäre in unserer Welt nicht der Wurm drin!

Ein kühles Blondes schmeckt garantiert,

wird’s von einer „kühlen Blonden“ serviert!

Bevor man andere durch den Schmutz zieht,

sollte man mit sich selbst im Reinen sein!

Mancher hängt sehr an seinem Leben,

und die Sache hat noch nicht einmal einen Haken!

Des Sängers Weisheit

Singt ein Sänger leiser,

wird er nicht so schnell heiser!

Doch – Gott sei Dank –

das weiß er!

Jägerlatein

Zwei Jäger haben zusammen getroffen.

Zwei Jäger sind zusammengetroffen.

Zwei Jäger treffen sich – beide tot!

Fitness

Täglich 70 Liegestützen,

Hanteltraining, Schlag auf Schlag

und danach im Kraftraum schwitzen,

Fahrrad fahr’n am Nachmittag!

Kompliment auf alle Fälle,

Six-Pack-Bauch und superfit,

Muskeln an der richt’gen Stelle,

trotzdem mach’ ich das nicht mit!

Denn um dies zu absolvieren,

bräuchte ich ’ne Menge Zeit,

mein Chef, der würde protestieren,

also lass’ ich’s – tut mir leid!

Versteckspiel

Hinter’m Holzstoß, da liegt ein Skelett.

Was ist denn hier los, ich mach’ jede Wett’,

es gibt einen Grund, das ist nicht gesponnen,

das Skelett hat beim Versteckspiel gewonnen!

Verwirrte deutsche Sprache

Wenn man ein Pferd im Zug transportiert,

ist es noch lange kein Zugpferd.

Wenn man sich im Zug anzieht,

ist es noch lange kein Anzug.

Wenn man eine Partie Schach im Zug spielt,

ist es noch lange kein Schachzug.

Wenn eine Frau im Schnee Wehen bekommt,

sind es noch lange keine Schneewehen!

Wenn ein Mann einer Dame den Schirm hält,

ist er noch lange kein Schirmherr.

Die Lärche mit „e“

Gleich neben einer kleinen Kärche (i),

da stand ein Baum, es war ’ne Lärche.

Aus dem Geäst ein Lied erklang,

es war ’ne Lerche, die dort sang.

Des Rätsels Lösung glaubt man kaum,

mit e – ein Vogel, mit ä – ein Baum!

Zug-Spitze

Wenn ich im Zug auf dem Weg

zur Zugspitze

nicht im Zug sitze,

ist das Fahren mit dem Zug

spitze!

Die Hagebutte

Die Hagebutte wächst am Strauch,

so wie die Himbeere ja auch!

Ganz früh erfährt schon jedes Kind,

dass Hagebutten giftig sind!

Sehr oft passiert’s, man soll nicht scherzen,

nach dem Verzehr gibt’s Magenschmerzen.

Als schnelle Hilfe kommt hingegen

ein Hagebuttentee gelegen!

R(h)einfall

Ich hatte neulich einen Einfall

und dachte, vielleicht wird’s ein Reinfall,

denn ich erzählte einfach allen,

ich wäre in den Rhein gefallen!

Die Strömung trieb mich weit nach draußen,

in Richtung Rheinfall von Schaffhausen!

Stau

Früher auf der Autobahn

konnte man noch Auto fahr’n.

Heute jedoch kann man seh’n,

dass statt fahren, viele steh’n!

Einer der Gründe – ach herrje,

Lkw an Lkw!

Suchtprobleme

In der Regel haben ältere Leute Suchtprobleme:

Opa sucht seine Brille,

Oma sucht ihre Tabletten,

Tantchen sucht ein Taschentuch,

Onkelchen sucht das Weite ...

Tagtägliches

Die Brille

Als Erstes merkst du’s an den Augen,

dass die nicht mehr so richtig taugen.

Die Arme werden immer länger,

die Augenwinkel schmal und enger.

Man bündelt seine ganze Kraft,

doch dann erkennst du schemenhaft,

wenn du in deiner Zeitung liest,

dass du alles verschwommen siehst.

Die Zeit ist reif, doch nicht dein Wille,

es geht jetzt nicht mehr ohne Brille!

Wohin es führt

Anfangs hatten beide studiert,

dann hat sie die Arbeit zusammengeführt

und irgendwann hat sie die Lust verspürt

und ihn ganz einfach zärtlich berührt.

Dann hat er sie und sie ihn verführt,

sie stellten fest, das ging wie geschmiert.

Zwillinge kamen – jetzt sind sie zu viert!

Der Lehrling

Karlheinz macht eine Tischler-Lehre,

verleimt viel Holz, was das betrifft.

Er macht dem Handwerk alle Ehre,

drum nennt man ihn auch „Klebestift“!

Der Geiger

Ein Geiger hat mir mal gezeigt,

was er so tut, wenn er nicht geigt!

Wenn er nicht geigt, spielt er die Fidel

und singt dazu ein lustig’s Liedl!

Brüche

Gestern nach der Kneipentour,

da war ich nicht mehr in der Spur.

Ich rutschte aus, fiel auf die Knochen!

„Ja, haben Sie denn was gebrochen?“,

fragte die Nachbarin sofort.

„3 Pils, 5 Schnäpse, 4 Export!“

Der...


Thomas Rothfuß geb. 1956 im badischen Bretten, hat sich früh der Musik verschrieben. Nach Schülerbands gründete er 1981 das Duo „Thomas & Thomas“ und gewann 1987 die „Goldene Stimmgabel“ in Dieter Thomas Hecks TV-Sendung „Tag des deutschen Schlagers“. Zehn Jahre stand er als Gründer und Sänger einer der erfolgreichsten Volksmusik-Formationen auf der Bühne: „Die Schäfer“ begeisterten landauf, landab in Fernsehsendungen, Hitparaden und auf Live-Tourneen ihr Publikum. Als Solist kehrte Rothfuß dann zu den Rock- und Pop-Balladen vergangener Tage zurück. Der vielseitig begabte Künstler verfasst daneben jede Menge Wortspielereien. Mit „Ein bisschen Clown sein“ (2001) und „Wenn ich ein Maulwurf wär“ (2009) hat er bereits zwei Bücher damit aufgelegt, die da und dort im Stile des von ihm seit Kindertagen verehrten Heinz Erhardt hintersinnige Geschichten, lustige Reime, Narreteien und Spötteleien vereinen. Rothfuß liebt das Meer, die Weite und die Freiheit und bereist als Musiker und Entertainer die ganze Welt.



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