E-Book, Deutsch, Band 2068, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Ryan Sinnliches Wochenende mit dem Milliardär
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2479-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2068, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2479-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Was sie in seinen dunklen Augen sah, war schlicht und einfach Lust. Dasselbe Gefühl, das ihre Wirbelsäule entlangtanzte und ihr Herz schneller schlagen ließ.' 'Wir beide allein im Blockhaus ...' Bei Benjamin Bennetts gewagtem Vorschlag verschlägt es Sloane die Sprache. Vor Überraschung, aber auch vor Lust! Sie kennt den überzeugten Junggesellen schon ewig, aber nun hat es heiß zwischen ihnen gefunkt. Und deshalb sagt sie Ja zu seinem unmoralischen Angebot. Jeden sinnlichen Wunsch erfüllt Benji ihr. Das hat gleich doppelt süße Folgen und beschert Sloane tatsächlich einen Heiratsantrag des vielbeschäftigten Milliardärs! Soll sie auch jetzt Ja sagen - obwohl sie weiß, dass er eigentlich keine Familie will? '
Reese Ryan schreibt Liebesgeschichten, die nicht nur sexy und gefühlvoll sind, sondern in denen sie auch von kleineren Familiendramen erzählt. Reese ist im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten geboren und aufgewachsen, ihre Familie hat aber auch Wurzeln in Tennessee.
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PROLOG
„Benji? Bist du das?“
Benjamin Bennett wandte sich der Frau mit der rauchigen Stimme zu. Eine Stimme, die ihm so vertraut war wie seine eigene.
„Sloane.“ Obwohl er Sloane Sutton fast ein Jahrzehnt lang nicht gesehen hatte, erkannte er sie sofort wieder. Die vergangenen Jahre hatten es gut mit ihr gemeint; sie war noch schöner als früher. „Ich war mir nicht sicher, ob du auch zur Hochzeit kommst.“
Sloane umarmte ihn. Benji wurde heiß beim Gefühl ihrer Haut an seiner, und er spürte, wie ihn prickelnde Erregung durchfuhr. Nur zögernd ließ er sie los.
„Ich habe mich erst vor ein paar Tagen dazu entschlossen.“ Sloane strich den Rock ihres strahlend blauen, bodenlangen Kleides glatt. Es schmeichelte ihren überwältigenden Kurven. „Ich habe nicht einmal Delia gesagt, dass ich komme.“
Das erklärte, warum seine Schwester es nicht erwähnt hatte.
„Schön, dich zu sehen, Sloane! Du siehst blendend aus“, stammelte er mit rotem Kopf. Die Zeit hatte die Wirkung, die Sloane auf ihn ausübte, nicht gemindert. In ihrer Gegenwart war er schon immer schrecklich nervös gewesen.
Vom ersten Moment an war er in sie verknallt gewesen. Damals war er fünf Jahre alt gewesen und Sloane zehn.
„Danke!“ Sloane strahlte. „Du siehst auch verdammt gut aus.“
„Blake freut sich sicher, dich zu sehen.“ Benji wies mit dem Kopf in Richtung Bräutigam. Er lockerte seinen Hemdkragen, der ihm plötzlich zu eng vorkam.
„Schön, Blake so glücklich zu sehen.“ Sloanes Blick wurde weich, dann wirkte sie plötzlich traurig. „Savannah scheint reizend zu sein, und ihr Baby, Davis, ist bezaubernd.“
„Er ist ein niedliches Kind.“ Benji schob die Hände in die Taschen und lehnte sich ein wenig zu Sloane hin. „Und Savannah ist wirklich nett. Du wirst sie mögen.“
Für seinen Cousin und Savannah war der Weg zum Altar alles andere als leicht gewesen. Als sie sich begegnet waren, hatte Savannah gerade versucht, die Firma, die Blakes Großvater gegründet hatte, zu unterwandern. Sie hatte beweisen wollen, dass King’s Finest Distillery ihrer Familie gehörte. Aber irgendwie war es den beiden gelungen, Schmerz und Misstrauen gegen Liebe und Glück einzutauschen.
Jemand auf der anderen Seite des Raumes erregte Sloanes Aufmerksamkeit. Sie nickte und wandte sich dann wieder ihm zu. „Ich sollte jetzt gehen. Wir sehen uns später.“
„Darauf kannst du dich verlassen.“ Benji sah ihr nach.
Sloane Sutton.
Als Kind hatte er Sloane angebetet. Sie und seine Schwester Delia waren dicke Freundinnen gewesen. In unzähligen Nächten hatte ihr Gekicher ihn wachgehalten. Sloane hatte ihm die Welt bedeutet, aber für sie war er nie mehr als eine Art kleiner Bruder gewesen.
Sloane war ein hübsches Mädchen gewesen und hatte sich in eine atemberaubende Frau verwandelt. Als Kind hatte man ihr angesehen, dass sie viel draußen war und sich gern bewegte. Dann hatte ihr gebräunter, sportlicher Körper weiche, volle Kurven bekommen.
Das Haar, das sie früher in einem schwarzen Zopf getragen hatte, war jetzt an den Seiten kurz geschnitten und oben auf dem Kopf lockig und lang. In ihrem linken Nasenflügel trug sie einen winzigen Diamanten. Und als sie sich umdrehte, um zu gehen, waren ihm an ihrem Hals tätowierte Sterne aufgefallen. Das Tattoo verschwand halb unter dem Stoff ihres Kleides.
„Du solltest den Mund zumachen und aufhören zu starren. Sonst merkt jeder, dass du immer noch auf Sloane Sutton stehst“, bemerkte Benjis bester Freund und Cousin Parker Abbott nüchtern.
„Ich stehe nicht auf Sloane Sutton.“ Benji zog seine marineblaue Smokingjacke zurecht und hoffte, für diese Lüge nicht vom Blitz erschlagen zu werden.
Natürlich stand er auf Sloane.
Er war ein heißblütiger Teenager gewesen und sie war – nun ja – Sloane Sutton. Selbstbewusst, schön, lustig und ein wenig respektlos.
Sie hatte ihn nicht für seltsam gehalten, weil er stundenlang Star Trek gesehen und Science-Fiction-Romane gelesen hatte, statt draußen zu spielen. Sie hatte ihn auch nicht ausgelacht, als er Computerprogramme geschrieben hatte und sich für Astronomie und Zahlen interessierte. Stattdessen hatte sie zu ihm gesagt, er sei klug und er werde eines Tages die Welt verändern. Sie hatte es mit solcher Selbstverständlichkeit gesagt, dass sie ihn dazu gebracht hatte, es auch zu glauben.
Wie konnte er nicht auf sie stehen?
„Ich weiß, dass ich nicht besonders gut darin bin, die Gedanken von anderen zu erraten“, sagte Parker jetzt. „Aber wenn man das nicht ‚auf jemanden stehen‘ nennt, heirate ich Kayleigh Jemison.“ Er wies auf die Frau, die er während der Hochzeitszeremonie begleitet hatte.
Soweit Benji zurückdenken konnte, waren sich Parker und Kayleigh an die Kehle gegangen. Aber weil Kayleigh eng mit Parkers neuer Schwägerin befreundet war, war ihm die Aufgabe zugefallen, ihr Begleiter zu sein.
„Wenn wir schon darüber sprechen …“ Benji lachte leise.
„Ich? Auf Kayleigh stehen?“ Parker wurde rot. „Du hast dir wohl irgendwo den Kopf angeschlagen.“
Der Hochzeitsfotograf winkte sie herbei. Es wurde Zeit für die Gruppenfotos.
Benji war über die Ablenkung froh. Immer noch schaute er sich in der Menge um und hoffte, Sloane zu entdecken.
Sloane biss sich auf die Unterlippe, während sie Benji quer durch den Raum musterte. Er trank noch einen Schluck Bier und lachte über etwas, das Parker sagte.
Sie konnte kaum glauben, dass dieser unglaublich sexy aussehende Mann, dessen Muskeln in dem gut geschnittenen Smoking perfekt zur Geltung kamen, der nette, schüchterne Junge war, den sie früher gekannt hatte.
Als sich ihre Blicke trafen, machte sich eine unerklärliche Wärme in ihrem Unterleib breit, und sie hielt die Luft an.
„Alles in Ordnung?“ Delia, Sloanes beste Freundin, neigte den Kopf. „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, du starrst jemanden an der Bar an.“
Delia wandte sich um, als ihr Vater mit Delias Tochter auf dem Arm näher kam. Das zweijährige Mädchen war ebenso hübsch wie Delia und normalerweise ebenso goldig. Im Moment aber schrie sie hysterisch und verlangte nach ihrer Mutter.
„Evie, Süße, was ist los?“ Delia stand auf und nahm ihre Tochter in die Arme.
„Deine Mutter meint, ihr sei heiß“, sagte Richard Bennett. „Wir wollten sie mit zu uns nach Hause nehmen, aber sie besteht auf ihrer Mom.“
„Danke, Dad.“ Delia zog das Mädchen an sich, und sofort schien es sich zu beruhigen. Delia beugte sich vor und küsste Sloane auf die Wange. „Tut mir leid, Liebes. Wir unterhalten uns später weiter. Wie lange bleibst du in der Stadt?“
„Wahrscheinlich fahre ich morgen nach Nashville zurück. Aber mach dir keinen Kopf. Wir reden später. Kümmere dich einfach um Evie!“
Sloane sah zu, wie Delia und Mr. Bennett sich durch die Feiernden schlängelten. Sie seufzte und betrachtete ihr halb leeres Glas mit Bourbon-Punsch.
Nachdem Delia gegangen war, fühlte sich Sloane allein – selbst in einem Raum voller Leute, die sie ihr ganzes Leben lang kannte.
Ihre Familie und die Abbots verkehrten nicht in denselben Kreisen. Es war reiner Zufall, dass sie sich als Kind mit Blake Abbott und Delia Bennett angefreundet hatte. Doch nun war Blake beschäftigt und Delia auf dem Weg nach Hause.
Zeit zu gehen.
Sloane trank hastig aus und stellte ihr Glas zurück. Dann stand sie auf und knallte geradewegs gegen einen Berg aus Muskeln.
Benji.
Er umfing ihre Taille, um ihr Halt zu geben.
„Entschuldige, ich hab dich nicht gesehen.“ Sie trat zurück, heraus aus seiner Reichweite, doch sie war ihm immer noch nah genug, um seinen Duft wahrzunehmen.
„War meine Schuld.“ Benji lächelte verlegen – das Lächeln, an das sie sich aus ihrer Kindheit erinnerte. Er fuhr sich durch das kurze gewellte Haar.
„Es war schön, dich wiederzusehen, Benji.“ Sie drehte sich um, um zu gehen. Doch Benji legte ihr eine Hand auf den Arm.
„Du willst doch nicht schon fort, oder? Ich habe geduldig darauf gewartet, mit dir reden zu können. Meine Schwester hatte dich ja die ganze Zeit mit Beschlag belegt.“
„Du weißt doch, wie wir sind, wenn wir uns treffen.“ Sloane lächelte. „Es hat sich nicht viel geändert. Im Grunde genommen sind wir immer noch dieselben kichernden Teenager.“
„Ich würde sagen, es hat sich eine Menge verändert.“ Benjis intensiver Blick wanderte über ihren Körper, bevor er ihr wieder in die Augen sah.
„Wahrscheinlich hast du recht.“ Sloane räusperte sich.
Einiges hatte sich ganz bestimmt geändert.
Benji war schon immer in sie verknallt gewesen. Früher hatte sie das nett gefunden. Aber jetzt war er kein kleiner Junge mehr. Er war erwachsen – und er hatte, soweit sie es erkennen konnte, einen tollen, trainierten Körper.
Sein Blick war nicht voll Bewunderung wie der eines kleinen Jungen. In seinen Augen sah sie schlichtes Verlangen. Es war dasselbe Gefühl, das auch sie verspürte und das ihr Herz schneller schlagen ließ.
Sein selbstbewusstes Lächeln ließ ahnen, dass er bemerkte, dass sie von ihm angetan war.
Reiß dich zusammen! Du glotzt gerade den kleinen Benji Bennett an.
Benji hatte ein College in Seattle besucht. Dort wohnte er immer noch. Im dritten Jahr am College hatte er ein Hightech-Unternehmen...




