Ryan | Zu sinnlich, zu gefährlich? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2233, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Ryan Zu sinnlich, zu gefährlich?


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-0898-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2233, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0898-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Society-Girl Riley muss dringend heiraten! Sonst verliert sie ihr Erbe. Aber wo soll sie so schnell den passenden Mann hernehmen? Da kommt es wie gerufen, dass ihr Ex Travis nach Moonlight Ridge zurückkehrt, um einen Investor für das Hotel seines kranken Vaters zu finden. Spontan bietet Riley an, ihn mit den fehlenden Millionen zu unterstützen - wenn er sie für ein Jahr heiratet! Ein gefährlicher Deal mit unwiderstehlich sinnlichem Effekt. Denn Travis verlangt plötzlich mehr als nur eine Ehe auf dem Papier...



Reese Ryan schreibt Liebesgeschichten, die nicht nur sexy und gefühlvoll sind, sondern in denen sie auch von kleineren Familiendramen erzählt. Reese ist im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten geboren und aufgewachsen, ihre Familie hat aber auch Wurzeln in Tennessee.

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1. KAPITEL


„Schön, Sie wiederzusehen, Mr. Travis.“ Der Parkwächter begrüßte Travis Holloway mit einem breiten Grinsen und hielt dabei ein Exemplar von Travis’ neuestem Kochbuch in die Höhe. „Könnten Sie das bitte für meine Freundin signieren? Sie liebt Ihre Kochshow.“

Travis war nach einer langen Nacht in seinem Restaurant in Atlanta und einer fast vierstündigen Fahrt nach Asheville an diesem Morgen unglaublich erschöpft, aber er begrüßte den jüngeren Mann dennoch herzlich, signierte das Kochbuch und schlug vor, ein Selfie zu machen, das die Freundin des Mannes beeindrucken würde. Dann übergab er ihm die Schlüssel zu seinem schwarzen Dodge.

Als der Parkwächter wegfuhr, wandte sich Travis dem Gebäude vor ihm zu.

Moonlight Ridge.

Jedes Mal, wenn er zu dem Luxusresort in den Blue Ridge Mountains zurückkehrte, musste er daran denken, wie er es zum ersten Mal gesehen hatte. Damals war er sieben Jahre alt gewesen. Eine Sozialarbeiterin hatte ihn hierher begleitet und ihm gesagt, was für ein Glück er hatte, dass dieses Anwesen sein neues Zuhause werden würde und dass sein neuer Vater und seine Brüder schon sehnsüchtig auf ihn warteten.

Sein Magen zog sich bei dem Gedanken an seine Brüder zusammen – genau wie an jenem Tag vor sechsundzwanzig Jahren.

Nachdem er lange Zeit nicht hier gewesen war, war Travis vor ein paar Monaten nach Moonlight Ridge zurückgekehrt, weil sein Adoptivvater, Jameson Holloway, der Besitzer von Moonlight Ridge, einen Hirnschlag erlitten hatte. Seine Adoptivbrüder und er waren daher gezwungen gewesen, zusammenzukommen, obwohl sie seit Jahren entfremdet waren, nachdem ein Autounfall ihr Leben vollkommen verändert hatte – vor allem seines.

Sie hatten vereinbart, zusammenzuarbeiten, um die häusliche Pflege ihres Vaters zu beaufsichtigen und dabei zu helfen, Moonlight Ridge zu renovieren, das in den letzten Jahren sehr baufällig geworden war. Während der vergangenen Monate hatten seine Brüder Mack und Grey bei der Renovierung des Resorts die Führung übernommen und große Fortschritte gemacht. Aber es gab immer noch viel zu tun. Das gastronomische Angebot des Hotels musste dringend überarbeitet werden, und das war nun mal sein Fachgebiet.

Travis stieg die Treppe in den dritten Stock hinauf, wo sich die Büros befanden. Als er vor dem Büro seines Vaters ankam, dessen Tür einen Spaltbreit offen stand, seufzte er leise.

Travis, Mack und Grey waren alle drei als Adoptivkinder zu Jameson gekommen, und jeder von ihnen hatte mit einem familienbedingten Trauma zu kämpfen gehabt. Es hatte einige Zeit gedauert, doch dann waren die drei im wahrsten Sinne des Wortes Brüder geworden – die Holloway-Brüder gegen den Rest der Welt.

Bis es dann nicht mehr so war.

Die Nacht des Autounfalls, die alles verändert hatte, war für immer in Travis’ Erinnerung eingebrannt. In dieser Nacht hatte er seine Familie verloren. Nach dem Unfall hatte er eine Zeit lang keine Kontrolle über seine Beine gehabt, was ihn sein Footballstipendium und seinen Traum, in der NFL zu spielen, gekostet hatte. Auch das Mädchen, von dem er glaubte, sie mehr als alles andere auf der Welt zu lieben, hatte er in dieser Nacht verloren.

Es war die Nacht, in der er daran erinnert worden war, dass es nur wenige Menschen gab, denen er bedingungslos vertrauen konnte. Aber sein Adoptivvater, Jameson Holloway, stand ganz oben auf dieser kurzen Liste. Denn er hatte ihn gesund gepflegt und ihm nie erlaubt, aufzugeben oder sich selbst zu bemitleiden. Er hatte immer daran geglaubt, dass sein Sohn wieder laufen können würde, ungeachtet der unheilvollen ersten Prognosen.

Wie immer hatte der alte Mann recht behalten. Aber es hatte zwei zermürbende Jahre gedauert, bis Travis es geschafft hatte.

Obwohl sein Körper wieder vollkommen hergestellt war, war er nach dieser Tortur ein gebrochener Mensch gewesen. Er hatte seine Brüder von sich gestoßen, verbittert über den Verlust seiner Träume und darüber, dass sie den Unfall unbeschadet überstanden hatten und das Leben führen konnten, das sie geplant hatten. Verzweifelt wegen des Mädchens, dessen Verrat der Auslöser für alles gewesen war, was in dieser schrecklichen Nacht geschehen war, und wütend auf die ganze Welt.

Einige Wut hatte er mithilfe einer Therapie verarbeitet, doch aufgrund der Erkrankung ihres Vaters war Travis gezwungen gewesen, sich mit Mack und Grey auseinanderzusetzen, sowohl persönlich als auch per Telefon und Videokonferenz. Langsam baute er wieder eine zaghafte Beziehung zu seinen Brüdern auf. Zum einen fühlte er sich ihrem Vater gegenüber dazu verpflichtet, zum anderen hatte er Schuldgefühle wegen seines Verhaltens nach dem Unfall.

Es war falsch gewesen, seinen Brüdern die Schuld dafür zu geben, aber er konnte die Zeit nun mal nicht zurückdrehen. Zwischen ihnen würde es nie wieder so sein wie früher, und mit Mack und Grey persönlich zusammen zu sein, bereitete ihm immer noch Magenschmerzen. Aus diesem Grund war er auch direkt nach Macks Hochzeit wieder abgehauen.

Aber jetzt war er bereit, loszulegen. Je eher sie Moonlight Ridge wieder zum Laufen brachten, desto eher konnte er sein eigenes Leben wieder aufnehmen.

Travis trat in das Büro und ließ sich auf den Platz neben Grey fallen. „Tut mir leid, dass ich zu spät bin.“

„Ich dachte schon, du hättest es dir anders überlegt.“ Mack, der hinter dem Schreibtisch saß, hob eine Augenbraue.

„Jetzt bin ich ja hier.“

„Dann lass uns direkt anfangen. Meine Frau wartet schon.“

„Wie geht es Molly?“ Travis nickte in Richtung der Verbindungstür zu ihrem Büro.

Er hatte Molly Haskell immer schon gemocht. Ihr Vater hatte im Hotel gearbeitet, und Molly und Mack waren schon als Teenager ein Paar gewesen. Die Beziehung hatte geendet, als Mack sie nach dem Unfall verlassen hatte.

Travis war froh, dass sein Bruder und Molly wieder zueinandergefunden hatten. Sie gehörten zusammen. Nicht, dass er an Seelenverwandtschaft und diesen ganzen Quatsch glaubte. Seine persönlichen Erfahrungen hatten ihn gelehrt, dass es so etwas nicht gab.

„Es geht ihr gut.“ Ein sanftes Lächeln umspielte Macks Lippen. Trotz seines Alphamännchen-Gehabes war er ein sanfter, warmherziger Mann. Und offensichtlich sehr verliebt. „Sie trifft sich gerade mit den Abteilungsleitern und kommt später rüber, um uns auf den neuesten Stand zu bringen. Sofern wir hier jemals fertig werden“, brummte er. „Ich weiß, dass du als Junggeselle jede Menge Zeit hast, aber unsere Frauen haben ein Doppeldate für uns geplant, also …“

Travis verspürte einen Anflug von Neid. Mack war frisch verheiratet, und Grey war mit Autumn Kincaid liiert, der Hochzeitsplanerin von Moonlight Ridge. Als er seine Brüder zwei Wochen zuvor auf Macks und Mollys Hochzeit gesehen hatte, schienen sie beide unfassbar glücklich zu sein.

Doch bevor sich ein ungutes Gefühl einstellen konnte, machte er sich bewusst, dass sein Leben als Junggeselle verdammt gut war. Es war ein Leben, um das ihn die meisten Männer beneiden würden. Er nahm an glamourösen Veranstaltungen teil, wohnte in luxuriösen Apartments, machte extravagante Urlaube und kaufte sich Designerklamotten. Es gab nicht wenige schöne Frauen, die sich darum rissen, ihn bei der Eröffnung eines seiner Restaurants oder einer anderen gesellschaftlichen Veranstaltung auf dem roten Teppich zu begleiten. Er hatte also keinen Grund, neidisch auf Mack und Grey zu sein.

Sein Leben war gut so, wie es war.

„Dann lasst uns endlich zur Sache kommen.“ Travis öffnete das Dokument, das Mack ihm gereicht hatte, und überflog die erste Seite. Danach warf er es auf den Schreibtisch. „Ich werde das später lesen, während ihr zwei … mit angenehmeren Dingen beschäftigt seid.“ Er grinste. „Kommen wir gleich zu einer der wichtigsten Fragen: Habt ihr herausgefunden, wer uns bestiehlt?“

Sie hatten vor einiger Zeit festgestellt, dass jemand vom Personal das Hotel seit mehreren Jahren bestohlen hatte. Die Identität des Diebes aufzudecken, hatte für sie daher oberste Priorität.

Mack runzelte die Stirn. „Daran arbeiten wir noch.“

„Aber unsere Wirtschaftsprüferin hat ermittelt, dass die meisten Unregelmäßigkeiten bei den Lebensmitteln und Getränken zu finden sind – in dem Bereich also, in dem wir deine Hilfe am dringendsten brauchen“, fügte Grey hinzu.

„Ihr erwartet also, dass ich die Speisekarte erneuere, während ich mit einer zweitklassigen Köchin zusammenarbeite, die vielleicht auch noch eine Diebin ist? Das ist ja wirklich großartig.“

Travis ging zum Fenster hinüber, das einen atemberaubenden Blick auf den See bot, und steckte die Hände in die Taschen.

„Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Wir müssen diese zweitklassige Köchin loswerden und jemanden mit echtem Talent einstellen. Wenn sie tatsächlich die Diebin ist, haben wir beide Probleme auf einmal gelöst – das mittelmäßige Essen und die Veruntreuung.“

„Das haben wir auch schon in Erwägung gezogen“, räumte Grey ein. „Aber Dad will nichts davon hören. Du weißt ja, wie loyal er ist. Hallie Gregson war jahrelang die Souschefin unter Chefköchin Fern. Als Fern wegging, bestand Dad darauf, Hallie eine Chance als Chefköchin zu geben. Er glaubt, dass sie eine Weltklasseköchin werden kann. Er sagt, sie braucht nur ein bisschen …“

„… Nachhilfe“, meinte Mack. „Das machst du doch auch in diesen Kochsendungen, oder?“

Mack hatte...



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