Sands | Vampir & Vorurteil | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 29, 396 Seiten

Reihe: Argeneau

Sands Vampir & Vorurteil


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1134-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 29, 396 Seiten

Reihe: Argeneau

ISBN: 978-3-7363-1134-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Buchreihe, so unsterblich wie Vampire selbst

Seit mehr als dreitausend Jahren hat Santo Notte überall auf der Welt gekämpft. Er hat viel gesehen, erlebt und noch mehr erdulden müssen. Doch als er in New York auf Petronella Stone trifft, weiß er, dass diese Frau seine Seelengefährtin und gleichsam sein größtes Abenteuer ist. Aber ihrer beider Anziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als Santo erkennen muss, dass seine inneren Dämonen Pet in Gefahr bringen. Und um eine gemeinsame Zukunft zu haben, muss er seine Vergangenheit hinter sich lassen. Für immer ...

'Diese Welt und ihre Bewohner bereiten so unglaublich viel Spaß und machen ziemlich abhängig!' FRESH FICTION

Band 29 der ARGENEAUS von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Lynsay Sands



Die kanadische Autorin Lynsay Sands hat zahlreiche zeitgenössische und historische Romane verfasst. Sie studierte Psychologie, liest gern Horror- und Liebesromane und ist der Ansicht, dass ein wenig Humor »in allen Lebenslagen hilft«. Mit der »Argeneau«-Serie gelang ihr der große Durchbruch in den USA.
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1


»Du hast auf mich geschossen!«

»Tjaaaa«, erwiderte Pet gedehnt. »Tut mir leid, Kleiner, aber das war ein Versehen. Ich habe auf die Mutanten gefeuert, und auf einmal war dein fetter Hintern im Weg.«

»Ach ja? Gut, dann ist das hier auch bloß ein Versehen«, gab Parker zurück und richtete seine Waffe auf ihre Spielfigur.

»Jetzt hör schon auf!«, rief Pet erschrocken und brachte ihre Spielfigur schnell hinter einer Baumgruppe in Sicherheit, um dem Kugelhagel ihres Mitspielers zu entkommen. »Es war wirklich ein Versehen«, beharrte sie. »Himmel, ich dachte, wir stehen beide auf der gleichen Seite.«

»Du hast zuerst auf mich geschossen«, stellte Parker klar und ließ seine Figur hinter ihrer herlaufen.

»Das war freundlicher Beschuss! Außerdem schaffst du es ohne mich sowieso nicht auf den nächsten Level, Parker. Du musst …« Ein lautes Kreischen von unten ließ sie aufhorchen, dann legte sie den Controller aus der Hand und sah zur Schlafzimmertür.

»Sitzt Oksana vor dem Fernseher oder …?«, begann sie, kam aber nicht weiter, da der schrille Aufschrei jäh endete und die Haushälterin zu rufen begann: »Einbrecher! Einbrecher!«

»Verdammt!« Pet sprang vom Boden auf und rannte zur Tür. Dort blieb sie stehen, zögerte kurz und öffnete sie einen Spaltbreit, um zu lauschen, was da unten vor sich ging. Sie verzog irritiert den Mund, als sie für einen Moment eine tiefe Stimme vernahm, die ihr fremd war. Dann herrschte Schweigen.

Pet griff nach ihrem Handy und drehte sich zu Parker um, der sich nicht von der Stelle gerührt hatte. Vielmehr nutzte ihr acht Jahre alter Neffe die Gelegenheit, auf ihre Figur im Videospiel zu schießen, obwohl sie gar nicht mehr mitspielte.

»Parker!«, zischte sie ihm verängstigt zu, während sie den Notruf wählte. »Hör auf damit! Wir haben hier ein Problem! Oder hast du nicht gehört, dass Oksana ›Einbrecher‹ gerufen hat?«

»Das macht sie ständig«, gab Parker unbeeindruckt zurück. »Oksana vergisst, die Haustür zuzumachen, wenn sie nach der Post sieht, die Zeitung reinholt oder die Veranda fegt. Von den Nachbarn bis zu den Paketboten glaubt jeder, dass irgendetwas nicht stimmt, wenn die Tür offen steht, also kommen sie rein, um nachzusehen. Und dann kreischt sie jedes Mal los, dass ein Einbrecher im Haus ist. Gestern hat sie das sogar gemacht, als die Katze von Mr Purdy hereingekommen ist. Das ist eine Marotte von ihr.«

»Oh.« Pet atmete erleichtert auf. Sie hatte noch nicht auf ›Wählen‹ gedrückt, löschte die Nummer des Notrufs, die sie eingetippt hatte, jedoch nicht. Immerhin war bislang von Oksana nichts mehr zu hören gewesen.

Pat überlegte, ob sie nach ihr rufen und sich erkundigen sollte, ob alles in Ordnung sei, oder ob sie besser niemanden darauf aufmerksam machen sollte, dass sie und Parker auch noch im Haus waren. Vielleicht sollte sie bis zum Ende des Flurs schleichen, um von dort einen Blick nach unten zu werfen, damit sie sehen konnte, wer sich an der Haustür befand. In diesem Augenblick hörte sie jemanden flüstern, dann folgte eine volltönende Männerstimme: »Hallo? Ich bin ein Nachbar!«

»Das ist kein Nachbar.«

Pet machte vor Schreck einen Satz, als Parker urplötzlich neben ihr stand und mit ernster Miene diese Worte sprach. Sie presste eine Hand auf ihre Brust, weil ihr Herz wie wild raste. Für ein paar Sekunden kniff sie die Augen zu, dann atmete sie tief durch, ehe sie fragte: »Woher weißt du das?«

»Weil niemand in der Nachbarschaft einen solchen Akzent hat. Jedenfalls kenne ich keinen, der so redet«, fügte er nachdenklich hinzu.

Pet war kein Akzent aufgefallen, schließlich hatte der Unbekannte nur wenige Worte gesprochen. Wie hatte Parker da einen Akzent heraushören können? Unwillkürlich schüttelte sie den Kopf. Dieser Junge war einfach … irgendwie anders. Hochintelligent und anders. Sie nahm ihre Hand von der Brust und fragte: »Und wenn es irgendein neuer Nachbar ist?«

»Könnte natürlich sein«, räumte Parker zweifelnd ein.

»Aber«, fügte Pet hinzu und sprach ihre eigenen Bedenken laut aus, »es ist eher unwahrscheinlich, dass Oksana einen Nachbarn für jemanden hält, der ins Haus einbricht.«

Parker zog die Augenbrauen hoch. »Du hast doch gehört, was ich dir über Mr Purdys Katze gesagt habe, oder nicht?«

Pet reagierte nur mit einer finsteren Miene und verlagerte das Gewicht auf das andere Bein, während sie intensiv lauschte, ob Oksana etwas sagte. Als nur weiter Schweigen herrschte, sah sie auf ihr Handy und zögerte. Sie wollte nicht die Polizei alarmieren, wenn es tatsächlich nur ein neuer Nachbar war, der nach dem Rechten sah. Seufzend fragte sie: »Hast du hier oben ein Telefon?«

»Ja, ich habe zu Weihnachten ein Handy bekommen.«

»Ein Handy?«, wiederholte sie ungläubig. »Du bist doch gerade mal acht! Wer zum Teufel kauft einem Achtjährigen ein Handy?«

»Mom und Dad«, konterte er grinsend.

»Ja, klar«, stöhnte sie. »Also gut. Dann schnapp dir dein Handy und bleib hier oben. Ich gehe nach unten und sehe nach, was da los ist. Aber wenn ich ›Spidey, komm runter‹ rufe, dann schließt du dich ein, versteckst dich und rufst die Polizei an. Okay?«

»Spidey?« Er verzog den Mund. »Ist das dein Ernst?«

Pet verdrehte die Augen. »Wenn sie wissen, dass dein Name Parker Peters ist, werden sie glauben, dass es nur ein Spitzname ist. Verstehst du? Parker Peters? Peter Parker? Spiderman?«

»Das hatte ich schon kapiert«, gab er abfällig zurück. »Es ist bloß so kindisch und irgendwie peinlich.«

»Willst du damit sagen, dass ich peinlich bin? Vor einer Stunde war ich noch deine Lieblingstante, und jetzt bin ich auf einmal peinlich?«, fragte sie erstaunt, bis ihr einfiel, dass dies der falsche Moment für eine solche Diskussion war. »Auch egal«, murmelte sie. »Hör zu, Schatz, das ist wirklich eine ernste Sache. Dann alarmierst du eben die Polizei, wenn ich dich ›Peter‹ rufe, okay?« Sie wartete, bis er zustimmend nickte, und öffnete darauf die Tür noch einen Spalt breiter. »Du bleibst auf jeden Fall hier«, flüsterte sie ihm noch zu, ehe sie das Zimmer verließ.

Für sieben Uhr an einem Abend Anfang Juni war der Flur überraschend düster, obwohl die Sonne doch erst so gegen neun Uhr unterging. Dennoch reichte das Licht aus, so dass sie sehen konnte, wohin sie trat. Auf halber Strecke zur Treppe am entgegengesetzten Ende des Korridors rief auf einmal eine Stimme: »Hallo?«

Diesmal war es eine Frau, aber es war nicht Oksanas Stimme. Pet nahm eine Kristallvase von einem Tisch an der Flurwand und hielt sie hinter ihrem Rücken versteckt. Dann ging sie zum Geländer, um von dort nach unten zur Haustür zu sehen.

Sie stutzte, als sie die Gruppe sah, die den großzügigen Eingangsbereich bevölkerte. Vier Männer und eine Frau standen um Oksana herum, die neben diesen riesigen Gestalten winzig klein wirkte. Dabei war sie noch ein paar Zentimeter größer als Pet, die es nicht ganz auf eins sechzig brachte. Ihr fiel auf, dass die ganze Gruppe zu ihr nach oben sah. Dann wanderte Pets Blick weiter zu dem Paar, das neben Oksana stand.

Unwillkürlich entspannte sie sich, als sie die beiden wiedererkannte. Marguerite und Julius Notte. Die zwei hatten sich auf der Veranda mit Pets Schwester Quinn unterhalten, als sie am Nachmittag angekommen war. Danach waren sie noch lange genug geblieben, um sich vorzustellen, ehe sie sich auf den Weg zu den Caprellis gemacht hatten, bei denen sie sich für die nächsten Wochen einquartieren würden. Sie würden auf das Haus aufpassen, während das ältere Ehepaar nach Texas verreist war, um die dort lebende Tochter zu besuchen.

Pet wandte sich den anderen drei Männern zu, deren Anblick sie wirklich in Erstaunen versetzte. Jeder von ihnen war auffallend groß, aber während zwei von ihnen einfach nur groß und muskulös waren, konnte man den Dritten einfach nur als Riesen bezeichnen, der locker doppelt so viel Raum beanspruchte wie jeder andere. Er war mit Abstand der größte Mann, den Pet je gesehen hatte, und das wollte schon was heißen. Bei ihrem Job hatte sie es mit allen möglichen hünenhaften Kerlen zu tun, doch keiner von ihnen reichte an diesen Typ heran. Allein diese Schultern! Großer Gott! Sie hatte mal gehört, dass Schwarz eigentlich schlanker machen sollte, doch dieses schwarze T-Shirt betonte nur umso mehr, wie breit und muskulös die Schultern waren, über die sich der Stoff spannte. Die schwarze Jeans dagegen ließ seine Hüften auffallend schmal erscheinen. Ihr Blick wanderte weiter bis hin zu den ebenfalls schwarzen Doc Martens und von dort zurück bis zu seinem Schädel, der kahl rasiert war. Auf dem Weg nach oben entging ihr nicht, dass er an jedem einzelnen Finger mindestens einen Ring trug. Wären sie nicht alle silbern gewesen, hätte man sie auf den ersten Blick für einen Totschläger halten können. Insgesamt machte der Kerl jedenfalls den Eindruck, dass man ihm besser nicht nachts über den Weg laufen sollte.

»Hallo, Petronella. Wie schön dich wiederzusehen.«

Pet zwang sich, wieder Marguerite anzusehen. Dabei hätte sie fast laut geseufzt, weil es so deprimierend war. Ganz ehrlich – diese Frau verkörperte alles, was sie selbst nicht war, aber schon immer nur zu gern gewesen wäre. Marguerite war groß, kurvig und einfach nur wunderschön mit ihrem langen, welligen rotbraunen Haar und ihrer makellosen hellen Haut. Marguerite trug ein schönes Sommerkleid und dazu Sandalen, was ihre Weiblichkeit nur umso stärker hervorhob, während sich Pet in T-Shirt und Shorts wie der letzte Penner...


Die kanadische Autorin Lynsay Sands hat zahlreiche zeitgenössische und historische Romane verfasst. Sie studierte Psychologie, liest gern Horror- und Liebesromane und ist der Ansicht, dass ein wenig Humor »in allen Lebenslagen hilft«. Mit der »Argeneau«-Serie gelang ihr der große Durchbruch in den USA.



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