Schaaf | ... damit war die ganze Hexerei geschehen ... | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 338 Seiten

Schaaf ... damit war die ganze Hexerei geschehen ...

Erinnerungen an das kreative Leben des Pflanzenzüchters und Gartenkünstlers Max Löbner 1869-1947
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7504-7465-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Erinnerungen an das kreative Leben des Pflanzenzüchters und Gartenkünstlers Max Löbner 1869-1947

E-Book, Deutsch, 338 Seiten

ISBN: 978-3-7504-7465-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Etwas mit Leidenschaft tun ist Tugend. Das könnte ein Lebensmotto von Max Hermann Löbner gewesen sein, der 1869 in Markranstädt bei Leipzig geboren wurde. Er war ein leidenschaftlicher Pflanzenzüchter, und Gärtner, Gartenkünstler mit Leib und Seele. Nach seiner Lehrzeit im herzoglichen Altenburg ging Löbner nach Potsdam, Erfurt, Danzig und an den Botanischen Garten Berlin. Später folgte er dem Ruf in die Schweiz nach Wädenswil am Züricher See, danach in die Residenzstadt des sächsischen Königs nach Dresden Pillnitz. Seine erfolgreiche Karriere fand einen noch heute sichtbaren Abschluß in Bonn Bad Godesberg. In der Nachzeichnung seines spannenden Lebensweges an europäischen Schauplätzen eines vielfältigen pflanzenzüchterischen Wirkens begegnen der interessierten Leserschar anhand kleiner Episoden viele berühmte Gärtner, Gartenkünstler und botanische Wissenschaftler neben Max Löbner. Eine Magnolie (2019 hundert Jahre alt) trägt Löbners Namen und erinnert, wie auch ein Blattkaktus, eine alte Apfel-Rarität, sowie eine Dahlie, Rosen oder eine Hortensie, Flieder und noch vieles mehr an einen berühmten Sohn seiner Heimat.

Der Autor wurde in der Heimatstadt Max Löbners geboren, studierte Physik, und beschäftigt sich als Freelancer mit wissenschaftshistorischen Themen aus den Naturwissenschaften, vorrangig Biologie, Gartenbau, Medizin.
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Vergangenes lebendig werden lassen – das gelang einer spektablen Magnolie, die im eigenen kleinen Garten letzte Frosteskapaden des zeitigen Frühjahrs blühend überstand. Es gelingt ihr jedes Jahr aufs Neue, und das seit 100 Jahren.

Anhand der Löbnerschen Magnolie erleben wir immer wiederkehrend, jahrein jahraus eine Vergegenwärtigung der gärtnerisch-botanischen Vergangenheit.

Obwohl in diesem Jahr nunmehr einhundert Jahre alt, ist sie als Grazie frisch und jung geblieben, wie zum Zeitpunkt ihrer Schöpfung. Sie ist sichtbar präsent und eroberte als eine wahre Züchtungs-Ikone der Pflanzenwelt die botanische Geschichtskultur; so jedenfalls kommt sie bei den Recherchen entgegen.

Augen auf – denn wer will, kann sie erleben.

Überaus vielfältige Recherchen zu diesem Buch waren erforderlich, um mindestens einen anspruchsvollen Teil von Löbnerschem Engagement und Ergebnissen seiner Arbeiten vorzulegen. Sie konnten durch verschiedene auf großen Reisen wie bei kleineren Ausflügen erhaltene Fotoaufnahmen ergänzt werden. Manche Planungsziele, Wünsche ließen sich noch nicht erfüllen, so dass die nunmehr zwar fertiggestellte Publikation dennoch unvollständig bleibt, denn wie der Gilles Clement betonte, bedarf es mindestens zweier Zutaten, „

Das kommt nicht demotivierend daher, sondern beschreibt ermutigend das Gegenteil, dass ein Garten ein Wunderwerk als Teil der Natur ist und ständig zur Veränderung auffordert, sowie sich Alles auch selbst verändert ohne Zutun des Menschen.

Nicht viel anders ist es bei der Erstellung eines Manuskripts über einen vielseitigen, auch vielschichtigen Menschen wie Max Löbner, ständig auf der Suche zu sein um zu ergründen, warum er wie war und was er -in seiner Zeit- geleistet hat, dass es die Zeiten überdauerte und uns noch heute anspricht, so wie ´seine´ Magnolie.

Bei der ´Reise rund um Max Löbner´ in die Vergangenheit, die zuerst dem Hinterfragen der Pflanzenschöpfung Magnolia X loebneri diente und wenn möglich, eine hinter der Historie der Pflanzenzüchtung ergeben sollte, begeisterte nicht viel später das Wiederentdecken der als ´verschollen´ geltenden Dahlie ´Höhenfeuer´ und ihrer genetischen Mutter ´Helvetia´ nachhaltig.

stiftete das zu weiterer Neugier an, daneben auch einige mit spezifischen Namen bedachte Rosenzüchtungen in ein heutiges Licht zu rücken.

So ergab es sich fast nebenbei, dass auch ein prächtiger Phyllocactus das Auge erfreuen konnte.

Aus einem anderen Blickwinkel geriet in den Fokus der botanischen Spurensuche ein heutzutage als pomologische Rarität ausgewiesener Apfel ´Gustav Durabil´ - sein Geschmack war überzeugend.

Allesamt sind diese botanischen Objekte lediglich ein nur geringer Teil der besonderen pflanzenzüchterischen Leistungen des ´Begründers und erfolgreichsten Pioniers des allgemeinen gärtnerischen Versuchswesens´ im Deutschland vor über einem Jahrhundert – dem in Markranstädt vor 150 Jahren geborenen Max Löbner.

Bei der Recherche um ihn, sein Leben und Wirken, begegnet man einem gärtnerischen Multitalent, einem die Möglichkeiten seiner Zeit auslotenden ´Selfmademan´, einem Suchenden, der wahrlich Grenzen überschritt.

Es soll aufgezeigt werden, wie es Max Löbner gelang, von Kindheit und Jugend an über Jahrzehnte hinweg eine besondere Haltung zur Natur zu entwickeln.

Es wird in Facetten erlebbar, wie er schaute, staunte, zu verstehen suchte und verstand, schließlich mit (s)einem Wissen um Natur seinen Beruf arrangierte und Bleibendes schuf. Je mehr man von ihm erfährt, seinen Lebenslauf aufdeckte und hinterfragte, umso faszinierender bildete sich sein Leben wie ein Kaleidoskop als „Grüne Vielfalt“ ab.

Vor Ihnen liegt das Buch zur Erinnerung an das kreative Leben des Pflanzenzüchters und studierten Gartenkünstlers Max Löbner, an dessen gärtnerische Erkenntnisse und zu seiner Zeit wahrhaft aufregenden botanischen Forschungen, vor allem an deren sichtbar beeindruckenden Ergebnissen man auch heute noch teilhaben kann.

Auch für ihn kann postuliert werden, dass der beste Gärtner ein guter Botaniker und der beste Botaniker ein guter Gärtner ist. Beim Durchforsten Löbnerscher Arbeiten wurde verständlich, dass es ihm, Max Löbner, notwendig war, beide Disziplinen zu verstehen, um Pflanzen zu verstehen. Davon ließ er sich leiten und gelangte zu seinen Erkenntnissen, die facettenartig heute noch Bestand haben.

Mit neugierigen Blicken ´über die Schulter´, anspornenden Fragen sowie zunehmend interessiertem Zuhören begleitete meine Familie, der für eine förderliche Geduld zu danken ist und die mich dennoch davor bewahrt hat, völlig in den Recherchen zu versinken, das Entstehen und alle Sondierungen zu dieser Story.

Man kann kaum erahnen, was meine Mitmenschen ertragen mußten, wenn ich anfing, diesem einen meiner Lieblingsthemen zu frönen. Gewiß, zuerst Geduld war bei meiner Umgebung angesagt, aber auch die Bereitschaft, mit mir Reisen zu unternehmen oder für mich zu Zielen zu reisen, die den Hauptzweck einer Recherche abrunden sollten – noch mehr über Max Löbners Lebensgang und damit sein berufliches Wirken zu erfahren.

Es ist bekannt und kaum bestritten, wie wichtig Kenntnisse der historischen Gegend früheren Geschehens sind, Lokalkenntnisse sowie zu großen als auch kleineren Schauplätzen des Wirkenskreises vorhanden sein oder erlangt werden sollten.

Von Anfang an konnte es nicht die Absicht sein, ein alphabetisch gegliedertes gärtnerisches Nachschlagewerk über Löbners bearbeitete Pflanzenwelt zu schaffen. Dennoch reizt es nach wie vor, ein A – Z aller von Max Löbner bearbeiteten Züchtungen, aller seiner Pflanzen´Schätze´ und darüberhinaus Arbeitskomplexe in einem einzigen Werk zu erfassen. Tatsächlich ist es möglich, von Löbner bearbeitete, in Kultur behandelte oder gezüchtete Pflanzennamen von A wie Amaryllis, B wie Begonia oder auch Buddleya, Clivia und weiter bis Z wie Zantedeschia zu notieren. Würde man auf diesem Wege komplettieren, entstände wohl tatsächlich ein A-Z.

Doch schnell machte sich die Erkenntnis breit, dass ein solches abschließendes, allumfassendes A – Z kaum oder nicht zu bewerkstelligen ist, da auch die gewissen nicht außen vor bleiben sollten, sofern sie entgegentraten. Erst solche scheinbaren Nebensächlichkeiten machen eine Persönlichkeit aus und lassen sie gewissermaßen ´verstehen´.

Es blieb die Aufgabe, sich an einen Grundsatz zu halten, in der Kürze liege die Würze.

Allerdings, hatte nicht schon Goethe´s Direktor im Faust festgestellt, ´wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.´ Das mag oft die Krux bei Büchern sein, wenn von Autoren nicht an geschickter Stelle ein rigoroser Stop angelegt und ein Text auf das Wesentliche reduziert wird.

Ich fragte mich mit konstanter Hartnäckigkeit, ob, wo und wie nach dem Sammeln schließlich das Sezieren nebst Aussortieren der erlangten Recherchergebnisse durchzuführen sei. Tatsächlich schien alles Aufgefundene in Löbners Leben und Wirken über einen Grad an Belanglosigkeit hinauszugehen.

Und so ist es schließlich gekommen, dass hiermit Dargebotenes dem Einen zu umfangreich sein kann, einem Anderen hier und da vielleicht zu knapp blieb, weil eine besondere Spezifik von tieferem Interesse sein mag.

Da hinter der gärtnerisch-botanischen Historie noch formidable Geschichtchen zu entdecken waren und notiert wurden, blieb es aus, lediglich bloß eine Zusammenstellung biografischer Daten qua Lexikon vorzunehmen. Das hätte nicht zum Lesen gereizt. Auch scheint ein komplexer und dennoch weit gefaßter Rahmen notwendig zu sein, um diesen Max Löbner zu erfassen.

Die vorliegende Arbeit versteht sich in erster Linie als ein Beitrag zur Geschichte des gärtnerisch-botanischen Berufes an der Epochenschwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Der Beleuchtung dieses Aspekts dienten jedoch auch bürgertumsgeschichtliche und konflikthistorische Aspekte, die nicht vernachlässigt werden konnten, um über einen einfachen lokalhistorischen Ansatz etwas weiter hinaus zu gehen. Löbner blieb jedenfalls nicht in seiner Geburtsstadt ´hängen´, ihn zog es hinaus; und das hatte seine Gründe, brachte die Erfolge, die man bei Löbner verzeichnen kann. Dennoch blieb er seiner Geburtsstadt, seiner Heimat, seiner zurückbleibenden elterlichen Familie stets eng verbunden.

Löbner konnte ohne die Grundlagen seiner Familie und der besonderen Lebensumstände seiner Kinder- und Jugendzeit nicht der werden, wie ihn spätere Zeitgenossen erlebten und als ´Pionier der Pflanzenzüchtung´ apostrophierten.

Es wurde folglich versucht, manchmal...



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