Schira | Braver Than Ever | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: Leben & Lernen

Schira Braver Than Ever


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8338-9760-3
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: Leben & Lernen

ISBN: 978-3-8338-9760-3
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als ihre Welt auseinanderfällt, ist er der einzige, der sie hält ***Eine Workplace-Romance zum Verlieben*** ***Der mitreißende zweite Band der London-Hope-Reihe*** ***Wunderschön ausgestattet: Farbschnitt und Character Card in limitierter Auflage*** Alice läuft ständig allem hinterher - ihrem Job, ihrem Privatleben und vor allem sich selbst. In der Redaktion des London-Lens-Magazins türmen sich die Aufgaben, in der WG die unerledigten To-Dos. Doch je mehr sie sich anstrengt, desto mehr gerät alles außer Kontrolle. Während andere gefühlt mühelos durchs Leben gleiten, fragt sie sich: Was stimmt nicht mit mir? Und dann ist da Josh. Er bringt sie zum Lachen und sieht etwas in ihr, das sie selbst nicht erkennt. Genau das macht ihr Angst. Denn je näher er ihr kommt, desto lauter wird ihre innere Stimme, die ihr einflüstert, dass sie immer alles kaputt macht. Als dann der Verdacht aufkommt, dass Alice ADHS hat, gerät ihr Leben endgültig ins Wanken. Doch inmitten des Chaos begreift sie, dass sie nicht allein ist - denn Josh versteht sie besser, als sie je geahnt hätte ...  Die Geschichte von Josh und Alice ist perfekt für dich, wenn du diese Tropes liebst: #He falls first #Good Guy #Workplace-Romance

Larissa Schira, geb. 1995, hat an der Universität Nürnberg Grundschullehramt studiert und ihr Staatsexamen in pädagogischer Psychologie geschrieben. Sie arbeitet jedoch nicht als Lehrerin, sondern hat sich als freie Lektorin selbstständig gemacht. Sie gewann einen Romance-Wettbewerb von Carlsen Impress, wo 2021 ihr Siegertitel herauskam, 2023 erschien eine Young Adult-Christmas-Romance bei Lübbe One, 2024 folgt dort ein weiteres Jugendbuch. Larissa Schira lebt mit ihrem Mann bei Nürnberg.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


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Impressum
Zur Autorin
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Epilog
Danksagung
Sensible Themen
Hilfsangebote
Schon ausgelesen?
Larissa Schira


Alice


Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig, meinen Fuß wegzuziehen, dann prallt der Blumentopf auf die Fliesen. Das Klirren lässt mich so zusammenzucken, dass mir noch ein weiterer aus den Armen rutscht. Verdammter Mist!

Seufzend betrachte ich die rotbraunen Scherben, die sich überall im Gang des Baumarktes verteilt haben. Der Anblick kommt mir seltsam vertraut vor. Vielleicht, weil es ein perfektes Abbild dessen ist, was in meinem Kopf vor sich geht. Splitter, überall zerstreut – und dazwischen ich, die von einem zum nächsten hüpft und nicht weiß, wo sie anfangen soll, um Ordnung in das Chaos zu bringen.

Aber das hier ist definitiv nicht der richtige Ort, um sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen. Missmutig schüttele ich den Kopf. Hätte ich nur besser aufgepasst … Ob ich mir einfach schnell einen Besen aus der Nachbarabteilung holen und alles wegkehren kann, bevor es jemand bemerkt? Unschlüssig trete ich von einem Fuß auf den anderen und entscheide mich dann dagegen.

Vorsichtig steige ich über die Scherben und mache mich stattdessen auf die Suche nach einem Mitarbeiter, um das Unglück zu beichten.

Innerlich fluche ich. Mann, warum muss ich mich immer in so unangenehme Situationen manövrieren?

Zu allem Überfluss bleibt meine Suche erfolglos. Alle Gänge sind leer. Bis auf die leise Popmusik aus den scheppernden Lautsprechern und das Zwitschern eines verirrten Vogels ist kein Geräusch zu hören. Wahrscheinlich haben zehn Minuten vor Ladenschluss schon fast alle Feierabend gemacht.

Die Töpfe und der Dünger in meinen Armen werden immer schwerer. Ich bin schon kurz davor, aufzugeben und doch auf meinen Besen-Plan zurückzukommen, als ich endlich jemanden bei den Schrauben entdecke.

Ich steuere auf den Mann in der orangefarbenen Jacke zu, der ein paar Packungen im Regal umsortiert. Sein Gesichtsausdruck verfinstert sich, als er mich näherkommen sieht. Doch dann setzt er ein professionelles Lächeln auf.

»Kann ich Ihnen helfen?«, fragt er. Seine Tonlage lässt darauf schließen, dass er hofft, ich würde Nein sagen.

»Sorry, aber mir ist gerade ein paar Gänge weiter was runtergefallen und kaputtgegangen.«

Er grunzt. Sein Blick zuckt zu dem Piercing an meiner Lippe, wandert dann zu den Tattoos an meinen Armen und bleibt schließlich an den restlichen Gärtnerutensilien hängen, die ich immer noch mit mir herumtrage.

»Wundert mich nicht. Warum nimmst du dir keinen Wagen, wenn du so viel kaufen willst? Oder wenigstens einen Korb?«

Ich weiß genau, was hier läuft. Das ist wieder einer von denen, die mich wegen meines Styles sofort in eine Schublade stecken. Und die liegt genau zwischen der mit Randalierern und der mit Ladendieben.

Ich atme tief durch. Nicht provozieren lassen. »Ich wollte gar nicht so viel kaufen. Und ich kenn mich. Wenn ich einen Wagen nehme, lade ich den nur mit noch mehr Zeug voll, das ich eigentlich nicht brauche.«

Er starrt mich an, als hätte ich ihm erzählt, dass ich eine Ausstellungstoilette benutzt habe.

»Außerdem mach ich das immer so beim Einkaufen«, füge ich noch schnell hinzu. »Ich hab also Übung darin.«

»Merkt man ja.« Er macht ein abfälliges Geräusch. »Welcher Gang?«

Ich schlucke die scharfen Worte hinunter, die mir auf der Zunge liegen, denn was Typen wie ihn normalerweise am meisten ärgert, ist, wenn man ihnen mit der Freundlichkeit entgegentritt, die sie selbst nicht aufbringen können.

»Beim Dünger. Ich kann auch beim Aufkehren helfen – und ich bezahl die kaputten Töpfe natürlich«, antworte ich deswegen.

Seine Miene verfinstert sich nur weiter, und er winkt ab. »Nee. Versuch einfach, nicht noch mehr fallen zu lassen und geh zur Kasse, okay?«

Ich bin kurz davor, absichtlich noch einen Topf aus meinem Arm rutschen und ihm vor die Füße knallen zu lassen.

Warum lasse ich mich von ihm überhaupt so aus der Ruhe bringen? Vielleicht, weil ich weiß, dass er recht hat. Und das ärgert mich mehr, als ich zugeben will.

Dieser arrogante Mitarbeiter kennt mich nicht. Aber ich kenne mich leider nur zu gut. So gut, dass ich hätte wissen müssen, dass mir ein Missgeschick passiert, wenn ich mich nicht zusammenreiße und aufmerksamer durch den Baumarkt laufe.

Ich werfe dem Mitarbeiter einen finsteren Blick zu, bevor ich mich umdrehe und meine Einkäufe vorsichtig in Richtung Kasse balanciere.

Eine halbe Stunde später habe ich es ohne weitere Unfälle bis zur Wohnung geschafft und die Aussicht, gleich in Ruhe gärtnern zu können, lässt meine Finger vor Vorfreude kribbeln. Ich stelle die Tragetasche auf dem Boden ab und fummle den Schlüssel aus der Hosentasche. Als ich ihn gerade ins Schloss stecken will, schwingt die Tür jedoch auf.

Nathan steht mir gegenüber, mit einem so gleichgültigen Gesichtsausdruck, dass mein eigenes Lächeln bröckelt. Bemüht fröhlich strecke ich den Arm noch weiter aus und tue so, als würde ich seinen Bauchnabel aufsperren wollen. Doch selbst das entlockt ihm nicht mal ein Schmunzeln.

»Lass das«, brummt er.

»Sorry. Ist was?«

»Nö.« Er wendet sich ab. »Hab nur deinen Schlüssel gehört und dachte, ich mach dir lieber auf, bevor du beim Versuch aufzusperren wieder das Treppenhaus mit Cola flutest.«

Er schlurft den Flur hinunter zu seinem Zimmer.

»Keine Sorge, daraus hab ich gelernt. In Zukunft stell ich die Getränkekiste vorher ab«, rufe ich ihm hinterher und versuche, mich nicht von seiner Laune runterziehen zu lassen. Wahrscheinlich hat er wieder Stress mit seiner Freundin, weil er das ganze Wochenende ohne sie in irgendwelchen zwielichtigen Clubs verbracht hat.

Ich betrete die WG und sofort empfängt mich der Duft von karamellisierten Zwiebeln und orientalischen Gewürzen. Offenbar ist Linh heute mit Kochen dran. Die vietnamesischen Gerichte nach den Rezepten ihrer Großmutter sind meistens mein Highlight der Woche. Obwohl mein Magen knurrt und ich es kaum erwarten kann zu sehen, was sie heute gezaubert hat, schleppe ich zuerst meine Einkäufe in mein Zimmer.

Ich steige über den Wäschehaufen hinter der Tür und stelle die Tasche auf der letzten freien Ecke meines Schreibtisches ab. Dann mustere ich den Raum. Beim Anblick des Chaos muss ich mich beherrschen, um nicht in eine negative Gedankenspirale zu geraten. Das ist definitiv kein Ort zum Wohlfühlen. Da helfen auch die vielen Pflanzen und die farbenfrohe Deko nicht mehr.

Aber wo soll ich anfangen? Wäsche? Die Klamotten, die ich einmal getragen habe, aber noch nicht waschen will, türmen sich auf der Lehne meines Schreibtischstuhls. Aus dem Türspalt des Eichenholzschranks quillt der Ärmel eines Pullovers, den ich zwar gewaschen, aber zusammen mit den anderen sauberen Kleidungsstücken einfach hineingeworfen statt gefaltet und einsortiert habe.

Ich stoße auf einen inneren Widerstand, als ich überlege, wo ich mit dem Aufräumen anfangen soll. Beim Stift- und Zettelchaos auf meinem Schreibtisch oder lieber damit, das Geschirr wegzuräumen … Was ist mit den leeren Flaschen neben dem Bett … und den ungelesenen Büchern, die sich auf meinem Nachttisch stapeln?

Überforderung macht sich in mir breit. Ich brauche eine Strategie. Am besten schaffe ich erst mal etwas Platz, um Dinge zwischenzulagern und zu sortieren. Zum Beispiel auf dem Schreibtisch. Die Tüte mit den Töpfen und dem Dünger steht im Weg. Wenn ich die erst mal ausräume und alles sinnvoll verstaue, habe ich es schon mal vermieden, neue Unordnung zu machen.

Neue Motivation überkommt mich. Ich entsperre mein Handy, verbinde es mit der Bluetooth-Box neben meinem Bett und starte meine Lieblingsplaylist – gerade laut genug, damit ich die Musik genießen kann, aber so leise, dass es die anderen in ihren Zimmern nicht stört.

Ich setze mich mit der Tasche aufs Bett und packe die Töpfe aus. Hoffentlich haben sie die richtige Größe. Ich drehe mich um und nehme vorsichtig eines der Gläschen vom Fensterbrett. Darin schwimmt ein Avocadokern, mit Zahnstochern durchbohrt, die verhindern, dass er an den Boden des Glases sinkt. Denn dort erstreckt sich bereits ein feines Wurzelgeflecht, während aus dem oberen Teil des Kerns ein beachtlicher Keim sprießt. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen drehe ich das Gläschen zwischen den Fingern. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um die zarte Pflanze aus dem Wasser zu nehmen und in die Erde zu setzen. Der Topf, den ich dafür gekauft habe, ist gerade groß genug, um auf mein Fensterbrett zu passen – also perfekt. Allerdings sollte ich das Umtopfen nicht hier auf meinem Bett machen, wenn ich die nächsten Wochen nicht mit Erde in meinen Haaren aufwachen will.

Ich schiebe meinen Wäscheberg und die Flaschen zur Seite und lege eine ausgebreitete Mülltüte als Unterlage zum Gärtnern auf den Parkettboden. Dann ziehe ich den noch verschlossenen Beutel Erde unter meinem Schreibtisch hervor, reiße ihn auf und beginne, die Töpfe zu füllen.

Sofort steigt meine Laune noch weiter. Das Pflanzen lässt meine Gedanken so leise werden, dass ich sie über meine Lieblingssongs hinweg kaum noch hören kann. Leise summe ich die Melodien mit.

Taylor Swifts beruhigende Stimme wird von Yungbluds rockigen Klängen abgelöst, bevor Olivia Rodrigo eine herzzerreißende Ballade über ihre gescheiterte Beziehung anstimmt. Ich ertrage nur ein paar Takte des Lieds. Dann wird mein Herz so schwer, dass ich trotz der Erde an meinen Fingern mein Handy vom Bett ziehe und den Song überspringe.

Ein Klopfen an der...


Schira, Larissa
Larissa Schira, geb. 1995, hat an der Universität Nürnberg Grundschullehramt studiert und ihr Staatsexamen in pädagogischer Psychologie geschrieben. Sie arbeitet jedoch nicht als Lehrerin, sondern hat sich als freie Lektorin selbstständig gemacht. Sie gewann einen Romance-Wettbewerb von Carlsen Impress, wo 2021 ihr Siegertitel herauskam, 2023 erschien eine Young Adult-Christmas-Romance bei Lübbe One, 2024 folgt dort ein weiteres Jugendbuch. Larissa Schira lebt mit ihrem Mann bei Nürnberg.

Larissa Schira, geb. 1995, hat an der Universität Nürnberg Grundschullehramt studiert und ihr Staatsexamen in pädagogischer Psychologie geschrieben. Sie arbeitet jedoch nicht als Lehrerin, sondern hat sich als freie Lektorin selbstständig gemacht. Sie gewann einen Romance-Wettbewerb von Carlsen Impress, wo 2021 ihr Siegertitel herauskam, 2023 erschien eine Young Adult-Christmas-Romance bei Lübbe One, 2024 folgt dort ein weiteres Jugendbuch. Larissa Schira lebt mit ihrem Mann bei Nürnberg.



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