Schmidt | Hunters | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 332 Seiten

Schmidt Hunters

Fantasy-Roman
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-942427-78-4
Verlag: Best off
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Fantasy-Roman

E-Book, Deutsch, 332 Seiten

ISBN: 978-3-942427-78-4
Verlag: Best off
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Im Untergrund der Welt, in einem verwinkelten Tunnelsystem, wütet ein verheerender Krieg zwischen Dämonen und Jägern. Die Dämonen waren eine Bedrohung für jeden. So hatte sich vor Jahren ein Clan den Jägern angeschlossen und stand ihnen seither im Kampf gegen die Dämonen bei, solange bis das Hauptquartier der Jäger zerstört wird. Zoey, die Tochter der Anführerin des Clans und der junge David kämpfen weiter. Der Kampf gegen das Böse nimmt seinen Lauf. Kaleb ist ein unheimlich starker Dämon, er ist der Teufel in Person. Geben sie einfach auf und überlassen die Welt ihrem Schicksal? Nein. Gemeinsam organisieren sie sich neu und bitten einige Hexenclans um Hilfe, um sich gemeinsam gegen den Dämonen zu stellen.

Daniel Schmidt, geboren 1997, hat schon früh seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt. Mit zehn fing er an, Fortsetzungen für seine Lieblingsbücher zu schreiben, mit zwölf reichte das nicht mehr, es mussten eigene Ideen her. Er schreibt am liebsten mit Einflüssen von Fantasy und Jugendbuch. Seine Hobbys sind Lesen, Schwimmen und immer neue Geschichten erfinden. Zurzeit besucht er die Oberstufe eines Gymnasiums und wohnt zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester im westlichen Teil der Pfalz. Hunters ist sein Debüt-Roman.

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Prolog
Eine Warnung
Die Hexe lief mit sicherem Gang die Tunnel entlang. Sie wusste ganz genau, wo sie hin musste. Ein leises Gefühl ließ sie die richtigen Schritte tun, an jeder Ecke und an jeder Kreuzung, die genauso aussahen wie die vorigen. Außerdem spürte sie die dunkle Macht, die mit jedem Schritt stärker wurde. Dunkel und allem Licht gegenüber abwertend stand sie in der Luft, wie ein Gift, stark und betörend. Geröll und Felsbrocken räumten sich vor ihren Füßen weg, jedoch war sich die Hexe nicht sicher, ob das ihr Verdienst war. Diese Macht war anders als die ihres Clans. Zwar war auch der ihre nicht gerade der Heiligste, bestimmt hatte es einige finstere Zeiten in seiner Geschichte gegeben, doch sie verwendeten ihre Macht nie zum eigenen Vorteil, sondern dazu, die Menschen, ohne dass sie es wussten, zu unterstützen und ihnen Kraft zu geben. Diese Macht aber, die sie jetzt spürte, war durch und durch böse, fast greifbar in der Luft, wie ein düsterer Schleier, der über die Wände strich und denen, die hier vorbeikamen, gruselige Dinge einflüsterte. Die Hexe staunte über die Architektur der Gänge. Sie glaubte sogar, ein Muster in den Wänden zu erkennen, das hypnotisierend war und jeden, der nicht hierher gehörte, in seinen Bann zog. Ein Wispern lag zwischen all den Dingen, betörend wie ein schöner Duft und gefährlich wie ein Schwarm Hornissen. Nein, nicht daran denken! Schnell erinnerte sie sich daran, warum sie sich überhaupt hierher begeben hatte. Sie war in Feindesland eingedrungen, daran änderten auch die schönen Wände nichts. Ihre Mission war gefährlich, das durfte sie nicht vergessen, und konnte jederzeit mit dem Tod enden. Sie überprüfte instinktiv ihre Schilde, die körperlichen wie auch die magischen. Diesem Wesen, dem sie sich näherte, durfte es nicht gelingen, sie zu überwinden. Zu viel stand auf dem Spiel. Nachdem sie ihre Schilde überprüft hatte und alles in Ordnung schien, wurden die Wände gröber, so, als hätte jemand riesige Stücke herausgerissen, wie riesige Wunden stachen sie aus dem Bild. Obwohl niemand da war, fühlte sich die Hexe beobachtet. Sie bezweifelte, dass selbst eine mächtigere Hexe als sie selbst keine Angst gehabt hätte. Wenigstens hatte sie ihre Schilde und ihren Verstand. Wenn diese nicht mehr da wären, wäre sowieso alles vorbei. Dann könnte sie sich auch gleich ihr eigenes Grab schaufeln. Denn ihr Gegner war ein gerissener Hund, nicht mehr und nicht weniger, eine tödliche Viper, die schon viel zu lange ihr geheimes Leben im Schattenreich fristete. Ihr Schritt wurde langsamer, als plötzlich zwei Tore auftauchten und den Weg versperrten. Sie waren mit Sprüchen in einer ihr fremden Sprache verziert und von zwei riesigen, in den Stein gehauenen Augen flankiert. Bannsprüche aus der Alten Welt, unüberwindbar und gefährlich wie das meiste, das von dort kam. Die Hexe blieb stehen, wartete. Das Rascheln ihres Umhangs war das einzige Geräusch, das zu vernehmen war, als sie sich die Kapuze über den Kopf zog. Sie wusste, dass er sie sah. Dennoch musste sie enttäuscht feststellen, dass er schon einen Fehler gemacht hatte. Man ließ eine Hexe nicht warten, das war unhöflich und absolut respektlos. In anderen Situationen, mit anderen Personen, würde so etwas ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. Er jedoch war anders, er wollte damit seine Dominanz zur Schau stellen, beweisen, dass er Macht hatte und sie auch nutzte. Und der Verdacht bestätigte sich. Ich habe auf dich gewartet. Komm doch rein, meine Liebe. Eine aalglatte Stimme hatte sich in ihren Kopf geschlichen, die Barrieren in ihrem Kopf unbemerkt überwunden. Sie rümpfte die Nase und drückte den Rücken durch. Niemand würde sie einschüchtern können, schon gar nicht Er. Trotzdem beschlich sie ein mulmiges Gefühl, als sie durch das Tor, das sich langsam auseinander schob, in die Halle trat. Der Raum, in den sie eingetreten war, wirkte wie ein Thronsaal, die Wände waren in schwungvollen Rundbögen geformt. Am anderen Ende erhob sich der Boden wie ein Podest. Fackeln steckten in verrosteten Halterungen und beleuchteten Teile der großen Höhle, der Rest blieb im schwarzen Schatten verborgen. Und auf diesem Podest stand Er. Ja, selbst die Hexe musste sich eingestehen, dass er gut aussah, obwohl er ihr den Rücken zuwandte. Zumindest, wenn man auf das offensichtlich Böse stand. Sein dunkles Haar floss seinen Rücken hinunter, unter der ledernen Kleidung zeichneten sich dicke Muskelpakete ab. Überall waren tiefe Narben zu sehen, Zeichen des großen Kampfes, den er damals verloren hatte. „Herzlich willkommen“, säuselte er. „Warum bist du hier, meine Liebe?“ Seine Worte waren rauchig und füllten die ganze Halle aus. Mit dieser Stimme konnte er bestimmt Tausende von Menschenherzen zum Schmelzen bringen, ob Frau oder Mann, das war egal. Nur, dass es bei einer Hexe mehr bedurfte. Mit einem Mantra aus Schutzzauber in ihrem Kopf antwortete sie. „Du weißt, warum.“ Sie freute sich innerlich, wie fest und ebenbürtig ihre Stimme klang. „Diesmal bist du zu weit gegangen. Du bist zu einer Gefahr für die Menschheit geworden.“ Ein Lachen. Genau die Reaktion, die sie erwartet hatte. Dagegen war sie gewappnet. „Glaube nicht, dass du diesmal damit durchkommst. Hast du nichts dazugelernt? Bist du nicht schon genug gestraft?“ Sie konnte nicht glauben, dass jemand so denken konnte. „Was weißt du schon, Hexe?“, lachte er. „Du weißt nicht, wie gut es mir geht, welche Macht ich besitze.“ Er drehte sich zu ihr um und starrte sie mit seinen durchdringenden Augen an, die in dem schummrigen Licht aufzuflammen schienen. Von vorne sah er sogar noch besser aus. Und gefährlich. Übermenschlich schön. Mächtig und durchtrieben, ein Wesen, das schon viel durchgemacht hatte und dadurch viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen gesammelt hatte. Kampf. Stärke. Gefühle. Leben. Tod. Die Hexe musste sich dagegen wehren, einen Schritt zurückzutreten. „Was willst du schon tun? Mich mit einem Zaubertrick verhexen, mich in einen lausigen Hasen verwandeln?“ Er kam auf sie zu, sie wich zurück. Man durfte ihn nicht unterschätzen, sonst landete man unweigerlich mit verzerrtem Gesicht auf dem Boden. „Ich könnte dich mit einem Wink töten“, drohte er. Der Wahnsinn trat in seine Züge, sie wollte sich nicht vorstellen, was er sich gerade ausmalte. Die Hexe ließ sich nicht einschüchtern und hob den Kopf. „Mein Clan würde dich jagen“, drohte sie, „dann wärst du sofort tot. Lass dir gesagt sein: Dies ist deine letzte Warnung. Verhalte dich ruhig!“ Ein spielerisches Lächeln zuckte um seine Lippen, und er kam noch näher an sie heran. „Komm schon, Kleine. Vergiss doch deine Ängste. Ist das nicht undankbar, dass du einfach hierher geschickt wirst, in die Höhle des Löwen, nur um mich zu warnen?“ Nicht einfangen lassen, dachte die Hexe, bleib stark, er will dich nur in Versuchung führen, deine Familie zu hintergehen. „Ich glaube, mein Clan weiß ganz genau, was er tut.“ „Dein Clan ist ein Witz. Ein Haufen verrückter Esoteriker, Ökomenschen, die die Natur anbeten als wäre sie ein lebendiges Wesen.“ Der Hexe platzte der Kragen. Er konnte sie beleidigen, aber mit dem Clan war es etwas völlig anderes. Die Familie durfte nicht angegriffen werden – und von ihm schon gar nicht. „Dann bist du ja auch nicht lebendig und nur eine Illusion im Universum.“ „Oh, nein, im Gegenteil. Meine Macht ist real.“ Er lachte, hob die Hände und ruderte in der Luft herum. Ohne eine Warnung hob sie die Hand gegen ihn und ballte sie zur Faust. Das Lächeln in seinem Gesicht verschwand; er griff sich an den Hals, nach einer nicht vorhandenen Schlinge tastend, die ihm die Luft immer weiter abschnitt. Er stolperte nach hinten, die Flammen zischten in ihren Halterungen nach oben, eine Brise kam auf und wehte über die Szene. Hass stieg in seinen Augen auf. Genugtuung erfüllte sie, als sie ein Röcheln tief in seiner Kehle hörte. „Verfluchte Hexe“, würgte er hervor. „Mein Clan ist nicht so schwach, wie du denkst“, zischte sie. „Vergiss das niemals. Wir werden dich finden, wenn du gegen die Regeln verstößt.“ Damit ließ sie von ihm ab. Röchelnd sank er auf die Knie, fluchend fasste er sich an die Kehle. Rote Striemen zeichneten sich an seinem Hals ab, die jedoch nach kurzer Zeit wieder verschwinden würden. Weiter keuchend stand er auf. „Das war ein Fehler“, zischte er. Seine Augen verengten sich zu zwei Schlitzen. „Das wirst du bereuen.“ Der Wind legte sich wieder. Im selben Moment flammten die Feuer erneut auf, höher und imposanter, als hätte sie jemand mit Benzin gestärkt. Die Hexe senkte den Blick,...



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