Scott | You are my Light | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1.5, 194 Seiten

Reihe: Light-in-us-Reihe

Scott You are my Light

Die Novella zu "The Light in Us"
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7363-1175-6
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Novella zu "The Light in Us"

E-Book, Deutsch, Band 1.5, 194 Seiten

Reihe: Light-in-us-Reihe

ISBN: 978-3-7363-1175-6
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der perfekte Abschluss für Charlottes und Noahs Geschichte

Durch Charlotte hat Noah Lake die Kraft gefunden, ins Leben zurückzukehren und seine Blindheit endlich zu akzeptieren. Doch er will sich Charlottes' Liebe wahrlich würdig erweisen und macht sich auf eine Reise, die zur größten Herausforderung seines Lebens wird. Denn zu lernen, sich in der Welt zurechtzufinden, ist eine Sache - die Dämonen, die ihn so lange fesselten, endgültig konfrontieren, eine ganz andere ...

'Wenn du 'The Light in Us' geliebt hast, ist dieses Buch ein Must-Read. Dies ist die beste Novella, die ich bisher gelesen habe!' MY BOYFRIEND LIVES IN BOOKS BLOG

Die Novella zu 'The Light in Us'

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Prolog


Charlotte, Lenox Hill Hospital, Februar

Meine Schritte hallen über den breiten Linoleumflur, um sich dem Klang der Maschinen und Stimmen anzuschließen, die um diese späte Stunde zwar gedämpft sind, mir jedoch immer noch laut vorkommen. Krankenhäuser sind keine erholsamen Orte, und in der Luft hängt der schwere Geruch von Desinfektionsmitteln und Tränen. Ich hasse es. Ich hasse es, dass er wieder hier ist. Es ist nicht fair. Er hat das doch alles schon eine Million Mal durchgemacht.

Eigentlich sollte ich gar nicht mehr hier sein. Die Besuchszeiten sind längst vorbei, aber das Pflegepersonal ist nachsichtig mit mir. Oder sie wollen nicht, dass ich eine Szene mache. Wahrscheinlich eher Letzteres.

Auf dem Schild an der Tür steht 8C. Sein Zimmer. Ich atme tief ein, damit meine Stimme nicht zittert. Sonst wird Noah sofort wissen, wie verängstigt ich bin. Er hat auch Angst. Er versucht, es nicht zu zeigen, es zu verdrängen und zu ignorieren, aber ich weiß, dass er Angst hat. Ich kenne ihn.

Es ist spät, aber Noah ist wach. Seine Augen sind offen, und er starrt ins Leere. Er wirkt schwach und blass unter der Decke. Aus seinen Armen kommen viel zu viele Schläuche, und zu viele Maschinen überwachen seine Lungenfunktion, seine Körpertemperatur und seinen Herzschlag.

Sein Herz gehört mir, denke ich kämpferisch. Seines und meines schlagen im Einklang.

Als ich eintrete, dreht Noah seinen Kopf, und ein Lächeln tritt auf seine Lippen. Er weiß immer sofort, wenn ich es bin.

»Hi, Baby«, sagt er erschöpft. »Wie spät ist es?«

»Fast elf.« Ich gehe zu ihm und stelle meine schwere Tasche ab. »Lucien hat alle nach Hause gebracht, aber sie kommen morgen früh wieder. Ava auch.«

»Ava kommt mit dem Flugzeug her?«, fragt er und verzieht sein Gesicht. »Gott, was für ein Mist!«

Ich küsse meine Finger und berühre mit ihnen die Falte zwischen seinen dunklen Augenbrauen. »Sie sind deine Familie. Nichts könnte sie fernhalten, und genauso sollte es sein.«

Er sagt nichts, aber ich weiß, dass er sich Vorwürfe macht. Als ob die unablässigen Migräneanfälle seine Schuld wären. Oder dass er gestern Nachmittag zusammengeklappt ist wie eine Marionette, der man die Fäden durchgeschnitten hat.

Er greift nach meiner Hand. »Was ist mit dir? Geh nach Hause, Baby. Schlaf ein bisschen.«

»Von wegen«, sage ich leichthin und ziehe meine Schuhe aus.

»Ist die Besuchszeit nicht vorbei?«

»Die gilt nicht für mich.«

Er zwingt sich zu einem Lächeln. »Kaum auszumalen, was hier los wäre, wenn sie versuchen würden, dich hinauszuwerfen.«

»Das kannst du vergessen. Rutsch mal, du machst dich ja furchtbar breit.«

Ich lege mich neben ihn und ein Bein über seine Beine, die unter der Decke stecken. Wir schauen uns an, unsere Finger sind miteinander verschränkt, und unsere Körper berühren sich so weit, wie es das schmale Bett erlaubt.

»Charlotte, du zitterst ja.«

»Es ist kalt hier drin. In Krankenhäusern ist es immer kalt. Ist dir das schon mal aufgefallen?«

Er schüttelt leicht seinen Kopf auf dem Kissen. »Tut mir leid, Baby. Ich wollte dir keine Angst machen. Darum habe ich nie was gesagt. Oder vielleicht wollte ich mir selbst auch keine Angst machen. Ich dachte, wenn ich zugebe, wie schlimm es ist, mache ich es damit wahr.« Er lacht düster. »Und damit hatte ich recht. Denn jetzt fühlt es sich ziemlich wahr an.«

Er schließt seine Augen, als ob er wieder eine Migräneattacke hätte. Er hatte so viele in den letzten Monaten, mehr, als ich zählen kann. Mehr, als er mir gegenüber zugegeben hat. Genug, um die Ärzte zu alarmieren, die heute einen Haufen Tests angeordnet haben: CT-Scans, MRTs und sogar ein Röntgenbild, »nur um sicherzugehen«, dazu eine Million Bluttests, bis ich schon dachte, sie hätten Noah komplett ausgesaugt.

Die Angst, dass diese Tests zu einem schlimmen Ergebnis kommen würden, hat uns alle, die wir Noah lieben, fest im Griff. Etwas, was eine Operation erfordern würde, vielleicht eine weitere Kraniotomie. Allein schon das Wort lässt mich erschaudern.

Oder vielleicht ist es auch etwas Schlimmeres. Es gibt schließlich schlimmere Worte. Aneurysma. Hirnläsion. Tumor. Und über alldem das furchtbare Schreckgespenst eines Wortes, das ich mir nicht mal zu denken erlaube. Dieser heimtückische, gierige Dieb, der dieser Welt so viel stiehlt und niemals zufrieden ist.

»Ich kann verstehen, dass du Angst hast, Noah«, sage ich. »Das kann jeder.«

»Ja, und trotzdem. Ich hätte früher etwas sagen sollen, aber ich wollte nicht wieder hierher. Ich dachte, ich sei fertig damit.«

»Ich weiß.« Ich presse meine Finger auf meine Lippen. »Aber dieses Mal ist es anders. Bald wird es dir besser gehen.«

Er nickt, und wir wissen beide, dass meine Worte nicht mehr als ein frommer Wunsch sind.

»Ich habe gute Neuigkeiten bezüglich deines Buchs«, sage ich betont optimistisch. »Yuri hat ein gedrucktes Manuskript geschickt. Damit du es in Händen halten und das Gewicht deines eigenen Buchs spüren kannst.«

Noah runzelt die Stirn. »Es ist doch noch nicht mal fertig.«

»Ich denke, das ist seine Art, dich zu ermutigen.« Ich drücke liebevoll seinen Arm. »Es ist echt aufregend. Len Gordon will es unbedingt! Natürlich wäre ich noch begeisterter, wenn du es mich mal hättest lesen lassen …«

»Es ist noch nicht fertig«, wiederholt Noah, und ich sehe ihn an. Er wirkt weder begeistert noch erfreut, sondern wütend. Oder verstört. Oder beides zugleich, und die Emotionen kämpfen darum, welche von ihnen die Oberhand gewinnt. »Ich wollte es fertigstellen, bevor du es liest. Bevor überhaupt jemand es liest. Es hat noch kein Ende.« Seine braunen Augen suchen nach mir, seine Hände umfassen meine noch fester. »Ich kann das Ende nicht sehen, Charlotte. Wie wird es aussehen?«

»Glücklich«, sage ich. Verkünde ich. »Es wird ein glückliches Ende, Noah.«

Er schließt seine Augen und beendet damit ihre erfolglose Suche. »Ich bin so müde, Baby. Ich will jetzt schlafen.«

Ich nicke und küsse seine Lippen. »Natürlich«, sage ich, obwohl ich will, dass er weiter mit mir redet, bis er sich besser fühlt. Aber mit einem dumpfen Schmerz wird mir klar, dass ich nichts zu sagen habe. Nichts, was ihm helfen würde.

Er fällt in einen, wie ich hoffe, erholsamen Schlaf ohne Schmerzen. Ich bleibe neben ihm liegen und beobachte ihn. Unsere Hände sind immer noch miteinander verschränkt. Ich bemühe mich, nicht an das »Was, wenn …« zu denken, an die unzähligen Möglichkeiten, was ich da morgen aus dem Mund der Ärzte erfahren könnte.

Aber mein Wunsch, Noah zu helfen, ist stark und macht mich ruhelos. Noah schläft, und er braucht die Erholung, doch ich muss ihn auch hören. Seine Gedanken kennen, in dieser dunklen Stunde so viel von ihm so nah wie möglich spüren.

Mein Blick fällt auf meine Tasche, in der sich das Manuskript seines Buches befindet. Er wollte nicht, dass ich es lese, bevor es fertig ist, aber ich muss einfach. Ich muss wissen, wie wir hier gelandet sind und warum er mir seinen Schmerz vorenthalten hat. Ich muss wissen, was in Europa mit ihm passiert ist. Er hat mit seiner Erblindung seinen Frieden geschlossen, aber bis dahin war es eine lange, mühsame Reise, die ihren Tribut gefordert hat. Ich will – nein, ich muss – wissen, was er für mich aufgegeben und erlitten hat. Für uns.

Vorsichtig löse ich mich von ihm und stehe auf. Ich ziehe das Manuskript aus meiner Tasche und sinke in einen Sessel am Fenster. Das Buch ist dünn, hat nicht mehr als hundert Seiten, alles auf dickem Papier gedruckt und von Metallklammern zusammengehalten. Ich schlage die erste Seite auf, in Schriftart und Format immer noch die Rohfassung und unredigiert.

Eine endlose Fülle von Möglichkeiten

Eine Biografie

Von Noah Lake

Widmung:

Für Lucien, den Gott meiner dunklen Welt, der sagte: »Es werde Licht«, und es wurde Licht …

Und für Charlotte, das Licht in meiner Dunkelheit.

Du bist der Grund, warum ich lebe und nicht nur existiere.

Du bist die aufgehende Sonne an jedem neuen Tag.

Meine endlose Fülle von Möglichkeiten.

Bei diesen Worten blinzele ich die Tränen fort, ehe ich mich dem ersten Kapitel zuwende.

Ich lese von Noahs ersten großen Leidenschaften: von Adrenalin, Geschwindigkeit, Angst. Ich lese von seinen Heldentaten für Planet X, von seiner tief verwurzelten Reiselust, diesem Drang, niemals an einem Ort zu bleiben, sondern die Welt in all ihrer Pracht zu erleben. Ich lese von den Ereignissen vor seinem Unfall und dann von dem Unfall selbst, dem erschütternden Versinken in Schmerz und Dunkelheit. Entsetzt stelle ich fest, dass seine Genesung so viel schlimmer war, als ich es mir vorgestellt hatte.

In seinen eigenen Worten war es so viel eindringlicher als die furchtbaren Fotos von seinen Verletzungen, die ich auf Google gesehen hatte. Und noch mehr schreckliche Begriffe standen dort. Worte wie Kraniotomie und Zerebrospinalflüssigkeit, Shunts und Schrauben, Transplantate, die septisch wurden … Und es war von Schmerz die Rede. So viel Schmerz. Mein Geliebter hatte so viel Schmerz ertragen müssen, wie ich es mir kaum vorstellen kann.

Mit tränenerfüllten Augen lese...



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