E-Book, Deutsch, 751 Seiten
Selke Anteil EPB
2. Auflage 2020
ISBN: 978-3-658-31112-4
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Eine postdisziplinäre Passion
E-Book, Deutsch, 751 Seiten
ISBN: 978-3-658-31112-4
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Öffentliche Soziologie jenseits von Michael Burawoy und For Public Sociology - wie geht das? Nach einer differenzierten Bestandsaufnahme des Diskurses macht der Autor Lust auf alternative Pfade. Er sucht den Weg ins Freie und entwickelt eine eigene Haltung zu öffentlicher Soziologie zwischen Profession und Passion. Ausgangspunkt sind hierbei drei Prämissen: Die Verbindung von Wissensform und Lebensform authentischer Persönlichkeiten, die Produktion ästhetisch, kommunikativ und kognitiv anschlussfähigen öffentlichen Wissens sowie das Verständnis öffentlicher Soziologie als transformative Wissenschaft. Damit gelingt dem Autor die postdisziplinäre Einbettung einer disziplinären Praxis. Öffentliche Soziologie wird fu?r Lehre, Forschung, öffentliche Bu?hnenarbeit, Medienpräsenz und narratives Schreiben ausbuchstabiert - auch auf der Basis persönlicher Erfahrungen des Autors. Dieser Panoramablick schließt Überlegungen zu Hochschulen im Kontext neuer akademischer Verantwortungskulturen mit ein und wird durch die Idee einer Slow University abgerundet.
Prof. Dr. Stefan Selke lehrt Soziologie und gesellschaftlichen Wandel an der Hochschule Furtwangen. Er ist Forschungsprofessor fu?r Transformative und Öffentliche Wissenschaft. Als disziplinärer Grenzgänger, Redner, Buchautor und Blogger sowie Interviewpartner für die Medien ist er regelmäßig auch jenseits der Wissenschaft präsent.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;Einladung zur öffentlichen Soziologie. Eine postdisziplinäre Passion. Vorwort zur 2. Auflage;12
3;Prolog: Entschuldigung, ich bin Soziologe!;25
3.1;»It takes two to tango …«;25
3.2;Verstörendes Fremdschämen;27
3.3;»Wie jedermann weiSS …«;28
3.4;Positive Wunschbilder;29
4;TEIL I Aufbruch: Auf dem Weg zur öffentlichen Soziologie als Passion;31
4.1;Platz am Tisch der Wissenschaften;32
4.2;Wissenschaft und Leben mit Haltung;40
4.3;Alternative kulturelle Positionen von Wissen;45
4.4;Forschung, Lehre und Engagement im Kontext progressiver Wissenschaftsnarrative;47
4.5;Auf dem Weg ins Freie entsteht Zugluft;48
4.6;Öffentliche Soziologie als ›enfant terrible‹;50
4.7;Wichtige Lesehinweise;54
5;TEIL II Bestandsaufnahme: ›For Public Sociology‹ zwischen Programmatik und Paradoxie;57
5.1;Zeitalter der Konsequenzenlosigkeit;58
5.1.1;Unbehagen in der disziplinären Komfortzone;59
5.1.2;Hochschulen als Abklingbecken für Kreativität;60
5.1.3;Selbst-Pathologisierung als Lustgewinn;64
5.1.4;Rettung in letzter Minute?;71
5.2;Revitalisierungsversuche einer Disziplin;74
5.2.1;Prototypen der Gelehrsamkeit;76
5.2.2;Ruf nach Relevanzsteigerung;77
5.2.3;Ur-Vision soziologischer Vorstellungskraft;80
5.2.4;Mythos der ›Berkeley Sociology‹;82
5.3;Öffentliche Soziologie als Tanzkurs – ›For Public Sociology‹ als Taktgeber?;85
5.3.1;Die »vier Gesichter« der Soziologie;91
5.3.2;Zwischen Podest und Schützengraben;98
5.3.3;Dialogkultur mit Wiedererkennungseffekten;101
5.4;Botschaft auf Reisen – ›For Public Sociology‹ auf Welttournee;105
5.4.1;Lob und Applaus für Burawoy;106
5.4.2;Öffentliche Soziologie in globaler Perspektive;107
5.4.3;Öffentliche Soziologie im deutschsprachigen Kontext;109
5.5;Ärger auf der Dinnerparty – Kritik an ›For Public Sociology‹;113
5.5.1;Im Rausch der Kreuztabellen;118
5.5.2;Reflexivitätsneid;123
5.5.3;Moralitätsüberschuss;127
5.5.4;Marxistische Überpolitisierung;133
5.5.5;Theorie statt soziale Praxis;136
5.5.6;Wissenslücken einer Engagiertheitssoziologie;139
5.5.7;De-Professionalisierungsängste;142
5.5.8;Rhythmusstörungen zwischen Engagement und Karriere;147
5.5.9;Instrumentalisierungs- und Korrumpierungsgefahr;155
5.5.10;Brotlose Kunst und Karrierekiller;158
5.6;Zur Unverzichtbarkeit öffentlicher Soziologie – Alternativen zu Burawoy;163
5.6.1;Initiatoren öffentlicher Krisenexperimente im Labor Gesellschaft;168
5.6.2;Disruptive Denker und öffentliche Intellektuelle;173
5.6.3;Rückeroberer des öffentlichen Terrains;179
5.6.4;Diskursiv engagierte öffentliche Soziologen;184
5.6.5;Exkurs: Jean Ziegler – Öffentliche Soziologie als Diskurs der Subjektivität;186
5.6.6;Idealistische Weltverbesserer und lokale Aktivisten;189
5.6.7;Humanistische öffentliche Soziologen;191
5.6.8;Sichtbare und ›nützliche‹ Wissenschaftler;194
5.6.9;Dialogische Komplizen für weltverändernde Tätigkeiten;198
6;TEIL III Plädoyer: Wütende Wissenschaft als diszipliniertes Grenzgängertum;204
6.1;Prämisse 1: Wissensform und Lebensform – Öffentliche Soziologie für authentische Persönlichkeiten;205
6.2;Öffentliche Soziologie als Haltung;210
6.2.1;Entzauberung der soziologischen Perspektive;213
6.2.2;Habituelle Entspannung;220
6.2.3;Moralische Verantwortung und ethische Beteiligung;222
6.2.4;Ästhetik des Eingreifens;226
6.2.5;Der vorgeschaltete humanistische Blick;229
6.3;Öffentliche Soziologie als Ausdruck biografischer Authentizität;231
6.3.1;Kohärenz ohne Abspaltung;232
6.3.2;Wahl zwischen Lebenslauf und Biografie;235
6.3.3;Fachliche Grundierung ethischer Positionen;241
6.4;Öffentliche Soziologie als lebensdienlicher Motivkanon;243
6.4.1;Konvivialität im Wissenschaftssystem;243
6.4.2;Selbstwirksamkeit durch Weil-Motive;246
6.4.3;Wissen im Seins-Modus;249
6.4.4;Von Irritationsagenten zu Irritationsrezipienten;253
6.5;Öffentliche Soziologie als empathischer Weltzugang;256
6.5.1;Politik der Wahrheit;256
6.5.2;Hermeneutik des Hungers;257
6.5.3;Wut als Ressource;262
6.5.4;Passionierte Soziologie;267
6.5.5;Soziologie als Kampfsport;269
6.6;Prämisse 2: Anschlussfähiges Wissen – Beitrag zu einer kollaborativen Wissenschaftspraxis;275
6.7;Alternative kulturelle Positionen von Wissen;276
6.7.1;Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Praxis;277
6.7.2;Erweitertes Verständnis von Wissensformen;280
6.7.3;Narrative Kooperation und Sympraxis;283
6.7.4;Von der passiven Ausweichsprache zur eigenen Stimme;285
6.7.5;Relevante und anschlussfähige Themen;293
6.7.6;Resonanzfähige Kontaktsprache;294
6.7.7;Von der Erzählung zum verallgemeinerbaren Wissen;299
6.8;Erzählerische Wahrheit als Wirklichkeitsbezug;301
6.8.1;Bedürfnis nach Erinnerung;302
6.8.2;Selbstgewählte Illoyalität;303
6.8.3;Wahrheit beim soziologischen Schreiben;304
6.9;Die Existenz des Publikums;310
6.9.1;Das Verlangen der Publika;310
6.9.2;Öffentlichkeit ist kein Notausgang;317
6.9.3;Das Denken der Anderen;320
6.10;Prämisse 3: Vom Wissen zum Handeln – Öffentliche Soziologie im Kontext progressiver Wissenschaftsnarrative;325
6.11;Legitimation disziplinären Grenzgängertums;326
6.11.1;›For Public Sociology‹ als Rationalitätsmythos;328
6.11.2;Gegenaffirmative Wissenschaftsauffassungen;329
6.11.3;Elastische Regeln;331
6.11.4;Ende des Reinheitsgebots;334
6.11.5;Die dreidimensionale Wissenschaftsauffassung;340
6.11.6;Postdisziplinarität als »grosse Synthese« der Wissenschaften;343
6.12;Öffentliche Soziologie in Nebenfolgengesellschaften;350
6.12.1;Wandel der Wissensproduktion;351
6.12.2;Entgrenzte und »verhexte « Probleme;353
6.12.3;Der soziologische Overview-Effekt;357
6.12.4;Rückgekoppelte Wissenschaftsfreiheit;360
6.13;Progressive Wissenschaftsnarrative mit Öffentlichkeitsbezug;362
6.13.1;Nachhaltige Wissenschaft;362
6.13.2;Transdisziplinäre Wissenschaft;364
6.13.3;Transformative Wissenschaft;366
6.13.4;New Public Social Sciences;369
6.14;Paradoxien der Wirkungsfrage;372
6.14.1;Betriebsamkeit statt Gelehrsamkeit;373
6.14.2;Verkürzte Wirkungsdefinitionen;376
6.14.3;Wert- statt Nutzenperspektive;380
6.14.4;Verwendung durch Verwandlung;385
6.14.5;Effekte statt Wirkungen;386
6.14.6;Korrumpierung und Kommodifizierung;390
6.15;Beurteilungsperspektiven für öffentliche Soziologie;391
6.15.1;Austausch der Beurteilungsinstanzen;391
6.15.2;Austausch der Beurteilungskriterien;397
6.15.3;Austausch der Kooperationspartner;400
6.16;Erfolgskriterien öffentlicher Soziologie;402
6.16.1;Erfolg als persönliche Zufriedenheit;402
6.16.2;Erfolg als disziplininterne Anerkennung;404
6.16.3;Erfolg als öffentlicher Wert;405
7;TEIL IV Erfahrungen: Unterwegs im Gorilla-Kostüm – Öffentliche Soziologie als praktische Passion;410
7.1;Der ›public turn‹ in den Sozialwissenschaften;414
7.1.1;Klassiker als praktische öffentliche Soziologen;414
7.1.2;Öffentliche Ethnologie als Best-Practice-Beispiel;418
7.2;Publikum der kurzen Wege – Lehre öffentlicher Soziologie;425
7.2.1;Studierende als erstes Publikum – ein leeres Versprechen?;426
7.2.2;Komplizenschaft zwischen Lehrenden und Lernenden;434
7.2.3;Verantwortungsbewusste Wissensaneignungsprozesse;435
7.2.4;Experimente mit lebensweltnahen Lehrformen;439
7.2.5;Wert und Grenzen öffentlicher Soziologie in der Lehre;454
7.3;Soziologie auf offener Bühne – Performative Arenen;460
7.3.1;Sprechen mit Hochgefühl;461
7.3.2;Öffentliche Soziologie als Bühnenarbeit;464
7.3.3;Performative öffentliche Soziologie;474
7.3.4;Fallstricke öffentlicher Wissensvermittlung;476
7.4;Werkstätten des Seins – Öffentliches Engagement und politische Praxis;481
7.4.1;Organische Engagementpraktiken und Erkundungsfelder;483
7.4.2;Soziale Innovationen als öffentliches Engagement;486
7.4.3;Engagement als professionspolitisches Problemfeld;488
7.4.4;Öffentliche Soziologie als soziale Plastik;491
7.5;Der Wille zu testen – Gesellschaft als Labor;495
7.5.1;Experimente ausserhalb des Labors;495
7.5.2;¡Ya basta! Bürger als (wütende) Wissenschaftler;500
7.5.3;Öffentliche Soziologie und künstlerische Forschung;504
7.5.4;Dialoge für angstfreie Veränderungen;507
7.6;Die ganz grosse Bühne – Mediale Resonanzräume;511
7.6.1;Logiken von Wissenschaft und Medien;511
7.6.2;Öffentliche Soziologie als Thematisierungswissenschaft;513
7.6.3;Multimodale Engagement- und Medienpraktiken;519
7.6.4;Medien jenseits von Text;521
7.6.5;Mediale Bühnen für öffentliche Soziologen;523
7.6.6;Sprache der Öffentlichkeit statt Schweigegelübde;527
7.7;Erzählen, nicht quälen! – Narrative öffentliche Soziologie;529
7.7.1;Sehnsucht nach Klarheit;530
7.7.2;Die Wiederentdeckung der eigenen Stimme;531
7.7.3;Die Welt im Modus der Erzählung;534
7.7.4;Fiasko der Stimmlosigkeit und die fehlenden Worte;537
7.7.5;Das kommunikative Band und die Rückkehr zum Narrativen;545
7.7.6;Voraussetzungen und Erfolgskriterien narrativer Soziologie;554
7.7.7;Formate narrativer Soziologie;569
7.7.8;Fiktionales Schreiben als öffentliche Soziologie;578
8;TEIL V Der Weg ins Freie – Öffentliche Soziologie als komplementäre und engagierte Wissenschaftspraxis;592
8.1;Öffentliche Soziologie als Wissenschaft mit Sitz im Leben;593
8.1.1;Merkmale öffentlicher Soziologie;594
8.1.2;Motivgeschichten – der persönliche Ort öffentlicher Soziologie;596
8.1.3;Reformpotenzial – der fachliche Ort öffentlicher Soziologie;598
8.2;Öffentliche Soziologie im Kontext neuer akademischer Verantwortungskulturen;601
8.2.1;Hochschulen als manipulative Werkzeuge;601
8.2.2;Auf dem Weg zur ›authentischen‹ Hochschule;606
8.2.3;Die soziale Mission öffentlicher Hochschulen;607
8.3;Einladung zur Slow University;613
8.3.1;Kontrollverlust in einer entfesselten Gesellschaft;614
8.3.2;›Slow‹ als Chiffre für die Rückgewinnung von Autonomie;616
8.3.3;Die Notwendigkeit einer Slow University;618
8.3.4;Prämissen der Slow University;623
8.3.5;Zukünfte der Slow University;634
9;Danksagung;636
10;Literatur;638
11;Referenzen;671




