Simrock | Die deutschen Sprichwörter | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 528 Seiten

Reihe: Fischer Klassik Plus

Simrock Die deutschen Sprichwörter

Fischer Klassik PLUS
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-10-401606-1
Verlag: S.Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Fischer Klassik PLUS

E-Book, Deutsch, 528 Seiten

Reihe: Fischer Klassik Plus

ISBN: 978-3-10-401606-1
Verlag: S.Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.' – Nicht immer… Wenn im Alltag Schlagfertigkeit gefragt ist, liefern uns klassische Sprichwörter einen reichen Schatz pointierter Antworten. Und weil sie jeder mitsprechen kann, nimmt das auch der spitzesten Bemerkung in komischer Brechung ihre Schärfe. In seiner berühmten Sammlung ›Die deutschen Sprichwörter‹ trug Karl Simrock über 12.000 Fundstücke zusammen. Sie lädt ein zum Wiederentdecken altbekannter und zum Aufstöbern vergessener Sprichwörter, damit wir in keiner Situation um einen Kommentar verlegen sind.

Simrock Die deutschen Sprichwörter jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


A


  • 1

    Wer A sagt muß auch B sagen.

  • 2

    Wer den Aal hält bei dem Schwanz,

    Dem bleibt er weder halb noch ganz.

  • 3

    Wer einen Aal fangen will, macht erst das Waßer trüb.

  • 4

    Beter en Aap

    As en Schaap.

  • 5

    Wo Aas ist, da sammeln sich die Adler.

  • 6

    Bist du ein Geier, so warte aufs Aas.

  • 7

    Kein greulicher Aas denn von Menschen.

  • 8

    Abbitte ist die beste Buße.

  • 9

    Nicht mehr thun ist die beste Abbitte.

  • 10

    Abends wird der Faule fleißig.

  • 11

    Abends putzt sich des Kuhhirten Frau.

  • 12

    Abends vull,

    Morgens null.

  • 13

    Beßer ohne Abendeßen zu Bette gehen als mit Schulden aufstehen.

  • 14

    Wer sich Abends den Magen nicht überlädt, dem thut Morgens der Kopf nicht weh.

  • 15

    Je näher der Abend je weiter nach Haus.

  • 16

    Je später der Abend je schöner die Leute.

  • 17

    Es ist noch nicht aller Tage Abend.

  • 18

    Wer weiß was der Abend bringt?

  • 19

    Abendroth

    Bringt gut Morgenbrot.

  • 20

    Abendroth

    Gutwetterbot.

  • 21

    Der Abend roth, der Morgen grau

    Bringt das schönste Tagesblau.

  • 22

    Abendsegen, Morgensegen.

  • 23

    In wichtigen Dingen soll man nicht abenteuern.

  • 24

    Alles wär gut, wär kein Aber dabei.

  • 25

    Aber, Wenn und Gar

    Sind des Teufels Waar.

  • 26

    Nichts ist so gut, es habe denn sein Aber.

  • 27

    Es kann nicht Jeder um Ablaß gen Rom ziehen.

  • 28

    Das heißt Ablaß gen Rom tragen.

  • 29

    Abrechnen ist gut bezahlen.

  • 30

    Absicht ist die Seele der That.

  • 31

    Abschlag ist gute Zahlung.

  • 32

    Freundlich abschlagen ist beßer als mit Unwillen geben.

  • 33

    Kurz abschlagen ist Freundschaft.

  • 34

    Umführen und nicht abschlagen heißt müde machen.

  • 35

    Wie der Abt so die Mönche.

  • 36

    Demüthiger Mönch, hoffärtiger Abt.

  • 37

    Wo der Abt die Würfel legt, da dobbeln die Mönche.

  • 38

    Wenn der Abt die Würfel auflegt, hat das Convent Macht zu spielen.

  • 39

    Ei, wer wollte das nicht? sprach der Abt von Posen.

  • 40

    Sieh dich vor, daß es dir nicht ergehe wie dem Abt von Fuld.

  • 41

    Die Mönche verneigen sich nicht vor dem Abt, sondern vor seinen Schüßeln.

  • 42

    Viele Stimmen machen den Abt.

  • 43

    Gott ist ein Herr, der Abt ein Mönch.

  • 44

    Der Abwesende muß Haar laßen.

  • 45

    Wer acceptiert muß bezahlen.

  • 46

    Wer sich Accisoren setzen läßt, braucht keine Blutegel.

  • 47

    Man findet manchen Tropf, der nie nach Achen kam.

  • 48

    Das geschieht, wenn der Teufel von Achen kommt.

  • 49

    Nordwind,

    Achner Kind,

    Lütticher Blut

    Thut selten gut.

  • 50

    Da hatt er zu thun wie Meibom zu Achen.

  • 51

    Läßt du dir auf den Achseln sitzen, so sitzt man dir gar auf dem Kopfe.

  • 52

    Wer auf beiden Achseln trägt, setzt sich zwischen zwei Stühlen in die Asche.

  • 53

    Beßer in Acht als in Hacht.

  • 54

    Acht und Aberacht macht sechzehn.

  • 55

    Gieb Acht ist mehr als Reue.

  • 56

    Gieb Acht, es sind Schindeln auf dem Dache!

  • 57

    Achtest du mein,

    So acht ich dein.

  • 58

    Es soll ein Jeder Achtung haben:

    Der Kaufmann, wenn die Waare geht;

    Der Schiffer, wenn der Wind sich dreht;

    Der Winzer, wenn die Traube schwillt,

    Der Bauer, wenn der Roggen gilt.

  • 59

    Es ist ein Ding wie mans achtet.

  • 60

    Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.

  • 61

    Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker.

  • 62

    Ungebauter Acker trägt selten gut Korn.

  • 63

    Soll sich der Acker wohl lösen, so muß man ihn auch wohl gürten.

  • 64

    Wie man den Acker bestellt, so trägt er.

  • 65

    Wer den Acker nicht baut,

    Dem wächst Unkraut.

  • 66

    Was der Acker nicht trägt, muß der Buckel tragen.

  • 67

    Das ist mein Acker und mein Pflug.

  • 68

    Man soll den Acker nicht zu wohl düngen.

  • 69

    Ackersmann

    Schlackersmann,

    Ich lobe mir den Handwerksmann.

  • 70

    Ackerwerk

    Wackerwerk.

  • 71

    Es gehen viel Stierbuben auf Einen rechten Ackersmann.

  • 72

    Kein Ackersmann so gut, er ziehe wohl krumme Furchen.

  • 73

    Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Aerzte den Gottesacker.

  • 74

    Als Adam hackt’ und Eva spann,

    Wer war da der Edelmann?

  • 75

    Adam muß eine Eva han,

    Die er zeiht was Er gethan.

  • 76

    Der Hosenteufel findet Statt

    Seit Adams grünem Feigenblatt.

  • 77

    Keiner, der nicht nach Adam schmecke

    Und der Eva Unterröcke.

  • 78

    Ade, Welt, ich geh ins Kloster!

  • 79

    Ade, Welt, ich geh ins Tyrol!

  • 80

    Ade, Lieb, ich kann nicht weinen:

    Verlier ich dich, ich weiß noch einen.

  • 81

    Adel,

    Tadel.

  • 82

    Aller Adel hat einen Misthaufen zum Vater und die Fäulniss zur Mutter.

  • 83

    Adel sitzt im Gemüthe,

    Nicht im Geblüte.

  • 84

    Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.

  • 85

    Tugend macht edel, aber Adel giebt keine Tugend.

  • 86

    Adelig und edel sind zweierlei.

  • 87

    Adelig was ehrlich.

  • 88

    Eines Adels sind wir Alle.

  • 89

    Adel hat kein Erbrecht.

  • 90

    Geloben ist adelig, Halten bäurisch.

  • 91

    Fromm, klug, weis und mild

    Gehört in des Adels Schild.

  • 92

    Die Söhne sind adeliger denn die Väter, denn sie haben ein Glied mehr.

  • 93

    Adelsbrief und Hofsuppen

    Sind gemeiner denn ein Bauernjuppen.

  • 94

    Ein Jude lieh’ keinen Pfennig auf alten Adel.

  • 95

    Adel, Tugend, Kunst

    Sind ohne Geld umsunst.

  • 96

    Er ist von dem Adel, der die Nas am Aermel wischt.

  • 97

    Wer Einem zu Ader laßen will, der muß ihn auch verbinden können.

  • 98

    Man muß Jedem laßen nachdem er Adern hat.

  • 99

    Den ersten mäßig,

    Den andern fräßig,

    Den dritten toll und voll,

    So bekommt uns das Aderlaßen wohl.

  • 100

    Adler fängt nicht Fliegen.

  • 101

    Adler fängt keine Mücken.

  • 102

    Der Adler heckt keine Zeislein.

  • 103

    Adler brüten keine Tauben.

  • 104

    Küh und Schafe gehen mit einander, aber der Adler steigt allein.

  • 105

    Der Adler sieht das Luder wohl, aber nicht den Jäger.

  • 106

    Ein alter Adler ist stärker als eine junge Krähe.

  • 107

    Adler haben große Flügel aber auch scharfe Klauen.

  • 108

    Advocaten,

    Schadvocaten.

  • 109

    Advocaten und Soldaten

    Sind des Teufels Spielkamraden.

  • 110

    Ein Advocat und ein Wagenrad wollen geschmiert sein.

  • 111

    Der beste Advocat, der schlimmste Nachbar.

  • 112

    Es geht Einem so glatt ein wie dem Teufel eine Advocatenseele.

  • 113

    Ein Aff bleibt Aff,

    Werd er König oder Pfaff.

  • 114

    Affen bleiben Affen, wenn man sie auch in Sammet kleidet.

  • 115

    Affen und Pfaffen

    Laßen sich nicht strafen.

  • 116

    Affen sind Affen, wenn sie schon Chorröcke tragen.

  • 117

    Der schönste Aff ist ein Unflat.

  • 118

    Affen fängt man mit großen Bundschuhen.

  • 119

    Je höher der Affe steigt,

    Je mehr er den Hintern zeigt.

  • 120

    O Aeffin, was sind eure Jungen schön!

  • 121

    Lieber Aff, sieh erst auf dich,

    Dann lobe oder schelte mich.

  • 122

    Afterreden und Zorn gehören sich nicht über Tisch.

  • 123

    Es wird schrecklich über Aegypten regnen.

  • 124

    An dem Halm erkennt man noch wie groß...



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