Smith | DeForest Kelley - Ganz nah & persönlich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 706 Seiten

Smith DeForest Kelley - Ganz nah & persönlich

Erinnerungen an den Darsteller des Dr. McCoy aus Star Trek, vom Fan, der ihn am besten kannte
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-95936-342-6
Verlag: In Farbe und Bunt Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Erinnerungen an den Darsteller des Dr. McCoy aus Star Trek, vom Fan, der ihn am besten kannte

E-Book, Deutsch, 706 Seiten

ISBN: 978-3-95936-342-6
Verlag: In Farbe und Bunt Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Verlag in Farbe und Bunt bringt eine der spannendsten Biografien nach Deutschland, die es im Trek-Umfeld zu lesen gibt: Die Geschichte von Kris M. Smith, deren Fan-Dasein sich zur Freundschaft mit dem unsterblichen DeForest Kelley entwickelte! Das Buch liegt damit erstmals in einer deutschen Übersetzung vor, die von Journalist, Autor, Übersetzer, Star-Trek-Experte und Kelley-Kenner Thorsten Walch ('Die Star-Trek-Chronik') erstellt wurde. DeForest Kelley gehört zu den beliebtesten Darstellern aus 'Star Trek'. Sein Dr. Leonard 'Pille' McCoy begeistert noch heute Millionen Menschen weltweit. Eine Person, die Kelley wie kaum eine andere kannte, ist Kris M. Smith. Es begab sich im Jahr 2000, als Kelleys Biografin Terry Rioux Kris fragte: 'Wie wurdest du von einem Fan am äußersten Rand des Fandoms zu der Person, die an Kelleys Sterbebett saß, als er diese Welt für immer verließ?' Kris war konsterniert. Diese Frage konnte sie nicht beantworten. Sie dachte, nur DeForest Kelley selbst hätte es erklären können. Doch blieb der Gedanke in ihrem Kopf haften. Die 30 Jahre währende Geschichte mit Kelley und seiner Ehefrau Carolyn war mehr gewesen als ein Star, der nett zu einem Fan war. Kris war eine Freundin für die beiden geworden. Über viele Jahre hatte sie alle Begebenheiten, Gespräche und Treffen in ihren Tagebüchern festgehalten. Nun war der Zeitpunkt gekommen, diese erneut aufzuschlagen. Auf diese Weise erlebte sie den magischen Weg zur Freundschaft mit DeForest Kelley bis hin zu seinem Tod ein zweites Mal. Für Kris war diese Freundschaft ein Segen. Mit ihrem Buch möchte sie anderen Fans ermöglichen, dem beliebten Schauspieler so nahe zu kommen, wie sie selbst es durfte.

Der Journalist und Autor Thorsten Walch ist durch seine Beiträge für TV Highlights, Moviestar oder das Blockbuster-Magazin bereits seit den 1990er-Jahren fester Bestandteil der Szene. Seit vielen Jahren fungiert er zudem als SF-Experte für das Phantastika Magazin und schreibt für die GEEK! und TV-Klassiker. Sein Buch 'NERD-O-Pedia' erschien 2017 im Nibe-Verlag. Mit 'Es lebe Star Wars' lieferte er 2019 das umfassendste Sachbuch zum langlebigen Franchise in deutscher Sprache ab und ist Autor der 'Hitze Leni'-Bücher. 2020 folgte gemeinsam mit Reinhard Prahl 'Es lebe Captain Future' sowie bisher zwei Titel von 'Die Star-Trek-Chronik' mit Prahl und Björn Sülter. Thorsten Walch lebt mit seiner Frau und vier Katzen im Ruhrpott.
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DEFOREST KELLEY ENTDECKEN

1968-1993

8. September 1966: , die erste ernsthafte Weltraumreisen-Fernsehserie, feierte ihre Premiere. Auf der Kommandobrücke des Raumschiffes U.S.S. Enterprise dienten Captain James T. Kirk, der Erste Offizier Mr. Spock (ein Vulkanier) und eine Truppe anderer, die viele von uns ebenso gut kannten wie unsere Familien und besten Freunde und die wir genauso liebgewannen.

Ich war fünfzehn. Ich nahm erstmals Notiz von , weil mein Vater und mein 12-jähriger Cousin Tim absolut verrückt danach waren. Wenn die Titelmelodie ertönte, erging der Befehl: »Sei um Himmels willen still!« Es erschien gewiss, dass jeder, der ein Wort zu sagen wagte, aus dem Haus verbannt, enterbt, gebrandmarkt, gevierteilt und auf unzählige andere abscheuliche Weisen gequält würde, wenn auch nur ein einziges Wort der Dialoge von sinnlosem Geplapper oder sogar einem Niesen übertönt würde. Also hatte ich zwei Möglichkeiten: den Mund halten und zuschauen oder etwas Interessanteres zu tun zu finden. Ich fand nie etwas Interessanteres, als die Episoden zu sehen, auf die Werbespots zu warten und dann Papa damit aufzuziehen, er sei »in den grünen Mann mit den spitzen Ohren verliebt«. Dad und ich kamen in diesen Jahren nicht sonderlich gut miteinander aus; war so ziemlich unsere einzige Gemeinsamkeit. Und selbst das war nur deshalb der Fall, weil es mir die Möglichkeit gab, ihn viermal pro Stunde zu triezen. Er behielt in der Regel jedoch die Oberhand bei der Verbreitung von Ärger.

Doch die Show zog mich an wie ein Traktorstrahl. Die Figur, zu der ich mich am meisten hingezogen fühlte, war Doktor Leonard »Bones« McCoy (in Deutschland später »Pille«), teils, weil er eine echte Bereicherung sowohl für seine Crewkameraden als auch für seinen Berufsstand war, und zum anderen, weil ich das Gefühl hatte, dass er fast immer recht behielt. Leider jedoch war er noch weniger geschickt darin, Streitigkeiten mit seinem Dauer-Kontrahenten Spock zu gewinnen, als ich es mit den Reizauslösern meines Leben war: Immer schien jemand anders das letzte Wort zu haben. Am meisten liebte ich McCoys natürlichen Anstand und sein offensichtliches Mitgefühl. Er sah aus und wirkte wie ein Gentleman aus dem Farmland des ländlichen Georgia. Wenn er mit einer neuen Alien-Rasse konfrontiert wurde, reagierte er, wie man es von jemandem wie ihm erwartete, nicht aber so, als sei das Ganze für ihn nur die übliche Routine. Für ihn war alles neu! Man konnte es durch seine Augen sehen, fühlen und ihm folgen. Man wusste, dass auf ihn und seine Ehrlichkeit Verlass war, auch wenn er mitunter nicht besonders klug oder logisch handelte. Meist waren sein Herz und seine Menschlichkeit sein Antrieb. Natürlich, Spock konnte ihn gelegentlich nerven und in einen verärgerten Griesgram verwandeln, aber das ganze geschah in einer Weise, wie es gute Freunde auch in weniger guten Lagen immer wieder tun, und dadurch wirkte es völlig passend.

Als ich damit begann, die Serie zu genießen, fing ich mit dem Schreiben von Enterprise-basierten Geschichten als Hausaufgaben für den Englischunterricht an. Außerdem stellte ich verschiedene Crewmitglieder im Theaterunterricht dar. Ich begann tatsächlich an den Traum zu glauben, den Gene Roddenberry und die Besetzung der Crew geschaffen hatten, da er an einem viel schöneren Ort zu spielen schien, als es unser eigener Planet mit seinem Rassismus, seiner Barbarei und seiner Paranoia aufgrund von Unterschieden war.

Am 2. Mai 1968 erfuhr ich voller Begeisterung, dass DeForest Kelley – mein geliebter Bones – am 4. Mai beim zu Gast sein würde. Ich rannte zu Mama und Papa und flehte sie an, mich von Cle Elum – zwei Stunden entfernt – dorthin zu fahren, um ihn zu sehen. Sie sagten mir, das sei unmöglich, da sie zu sehr mit der Feldarbeit beschäftigt waren. »Aber wenn du hinwillst, du hast ja jetzt deinen Führerschein. Du kannst das Auto nehmen.«

Das Auto nehmen? Ich war Fahranfängerin! Ich war noch nie in einer Stadt gefahren, die größer war als Cle Elum mit seinen 1600 Einwohnern, noch dazu ohne meine Eltern an meiner Seite. Wenatchee war eine große Stadt! Allmächtiger Gott! Es war das Schrecklichste, das ich jemals in meinem Leben in Erwägung zog.

Ich rief schnell meine beste Freundin Corean (auch Corky oder Cork genannt) Scott an und fragte, ob sie mich nach Wenatchee begleiten würde, um die und DeForest zu sehen. Sie merkte schnell, dass ich wie versteinert war und moralische Unterstützung brauchte. Sie fragte rasch ihre Mutter und bekam die Erlaubnis. Wir verbrachten den nächsten Tag damit, ein paar Plakate mit DeForests Bild darauf zu basteln. Auf einem davon stand: »HI, BONES! WIR LIEBEN DICH!« Außerdem kauften wir uns Autogrammbücher, nur für den Fall der Fälle. Keine von uns glaubte im Ernst, dass wir tatsächlich nahe genug an ihn herankommen würden, um ihm zu begegnen, aber als ewige Optimisten, die wir waren, beschlossen wir, uns auf jede Möglichkeit einzustellen.

Am nächsten Morgen fuhren wir um 6:30 Uhr über den Pass. Es war dunkel, und die Straße war noch hier und da vereist, daher teilweise glatt. Ich nervöses Hemd war jedoch weit weniger besorgt über den Pass als darüber, wie ich das Fahren bei starkem Verkehr auf vierspurigen Straßen meistern würde! Als wir nach Wenatchee kamen, volle zwei Stunden vor dem geplanten Paradeauftakt, stellte ich das Auto auf dem erstbesten Parkplatz ab, den ich fand, und stieß einen riesigen Seufzer der Erleichterung aus. Durch Glück, Schicksal oder Gottes Beistand waren wir nur zwei Blocks von der Paraderoute entfernt. Sehr schnell entdeckten wir, dass wir uns im gleichen Block befanden, wo auch die Limousine für Mr. und Mrs. DeForest Kelley stand! Corean und ich schauten uns fassungslos an. Schließlich sagte ich: »Weißt du, wenn wir unsere Karten richtig ausspielen, könnten wir die Chance bekommen, DeForest tatsächlich zu treffen und nicht nur zuzusehen, wie er vorbeifährt!« Ich fügte hinzu: »Hier ist Moms Filmkamera. Ich gehe zurück zum Wagen und hole die Autogrammbücher. Wenn etwas passiert, während ich weg bin, pass gut auf und filme es!«

Ich raste also zum Auto, schnappte mir die Plakate und Autogrammbücher und rannte zurück. Zum Glück hatte ich nichts verpasst. Wir lungerten ziemlich ungeniert herum und taten gelegentlich so, als betrachteten wir die Schaufensterauslagen. Plötzlich hörte ich Corean nach Luft schnappen, und dann sagte sie: »Oh Gott, oh Gott, da ist er!« Ich folgte ihrem Blick und kippte beinahe um. Ich war bis zu diesem Moment nie übermäßig beeindruckt von DeForests Aussehen gewesen. Nicht, dass ich ihn für unattraktiv gehalten hätte; ich hatte ihn nur nie wirklich als Schwarm betrachtet, und Corky ebensowenig. Wir waren beide vollkommen verblüfft, als wir sahen, wie außergewöhnlich gut er in Natura aussah. Und er lächelte, und das sogar breit! Das war nicht das, was wir von »unserem« Dr. McCoy erwartet hatten!

Ich sagte: »Himmel, Cork! Er ist toll!«

»Was machen die bei um ihn so … schlicht aussehen zu lassen?«, fragte sie.

Ich zuckte mit den Schultern und erwiderte nur: »Ich weiß es auch nicht … aber sie sollten damit aufhören. Er sieht blendend aus!«

Die Kelleys stiegen in die Limousine. Überraschenderweise schaltete der Fahrer den Motor noch nicht ein, um sofort loszufahren. Ein paar andere vorbeifahrende Fans entdeckten den Wagen ebenfalls und kamen näher. Wir standen gut zehn Minuten da und schauten zu. Ich war ein wenig besorgt darüber, dass seine Fans ihn vielleicht nicht interessieren würden, aber mir wurde schnell klar, dass das Gegenteil der Fall war. Er freute sich deutlich über ihre Aufmerksamkeit, sprach kurz mit jedem von ihnen und bedankte sich für ihr Interesse und die Unterstützung von . Plötzlich schien mein Innerstes von Schmetterlingen bevölkert zu sein. Einerseits wollte ich zum Auto gehen und ihn begrüßen, hatte andererseits aber Angst davor, dass ich mich zum Narren machte, wenn ich das tat. Ich hielt mich so lange zurück, dass Corean mich schließlich mit dem Ellenbogen anstieß und sagte: »Geh hin und hol dir ein Autogramm! Ich werde es filmen.« Ich atmete auf und sagte erleichtert: »Oo-kay. Wenn ich es überlebe, grenzt das an ein Wunder.« Ich ging zum Auto. Mrs. Kelley entdeckte mich als erstes, schaute auf und grinste mich an. »Hallo!«, sagte sie.

Ich murmelte »Hallo …« und trat einen Schritt zurück, um mich zu erholen.

»De«, sagte Carolyn, »hier drüben.«

DeForest schaute mich an und grinste ebenfalls. »Na, hallo auch!«

»H…hi«, brachte ich stotternd hervor. »Darf ich ein Autogramm von Ihnen haben?« – »Sicher!«, antwortete er.

Ich reichte ihm das Autogrammbuch und den Stift, den ich dabeihatte. Er versuchte, die Kappe zu öffnen, was ihm jedoch nicht gelang, er kannte diese Art Stift nicht. Ich sah, wie er es auf die falsche Weise versuchte. Ihn zu belehren, war allerdings das letzte, was ich tun wollte, also sah ich nur zu, wie er daran herumfummelte. Ich fühlte mich für mich selbst und ihn peinlich berührt.

»Wie heißt du?«, fragte er, während er sich noch immer mit dem Stift abmühte.

»Äh … Kristine. Mit einem K«, antwortete ich.

Er konnte den Stift schließlich öffnen und fragte dann: »Kristy?«

»Nein, Kristine.« Ich begann zu buchstabieren.

»Das ist einer meiner Lieblingsnamen«, sagte er.

Ich wurde rot. Er signierte das Buch und reichte es zusammen mit dem verwirrenden Stift an mich zurück.

»Danke«, sagte...



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