Spitzer | Musik im Kopf | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 470 Seiten

Spitzer Musik im Kopf

Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-608-26770-9
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk

E-Book, Deutsch, 470 Seiten

ISBN: 978-3-608-26770-9
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Von der Physik der Töne zum Konzert der Neuronen Wenn wir etwas mögen, ist es Musik in unseren Ohren, wer den Ton angibt, spielt die erste Geige, und wem der Marsch geblasen wird, der pfeift auf dem letzten Loch. Die Verbindung von Neurobiologie, Medizin und Psychologie mit der Musik ist alt. Neu ist die Tatsache, dass sich Musik und Hirnforschung gegenseitig befruchten. Wer ein Instrument erlernt, verbringt tausende von Stunden damit und vollzieht immer wieder die gleichen oder sehr ähnliche Bewegungsabläufe. Lernen und Gehirn lassen sich also kaum besser studieren als im Bereich Musik. Für das Hören, Ausüben und Genießen von Musik ist die Kenntnis der neuronalen Maschinerie zwar nicht notwendig, der Musiker wird aber vieles besser verstehen, wenn ihm die physikalischen und psychologischen Grundlagen von Musik geläufig sind. Wir alle - und die meisten von uns, ohne viel darüber nachzudenken - gehen ständig und sogar bereits in der Zeit vor unserer Geburt mit Musik um. Dieses Buch soll einen Beitrag dazu leisten, diesen Umgang besser zu verstehen. KEYWORDS: Musik, Gehirn, Hörsinn, Musizieren, Singen, Gesang, Instrument, Gehör, Neurowissenschaften, Psychologie, Tanz, Musikalität

Manfred Spitzer, Prof. Dr. Dr., geboren 1958, studierte Medizin, Psychologie und Philosophie in Freiburg. Von 1990 bis 1997 war er als Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg tätig. Zwei Gastprofessuren an der Harvard-Universität und ein weiterer Forschungsaufenthalt am Institute for Cognitive and Decision Sciences der Universität Oregon prägten seinen Forschungsschwerpunkt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft und Psychiatrie. Seit 1997 hat er den neu eingerichteten Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Ulm inne und leitet die seit 1998 bestehende Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm. Seit 1999 ist er Herausgeber des psychiatrischen Anteils der Zeitschrift Nervenheilkunde; seit Frühjahr 2004 leitet er zudem das von ihm gegründete Transferzentrum für Neurowissenschaft und Lernen in Ulm und moderiert eine wöchentlich in BR-alpha ausgestrahlte Fernsehserie zum Thema Geist und Gehirn. Er ist Autor des Nr.-1-Bestsellers »Digitale Demenz« und zahlreiche seiner Buchveröffentlichungen wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Impressum;5
3;Widmung;6
4;Vorwort zur zweiten Auflage;7
5;Vorwort zur ersten Auflage;9
6;Inhalt;13
7;1 Götter und Gefühle, Wirtschaft und Wissenschaft;18
7.1;China, Babylon, Ägypten und das Abendland;18
7.2;Mythos, Zauber und staatliche Kontrolle;19
7.3;Musik im Abendland: Zahlen, Sterne und Sphärenmusik;23
7.4;Hohe, schöne und niedere Kunst;24
7.5;Engelsharfen und Teufelsgeigen;30
7.6;Musik – überall und eigenartig;32
7.7;Was ist Musik?;34
7.8;Vom Hören und Machen zum Verstehen: der Plan;36
8;Teil I Musik hören;38
8.1;2 Luftbewegungen;39
8.1.1;Schall;39
8.1.2;Geräusch und Ton;42
8.1.3;Klangfarbe;50
8.1.4;Hüllkurven;54
8.1.5;Resonanz: vom Kürbis zur Stradivari;58
8.1.6;Fazit: Schall erzeugen, hören und sichtbar machen;62
8.1.7;Postscript: Chaos und Kartoffelchips;63
8.2;3 Vom Ohr zum Gehirn;64
8.2.1;Die akustische Landschaft;66
8.2.2;Das Ohr, von außen nach innen;70
8.2.3;Räumlich hören;77
8.2.4;Die Hörbahn ist keine Bahn;85
8.2.5;Zwei Kodes im Kortex;90
8.2.6;Fazit: Aus Schall wird Information;91
8.2.7;Postscript für Fortgeschrittene: Schallerkennung im Netz;92
8.3;4 Melodie und Harmonie;94
8.3.1;Intervalle;95
8.3.2;Melodie und Tonleiter;96
8.3.3;Das Komma und Kopfweh des Pythagoras;99
8.3.4;Harmonie hat Seltenheitswert;101
8.3.5;Schwebung und kritische Bandbreite;106
8.3.6;Die Töne unserer Tonleiter: Bausteine für Melodien;112
8.3.7;Harmonie;114
8.3.8;Harmonie in der Spannung von Zahl und Ohr;117
8.3.9;Jenseits unserer zwölf Töne;118
8.3.10;Fazit: Musik – Kultur gewordene Natur;124
8.4;5 Zeitstruktur und Gedächtnis;126
8.4.1;Gedächtnisprozesse: ein Crash-Kurs;127
8.4.2;Echogedächtnis und Ereignisbildung;130
8.4.3;Gruppierung;136
8.4.4;Kurzzeitgedächtnis: Motiv und Phrase;141
8.4.5;Langzeitgedächtnis: Erfahrung und Kultur;143
8.4.6;Fazit: Das Gedächtnis macht Musik;147
8.4.7;Postscript: der Mozart-Effekt;148
9;Teil II Musik erleben;150
9.1;6 Musik vor und nach der Geburt;151
9.1.1;Vorgeburtliches Erleben;151
9.1.2;Lärm im Mutterleib;153
9.1.3;Opa soll singen;155
9.1.4;Die Entwicklung des Gehörs;156
9.1.5;Neuigkeit und Gewohnheit;158
9.1.6;Musik in der Gebärmutter;160
9.1.7;Musik und Gehör nach der Geburt;163
9.1.8;Fazit: der musikalische Säugling;173
9.2;7 Platz für Töne;175
9.2.1;Repräsentationen;175
9.2.2;Neuroplastizität;180
9.2.3;Methoden: Hineinschauen mit und ohne Öffnen;185
9.2.4;Karten im Kortex;189
9.2.5;Musiker: mehr Platz für Töne im Kopf;192
9.2.6;Amusie: wenn die Musik nicht mehr spielt;197
9.2.7;Musikmodule: doppelte Dissoziationen;203
9.2.8;Zu viel Musik: Ohrwürmer, Halluzinationen und Anfälle;208
9.2.9;Module in funktionellen Bildern;211
9.2.10;Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk;212
9.2.11;Strukturbildung;214
9.2.12;Fazit: Repräsentation und Neuroplastizität;215
9.3;8 Rhythmus und Tanz;217
9.3.1;Eigenfrequenz und Kindermaskenbälle;218
9.3.2;Subjektive Rhythmisierung;219
9.3.3;In Kopf und Körper;221
9.3.4;Tanz: Der Körper wird Musik;225
9.3.5;Gruppenarbeit;228
9.3.6;Applaus für Physiker;229
9.3.7;Fazit: Der Körper schwingt;230
9.3.8;Postscript: Tanzmusik, Siliziumchips und genetische Algorithmen;231
9.4;9 Absolutes und relatives Gehör;233
9.4.1;Absolutes Gehör bei Mozart, einem Papagei und im Test;234
9.4.2;Informative Oktaven und andere Probleme;239
9.4.3;Kritische Periode oder warum nicht jeder ein Absoluthörer ist;240
9.4.4;Gelernt oder vererbt?;244
9.4.5;Wo sitzt das absolute Gehör?;246
9.4.6;Farben hören: Synästhesie;248
9.4.7;Vom relativen Gehör bis zur Tontaubheit;248
9.4.8;Fazit: Das absolute Gehör ist relativ, das relative recht perfekt;250
10;Teil III Musik machen;252
10.1;10 Singen;253
10.1.1;Die Stimme;253
10.1.2;Sprechen;254
10.1.3;Die Atmung: Stütze beim Singen;262
10.1.4;Phonation: den Schall erzeugen;264
10.1.5;Artikulation: den Schall formen;268
10.1.6;Die Tricks der OpernsängerInnen;270
10.1.7;Das Gehirn singt mit;279
10.1.8;Die eigene Stimme;280
10.1.9;Vibrato;282
10.1.10;Stimmbruch;283
10.1.11;Wenn die Stimme ihren Dienst aufgibt;285
10.1.12;Fazit: ein kompliziertes Instrument;286
10.2;11 Mit Instrumenten spielen;288
10.2.1;Technik und Ausdruck;288
10.2.2;Konflikt mit dem Durchschnitt;293
10.2.3;Hände;297
10.2.4;Was Fehler verraten;300
10.2.5;Vom Blatt spielen;304
10.2.6;Von innen zuschauen;306
10.2.7;Das Gehirn macht Musik: funktionelles Neuroimaging;309
10.2.8;Frauen musizieren in der Regel anders;310
10.2.9;Fazit: Handspiel, das Wissen schafft;312
10.3;12 Musizieren lernen;314
10.3.1;Lernen, üben und üben lernen;314
10.3.2;Wechselwirkungen: Talent und Übung;317
10.3.3;Ist jeder musikalisch?;318
10.3.4;Das Lernen von Bewegungsabfolgen;321
10.3.5;Motivation: unverzichtbar schon im Tierversuch;325
10.3.6;Lehrer und Schüler;326
10.3.7;Eltern: Was können oder sollen sie tun oder lassen?;327
10.3.8;Aus dem Netz in die Schule;331
10.3.9;Fazit: Übung macht den Meister;334
10.4;13 Gemeinsam musizieren;336
10.4.1;Orchesterphysik;336
10.4.2;Orchesterpsychologie und -soziologie;338
10.4.3;Singen im Chor;340
10.4.4;Improvisieren;344
10.4.5;Angst und Lampenfieber;345
10.4.6;Authentizität und Aufführungspraxis;348
10.4.7;Hausmusik;352
10.4.8;Fazit: Musik ist gelebte Gemeinsamkeit;354
11;Teil IV Musik verstehen;356
11.1;14 Evolution;357
11.1.1;Musik nur beim Menschen?;358
11.1.2;Archäologie: fossile Musik;362
11.1.3;Musik und Sex;367
11.1.4;Fazit: uralte Musik;373
11.2;15 Emotion;374
11.2.1;Zur Wissenschaftsfähigkeit von Emotionen und Musik;374
11.2.2;Musik in Auschwitz;375
11.2.3;Herrscher und Beherrschte, Musik und Macht;377
11.2.4;Liebeslieder;379
11.2.5;Wiegenlieder;379
11.2.6;Darling, they’re playing our tune;381
11.2.7;Gänsehaut – wissenschaftlich betrachtet;382
11.2.8;Emotionen im Experiment;385
11.2.9;Bilder vom emotionalen Gehirn;389
11.2.10;Fazit: Wer fühlen will, muss hören;392
11.3;16 Funktion;394
11.3.1;Wirtschaft, Werbung und Supermärkte;395
11.3.2;Ware Musik;399
11.3.3;Musikalische Architektur;399
11.3.4;Räume klingen;403
11.3.5;Filmmusik;409
11.3.6;Gesteigerte, verarmte Realität;411
11.3.7;Fazit: Am besten funktioniert es unbemerkt;415
11.4;17 Gesundheit, Medizin und Therapie;417
11.4.1;Wenn die Seele lacht;418
11.4.2;Was ist Musiktherapie?;418
11.4.3;Einsatzbereiche der Musiktherapie;420
11.4.4;Musiktherapie in der Psychiatrie;425
11.4.5;Musik kann Musiker krank machen;425
11.4.6;Fazit: Musik und Medizin;430
11.4.7;Postscript: Musik bringt Leben;431
11.5;Literatur;433
11.6;Sach- und Personenverzeichnis;463



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