Stone | Kein Winter ohne dich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Stone Kein Winter ohne dich

Roman. Die neue schicksalhafte Winterromance der Bestsellerautorin
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-641-31774-4
Verlag: Penguin
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman. Die neue schicksalhafte Winterromance der Bestsellerautorin

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

ISBN: 978-3-641-31774-4
Verlag: Penguin
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein einziger Tag, der alles verändert. Eine Liebe, die allen Schicksalsschlägen trotzt.

An einem verschneiten Vormittag kurz vor Weihnachten begegnen sich Holly und Jack zum ersten Mal in einem kleinen Café. Holly spürt auf Anhieb diese besondere Verbindung zu dem Mann mit den undurchdringlichen braunen Augen. Eine Verbindung, die es nur einmal im Leben geben kann. Doch nur Stunden später bricht ein schrecklicher Schicksalsschlag über Holly und ihre Familie ein, und aus dem schönsten wird plötzlich der schlimmste aller Tage. Alles, was sie danach noch möchte, ist vergessen. Auch Jack und dieser wundervolle Moment mit ihm verblasst zu einer Erinnerung. Bis Holly ein Brief erreicht, dessen Zeilen ihre Zukunft für immer verändern könnten.
Ein hochemotionaler Roman, über die unvorhersehbaren Wendungen des Schicksals und eine Liebe, die immer einen Weg findet.

Emily Stone lebt und arbeitet in Chepstow, Wales. Für immer im Dezember ist in einem alten viktorianischen Herrenhaus entstanden, das auf eine beeindruckende literarische Geschichte zurückblicken kann. Ihr Debütroman wurde zum Teil durch den Tod ihrer Mutter inspiriert, die starb, als Emily Stone sieben Jahre alt war. Die Autorin wollte zeigen, wie sehr diese Trauer das Leben eines Menschen beeinträchtigen kann, selbst wenn das Ereignis Jahre zurückliegt.
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Kapitel Eins


Holly hielt den Blick auf die Straße gerichtet, die durch Nord Devon führte, während ihre Schwester den Kopf ans Fenster lehnte, die Augen geschlossen. Dabei sollte Lily sie eigentlich wach halten auf der langen Fahrt von London zu dem kleinen Ferienhaus im Nirgendwo, das ihre Eltern über Weihnachten gemietet hatten. Und gerade war Holly sehr müde. Trotz des kalten, feuchten Wetters war es im kleinen Fiesta ihrer Eltern mollig warm, die Dauerschleife der Weihnachtslieder im Radio lullte sie ein, und ihr traditionelles -Autospiel hatte sich längst erschöpft.

Und was war das überhaupt für eine Landstraße? Diese ganzen Kurven machten es unmöglich, mehr als vierzig Meilen pro Stunde zu fahren. Alles, was Holly jetzt wollte, war ein Kaffee, aber es war meilenweit keine Tankstelle in Sicht. Zugegeben, es war schön hier. Die Straße war zu beiden Seiten von Hecken gesäumt, die zu dieser Jahreszeit etwas kahl waren, aber im Frühjahr und Sommer zweifellos üppig grün, dahinter lagen unendliche Felder. Unter dem grauen Dezemberhimmel wirkte die Landschaft herrlich düster, fast ätherisch.

Am nächsten Ortsschild bog Holly rechts ab, woraufhin Lily sich aufsetzte und verschlafen blinzelte. »Was tust du?«

»Ich brauche Koffein. Ich halte irgendwo an.«

Lily rümpfte die Nase, aber das war ihr einziger Protest, als sie ins Dorf fuhren. Es war Heiligabend, und wie in London waren auch hier alle auf den Beinen, um ihre letzten Einkäufe zu erledigen. Die Straße, die Holly für die Hauptstraße hielt, war mit Weihnachtsbeleuchtung geschmückt, und ein riesiger Weihnachtsbaum stand auf der Grünfläche gegenüber von einem Uhrenturm. Eine Miniversion des Big Ben, dachte Holly und schnaubte leise.

Als sie kurz hinter dem Turm ein Café entdeckte, setzte sie den Blinker und hielt davor, woraufhin das Auto hinter ihr hupte.

Lily runzelte die Stirn. »Du kannst hier nicht anhalten – hier ist Parkverbot.«

»Ohne Koffein halte ich die restlichen fünfundvierzig Minuten nicht durch«, argumentierte Holly.

»Du wolltest doch die ganze Strecke fahren«, sagte Lily.

»Ich sage nicht, dass ich nicht fahren will, ich sage nur, dass ich Kaffee brauche. Außerdem«, fügte sie hinzu, »kannst du in deinem Zustand nicht fahren.« Sie tätschelte Lilys winzigen Babybauch, der sich gerade erst abzuzeichnen begann.

»Ich bin schwanger, nicht krank«, murmelte Lily.

»Kannst du nicht beides sein?«, fragte Holly zuckersüß, und Lily schlug ihr auf den Arm.

»Sei nett. Ich zahle.«

»Nur bis ich es dir zurückzahle.« Nicht, dass sie eine Ahnung hatte, wie sie das anstellen sollte. Sie hatte ihre Kreditkarte vergessen, als sie in letzter Minute aus dem Haus gestürmt war, weil sie es, laut Lily, lernen würde, pünktlich zu sein. Aber das tat eigentlich nichts zur Sache. Sie konnte sich diesen Familienausflug nicht leisten. Nachdem sie zwei Jahre lang vergeblich versucht hatte, als Künstlerin ihren Lebensunterhalt zu verdienen, hatte sie kapituliert und ihren Abschluss als Lehrerin gemacht, zur Erleichterung ihrer Eltern und ihrer vernünftigen Schwester. Doch bis sie als Lehrerin einen Job fand, musste sie wieder bei ihren Eltern wohnen und lag ihnen auf der Tasche.

»Du kannst hier nicht parken«, sagte Lily wieder und verkniff sich gerade noch ein leidgeprüftes Seufzen. »Der Vorderreifen steht auf einer doppelten gelben Linie.«

»Ach, das merkt doch keiner.«

»Holly«, sagte Lily mit ihrer verantwortungsbewussten Große-Schwester-Stimme. Aber Holly schaltete den Motor aus.

»Komm schon, es dauert nur zwei Minuten. Und schau mal, wie weihnachtlich es hier ist!«

Und das war es – draußen stand eine Kreidetafel mit einem handgemalten Schneemann und der Tageskarte, unter anderem einem köstlich klingenden Sandwich mit Camembert und Preiselbeeren. Über dem Eingang hingen Mistelzweige, und die Fenster schmückte silbernes Lametta. Um das niedrige Strohdach waren Lichterketten drapiert, die dem Lokal eine rustikale Atmosphäre verliehen: ein Ort, an dem man es sich mit einer heißen Schokolade und einem guten Buch gemütlich machen wollte. Weihnachten war immer Hollys Lieblingszeit im Jahr gewesen, doch es war nicht in erster Linie die weihnachtliche Atmosphäre des Cafés, die einen Sog auf Holly ausübte. Abgesehen davon, dass sie einfach nur einen Kaffee wollte, faszinierte sie der Name des Ladens: Impression Sunrise Café. Eine Anspielung auf Monets berühmtes Gemälde, und ein Café, das nach einem Kunstwerk benannt war, konnte nicht verkehrt sein.

Lily gab nach und folgte Holly, die Hände tief in den Manteltaschen, und Holly wünschte, sie hätte ihren Mantel aus dem Kofferraum geholt. Die beiden sahen sich so ähnlich, dass sie fast als Zwillinge durchgingen, obwohl sie vier Jahre auseinander waren. Das lag vor allem an den roten Haaren, wobei Hollys Mähne wilder war als Lilys – wahrscheinlich weil Lily ihr Haar gewissenhaft mit allen möglichen teuren Produkten zähmte, während Holly es höchstens mal zu einem Dutt zusammensteckte, wenn es sie nervte. , hatte sie gesagt, als Lily sie vor der Abfahrt dazu bringen wollte, sie zu bürsten und zu glätten. .

, hatte Lily geseufzt – obwohl sie beide als Kinder mehr als genug Arielle-Sprüche zu hören bekommen hatten.

Aber es lag nicht nur an den Haaren. Sie hatten die gleichen Wangenknochen, das gleiche spitze Kinn, die gleichen gewölbten Augenbrauen (auch ohne sie zwanghaft zu zupfen, wie Lily es tat). Nur ihre Augen waren unterschiedlich – Lilys waren braun, Hollys dagegen auffallend grün.

Holly stieß die Tür des Cafés auf, ohne bei der Sache zu sein, denn sie wurde von einem wunderschönen Gemälde abgelenkt, das im Eingang hing und ihre ganze Aufmerksamkeit beanspruchte. Es war ein Regenwald, doch auf eine Weise dargestellt, wie sie es noch nie gesehen hatte – kühn und abstrakt, in leuchtenden Farben, die Leben schrien. Sie wollte es haben. Das war ihr erster Gedanke. Sie wollte es gegenüber von ihrem Bett aufhängen, um jeden Morgen mit diesem Bild aufzuwachen und etwas von seiner sprühenden Energie aufzusaugen. Ihr zweiter Gedanke war, dass sie recht gehabt hatte mit dem Café – nicht nur ein künstlerischer Name, sondern es gab auch echte Kunst und das war …

Der Gedanke wurde unterbrochen, als sie gegen eine alarmierend feste Brust prallte. Sie nahm den sauberen Duft eines frisch gewaschenen, gebügelten Hemds wahr sowie einen dunkleren, holzigen Geruch, bevor etwas Heißes ihren Arm hinunterlief. Sie schrie auf und riss ihren Arm zurück.

Sie fluchte laut, während gleichzeitig eine tiefe Stimme »Herrgott nochmal!« sagte. Etwas Schweres polterte zu Boden, zusammen mit zwei Kaffeebechern zum Mitnehmen.

Holly wich vor dem Fremden zurück, was dazu führte, dass sie auf der Flüssigkeit ausrutschte, die nun den Holzboden bedeckte. Sie fuchtelte mit den Armen in der Luft herum, fing sich aber gerade noch rechtzeitig und strich ihr Haar in einer wütenden Bewegung zurück, bevor sie in das Gesicht des Mannes blickte. Und Herr im Himmel, dieses . Sie wollte dieses Gesicht nachformen. Es mit Ton zum Leben erwecken, die bestechenden Konturen einfangen, die markante Kieferpartie, die dunklen Augen, die Nase, die leicht schief war, was sie noch perfekter machte.

Alles an ihr kribbelte vor Verlegenheit. »Geht’s noch?«, rief sie, woraufhin einige Leute zu ihr hinübersahen, darunter auch die Frau hinterm Tresen, die gerade in einer Metallkanne Milch aufschäumte. »Sie hätten mich verbrennen können!« Nur ihr weihnachtlicher schwarzer Pullover mit dem Pailletten-Schriftzug auf der Vorderseite hatte ihre Haut vor dem kochend heißen Kaffee geschützt.

»Soll das ein Witz sein?«, rief der Mann aufgebracht. »Sie haben angerempelt! Passen Sie doch auf!« Er blickte auf den Boden, wo die beiden Kaffees – einer mit Milch, einer schwarz – definitiv nicht mehr zu retten waren. Seine Aktentasche lag ebenfalls dort, einer der Verschlüsse war aufgesprungen. Eine Aktentasche, echt? Wer schleppte an Heiligabend eine Aktentasche mit sich rum? Außerdem trug er einen Anzug – einen Anzug, der perfekt saß, wie sie nicht umhin konnte zu bemerken.

Holly schaute finster drein und öffnete den Mund, um zu widersprechen, ein Automatismus, aber da spürte sie eine Hand auf ihrem Arm. Es war Lily, die ihr einen strengen Blick zuwarf. Ein Blick, den sie nur zu gut kannte.

Holly zwang sich, tief durchzuatmen. Lily hatte recht. »Tut mir leid«, sagte sie unwirsch. »Ich habe nicht aufgepasst.« Ihre Worte klangen steif und unbeholfen.

»Offensichtlich«, murmelte er.

Obwohl ihr Jähzorn aufflammte und ihr schon die Worte auf der Zunge lagen, spürte sie immer noch Lilys Blick. Also zwang sie sich, aufzublicken und dem Mann in die Augen zu sehen. Was ein Fehler war, denn es war unmöglich, sich von seinen braunen Augen – wie schwarzer Kaffee, dachte sie, obwohl dieser Vergleich vermutlich dem Ort geschuldet war – wieder loszureißen. Anders als ihre, die angeblich jedes ihrer Gefühle verrieten, wirkten seine absolut...


Stone, Emily
Emily Stone lebt und arbeitet in Chepstow, Wales. Für immer im Dezember ist in einem alten viktorianischen Herrenhaus entstanden, das auf eine beeindruckende literarische Geschichte zurückblicken kann. Ihr Debütroman wurde zum Teil durch den Tod ihrer Mutter inspiriert, die starb, als Emily Stone sieben Jahre alt war. Die Autorin wollte zeigen, wie sehr diese Trauer das Leben eines Menschen beeinträchtigen kann, selbst wenn das Ereignis Jahre zurückliegt.



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