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E-Book, Deutsch, 214 Seiten

Summer Millionär zu verschenken

Liebesroman
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7368-5792-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Liebesroman

E-Book, Deutsch, 214 Seiten

ISBN: 978-3-7368-5792-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Zwei Wochen auf einer Insel mitten in der Südsee. Hört sich an wie Urlaub?! Blöd nur, dass bereits vor Reiseantritt alles schief läuft, was nur schief laufen kann. Anisha steht mitten im Nirgendwo von Montana und ist zu allem Übel auf den arroganten, missmutigen, aber äußerst attraktiven besten Kumpel eines Millionärs angewiesen. Und ausgerechnet diesen Millionär muss Anisha in einer Dating-Reality-Show rumkriegen, um die Behandlung ihrer schwerkranken Schwester zu bezahlen.

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3
Kapitel 3   Das Klackern meiner hohen Pumps hallt von den steril gestrichenen, weißen Wänden wider. Hinter mir hört man das leise Quietschen meines in die Jahre gekommenen Koffers, der so gar nicht zu meinem restlichen Erscheinungsbild passen will. Ich trage eine enge Röhrenjeans und ein hellgrünes Top mit Wasserfallausschnitt. Darüber einen schwarzen Blazer, den ich mir von Katy ausgeliehen habe, der aber, durch den Flug nach Helena, in den Bundesstaat Montana, mehr als verknittert ist. Für meinen Geschmack bin ich viel zu gestylt. Katy hat mich darüber informiert, dass sich alle Mädels in Helena treffen, um von dort aus zu einem, mir noch völlig unbekannten, Reiseziel zu fliegen. Laut Katy soll uns ein Agent am Flughafen abholen und zu dem Hotel bringen, in dem wir Mädchen zum ersten Mal aufeinandertreffen. Suchend schaue ich über die Köpfe der einzelnen Passagiere, die geschäftig auf den Ausgang zusteuern. Der Lärmpegel in der Ankunftshalle ist so hoch, dass man selbst die Lautsprecherdurchsagen kaum verstehen kann. Mit meinem Koffer im Schlepptau steuere ich auf den Ausgang zu und sehe dort eine junge Frau stehen, kaum älter als ich, die ein Schild hochhält und sich geschäftig umblickt. Auf dem Schild steht ‚Milliers and Son Agency’. „Hi“, begrüße ich sie und lasse meinen Koffer achtlos neben mir stehen. Die junge Frau schaut erst mich, dann meinen scheinbar von Mäusen zerfressenen Koffer an und wieder zu mir hoch. „Anisha Severson?“ „Genau. Bin ich denn die Einzige?“ Skeptisch sehe ich mich in der Ankunftshalle um. „Die Letzte“, bringt die junge Frau mit ihrem kurzen, roten Haarschnitt und den manikürten Fingernägeln mühsam heraus. Die Gute scheint von meinem Anblick nicht sonderlich begeistert zu sein. Ihr maßgefertigter Hosenanzug sitzt wie angegossen und auch sonst scheint sie sehr viel Wert auf ihr Äußeres zu legen. Ganz im Gegensatz zu mir. Nur gut, dass Katy mich vorher noch eingekleidet hat, sonst hätte die Agentin mich hier vermutlich wortlos stehen lassen. „Mein Name ist Abby und ich bringe Sie nun in unser Hotel. Morgen früh geht der Flieger schon recht zeitig, deshalb werden Sie die anderen Mädchen erst am Flughafen kennenlernen.“ Mit diesen Worten marschiert sie los, mein zerfetzter Koffer und ich folgen ihr.   Völlig kaputt komme ich knapp eine Stunde später irgendwo mitten im Nirgendwo an. Abby hat mich vor einem kleinen Hotel abgesetzt, das ein paar Meilen von der Stadt entfernt liegt. Mit Hilfe der Scheinwerfer von Abbys Wagen und dem schwachen Licht, das den Hoteleingang beleuchtet, steuere ich auf das Hotel zu und öffne die in die Jahre gekommene Glastür. Die Tür lässt sich zwar problemlos aufschieben, gibt aber ein lautes, wütendes Quietschen von sich, wie man es in alten Westernfilmen oft hört. „Guten Abend“, begrüßt mich ein älterer Herr hinter dem Empfangstresen und schiebt sich seine Nickelbrille wieder auf die Nase. Sein graues Haar steht wild von seinem Kopf ab und er sieht so aus, als hätte er gerade ein Nickerchen gemacht. Irgendwie erinnert er mich ein wenig an Albert Einstein. Ich kann mir ein Lächeln kaum verkneifen und stelle ihn mir in einem Laborkittel vor. „Guten Abend. Mein Name ist…“ Ich trete zu dem Herrn und stütze mich auf dem Holztresen ab. „Sie sind die Letzte im Bunde dieser Show“, klärt er mich auf und schiebt mir eine Karte zu. „Zimmernummer 33. Zweiter Stock, hinten links“ „Ähm, danke“, bringe ich hervor, schnappe mir die Karte und mache mich auf den Weg zu meinem Zimmer, um den guten Herrn nicht weiter bei seinem Schläfchen zu stören. Im ganzen Hotel herrscht eisiges Schweigen und ich komme mir vor wie im Musical Rocky Horror Picture Show. Der hässliche grüne Teppich und die vergilbten Wände machen das Ganze nicht besser. Bloß gut, dass das Licht hier nur so schwach den Flur beleuchtet. Wenn mein Zimmer nur annähernd so wenig einladend ist, dann kann ich die ganze Nacht mit Sicherheit kein Auge zutun. Ich stolpere beinahe über meine eigenen Füße, als ich endlich meine Zimmertür erreiche und die Karte ins Schloss schiebe. Gleich darauf springt die Zimmertür auf und ich befinde mich in einem winzigen Zimmer. Und wenn ich sage winzig, dann meine ich auch winzig. Im Zimmer stehen ein Doppelbett und ein dunkelbrauner Holzschrank, der in keiner Weise zu dem weiß gestrichenen Bett passt. Mein Koffer hat kaum Platz, so eng ist es in dem Raum. Neben der Zimmertür befindet sich noch eine weitere Tür, die zu einem kleinen Bad führt. Die Fliesen und auch der Rest des Bades sind in weinrot gehalten und ich komme mir vor, als wäre ich mitten durch eine Zeitschleuse 50 Jahre zurückversetzt worden. Hinter mir schließe ich die Zimmertür und werfe mich in voller Montur auf das Bett. In was für einem Albtraum bin ich nur gelandet, schießt es mir durch den Kopf und umso länger ich nachdenke, umso sicherer bin ich mir, dass a) es sich nicht um einen Millionär handeln kann, der seine Gäste in einer Absteige wie dieser unterkommen lässt oder b) er die Mädels testen will, welches mangels Komfort gleich wieder abreist oder c) die Show den Mädchen erst Luxus gewährt, wenn die Kameras an sind. Bei Gott, ich bin kein verwöhntes Mädchen, aber allein der Gedanke hier zu duschen, jagt mir einen Schauer über den Rücken. Leicht hebe ich meinen Arm, um an mir zu schnuppern. Im Moment rieche ich noch angenehm nach meinem Lieblingsdeo und meinem Parfüm vermischt mit dem leicht mottigen Geruch des Zimmers, was mich ein wenig an den Kleiderschrank meiner Großeltern erinnert. Erschöpft lasse ich mich nach hinten auf die Kissen sinken und überlege, wie ich die nächsten Tage überstehen kann.   Als ich das nächste Mal die Augen öffne, werde ich von hellen, warmen Sonnenstrahlen begrüßt. Verschlafen reibe ich mir die Augen und schaue mich suchend um. Ich brauche ein paar Sekunden, um mir bewusst zu werden, dass ich noch immer im Bett liege. Die Deckenlampe surrt verdächtig laut, vermutlich weil ich sie gestern Abend nicht mehr ausgeknipst habe. Selbst meine Klamotten habe ich anbehalten. Nicht besonders gut gelaunt steige ich aus dem Bett. Noch immer ist kein Ton auf den Gängen zu hören. Völlige Ruhe und so beschließe ich, mir doch eine Dusche zu gönnen. Wer weiß, wann ich das nächste Mal dafür Zeit finden werde. Nach einer ausgiebigen Dusche fühle ich mich schon viel besser und auch der Hunger schleicht sich langsam ein. Auch wenn die anderen Mädchen noch schlafen, ich muss was in meinen leeren Magen bekommen. Ich schlüpfe in eine Jeans und in ein schlichtes blaues Top, ziehe mir meine Ballerinas an und verlasse mein Zimmer. Ich folge dem schmalen Gang und komme schließlich unten an der Rezeption an. Dieses Mal werde ich nicht von dem älteren Herrn begrüßt, sondern von einer älteren Dame, die mich ansieht, als ob sie einen Geist zu Gesicht bekommt. Beinahe lässt sie die Vase, die sie in den Händen hält und von Staub befreit, fallen. „Was tun Sie hier?“, fragt sie mich hektisch und ich befürchte schon, sie hält mich für einen Einbrecher oder etwas in der Art. „Ich wollte eigentlich etwas frühstücken, aber wenn ich zu früh dran bin, dann…“, versuche ich es freundlich, um gleich darauf wieder unterbrochen zu werden. „Zu früh?“, fragt sie entgeistert. „Meine Liebe, Sie sind zu spät. Die anderen Damen sind schon seit fast zwei Stunden aus dem Haus.“ „Wie bitte?“ Das war doch ein Scherz. Halt suchend greife ich nach dem kleinen Stehtisch zu meiner Rechten und umklammere ihn fest, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und zu stürzen. „Ja, ganz früh am Morgen sind sie abgereist. Ich wusste nicht, dass sich noch jemand im Haus befindet und…“ Der Dame steht der Schreck ins Gesicht geschrieben. „Aber das kann nicht sein. Ich gehöre dazu… Was mache ich denn jetzt? Ich habe noch nicht mal die Nummer von…“, schüttele ich den Kopf und merke, wie mir jegliche Farbe aus dem Gesicht weicht und der Boden unter meinen Füßen leicht zu schwanken beginnt. „Setzten Sie sich erst einmal. Ich kümmere mich darum.“ Nun hört sich die Frau schon freundlicher an und deutet auf einen alten abgewetzten Ledersessel. Ich fühle mich, als ob mir jemand einen Schlag auf den Kopf verpasst hätte, unfähig zu denken, geschweige denn zu handeln. Mit den Nerven am Ende nehme ich dankbar auf dem Sessel Platz und bekomme am Rande mit, dass die Dame mit jemandem telefoniert: „Wenn ich es dir doch sage, sie haben ein Mädchen vergessen… Nein, das weiß ich, aber… Was soll ich denn deiner Meinung nach tun… Jetzt hörst du mir mal zu, das Mädchen ist am Boden zerstört und du, David Brandon, bewegst deinen Luxuskörper jetzt hier her und nimmst die Kleine mit. Verstanden?“ Der Hörer wird auf die Gabel geknallt und die ältere Dame kommt zu mir herüber. „Komm, mein Mädchen....



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