Summers / Xander | Gay Romeo | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Summers / Xander Gay Romeo


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-944672-41-0
Verlag: X-Scandal Books
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

ISBN: 978-3-944672-41-0
Verlag: X-Scandal Books
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Manchmal ist es einfacher, wenn man sich einredet, man wäre der einzige auf der Welt, der kämpft, der frustriert ist und einfach nicht zurechtkommt. Aber dieses Gefühl ist eine Lüge. Wenn man durchhält und den Mut besitzt, sich dem Ganzen einen weiteren Tag zu stellen, dann wird jemand auftauchen, der einem dabei helfen wird, alles in Ordnung zu bringen.Sam ist arbeitslos und wünscht sich nichts mehr, als einen Partner an seiner Seite zu haben. In einem sozialen Onlinenetzwerk lernt er den charmanten Zac kennen, der augenblicklich ein Date vorschlägt. Sam zweifelt an Zacs Echtheit, denn er glaubt nicht, dass sich ein hübscher und reicher Mann für ihn interessieren könnte. Dennoch stimmt er einem Treffen zu

Alec Xander ist ein deutscher Schriftsteller, der seine Leser mit seinen Büchern gerne unterhält. Er möchte sie nachdenklich stimmen und auch an ihre Grenzen bringen. Alec ist vor allem bekannt für seine dramatischen Liebesromane. Im Jahre 2013 gründete er den Kleinverlag X-Scandal Books, der sich auf die Veröffentlichung von Büchern über homosexuelle Männer spezialisiert hat.
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ZAC


Mein Name ist Zac, und ich war verdammt einsam!

Wie so oft saß ich auf der Terrasse, die Beine auf den Tisch gelegt, den Blick über den großen Swimmingpool gerichtet, auf meinem Schoß der Laptop. Ich öffnete eine Dating-Seite und hoffte auf ein Geräusch. Ein Geräusch, das mir mitteilte, dass ich eine Nachricht von jemandem bekommen hatte. Eine Message, die zur Abwechslung mal nicht von einem alten Mann, einem sexgeilen Typen oder von jemandem kam, der nur hinter meinem Vermögen her war. Seit Ewigkeiten war ich nun schon Teil dieser Netzgemeinschaft, doch die große Liebe fand ich einfach nicht. Der Eine, so glaubte ich langsam, existierte gar nicht. Höchstens in meinen Träumen. Andere unglückliche Menschen versuchten mir einzureden, dass ich schon längst verheiratet sein könnte, ich wäre nur zu wählerisch. Klar sah ich gut aus, doch kam es nicht nur auf das Aussehen an, sondern auch auf die inneren Werte. Aber das konnte man tausend Mal erklären. Wenn jemand etwas nicht hören will, weil er anderer Meinung ist, dann kann man sich den Mund fusselig reden. Ich wünschte mir einfach nur eine Person, die für mich da war. Jemand der mich so liebte, wie ich war und nicht nur mein Geld wollte. Es schien unmöglich. Da ich keinen Bock mehr hatte, an der frischen Luft zu sitzen, ging ich hinein und machte es mir auf der Couch gemütlich. Ich klickte ein Profil nach dem anderen an – immer in der Hoffnung, dass dort jemand sein würde, der auch mehr als das eine sucht. Jemand, der auf meiner Wellenlänge war. Ein Profil nach dem anderen schaute ich an, und dann, ganz plötzlich, klickte ich das Profil OneSoul an. Der Typ mit dem blond gefärbten Haaren gefiel mir auf Anhieb, doch ich befürchtete, dass er auch nur das eine suchen würde. Dennoch musste ich sein Profil durchlesen:

Moin ^_^

Da man ja gerne gefragt wird, was man sucht oder wie es einem geht: Joah, wie immer und: Mein Männeken oder neue Bekanntschaften und so. :-) Ich fahre voll auf Typen mit kräftigen Oberschenkeln ab. Sexy Typen in endgeilen Sneakern, Typen in Leder, Typen in Jeans … Ich liebe Jeans – besonders, wenn Jeanshosen viele offene Stellen haben. Ripped Jeans sind einfach sexy. Allerdings zählt nicht nur die Jeans, sondern auch der Kerl darin. ;) Männer mit Dreitagebärten sind ebenfalls endgeil und Typen in weißen Socken auch und … ach, so viele :-) Ich brauche jeden Tag Musik um mich herum. Ich hasse die Stille. Ja, ich rauche, trinke aber keinen Alkohol, nehme auch keine Drogen und möchte mich hier auch nicht mit meinem Opa treffen. Fette Schwänze dürfen mir gerne fernbleiben – bin doch keine Kuh, der man eine Faust reinschieben kann! Ich habe kein Problem mit der Nacktheit, bin total verschmust, liebe es, auszuschlafen (wer es wagt, mich zu wecken, der bekommt ein Veilchen verpasst), oh, und ich bin total romantisch veranlagt. Ich verfasse hier wieder einen ganzen Roman, obwohl es sowieso niemanden interessiert. Wie auch immer. Sollte wohl ausreichend sein, um sich ein Bild von mir machen zu können. Typen, die mir ihr Gesicht in der Form eines Schwanzes zeigen, brauchen sich nicht zu wundern, wenn sie keine Antwort bekommen – das Gleiche gilt für: Bildlose Profile und Männer, die auf der Suche nach Sex sind, es sich dann aber doch anders überlegen und ganz schnell offline gehen (Pic-Sammler etc. versucht mal google.com). Arrogante und eingebildete Schönlinge können mir gerne fern bleiben und Klugscheißer erst recht. :-) So, das hätten wir. Sollte es also noch ein paar Normalos geben, wobei mir einer schon reichen würde, dann her mit der Message. :D

Ich konnte nicht anders und musste ihm eine Nachricht schicken. Nur was? Klug, wie ich mich anstellte, fragte ich: „Moin, wie geht es dir?“ Ganz schlau, Zac, dachte ich. Wir kamen ziemlich schnell ins Gespräch, doch Sam glaubte mir nicht, dass meine Bilder wirklich mich zeigten. Also musste ein Beweis her. Ich bat um seine Handynummer, und er gab sie mir. Ich wollte ein Video machen, doch ich sah total verpennt aus. Schnell versuchte ich, mein Haar zu richten und in der Videobotschaft nicht ganz so blöd zu schauen. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte das Gefühl, als ob ich zu jemand Vertrautes reden würde. Es fiel mir auch dementsprechend leicht. Kaum hatte ich die erste Message abgeschickt, da musste ich einfach ein zweites Video erstellen. Ob es allerdings richtig war, mich nur in Boxershorts zu filmen, wusste ich nicht. Sam hatte allerdings in seinem Profil stehen, dass er kein Problem mit der Nacktheit hatte, also konnte es nicht wirklich falsch sein. Wir schrieben erneut, und ich bekam mit einem Mal den Drang, in seiner Nähe sein zu wollen. Da ich sowieso nichts vorhatte und Sam total sympathisch rüber kam, schlug ich vor, vorbei zu kommen. Ich erzählte ihm ein wenig von mir und rief ihn dann einfach mal an. Zuerst zögerte Sam und ans Telefon ging er auch nicht. Wahrscheinlich hatte er einfach nur Angst. Beim zweiten Mal klappte es allerdings. Kaum hatte ich Sam am Hörer, da stolperte mein Herz vor Aufregung. Sam hatte eine leicht nasale Stimme, und ich fand das total sexy. Ich hätte mich stundenlang mit ihm unterhalten können, doch ich wollte auf der Stelle zu ihm! Ich bettelte regelrecht und war total froh, als Sam mir seine Adresse gab. Ich hatte diesen Menschen total gern, dabei kannte ich ihn gar nicht persönlich. Aber das sollte sich ja bald ändern. Hocherfreut loggte ich mich aus und sprang vor Freude auf.

„Ja! Ja!“, jubelte ich und tanzte durch das gigantische Wohnzimmer. Ich atmete tief durch und nahm erst einmal eine warme Dusche. Ganz besonders gut wollte ich aussehen. Ich cremte meine Haut ein, damit sich diese schön weich anfühlte, legte ein wenig Make-up auf und zog einen dünnen Lidstrich. In meinem Schlafzimmer fragte ich mich dann, was ich anziehen sollte. Die Auswahl war einfach gigantisch! Fast den kompletten Inhalt meines kleinen Kleiderschrankes schmiss ich auf mein Himmelbett. Den großen Schrank ließ ich lieber unberührt, sonst hätte es noch Stunden gedauert. Ich erinnerte mich daran, was Sam in seinem Profil stehen hatte und entschied mich dann für eine leicht zerfetzte Jeanshose. Dazu schwarze Pants, damit man auch ja nicht den Schwanz oder sonst was sehen konnte. Weiße Socken trug ich immer, also würde ich schon mal bei Sam punkten – hoffte ich zumindest. Nachdenklich schaute ich in den Spiegel und fragte mich, ob meine Oberschenkel für Sam kräftig genug sein würden. Ich packte noch ein paar Sachen zum Wechseln in eine Sporttasche, sowie eine kleine Überraschung für Sam. Er hatte mir ja gesagt, dass er ohne Job war, also würde ich ihm mit Sicherheit eine Freude machen – hoffte ich zumindest. Schnell nahm ich noch ein paar Sachen aus dem Bad mit (Duschzeug, Zahnpasta, Zahnbürste …) und verstaute diese ebenfalls in der Sporttasche. Mann, war ich aufgeregt! Befürchtungen, dass Sam ein Faker sein könnte, hatte ich weniger. Sicherlich hätte ich mich aufgeregt, wenn dem so gewesen wäre, aber das glaubte ich nicht. Irgendwie kam ich mir vor wie ein kleines, verliebtes Schulmädchen, denn dauernd lächelte ich.

??

Ich rief ein Taxi und ließ mich zum Bahnhof fahren. Dauernd musste ich an dieses süße Bild von Sam denken. So spontan war ich schon lange nicht mehr gewesen, und ich hoffte, dass ich es nicht bereuen würde. Im Zug setzte ich mich in die erste Klasse und hörte Musik über den MP3-Player. Mit Musik ist das Leben einfach viel schöner.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt blieb der Zug plötzlich stehen. Nach zehn Minuten fragte ich mich, was los sei und nahm erst einmal die Ohrstöpsel heraus. Ein paar Passagiere stöhnten und meckerten herum. Ich spitzte die Ohren und konnte nicht glauben, was ich gerade hörte! Der Zug hatte eine Panne und es würde ein wenig dauern, bis die Fahrt weitergehen würde. Um 22:00 Uhr hatte ich bei Sam sein wollen, doch das konnte ich wohl vergessen. „Ich ruf ihn lieber mal an“, murmelte ich und zückte mein iPhone. Es ging nicht an. Geschockt starrte ich auf dieses Teil und hätte es am liebsten quer durch den Zug geschmissen, denn der Akku war leer.

??

Anscheinend wollte der Zug gar nicht mehr losfahren, und fast wäre ich ausgestiegen, um Sam von einer Telefonzelle aus anzurufen, doch dann ging die Fahrt endlich weiter. Zwei Stunden später als geplant erreichte ich mein Ziel. Abrupt fühlte ich mich verloren, denn der Bahnhof war so winzig. Zwei Bahngleise gab es und kaum einer – außer mir – stieg aus. Ich sah nach rechts, da war nichts. Links entlang musste die Treppe hinunter durch einen nach Pisse riechenden Tunnel und war total froh, als ich wieder frische Luft atmen konnte. Und als ich den Ausgang erreichte, fühlte ich mich völlig verschollen. Da war nichts – außer einem großen Parkhaus. Keine Taxen und nirgends war eine Telefonzelle zu sichten. Der Kiosk, den ich sah, hatte schon zu, und kein Mensch lief umher. Als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, fing es auch noch an zu regnen! Sofort wurde ich nass. Planlos lief ich durch die Gegend und suchte nach Taxen. Und dann, endlich – die Rettung! Zwar war es kein Taxi, dafür aber ein Stadtplan. Ich hatte Sams Adresse und nach genau dieser Straße suchte ich jetzt. Doch zuerst musste ich meinen Standpunkt ausfindig machen, was auf dieser verdreckten Karte gar nicht so einfach war. „Ja!“, freute ich mich, als ich die Straße gefunden hatte, in der Sam wohnte. Leider schien diese kilometerlang zu sein. Ich konzentrierte mich und versuchte, mir den Weg einzuprägen. Es dauerte eine Weile und gerade, als ich losgehen wollte, schaute ich noch mal auf die Karte. Einen Fehler konnte ich mir einfach nicht...



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