Thomas | Luke & Tim - Bound Passion | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 636 Seiten

Thomas Luke & Tim - Bound Passion


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-96089-246-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 636 Seiten

ISBN: 978-3-96089-246-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als Tim auf einer Bergtour mit Freunden aus gesundheitlichen Gründen gezwungen ist, mit einem der Bergführer in einer kleinen Versorgungshütte zu übernachten, weiß er am nächsten Morgen nicht, ob das, was sich in der letzten Nacht ereignet hat, nur ein Traum war. Erst zu Hause findet er die Wahrheit heraus und somit wird für ihn der Gedanke, seine dunklen Sehnsüchte weiterhin zu verdrängen, unerträglich. Nun steht er vor der Entscheidung, sein bisheriges Leben aufzugeben und es stattdessen in die Hände von Luke zu legen, der ihm seine Wünsche nach bedingungsloser Unterwerfung, Fesseln und Flogger nicht nur erfüllen kann, sondern Tim auch gleichzeitig mit einer Mischung aus Respekt und Liebe begegnet.

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Schicksalsberg


Timothy Carter befand sich zusammen mit acht Freunden aus seiner Eishockey-Mannschaft und zwei Bergführern auf einer seit Langem geplanten Bergtour. Die Gruppe wollte den Assiniboine Mountain einmal umrunden, der in Kanada an der Grenze zwischen den Bundesstaaten British Columbia und Alberta lag. Für diese Tour hatten sie drei Tage eingeplant.

Während die Männer unterwegs waren, nutzten ihre Freundinnen und Frauen die Zeit, ihrerseits ein gemeinsames verlängertes Mädels-Wochenende abzuhalten, darunter auch Tims Freundin Mary-Beth. Die Frauen hatten ihn und die Jungs winkend und umarmend verabschiedet und sich dann auf den Weg gemacht, um es sich in einem Wellness-Resort in dem Ort, an dem sie planten vom Berg zu steigen, richtig gut gehen zu lassen. Am späten Montagnachmittag würden sie alle wieder beisammen sein und dieses verlängerte Wochenende zusammen ausklingen lassen.

Doch für Tim hatte diese Tour noch eine andere, wesentlich tiefere Bedeutung, als nur ein paar Tage in der freien Natur zu verbringen.

Er wollte seinen Kopf freibekommen.

Ganz frei.

Er wollte sich endlich ein für alle Mal darüber klar werden, was er wollte. Und diese Bergtour schien geradezu ideal, um nachzudenken, da niemand seinen Atem für längere Gespräche verschwendete.

Dennoch hatte Tim einen kompletten Vormittag gebraucht, sich nicht mehr über das, was von ihm erwartet wurde, den Kopf zu zerbrechen, sondern sich stattdessen auf das zu konzentrieren, was er sich wünschte, während sich ihre Gruppe über eine gemächlich ansteigende Hochebene langsam höher gearbeitet hatte.

Was wollte er wirklich tief in seinem Herzen?

Wollte er für immer und ewig mit einer Lüge leben, oder würde er den Mut haben, endlich das Leben zu führen, das er ersehnte?

Liebte er Mary-Beth?

Gute Frage.

Er war alles andere als begeistert gewesen, als er herausgefunden hatte, dass sich ihre Partnerinnen dazu entschlossen hatten, ihn und seine Freunde bis zum Ausgangspunkt ihrer Wanderung zu begleiten. Ihm wäre es lieber gewesen, sie wären alle daheim geblieben und dort ausgegangen oder hätten zu Hause Party gemacht.

Mary-Beth war eine äußerst liebenswerte junge Frau. Ein toller Kumpel und eine Freundin, die ihn immer bei allem unterstützt hatte, was er tat. Selbst bei seiner Vorliebe fürs Eishockey, das er seit der Junior High spielte. Aber Liebe? Nein. Er mochte sie wirklich gerne, okay, aber es war keine Liebe.

Sie sah klasse aus, war groß, schlank, dunkelhaarig, humorvoll und liebevoll, einfach alles, was sich ein Mann wünschen konnte. Seit dem College waren sie ein Paar. Doch in letzter Zeit sprach sie immer öfter davon, mit ihm alt werden zu wollen. Mit ihm zusammenzuziehen. Eine Familie zu gründen. Ein Baby zu bekommen. Und dieser Wunsch ließ langsam, aber sicher Panik in ihm aufsteigen.

Noch schlimmer für Tim war die Tatsache, dass viele seiner Eishockey-Freunde entweder kürzlich geheiratet oder sogar schon Kinder hatten. Er fühlte sich unter Druck gesetzt, hatte er doch eine tolle Frau an seiner Seite. Auf was wartest du noch?, schienen ihn alle anderen immer öfter zu fragen.

Er wusste, dass Mary-Beth einen Antrag seinerseits nicht nur ersehnte, sondern in naher Zukunft auch erwartete. Seine Eltern hatten ihr die größtmöglichen Hoffnungen darauf gemacht; nicht er.

Der nächste Punkt war sein Bürojob, den er hasste, und Tim wünschte mindestens jede zweite Woche, dass er einmal seinem Vater etwas abgeschlagen hätte. Nur einmal. Nämlich damals, als der ihm diesen Job in seiner Firma aufs Auge gedrückt hatte. Praktisch über Nacht, als der bisherige Marketingleiter völlig entnervt hingeschmissen hatte und ein großer Job die Existenz der Firma zu zerstören drohte.

Inzwischen war Tim 26 Jahre alt, hatte seinen Universitätsabschluss in Wirtschaftswissenschaften, Informatik und sogar ein paar Semester Jura studiert – Letzteres, weil sein Vater das wollte, nicht er.

Wenn es nach Tim gegangen wäre, dann wäre alles ganz anders gekommen.

Doch er hatte sich gefügt, und war trotz seiner jungen Jahre inzwischen Leiter der Marketingabteilung in der elterlichen Firma. Sein Traumjob sah jedoch etwas anders aus. Tim hatte während des Studiums schon für Sicherheitsfirmen gejobbt und fand die Arbeit aufregend und gut bezahlt. Er war kein Typ, der gerne herumsaß und hätte bei mehreren Firmen sofort fest anfangen können, das hatte man ihm bereits zu verstehen gegeben, auch noch lange nach seinem Studium. So ein Job würde ihm wesentlich mehr liegen, als sein verfluchter Bürojob, den er nur dank seines aktiven Hobbys Eishockey ertrug.

Das alles wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein, wären da nicht Tims dunkle Sehnsüchte, von denen niemand etwas wusste, geschweige denn ahnte.

Bis auf einen: Luke.

Würde er sich für Mary-Beth entscheiden, dann müsste er diese Sehnsüchte aufgeben, die geheimen Online-Treffen mit diesem faszinierenden Mann, die heimlichen E-Mails unter der Woche, die Video-Chats, die nur sonntagnachts stattfanden und die er immer wieder aufs Neue mit jeder Faser seines Körpers ersehnte.

Nach drei Monaten intensiven Online-Kennenlernens hatte Luke ihn schließlich zu einem Video-Chat überredet und als Tim Luke zum ersten Mal live und wahrhaftig vor sich gehabt hatte, war es um ihn geschehen gewesen. War er zuvor noch halbwegs vernünftig genug gewesen, dass alles nur eine Phantasie war – die stundenlangen Rollenspiele, der verbale Schlagabtausch, nur eben in Schriftform – so wurde er nun mit einer Realität konfrontiert, die seine dunkelsten Sehnsüchte in greifbare Nähe rückte.

Tim hatte sich, ohne mit der Wimper zu zucken, für Luke ausgezogen und verbrachte die Video-Chats meist nackt und devot kniend.

Luke würde ihn selbst im wahren Leben bei einer Körpergröße von 1,96 m um einen halben Kopf überragen. Luke war ein Riese, praktisch ein Bär von einem Mann. Groß, kräftig, gut trainiert. Allein der Gedanke, selbst aufrechtstehend zu ihm aufschauen zu müssen, sollte er je leibhaftig vor ihm stehen, erregte ihn. Und Luke war elf Jahre älter als er.

Er wusste, dass Luke anfangs noch seinen Neigungen als Dom nachgegangen war, aber nach ein paar Monaten hatte er sie so gut wie aufgegeben und arbeitete seitdem daran, Tim eine Beziehung schmackhaft zu machen. Eine Beziehung, die ihm alles versprach, was er sich sehnlichst wünschte. Nicht nur die Beziehung mit einem Mann, sondern vor allem mit einem Mann, der nicht zögern würde, von ihm absoluten Gehorsam, Unterwerfung und Dinge zu verlangen, die er sich bislang nur in seinen dunkelsten, kühnsten Träumen ausgemalt hatte. Die Tatsache, dass Tim völlig unerfahren war und bislang noch keine homosexuellen Erfahrungen gemacht hatte, schien Luke eher anregend als abstoßend zu finden. Soweit Tim wusste, war es genau das, was Luke reizte und schon lange suchte. Mehr als nur einen Sub, mit dem er sich stundenweise vergnügen konnte, nämlich einen Sub, der bei ihm lebte und mit dem er eine echte Partnerschaft führen konnte. Der bereit war, zwischen Unterwerfung und Beziehung in Sekundenschnelle zu wechseln.

Luke hatte ihm sogar vorgeschlagen, sich erst einmal auf neutralem Boden zu treffen, aber Tim hatte abgelehnt. Er wusste, dass er diesem Mann nicht würde widerstehen können, sollte er ihn je persönlich treffen. Er befürchtete, fast augenblicklich auf die Knie zu sinken und ihm die Stiefel zu lecken, sollte er ihm je von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen.

Die Frage lautete also: War er bereit, auch noch den allerletzten Schritt zu gehen?

Würde er den Mut aufbringen, sein bisheriges Leben, das er mittlerweile so sehr hasste, hinter sich zu lassen?

Was war die Alternative?

Den Kontakt zu Luke abzubrechen?

Nein, das konnte er nicht! Diese Antwort gab Tim sich sofort selbst wie aus der Pistole geschossen.

Würde es ihm also reichen, weiter lediglich geheime Onlinetreffen abzuhalten und im echten Leben Mary-Beth etwas vorzugaukeln?

Der Gedanke verursachte ihm augenblicklich Bauchschmerzen.

Sein Unterbewusstsein hakte sofort nach: Willst du also weiter Sex mit einer Frau haben, ohne dabei etwas zu empfinden?

Nun kam zu den Bauchschmerzen auch noch Brechreiz dazu und Tim bekam einen Hustenanfall.

„Alles okay?“, fragte Derek, der vor ihm ging.

Tim hob die Hand und nickte. Schweigend gingen sie weiter.

Genau das war doch das eigentliche Thema. Seit mehr als zwei Monaten war er nur noch im Stande eine Erektion zu bekommen, wenn er sich vorstellte, Luke würde ihn zwingen, mit einer Frau zu schlafen. Manchmal reichte auch das nicht und er stellte sich vor, Luke hielte ihm eine Knarre an die Schläfe. Mary-Beth war seitdem begeistert, weil er beim Sex wesentlich länger durchhielt als früher. Sie konnte nicht ahnen, dass er ihr bereits mehr als einmal einen Orgasmus vorgespielt hatte, etwas, was seines Wissens normalerweise nur Frauen taten.

Erde an Tim, also nochmal von vorne: Was ist die Alternative?

Wie wär’s, wenn du endlich mal Nägel mit Köpfen machst?, knurrte ihm seine andere Stimme ins Ohr. Tim erkannte sie sofort und wusste, es war die gleiche, die ihn auch dazu brachte, sich ohne zu überlegen, nackt vor die Webcam zu knien.

Dies setzte allerdings voraus, dass er sein bisheriges Leben hinter sich ließ. Und zwar für immer.

Was wären die Konsequenzen?

Nun, sein Vater würde ihn augenblicklich enterben und vermutlich nie...



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