E-Book, Deutsch, Band 2, 308 Seiten
Reihe: Nothing Special
Via Syn ... wie die Sünde
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-96089-240-3
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2, 308 Seiten
Reihe: Nothing Special
ISBN: 978-3-96089-240-3
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Sergeant Corbin 'Syn' Sydney hat sein ganzes Leben lang hart daran gearbeitet, der beste Detective zu werden. Als er die Chance bekommt, Teil der Atlanta Narcotics Task Force zu werden, ergreift er sie. Doch er war nicht auf die innige Beziehung seiner beiden Vorgesetzten vorbereitet: Lieutenant Cashel 'God' Godfrey und Lieutenant Leonides Day. In dieser neuen Situation trifft er auf den langhaarigen, tätowierten Barkeeper Furious Barkley. Und noch bevor er begreift, was passiert, verliebt er sich Hals über Kopf. Und es sieht so aus, als würde Furious das gleiche empfinden. Doch zuerst muss Syn die Beweise finden, dass Furious kein Mörder ist und ihn gleichzeitig vor der Vergangenheit schützen, die ihn verfolgt. God, Day, Ronowski und Johnson - unterhaltsam wie immer. Und Syn und Furious ... zum Verlieben. Nothing Special Buch 2
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Kapitel 2
„Leg mich einmal herein, Schande über dich“
Die Fahrt zurück zum Revier in dem unmarkierten Suburban verlief unbehaglich und schweigend. God fuhr wie eine Fledermaus aus Haiti, während alle anderen sich an die oh-Scheiße-Griffe klammerten. Es schien, als würde der Mann alle Verkehrsregeln brechen.
Syns Gedanken überschlugen sich. Er stellte sich vor, dass, wenn es sich hier um einen Cartoon handeln würde, Rauch aus seinen Ohren kommen und seine Augen aus seinem Kopf fallen würden. Wie zur Hölle konnten God und Day schmutzige Cops sein? War die ganze Task Force korrupt oder nur diese drei? Er hatte gedacht, dass er seinen Vorgesetzten seine Effizienz und Furchtlosigkeit bei einer Razzia beweisen würde, aber das war alles Bullshit. Sie hatten Goose nicht einmal verhaftet. Sie hatten sein verdammtes Geld gestohlen und ihm gesagt, dass er aus der Stadt verschwinden solle, weil sie sonst zurückkommen würden.
Was zur verdammten Hölle?
Ronowski sah aus wie der Junge von nebenan mit seinen kurzgeschnittenen, blonden Haaren, dem glatten Gesicht und Augen, die blauer waren als der Himmel über Wyoming. Aber nachdem God Goose gewarnt hatte, hatte Ronowski schnell die Kabelbinder von Gooses Händen geschnitten und den Mann mit einem mächtigen rechten Haken zu Boden geschickt. Er war lässig über Gooses bewegungslosen Körper gestiegen und mit der Schrotflinte auf der Schulter ruhend durch die Tür gegangen.
Sie hatten das Revier gerade betreten, als Captain Myers durch seine Tür bellte, dass sie in sein Büro kommen sollten. Syn schnaufte frustriert und spürte, wie God eine schwere Hand auf seine Schulter fallen ließ, den Griff zu seinem Nacken verlagerte.
Syn befreite sich. „Nimm deine verdammte Hand von mir, Godfrey.“
„Uh oh, sieht so aus, als ob jemand mehr Ballaststoffe im Essen braucht“, witzelte Day auf seinem Weg an ihnen vorbei.
„Bewegt eure Ärsche auf der Stelle hier herein!“ Der Captain kam wieder heraus und brüllte durch den Bullpen.
Syn und God befanden sich in einem hitzigen Blickduell. „Denkst du, ich habe Angst vor dir, God?“
„Das solltest du“, kam die einfache Antwort. Der Zahnstocher bewegte sich in Gods Mund und er redete, als ob er keine Sorgen auf der Welt hatte.
Syns Augen wurden schmal, seine Wut war offensichtlich. „Ja, ich habe gehört, dass du ein verdammter Irrer bist und ich habe mich darauf gefreut, mit dir zusammen zu arbeiten. Aber jetzt kannst du mich am Arsch lecken.“
„Du meinst wohl für mich zu arbeiten … nicht mit mir. Ich bin dein Leutnant, Detective Sydney.“
„Du verdienst diesen Titel nicht und du wirst ihn nicht aus meinem Mund hören. Ich würde niemals für dich oder mit dir arbeiten. Du hast dich dem falschen Cop zu erkennen gegeben.“ Syn trat näher und obwohl er einen Meter siebenundachtzig maß, musste er zu God aufschauen. „Ich werde ganz sicher nicht eure Schlampe sein. Du kannst mich nicht niederschlagen und du machst mir ganz sicher keine Angst.“
„Bist du dir da sicher?“
„Scheiße ja, ich bin mir sicher.“ Syn starrte wütend auf Gods selbstherrlichen Gesichtsausdruck und spürte, wie die Vene in seinem Hals hervortrat. Er war mehr als nur wütend. Er hatte sein zu Hause und seine Familie in Philly zurückgelassen, nur um hierherzukommen und für Cops zu arbeiten, die korrupt waren? Syn trat zwei Schritte zurück und nickte in Richtung des immer noch wartenden Captains. „Lass uns ein wenig reden.“
Syn durchquerte den Raum mit hocherhobenem Kopf, während mehrere Augenpaare seinen Bewegungen folgten. Er hörte nicht, ob die anderen Detectives ihm folgten, aber er wusste, dass sie es taten. Obwohl sie so groß waren, waren sie so leichtfüßig wie er selbst. Syn ging am Captain vorbei und sie alle betraten sein großzügiges Büro. Syn fiel auf, dass Ronowski sie nicht begleitete. Feigling!
Syn riss sich seine abgetragene Lederjacke vom Leib und warf sie auf einen der Stühle. Sein T-Shirt war unter seiner Kevlar-Weste durchgeschwitzt und seine Waffen fühlten sich an, als würden sie eine Tonne wiegen … vielleicht war das aber auch sein Gewissen. Syn ging direkt zum Fenster und schaute in den grau werdenden Himmel über dem beinahe leeren Parkplatz. Er wandte den anderen den Rücken zu, unfähig, ihnen in die Augen zu schauen.
Der Captain pfiff die alte Western-Showdown Melodie und schloss die Tür. Er setzte sich auf die Kante seines Schreibtischs, bevor er zu sprechen begann. „Ihr seid ziemlich angespannt, Jungs. Ich nehme an, Ihr Tag ist nicht so gelaufen, wie Sie sich das vorgestellt haben, Detective Sydney. Ich muss wohl nicht fragen, wie die Razzia gelaufen ist, vor allem, weil Goose sich nicht in Haft befindet. Ihr hättet warten sollen, bis ihr sicher wart, dass er sich im Haus aufhält. Meine Männer sollten es eigentlich besser wissen.“ Der Captain schaute erwartungsvoll zu God und Day.
Syns Kiefer zuckte. Er fühlte sich wie eine Bombe, die darauf wartete, zu explodieren. Er wusste, dass dies das Ende seiner Karriere sein konnte. Wollte er wirklich derjenige sein, der God und Day verpfiff? Was, wenn er es nicht beweisen konnte und die ganze Sache am Ende auf ihn zurückfallen würde? Er würde fallengelassen werden. Kein PD würde ihn wollen. God und Day waren für so viele Cops Helden … vor allem, weil sie out und proud waren. Das gab vielen anderen schwulen Polizisten die Hoffnung, dass auch sie akzeptiert werden würden, auch wenn ihr Arbeitsfeld von machohaften Alpha-Männchen dominiert wurde. Weil God und Day so alpha waren, wie man nur sein konnte, und sie wurden aufgrund ihrer Fähigkeiten akzeptiert, trotz ihrer sexuellen Orientierung. Aber jetzt wusste Syn, dass sie nichts anderes waren als Wichse lutschende Diebe.
„Wir dachten, dass er da wäre, Cap, aber es war nicht er, sondern nur irgendein Junkie.“ Day sprach zuerst.
Verdammter Lügner! Goose war da.
„Unser Anwärter hat die Tür eingetreten, bevor wir das OK gegeben haben. Wir denken nicht, dass er für die Task Force geeignet ist, Cap. Er ist zu hitzköpfig.“
Oh, zur Hölle damit. Er würde auf keinen Fall zulassen, dass sie ihm das anhängten. Syn knurrte und machte mehrere entschlossene Schritte auf Day zu, bevor God ihm den Weg versperrte.
„Du wirst über deinen nächsten Schritt sehr genau nachdenken, vor allem, wenn du vorhast, ihn anzufassen.“ Gods Stimme senkte sich zu einem angsteinflößenden Timbre.
„Fick dich“, knurrte Syn zurück.
„Langsam. Beruhigt euch alle. Detective Sydney, wir haben Sie auf Probe aufgenommen und wenn Day sagt, dass Sie nicht gut genug sind, dann tut mir das leid, Sohn. Ich bin mir sicher, dass Sie Ihren Job in Philly zurückbekommen können. Ich habe mit dem Captain dort gesprochen und er hat gesagt, dass Sie ein verdammt guter Detective sind und dass es ihm nicht gefällt, Sie zu verlieren. Das tut er jetzt nicht.“
Syn starrte noch immer God an, während er den Worten des älteren Mannes zuhörte.
„Ich habe kannte ihren Vater, Detective Sydney. Er war ein verdammt guter Mann und ein noch besserer Captain. Ich habe acht Jahre unter ihm gedient und eine Menge gelernt.“ Myers tätschelte Syn den Rücken. „Sie müssen noch ein paar Dinge lernen, Sohn. Sie können sich aber jederzeit wieder bewerben.“
Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Syn dachte nicht, dass er alles wusste, was man über Polizeiarbeit wissen musste, aber er wusste, dass er der richtige Mann für diesen Job war. Überall redeten Cops davon, wie großartig sein Vater und Großvater waren. Syn wollte sich seine eigene Großartigkeit verdienen. Er stand davor, einen Schritt in diese Richtung zu tun, weil er tun würde, was richtig war, auch wenn es ihn alles kosten konnte.
„Ich war der absolut richtige Mann für diesen Job, Captain Myers, aber ich weigere mich, für diese beiden Diebe zu arbeiten.“
God trat schnell in Syns persönlichen Bereich, legte beinahe seine Nase auf Syns Stirn. Er knurrte: „Halts Maul“ Aber Syn wich nicht zurück. Er redete weiter, weigerte sich, sich einschüchtern zu lassen.
„Die Razzia verlief ganz nach ihrem Plan. Sie sollten vielleicht die Kontostände einiger Ihrer Detectives überprüfen, Captain. Es schien, dass sie mit ihrem Gehalt nicht zufrieden sind und jetzt darauf zurückgreifen, Dealer auszurauben.“
„Sprichst du von dir selbst, Sydney?“, erkundigte God sich blasiert.
Syn sah rot. Seine Hand bewegtes sich schnell, zu schnell, als dass God sie hätte aufhalten können, als er Gods Jacke mit den Fäusten packte. Syn hatte nicht erwartet, dass Gods Wut so schnell eskalierte, wie sie es tat. Eine riesige Hand legte sich um seine Kehle, die andere ergriff seine kugelsichere Weste. God schob ihn nach hinten, bis Syn gegen die Wand stieß.
„Beruhig dich, Sydney!“, brüllte God.
Syn versuchte ohne erfolglos, zu Atmen zu kommen.
„God, lass ihn los, sofort!“ Syn konnte hören, wie der Captain brüllte, sein Kopf pochte von dem Aufprall an der Wand.
Syn wusste, dass er nur noch wenige Sekunden hatte, bevor er ohnmächtig werden würde. Er hob seinen rechten Arm so weit es ging und ließ ihn auf Gods Unterarm sausen, wodurch der seinen unerbittlichen Griff löste. Syn nahm einen hastigen Atemzug, kauerte sich zusammen und rammte dann seine rechte Faust in Gods Rippen. Er sah, wie Gods rechte Faust auf ihn zukam und...




