Vlcek | Perry Rhodan 2034: Runricks Welten | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2034, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Vlcek Perry Rhodan 2034: Runricks Welten

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2033-5
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"

E-Book, Deutsch, Band 2034, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2033-5
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Die Geschichte eines Mundänen - er durchlebt sieben Lebensstationen Nach wie vor ist die SOL mit ihrer Besatzung in der Vergangenheit gestrandet, nach wie vor gibt es für das alte Generationenraumschiff keine Möglichkeit zur Rückkehr in die Gegenwart. Durch einen Abgrund von 18 Millionen Jahren von ihren Gefährten in der heimatlichen Milchstraße getrennt, müssen Atlan und seine Begleiter in der Galaxis Segafrendo um ihr Überleben kämpfen. In Segafrendo tobt seit über tausend Jahren ein fürchterlicher Krieg. Die mörderischen Mundänen haben die friedliche Kultur der Galaktischen Krone so gut wie zerstört; es kann sich nur noch um wenige Jahre handeln, bis die Invasoren die Galaxis komplett beherrschen. Und die Besatzung der SOL weiß, daß sie in diesen Konflikt praktisch nicht eingreifen kann. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Bevor das Raumschiff in die Vergangenheit geschleudert wurde, erhielt die Besatzung einen Auftrag der Superintelligenz ES: Man müsse nach Auroch-Maxo-55 fliegen, um von dort einen Kym-Jorier zu bergen. Gelinge das nicht, drohe der Untergang der Menschheit. Auroch-Maxo ist mittlerweile näher gerückt. In der Dunkelwolke verbirgt sich der gesuchte Planet. Nach diesem forschen aber auch Hunderttausende von Einheiten der Mundänen. Und Auroch-Maxo-55 ist anscheinend die letzte von RUNRICKS WELTEN...

ERNST VLCEK Ernst Vlcek ist 1941 in Wien geboren. Nach der Schulausbildung und Absolvierung einer kaufmännischen Lehre war er in verschiedenen manuellen Berufen tätig. Schon in jungen Jahren begeisterte sich der Autor für die Science Fiction. Eine seiner ersten Kurzgeschichte hatte den Titel 'Es kommt eine kleine Überraschung'. Für Ernst Vlcek bot sich zunächst die Möglichkeit, seine Werke innerhalb des Fandoms zu veröffentlichen. 1966 erschien sein erster Roman 'Der kosmische Vagabund', weitere Veröffentlichungen folgten. Zwei Jahre später ergab es sich für den Österreicher, bei den PERRY RHODAN-Taschenbüchern mitzuschreiben. Mit diesem erfolgreichen Roman 'Planet unter Quarantäne' (46) schaffte er den Einstieg in die PERRY RHODAN-Heftserie. Sein erster Roman war 'Die Banditen von Terrania'. 1970 folgte der Einstieg bei ATLAN, parallel dazu konzipierte er mit seinem Schriftstellerkollegen Kurt Luif die Horrorserie 'Dämonenkiller'. In den darauffolgenden Jahren seines Schaffens entwickelte er den bekannten SF-Zyklus 'Sternensaga'. 1980 wurde ihm die Exposéarbeit der Fantasyserie 'Mythor' anvertraut und auch an 'Dragon' hat er mitgearbeitet. Bei PERRY RHODAN stieg er ab 'Der gute Geist von Magellan' (1211) mit Thomas Ziegler in die Exposéarbeit ein. Zwei Jahre später bekam er mit Kurt Mahr einen neuen Exposéautor zur Seite gestellt, auf den Robert Feldhoff folgte. Auf dem PERRY RHODAN WeltCon 2000, erklärte er seinen Rücktritt aus der Exposé-Redaktion, im Jahre 2004 schließlich zog er sich schließlich auch aus dem Autorenteam zurück - in einen von eigenen schriftstellerischen Projekten Ruhestand. Am Vormittag des 22. April 2008 ist der ehemalige PERRY RHODAN-Chefautor Ernst Vlcek unerwartet in Wien gestorben.
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2.


LAICMOKO

Sie hatten mir 28 Jahre meines Lebens gestohlen, mich unglaublichen Umerziehungstorturen ausgesetzt. Aber ich konnte mir danach immer noch nicht vorstellen, dass die Armee mir irgendetwas zu bieten hatte, was mich wiederaufrichten, mir einen Halt geben könnte. So trat ich meinen Dienst ohne jegliche Erwartungen und ohne Begeisterung an. Widerwillig geradezu. Ich dachte mir die Armee als mundänenverachtende Institution, in der die brutalen Regeln der Sonderanstalt eine Erhöhung fanden.

Aber schon in den ersten Tagen meiner Ausbildung zeigte sich, dass meine Vorurteile falsch waren. In der Armee herrschten strengste Disziplin, Gehorsamspflicht und methodische Bestrafung, aber auch Kameradschaft und Hilfsbereitschaft. Einer war für den anderen da. Man wurde von seinen Kameraden nicht gleich wegen jeder Kleinigkeit verprügelt. Aggression wurde nur gegen die Feinde der K'UHGAR gefördert.

Und es gab in der Armee keine Mismatiker. Das war das größte Plus. Mein Handikap aber war mein hohes Alter. In einem Alter, das viele Krieger gar nicht erst erreichten, musste ich mich unter Halbwüchsigen durch die Grundausbildung quälen. Die Jungen glaubten zuerst, in mir einen zu haben, an dem sie Halt finden, von dessen vermeintlicher Erfahrung sie partizipieren konnten. Aber sie merkten schnell, dass sie von mir nichts lernen konnten. Von da an mieden sie mich.

Begeisterung konnte ich für das Kriegshandwerk weiterhin nicht aufbringen. Ich tat zuerst nur, was ich tun musste, keinen Deut mehr. Doch das brachte mir nur Maßregelungen ein. Als ich dann herausfand, dass ich Begünstigungen für mich herausholen konnte, wenn ich mehr gab, strengte ich mich mehr an.

Das Mehr, das ich zu geben hatte, bestand jedoch nicht aus verstärktem körperlichen Einsatz. Ich besaß eher geistige Qualitäten als Körperkräfte. Jeder Siebzehnjährige war athletischer als ich. Aber bei den Ringkämpfen brachte es mir Vorteile ein, dass ich mich nicht, im Vertrauen auf meine Körperkräfte, blindlings auf die Gegner stürzte, sondern wegen meiner Schwächen taktieren musste. Ich erkannte die Absichten meiner Gegner im Voraus und konnte meine Konterattacken darauf ausrichten. In theoretischer Strategie war ich dagegen nicht zu schlagen und verblüffte selbst die Ausbilder mit meinen unkonventionellen Taktiken.

Nur meinem damaligen Ausbilder für Nahkampf, Mun-10 Strezzor, halb so alt wie ich, konnte mein Kampfstil kein Lob abgewinnen.

»Du hast die Eleganz eines Tänzers, Runrick«, sagte er abfällig. »Aber dir fehlt das Kämpferherz. Du musst lernen, deine Feinde zu hassen!«

Das war vermutlich mein größtes Manko: Für mich war Kampf ein ungeliebtes Spiel, keine Frage des Überlebens. Mir fehlte es dazu an Motivation.

Unter den Rekruten war nur ein einziger, der mich achtete. Er hieß Rezzaga und war intelligenter als die anderen Jungen. Es gefiel ihm, wie ich meine physischen Mängel mit dem Verstand und meinen Sinnen wettmachte und mir so auch gegen viel Kräftigere Vorteile verschaffte.

»Muskelmasse kann man sich antrainieren«, tröstete er mich. »Seine Sinne zu schärfen und den Verstand zu gebrauchen, das ist dagegen viel schwerer zu schulen. Das lernen manche nie.«

Mir war natürlich klar, dass ich meine Vorteile der Seherausbildung auf Rauber Baan zu verdanken hatte. Aber das erwähnte ich nicht. Es war eine zu schmerzliche Erinnerung. Und ich dachte ohnehin viel zu oft an diese schöne Zeit zurück. Immer wenn ich mit dem Soldatenleben nicht zurechtkam. Und ich an die verheißungsvolle Zukunft dachte, die mir beschieden gewesen wäre, wenn dieser verdammte Mismatiker mich nicht verraten hätte. Wenn Cael-Ogor verschwiegen hätte, dass ich in einem schwachen Moment zwei Gesichter gehabt und meine Sehkraft zurückbekommen hatte, könnte ich immer noch auf Rauber Baan leben und irgendwann ein geachteter Seher werden.

Solche Vorstellungen waren unrealistisch und kindisch, klar. Aber schön wäre es gewesen.

In dieser Zeit, da ich meinen Dienst in der Armee antrat, wurde gerade die Eroberung der Galaxis Yakini vorbereitet, während die Kriege gegen Jonx und Segafrendo noch nicht beendet war. Und wir sollten an diesem Eroberungsfeldzug teilnehmen, zusammen mit vielen anderen Millionen Mundänen.

Man zeigte uns in endloser Abfolge lebensechte Animationen über die Wesen, die Yakini bevölkerten und beherrschten. Es waren an die fünfzig verschiedene Völker, die in einer Art Kollektiv die Galaxis Yakini verwalteten. Das seien unsere Feinde, sagte man uns. Diese müssten wir mit all unseren Kräften bekämpfen und von ganzem Herzen hassen lernen.

Die Korrever, die Lynsenen, Yindinger, Pharapeter, Nurgaser und die Uelparer und wie sie alle hießen, mussten zu unserem absoluten Feindbild werden. Denn sie lebten in einem entarteten Weltbild, das dem der K'UHGAR von Grund auf widerspreche. Alle meine Kameraden, auch Rezzaga, nahmen diese Botschaft begierig auf und warteten voller Ungeduld auf den Moment, gegen ihre natürlichen Feinde in Yakini kämpfen zu dürfen. Und sie töteten die Korrever und die anderen Yakini-Rassen in den Simulationen zuhauf.

Nur ich konnte als einziger mein Plansoll in dieser Disziplin nicht erfüllen. Das brachte mir Strezzors Tadel ein, und er ließ mich das Töten so lange üben, bis ich die Beherrschung verlor und mein Kampfgesicht gegen den Mun-10 richtete.

»Na also«, sagte Strezzor heiter. »Es geht ja doch. Ich fürchte dennoch, dass aus dir nie ein rechter Mun-Krieger werden wird, Runrick.«

Ich nahm es hin, denn ich wäre ohnehin lieber ein Seher geworden.

Bei einer dieser Kampfsimulationen rief Rezzaga plötzlich: »Das musst du dir ansehen, Runrick!«

Er holte mich daraufhin in seine virtuelle Landschaft. Dabei handelte es sich um einen Kampfschauplatz, der den anderen ähnlich war. Nur das Wesen, das gezeigt wurde, passte nicht in das Bild. Es war von ähnlicher Gestalt wie ein Mundäne, nur viel kleiner und zartgliedriger, besaß eine blaue Haut und goldfarbenes Haar. Es wirkte irgendwie verloren und schutzlos, und mein Beschützerinstinkt war sofort geweckt.

Rezzaga meldete die Sache Strezzor.

»Vergiss das Blaue Blond!«, befahl er Rezzaga. »Das ist das falsche Programm. Es gehört zur Segafrendo-Offensive.«

Bevor Rezzaga jedoch aus dem Programm ausstieg, tötete er rasch den Blauen.

»Wie konntest du nur, Rezzaga?«, wunderte ich mich betroffen. »Der Blaue passt doch nicht in dein Feindbild.«

»Du hast doch von Strezzor gehört, dass es sich beim Blauen auch um einen Feind der K'UHGAR handelt. Ich hasse sie alle. Ich könnte sie alle töten.«

Während der Ausbildung lernte ich einen Aspekt kennen, der meine Einstellung zum Kriegshandwerk völlig änderte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte mir die Motivation dafür gefehlt, für K'UHGAR zu kämpfen und zu töten. Nicht, dass ich es nicht hätte tun wollen, doch hatte mir der innere Ansporn gefehlt. Ich war von der eher philosophischen Sichtweise eines Sehers geprägt und fragte mich automatisch nach dem Sinn dieses Tuns.

Es war kurz vor unserer Einschiffung nach Yakini, dass ein Mun-7 eine Ansprache hielt. Dabei sagte er unter anderem: »Wenn wir in den Krieg ziehen und für die Werte unser aller Mutter K'UHGAR dabei fallen, wissen wir, dass wir nicht umsonst gestorben sind. Wir haben unser Leben für die gute Sache hingegeben. Und K'UHGAR wird es uns danken, dass sie uns nach unserem Tod in sich aufnimmt. Wir werden ewig in die Totenstädte von K'u eingehen.«

Das war ein verheißungsvoller Beginn, und ich lauschte den weiteren Worten des Mun-7 mit steigender Verklärung, wie ich sie als Mun-Krieger bisher nicht verspürt hatte.

»Wenn wir einst in K'UHGAR aufgehen werden, werden wir erst ihren großen Plan richtig begreifen können. Wir werden in den Ewigen Totenstädten von K'u erfahren, dass K'UHGAR diese Kriege nicht zum Selbstzweck führt, nicht aus Expansionsdrang, nicht um der Macht willen und auch nicht, um ihre Position im kosmischen Machtgefüge zu stärken. K'UHGAR zieht gegen das kosmische Chaos zu Felde, das im Vielvölkerchaos der meisten Galaxien begründet ist. K'UHGAR kämpft, um einen stabilen Zustand zu schaffen, der dem Prinzip der Ordnung im Universum dient. Denn eine stabile Ordnung vermag weitaus mehr Leben einvernehmlich zu verwalten, als es die vermeintliche Freiheit des Individuums vermag. Wir erleben es an jedem Tag, wie schwach die Vielvölkerschaften in den anderen Galaxien sind, die wir Mundänen im Auftrag der K'UHGAR missionieren. Und wir Mundänen selbst geben das Beispiel dafür, wie viel Kraft eine Galaxis entwickeln kann, in der eine einzige Rasse das Prinzip der Ordnung vertritt. Ihr, tapfere Mun-Krieger, werdet nach Yakini gehen, um auch in dieser Sterneninsel für K'UHGAR zu kämpfen.«

Dies war es, was mir bis zu diesem Augenblick gefehlt hatte: der Sinn des Lebens und des Sterbens – der Sinn des Krieges. Von diesem Tage an fühlte ich mich voll und ganz als Mun-Krieger, als bedingungsloser Kämpfer für die hehren Werte der K'UHGAR. Ich freute mich darauf, nach Yakini zu gehen und die Korrever, Lynsenen, Yindinger und die anderen Völker zur Ordnung zu rufen.

Wie aus den Worten des Mun-7 hervorging, waren die Mismatiker bloß ein notwendiges Übel, um K'UHGARS Prinzip der Ordnung zu verwalten. Ich war auch froh, zu diesen Verwaltern auf Distanz gehen zu können.

Aber es kam anders.

K'UHGAR führte permanent einen Mehrfrontenkrieg. Während der Sturm auf Yakini vorbereitet wurde, lief der Krieg gegen die Galaktische Krone von Segafrendo schon seit Hunderten von Jahren. K'UHGAR würde ohne Zweifel eines Tages den Sieg gegen die Macht ESTARTU davontragen, die in Segafrendo...



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